Dreame H11 Max im Test: Akkusauger mit richtig guter Wischfunktion

Dreame H11 Max
Pro und Contra
  • Schick und modern
  • richtig gute Wischleistung dank aut. Schmutzerkennung
  • gute Bedienbarkeit und großes Display
  • Randreinigung nur eingeschränkt möglich
  • 4.5

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Saugen klappt inzwischen auch kabellos hervorragend – oder gleich komplett autonom als Roboter. Und wischen? Der neue Dreame H11 Max zeigt, wie das perfekt funktioniert und so zum Kinderspiel wird.

Bei Saugrobotern hat uns der chinesische Hersteller Dreame mit Modellen wie unserem Allzeit-Favoriten D9 (Testbericht) überzeugt, ebenfalls bei Wischrobotern wie dem Dreame Bot W10 (Testbericht). Wer lieber noch etwas selbst Hand beim Wischen anlegt, ohne dabei aber ins Schwitzen geraten zu wollen, für den hat der Hersteller nun auch etwas im Angebot: den Dreame H11 Max.

Dieser akkubetriebene Wischsauger ist im Prinzip ein Akkusauger mit zusätzlicher Wischfunktion wie etwa der Jimmy PowerWash HW8 Pro (Testbericht) und verfügt ebenfalls über je einen Frisch- und Abwassertank. In letzteren saugt der H11 Max das schmutzige Wasser gleich wieder vom Boden auf, statt es wie die meisten Roboter nur zu verteilen. Dabei sieht er schick und modern aus – reicht das, um ein guter Haushaltshelfer zu sein?

Der Lieferumfang ist vollständig: Es gibt den Wischsauger, bei dem der separate Handgriff nach der Entnahme aus dem Lieferkarton Werkzeug-frei aufgesteckt werden muss, ein Ladegerät mit deutschem Stecker, die Ladeschale, in die der Wischsauger zum Laden und Säubern gestellt wird, außerdem Ersatzrolle, Reinigungsbürste und ein Handbuch, das auch deutsche Instruktionen bereitstellt. Zudem packt der Hersteller einen Reinigungszusatz in den Lieferkarton, der angenehm frisch riecht. Der scheint aber nicht immer mit dabei zu sein, wie einige andere Tester berichten. Ersatzrolle und Reinigungsbürste lassen sich in der Ladeschale aufbewahren, sie stehen dort etwas wackelig in eigenen Aufbewahrungsröhrchen.

Im Gegensatz zum Jimmy-Modell, das wir optisch eher altbacken finden, orientiert sich der Dreame H11 Pro an der neuen Generation an Wischsaugern, die Konkurrenten wie Tineco und Roborock auf den Markt gebracht haben. Entsprechend packt der Hersteller Frischwassertank, Abwassertank und Motor in eine zylindrische Form, die einerseits moderner, andererseits durch ihre monolithische Anmutung wuchtiger als der Jimmy H8 Pro daherkommt.

Insgesamt gefällt uns diese Formensprache deutlich besser, zumal das Gerät dadurch auch insgesamt funktionaler bleibt. So werden die großen Tanks (Frischwasser 900 ml und Abwasser 500 ml) einfach nach vorne entnommen und oben auf dem zylinderförmigen Korpus installiert Dreame ein großes, gut ablesbares Display.

Der zwar modern, aber auch etwas unergonomisch wirkende Handgriff mit drei Knöpfen für Selbstreinigung, Automatik und Absaugfunktion erfüllt seine Aufgabe ebenfalls deutlich besser, als die Formensprache suggeriert. Die Verarbeitungsqualität ist dabei insgesamt sehr gut, alles wirkt so, als würde es die nächsten Jahre Nutzung problemlos überstehen.

Wie bei den meisten Wischsaugern gilt: Hinlegen ist nicht, dann könnte Wasser auslaufen. Stattdessen steht der Sauger nicht nur in der Ladeschale, sondern auch außerhalb selbstständig, sobald man den Wischkopf in 90-Grad-Stellung zum Korpus bringt. Dann läuft im Betrieb zwar der eigentliche Motor weiter, die Wischbürste bleibt aber stehen. Sie könnte sonst den Sauger aufrecht durchs Zimmer ziehen – an dieser Stelle ungewollt, beim Wischen selbst hilft dieser Vorwärtsdrang allerdings ungemein.

Denn übermäßig handlich ist der Dreame H11 Max mit seinem Gesamtgewicht von fast 4,7 kg (inklusive Wasser) nicht. Der beständige Zug nach vorn macht das Gewicht aber schnell vergessen. Durch das leichtgängige Gelenk zwischen Saugkopf und Korpus lässt sich der Wischsauger zudem gut lenken. Probleme gibt es bestenfalls, wenn man unter Möbeln wie Bett oder Sofa wischen will. Hier macht der wuchtige Körper des Dreame H11 Max einen Strich durch die Rechnung – je nach akrobatischer Übung des Nutzers sind hier nur einige wenige Zentimeter Unterfahrt möglich. Auch an den Rand wie an Möbelstücke oder die Fußbodenleiste kommt man nicht ganz heran. Bauartbedingt sorgt die seitliche Halterung der Wischrolle dafür, dass an beiden Seiten rund 1 Zentimeter zum Rand trocken bleibt.

Die beiden Wasserbehälter lassen sich leicht mit einem Knopfdruck entfernen und ebenso leicht wieder einsetzen. Sie verfügen beide über Sensoren, die den Wischsauger erkennen lassen, wann der eine voll oder der andere leer ist. Dann zeigt der H11 Max entsprechende Symbole auf seinem großen Display und verweigert die Arbeit. Dank Ventilen laufen die Behälter auch außerhalb des Gerätes nicht aus.

