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Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus Aufmacher
Pro und Contra
  • Preis-Leistungs-Sieger
  • Gute 21-Gang-Schaltung
  • Starker Motor, großer Akku
  • Unaufgeräumtes Kabel-Management
  • Kein echtes Display
  • Viele sehr günstige Komponenten
  • 4.0

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Das E-Mountainbike Eleglide M1 Plus bietet einen kräftigen Motor, einen großen Wechselakku und eine ordentliche 21-Gang-Schaltung. Im Test des E-MTBs sind wir von der guten Ausstattung für den günstigen Preis von 750 Euro überrascht.

E-Bikes sind beliebt wie nie. Dabei ist die Kategorie der E-Mountainbikes unter den E-Bikes die gefragteste. Kein Wunder. Schließlich sollen E-Mountainbikes besonders robust sein, was sowohl auf Wald-Trails als auch in der Stadt von Vorteil ist. Allerdings sind aktuell viele Modelle ausverkauft.

Wir haben uns das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus des chinesischen Händlers Geekmaxi (Kauflink) genauer angeschaut. Es kostet dort aktuell mit dem Gutscheincode ZUB7HZPN im Angebot 750 Euro und wird aus einem EU-Lager verschickt, Zoll fällt also keiner an. Damit ist es sogar nochmal etwas günstiger als das elektrische Mountainbike Ado A26 (Testbericht). Mehr zum Thema Straßenzulassung, Montage, Antrieb und Akku günstiger E-MTBs zeigen wir im Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten. Wer sich für faltbare E-Bikes interessiert und dennoch gerne Offroad fahren möchte, sollte einen Blick auf das Fiido M1 (Testbericht), Fiido M1 Pro (Testbericht) oder Mate X (Testbericht) werfen.

Wir gehen nicht davon aus, dass der chinesische Hersteller für das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus eine Modellabnahme durch den TÜV oder die DEKRA hat durchführen lassen. Damit ist es streng genommen auf deutschen Straßen nicht erlaubt. Allerdings erfüllt das E-MTB so gut wie alle Vorgaben des deutschen Gesetzgebers, ist etwa auf 25 Kilometer pro Stunde gedrosselt und kommt mit Katzenaugen an den Speichen. Es hat nicht einmal die sonst für chinesische E-Bikes so typische Elektrohupe. Auch der Gasring ist optional. Er liegt bei, muss jedoch nicht installiert werden.

Das Rad kommt in Einzelteilen. Zunächst muss der E-Bike-Fahrer den Lenker, das Vorderrad, die Pedale (Links und Rechts beachten!) und das Frontlicht montieren. Das entsprechende Werkzeug liegt bei. Außerdem findet sich im Karton ein Bügel zum Schutz der Schaltung am Hinterrad und Schutzbleche aus Kunststoff. Vor der ersten Fahrt sollten Käufer alle Schrauben nachziehen. In unserem Fall mussten wir zudem die Bremsen justieren, gleiches kann für die Schaltung gelten. Dem Paket liegen außerdem zwei optionale Handgriffe bei, wobei der rechte einen Gasring besitzt. Dieser ist leicht installiert und praktisch, aber in Deutschland nicht erlaubt.

Optisch gefällt uns das Eleglide M1 Plus. Der matt-schwarze Aluminium-Rahmen ist schmal. Darauf druckt Eleglide viele kleine graue und gelbe Kreuzchen, zusammen mit dem auffällig gelben Eleglide-Logo. Dieses Muster setzt sich auch auf dem Akku fort, der auf dem Rahmen aufsitzt und nicht integriert wurde.

Gar nicht gefällt dagegen das Kabel-Management. Fahrer könnten sich schnell bei Fahrten durchs Unterholz am Kabelsalat vor dem Lenker verhaken und das E-Bike damit beschädigen. Hier sollten Käufer vor der ersten Fahrt mit Kabelbindern oder ähnlichem die Kabel bündeln.

Der Lenker wirkt vergleichsweise aufgeräumt. Es gibt die üblichen Bremsgriffe für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Ebenfalls auf beiden Seiten sitzen die Hebel zu Steuerung der 21-Gang-Shimano-Schaltung. Dort gibt es auch eine kleine Anzeige, die den eingelegten Gang verrät. Außerdem sitzt auf der rechten Seite eine Glocke.

Das Eleglide M1 Plus kommt ohne richtiges Display aus. Stattdessen sitzt auf der linken Seite des Lenkers eine Steuereinheit mit drei Knöpfen und mehreren LEDs. Hier schaltet der Fahrer das E-Bike und das Licht ein und aus. Außerdem wählt eine einen von fünf Fahrmodi. Der im kleinsten unterstützt der Motor bis 6 Kilometer pro Stunde, im höchsten bis 25 Kilometer pro Stunde. Außerdem zeigen fünf LEDs die Akkukapazität an. Auch am Akku selbst leuchten nach einem Knopfdrucke LEDs auf und zeigen dessen Ladung.

Das Frontlicht ist ausreichend hell, wenn auch nicht so hell wie das Frontlicht des Ado A26. Ein Rücklicht liegt dem Paket nicht bei, dies sollte sich Käufer für wenige Euro nachbestellen. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehlen wir unseren großen Ratgeber: Helle Fahrradleuchten mit und ohne Akku ab 15 Euro.

