E-Klapprad Xiaomi Himo Z20 Max im Test

Himo Z20 Max Aufmacher
Pro und Contra
  • Sehr gute Elektronik
  • Gute Verarbeitung und Ergonomie
  • Luftpumpe in der Sattelstütze
  • Bremsen müssen zunächst justiert werden
  • Zusammengeklappt nicht fixierbar
  • 4.5

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Das E-Klapprad Xiaomi Himo Z20 Max gefällt uns dank schicker Optik, stabiler Verarbeitung, schlauer Elektronik und des attraktiven Preises.

Das Himo Z20 Max gehört zum Mutterkonzern Xiaomi. Für einen Preis von gut 1000 Euro bietet es so ziemlich alles, was man von einem faltbaren E-Bike erwartet. Dazu gehört eine stabile Verarbeitung, ein schickes Äußeres, ein guter Klappmechanismus und eine richtig gute Trittunterstützung durch den leisen Motor. Zudem bietet des Z20 Max Licht vorne und hinten, Schutzbleche aus Metall und eine in der Sattelstütze versteckte Luftpumpe. Perfekt ist das Z20 Max jedoch nicht. Was uns sonst noch gefällt und was nicht, zeigen wir in unserem Testbericht des Himo Z20 Max.

Das Xiaomi Himo Z20 Max kommt in einem zwar schweren, aber dennoch recht kompakten Paket. Nach dem Auspacken wollen zunächst die Lenkstange, danach die Pedale montiert werden. Der Verpackung liegen außerdem zwei Paar Schutzbleche bei ­– eines aus Kunststoff, eines aus Metall. Die Metallschutzbleche wirken deutlich hochwertiger. Warum sich Himo dazu entscheiden hat, gleich Sets beizulegen, bleibt wohl deren Geheimnis. Die Montage der Schutzbleche stellt handwerklich interessierte Nutzer vor keine unlösbaren Probleme. Eine Anleitung sucht man in den Unterlagen jedoch vergebens.

In unseren Fall schleifen beiden Räder, die Bremsen sind nicht gut eingestellt. Hier müssen Käufer selbst Hand anlegen oder eine Werkstatt aufsuchen. Dabei ist uns aufgefallen, dass der Motor eine wichtige Stellschraube an der Bremse des Hinterrads verdeckt. Will man die Bremse also justieren, muss man zunächst das Hinterrad vom Rahmen lösen oder ein Spezialwerkzeug verwenden. Das ist unnötig umständlich.

Die Reifen haben zunächst zu wenig Luft. Himo integriert dafür eine Luftpumpe in der Sattelstütze. Dafür zieht der Käufer die Sattelstütze aus dem Fahrrad, schraubt die Schutzkappe ab und zieht den Kolben der Luftpumpe sowie einen Verlängerungsschlauch aus dem Rohr. Das Aufpumpen selbst funktioniert erstaunlich gut. Wer sich für Alternativen interessiert, dem empfehlen wir unsere Bestenliste: Top 5 elektrischer Luftpumpen mit Akku für Auto & Fahrrad.

Optisch gefällt uns das Rad sehr gut. So wirkt das E-Bike dank des im Rahmen versteckten und über einen Schlüssel entnehmbaren Akkus schlank. Die überwiegend graue Farbgebung mit dem weißen „Z20“-Schriftzug auf der Seite macht ebenfalls einen gefälligen Eindruck. Wer will, kann sich beim Kauf auch für eine weiße Variante entscheiden. Die Kabel sind ausreichend gut versteckt. Insgesamt wirkt alles stimmig, integriert und wie aus einem Guss.

Am Lenker sitzt auf der linken Seite das Display mit insgesamt vier Knöpfen. Ein USB-A-Port zum Laden von Endgeräten wir etwa einem Smartphone gibt es nicht. Das Display zeigt neben der aktuellen Geschwindigkeit den Akkustand in fünf Balken, die gewählte Unterstützungsstufe und die gefahrenen Kilometer an. Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt neben einer Glocke die einfache 6-Gangschaltung von Shimano. Die Lenkstange selbst ist nicht höhenverstellbar, hat aber auch für größere Personen eine angenehme Höhe.

Am Display schaltet ein langer Druck auf die Plus-Taste das Frontlicht ein. Dieses ist hell genug, um in Dunkelheit einen Weg ausreichend zu beleuchten. Die Rückleuchte unter dem Sattel hängt nicht am Stromkreislauf und muss über einen Knopf an- und wieder ausgeschaltet werden.