Das Display zeigt neben diversen Fehlermeldungen in erster Linie zentral den Ladestand des Akkus an, außerdem einen farbigen Kreis ringsherum. Der zeigt in grün, gelb und rot die aufgewendete Saugleistung des Wischsaugers. Der erkennt Verschmutzung nämlich selbstständig und passt die Leistung entsprechend an – einer der großen Unterschiede zum Dreame H11 ohne Max im Namen, der zudem weniger Saugleistung und einen schwächeren Akku hat.

Das Display ist kein Touchscreen, einstellen kann man darauf also nichts. Etwas schade ist der Umstand, dass das Display ausschließlich auf den Nutzer ausgerichtet ist. Während sich der Wischsauger in der Ladeschale befindet, die im Normalfall in einer Raumecke oder zumindest an einer Wand stehen dürfte, ist der Ladezustand dadurch "auf dem Kopf" dargestellt. Eine Drehung wie bei den Akkusaugern Roborock H6 Adapt (Testbericht) oder H7 (Testbericht) wäre hier das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Als weitere Informationsquelle verwendet der Dreame H11 Max zudem Sprachansagen. Die lassen sich anhand eines kleinen gummierten Knopfes durch langes und kurzes Drücken auf der Rückseite des Gerätes von Englisch auf Deutsch umstellen, außerdem darf hier auch die Sprachlautstärke justiert werden. Ob man nun tatsächlich von seinem Akkusauger vollgequatscht werden will, bleibt dabei jedem selbst überlassen – auch komplettes Abstellen der Sprachaussage ist möglich.

Die Reinigungsleistung des Dreame H11 Max empfanden wir im Test als hervorragend. Natürlich erreicht man mit Schrubber und Wischlappen mehr – bei Bedarf können Nutzer hier punktuell einfach deutlich mehr Kraft aufbringen. In Verbindung mit der automatischen Schmutzerkennung und der entsprechenden Anhebung der Reinigungskraft konnten wir eingetrockneten und flüssigen Schmutz problemlos entfernen. Manchmal ist es dafür allerdings notwendig, ein zweites Mal oder einfach langsamer über eingetrocknete Stellen zu fahren. Ansonsten fehlt es einfach an Anpressdruck. Ganz perfekt arbeitet die Schmutzerkennung für unseren Geschmack dabei nicht, was wegen des Fehlens manueller Eingriffsmöglichkeiten bisweilen etwas nervt. Zudem kommt hin und wieder der bereits angesprochene Umstand zum Tragen, dass wegen der Halterung der Reinigungsbürstenrolle Wischen bis ganz an den Rand nicht möglich ist – das war auch beim Jimmy H8 Pro (Testbericht) so. Im Gegensatz zu dem führt der Dreame H11 Max dem Boden allerdings beständig und vor allem selbständig innerhalb des Saugkopfes Flüssigkeit zu, anstatt sie manuell vor den Kopf sprühen zu müssen. Insgesamt ist der H11 Max daher der bessere Wischer.

Der Akku mit seinen 4000 mAh hält nach Angaben des Herstellers „nur“ 36 Minuten am Stück durch. Selbst bei großer Wohnfläche sollte das aber nicht erreicht werden, wir brauchten für rund 80 Quadratmeter reine Wischfläche normalerweise nicht mehr als 20 Minuten. Die Dimensionierung der Wasserbehälter ist für 36 Minuten gut gewählt, Strom und Wasser gehen in etwa gleichzeitig zur Neige.

Zur Reinigung des Wischsaugers will der H11 Max in die Ladestation gestellt werden, daran erinnert er per Sprache. Anschließend startet ein längerer Druck auf die oberste Taste am Handgriff die Autoreinigung. Dabei füllt der Wischsauger die Ladeschale immer wieder mit Frischwasser aus dem Tank des Gerätes und spült so die Rolle sauber. Im Test kam es vor, dass hinterher etwas Wasser zurückblieb, was die Trocknung der Rolle verzögerte. Wichtig ist es außerdem, den Abwassertank nach jedem Gebrauch zu leeren und auszuspülen, da es sonst zu Geruchsbelästigung kommen kann. Das gilt auch für den Filter, der im Abwasserbehälter installiert ist.

Der Dreame H11 Max kostet ursprünglich um 500 Euro, inzwischen ist er deutlich günstiger zu haben.

Muss ein Akku-Wischsauger wirklich sein? Wer sich diese Frage stellt, gehört vermutlich nicht zur Zielgruppe. Die hat am besten große Hartboden-Flächen im Haus, vielleicht schon einen guten Saug- und/oder Wischroboter und möchte - wenn es schon sein muss - so einfach und schnell wie möglich wischen. Das klappt mit dem Dreame H11 Max hervorragend.

Das Gerät ist ausreichend handlich, sieht schick aus, ist äußerst praktisch und erledigt seine Aufgabe, nämlich das Wischen, gut, ohne dem Nutzer Schweißperlen auf die Stirn zu zaubern. Leichte Abzüge in der B-Note gibt es nur für das Display, das im Ladeständer „auf dem Kopf“ steht, die schmalen, unerreichbaren Streifen an Raumecken und die fehlende manuelle Eingriffsmöglichkeit, wenn der Automatikmodus gerade doch nicht wie erwartet die Leistung anhebt. Insgesamt ist der H11 Max ein richtig gutes Gerät.

Wer lieber gar nicht selbst Hand anlegen will, sollte sich den Wischroboter Dreame Bot W10 (Testbericht) anschauen. Infos zu Saugrobotern gibt es in unserer Kaufberatung: Saugroboter von 50 bis 1000 Euro.

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