Der Sattel ist ausreichend weich und wirkt dennoch nicht wie von einem Rentner-Bike. Ein Schnellverschluss fixiert es in der gewünschten Höhe. Die Pedale sind aus Kunststoff, machen jedoch einen deutlich besseren Eindruck als die Pedale des Ado A26.

Das Eleglide M1 Pro mit seinen 27,5-Zoll-Reifen macht im Feldtest keine schlechte Figur. Für die harten Voraussetzungen einer rasanten Downhill-Fahrt sind seine Komponenten zwar nicht hochwertig genug. Um mit Schwung einen Bordstein in der Stadt zu nehmen, eignet es sich jedoch allemal.

Trotzdem ist es mit dem Eleglide M1 Plus im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen E-Bikes möglich, einen technisch anspruchsvollen Wald-Trail zu fahren und auch gewisse Steigungen zu überwinden, ohne absteigen zu müssen. Das liegt vor allem an der recht ordentlichen 21-Gang-Schaltung. Auch dass der Motor ohne Mindestgeschwindigkeit anfängt mitzuschieben, hilft. Das ist alles andere als normal. So unterstützt der Motor in Ado Bikes wie dem E-MTB Ado A26 (Testbericht) etwa erst ab 7 Kilometer pro Stunde.

Trotzdem klappert es auf wilden Trails deutlich. Vor allen die fehlende Dämpfung der Frontgabel nervt. Auch kann man sie nicht etwa über ein Drehrad einstellen oder fixieren. Unser Testfahrer hat eine Körpergröße von 186 Zentimeter. Größer sollten Käufer des Eleglide M1 Plus nicht sein.

Die Elektronik des E-Mountainbikes ist simpel. Einen Drehmomentsensor besitzt es nicht. Das heißt, dass der Motor erst nach etwa einer halben Umdrehung anfängt zu schieben und etwa genauso lange nachläuft. Der Nachlauf kann durch das Betätigen der Bremse gestoppt werden. Auch wenn das verspätete Anspringen des Motors zunächst nervt, gewöhnt man sich unserer Erfahrung nach schnell daran. Noch schneller gewöhnt man sich an die feine manuelle Motorsteuerung über den Gasring, der dem E-Bike zur optionalen Montage beiliegt.

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus hat einen großen 450-Wattstunden-Akku. Das ist mehr als die meisten anderen E-Bikes dieser Preiskategorie bieten. Eleglide spricht von einer Reichweite von 100 Kilometern. Realistisch sollten das bei ebener Strecke, gutem Wetter, etwa 80 Kilogramm Zuladung und gemischter Motornutzung etwa 50 Kilometer sein.

Der Akku lässt sich über den mitgelieferten Schlüssel einfach entnehmen und zum Laden mit in die Wohnung nehmen, während das E-Mountainbike etwa im Keller bleibt. Alternativ kann der Akku zum Laden auch am Fahrrad bleiben. Dem Eleglide M1 Plus liegt ein 84-Watt-Netzteil mit 2 Ampere bei. Für eine volle Ladung benötigt es knapp fünf Stunden.

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus kostet bei Geekmaxi (Kauflink) im Angebot mit dem Gutscheincode ZUB7HZPN 750 Euro. Nochmal günstiger wird es beim Eleglide 26 Zoll M1. Es kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 650 Euro, hat jedoch einen kleineren Akku und kleinere Räder. Ansonsten sind die Ähnlichkeiten zum hier getesteten M1 Plus hoch. Bei beiden E-Bikes verspricht Geekmaxi eine flotte Lieferung aus einem europäischen Lager. Zollgebühren fallen keine an.

Wer lieber bei einem deutschen Händler bestellt, für den verlinken wir hier die günstigen E-Mountainbikes von Geizhals.

Wer für sein E-Mountainbike deutlich unter 1000 Euro ausgibt, braucht nicht mit hochwertigen Komponenten rechnen. Das ist auch beim Eleglide M1 Plus der Fall. So enttäuscht die vordere Gabelfederung, es gibt kein richtiges Display geschwiege denn einen Drehzahlmesser zur genauen Motorsteuerung. Trotzdem macht das E-MTB auch abseits befestigter Straßen Spaß. Das liegt vor allem an der ordentlichen Gangschaltung und der direkten Motorunterstützung in fünf Stufen. Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus ist für seinen günstigen Preis ein vernünftiges E-Mountainbike und besser als teurere Modelle wie das Ado A26 (Testbericht). Käufer sollte sich dennoch immer vor Augen halten, dass das Eleglide M1 Plus nicht legal ist, obwohl es den Anschein erweckt, da es so gut wie alle Auflagen des deutschen Gesetzgebers erfüllt.

Mehr zum Thema Straßenzulassung, Montage, Antrieb und Akku günstiger E-MTBs zeigen wir im Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten. Wer sich für faltbare E-Bikes interessiert und dennoch gerne Offroad fahren möchte, sollte einen Blick auf das Fiido M1 (Testbericht) oder Fiido M1 Pro (Testbericht) werfen.

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