In einem etwas versteckten Einstellungsmenü lässt sich nach der Eingabe des Passworts 1919 die maximale Geschwindigkeit heraufsetzen. Damit ist das Z20 Max in Deutschland nicht erlaubt.

Zum Zusammenfalten des E-Bikes legt der Fahrer zunächst die Lenkstange um. Dann folgt der große Sicherungshebel am Rahmen. Auch die Pedale lassen sich anlegen, um weitere Zentimeter zu sparen. Nun noch die Sattelstütze komplett einfahren – fertig. So verringern sich die Maße des knapp 22 Kilogramm schweren E-Klapprads von etwa 147 x 55 x 109 Zentimeter auf 86 x 74 x 40 Zentimeter.

Zusammengeklappt passt das Himo Z20 Max auch in kleine Kofferräume. Vorteil aller Falträder: Zusammengeklappt dürfen sie kostenfrei im öffentlichen Nahverkehr transportiert werden. Was dem Himo Z20 Max fehlt, ist ein Haken oder ein Magnet, der es in zusammengeklappter Form fixiert. So lässt es sich gefaltet leider kaum transportieren, da es ständig aufklappt.

Die Fahrt gestaltet sich dank der recht großen 20-Zoll-Räder und der dicken Reifen recht angenehm. Noch angenehmer wäre es jedoch gewesen, wenn das Himo Z20 Max zusätzlich eine Federgabel hätte. Doch trotz fehlender Federgabel meistern wir unseren anspruchsvollen Test-Wald-Trail. Das liegt auch an der guten Schaltung und vor allem an der sehr guten Elektronik. Diese registriert außergewöhnlich schnell den Pedaltritt und schaltet sanft und für den Fahrer fast unhörbar den Motor dazu. Genauso schnell schaltet der Motor beim Ausrollen auch wieder ab. Derart gut haben wir das noch bei keinem anderen E-Bike mit Heckmotor erlebt. Respekt!

Der 250-Watt-Motor unterstützt je nach gewählter Unterstützungsstufe bis maximal 25 Kilometer pro Stunde. Die Übersetzung der Gangschaltung hätte hier gerne etwas höher ausfallen dürfen. Bei hohen Geschwindigkeiten fühlt es sich häufig so an, als ob man ins Leere tritt.

Der Akku hat eine Kapazität von 360 Wattstunden. Das entspricht dem aktuellen Standard bei E-Klapprädern. Nur wenige wie etwa das sehr gute Laotie x Fiido D4S Pro (Testbericht) oder das fette Mate X (Testbericht) bieten mehr. Himo gibt an, mit einer vollen Akkuladung bis zu 80 Kilometer weit zu kommen. Das ist deutlich übertrieben, da unter Idealbedingungen gemessen. Realistisch kommen wir bei einer Zuladung von 85 Kilogramm, viel Stopp-&-Go und dauerhaft höchster Unterstützungsstufe auf etwa 35 Kilometer. Da jedoch viele Parameter die tatsächliche Reichweite beeinflussen, ist auch unser Ergebnis nur ein Richtwert.

Toll finden wir, dass der Akku zum Laden entnommen werden kann. So kann das Himo Z20 Max etwa im Keller stehen, während der Akku in der Wohnung lädt. Das mitgelieferte 84-Watt-Netzteil benötigt für eine komplette Ladung etwa fünf Stunden.

Das Xiaomi Himo Z20 Max wurde uns vom Online-Händler Geekmaxi (Kauflink) zur Verfügung gestellt. Dort kostet es 1069 Euro. Versandkosten fallen keine an. Geekmaxi verschickt aus einem europäischen Lager.

Das Himo Z20 Max des Mutterkonzerns Xiaomi macht einen richtig guten Eindruck. Ganz besonders sticht die sehr gute Elektronik positiv hervor. Derart schnell hat noch kein von uns getestetes Heckmotor-E-Bike auf einen Pedaltritt reagiert. Außerdem gefällt uns die Optik, die hochwertige Verarbeitung, die passende Ergonomie, die schlau in der Sattelstütze versteckte Luftpumpe und die guten Metallschutzbleche, die bei anderen E-Klapprädern dieser Preisklasse häufig fehlen.

Schade, dass die mechanischen Scheibenbremsen vor der ersten Fahrt justiert werden müssen. Auch fehlt dem Klappmechanismus ein Haken oder ein Magnet, der das Himo Z20 Max gefaltet zusammenhält.

Wer sich für weitere E-Klappräder aus China interessiert, der sollte sich unsere Bestenliste E-Klapprädern aus China durchlesen. Auch interessant: Fahrrad legal zum E-Bike nachrüsten – Motor & Akku ab 300 Euro.

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