DJI Mini 3 Pro im Test: Die beste Drohne unter 250 g

DJI Mini 3 Pro
Pro und Contra
  • hervorragende Bildqualität
  • gute Flugcharakteristik
  • erstklassige Ausstattung
  • fast doppelt so teuer, wie Vorgängermodell
  • neuer Sender derzeit nur zum Steuern geeignet
  • 5.0

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DJI hat seine beliebte Mini-Kameradrohne erneut überarbeitet und mit besserer Kamera und weiteren Sensoren ausgestattet. Neben 4K-Auflösung mit 60 fps und 48-Megapixel-Fotos sind nun auch Aufnahmen im Hochformat möglich. TechStage hat die Mini 3 Pro getestet.

Der Hersteller DJI ist mit seinen Video-Drohnen Marktführer. Mit der Mini-Serie hat DJI auch besonders kleine und leichte Video-Drohnen im Programm, welche sich perfekt für unterwegs eignen. Die ersten beiden Versionen der (Mavic) Mini waren zudem besonders günstig, was sie auch für Einsteiger attraktiv machte. Ob dies auch für die Mini 3 Pro gilt, zeigt dieser Artikel.

Dieser Einzeltest gehört zu unserer Themenwelt Drohnen. Hier testen wir neben einfachen Spielzeugdrohnen (Ratgeber) auch Videodrohnen wie die Potensic Dreamer Pro (Testbericht), DJI Air 2S (Testbericht) oder DJI FPV (Testbericht). In diesem Test geht es um das neue Modell der DJI Mini-Serie.

Das Design der neuen Mini 3 Pro unterscheidet sich deutlich von den Vorgängermodellen Mavic Mini (Testbericht) und Mini 2 (Testbericht). Die auffälligste Veränderung ist die neu gestaltete Frontpartie der Drohne. Neben der Möglichkeit, die Kamera jetzt auch nach oben zu schwenken, fallen hier die nach vorne gerichteten Sensoren und das überarbeitete Dreiachs-Gimbal zur Stabilisierung der Kamera ins Auge. Farblich hat sich hingegen wenig verändert, die Mini 3 Pro ist in einem hellen Grauton gehalten. Der beliebte Klappmechanismus der Motorenausleger wurde mit ein paar Änderungen im Detail beibehalten. Die vier Ausleger mit den Brushless-Motoren hat DJI bei der neuen Mini 3 Pro etwas stabiler und verwindungssteifer hinbekommen als beim Vorgänger.

Das Design der verbauten Kamera erinnert an die Gimbal-Kamera DJI Pocket 2 (Testbericht). Beim Transport sind Kamera und Gimbal durch eine durchsichtige Kunststoffabdeckung vor Beschädigungen geschützt – diese anzubringen ist allerdings bei der Mini 3 Pro ein Geduldsspiel. Weggefallen ist der Propellerschutz für den Transport – die fest mit den Motoren verschraubten Propeller sind wie bei der Mavic Mini ungeschützt und können sich so leicht beim Verstauen in der Tasche verheddern. Schade, dieses Detail der Mini 2 hatte uns gut gefallen. Alternativ wäre hier auch ein Schnellwechselsystem für die Propeller praktisch – dieses würde das Gewicht allerdings erhöhen.

Im zusammengeklappten Zustand misst die Drohne gerade einmal 145 [x] 90 [x] 60 mm. Auseinandergeklappt betragen die Abmessungen 171 [x] 245 [x] 62 mm. Damit ist die Mavic Mini nur ein Ideechen größer als die DJI Mini 2 und signifikant kleiner als die Mavic Air 2s (Testbericht) mit den Maßen 183 [x] 253 [x] 77 mm. Speicherkartenslot und USB-C-Buchse zum Nachladen des Akkus sitzen, wie gewohnt, auf der Rückseite der Drohne. Direkt darüber befindet sich der Schacht für den Flug-Akku.

Neben den Grundfunktionen und dem generell ähnlichen Aufbau ist das Abfluggewicht von knapp unter 250 Gramm beibehalten worden. Dies erlaubt den Flug der Mini 3 Pro etwa außerhalb der Sichtgrenze, solange die Flughöhe 30 Meter nicht überschreitet. Auch das Anbringen einer Namensplakette ist bei den Mini-Drohnen nicht nötig. Flugverbotszonen sind trotzdem einzuhalten – zudem ist eine Modellflugversicherung ist bei der Mini 3 Pflicht!

Neben dem klassischen Handsender, den wir so schon von Mavic Air 2 (Testbericht) oder Mini 2 kennen, gibt es die Mini 3 Pro auch im Bundle mit einem neuen Smart-Controller. Dieser verfügt über Android, einen strahlend hellen Touchscreen und kann ohne zusätzliches Smartphone oder Tablet genutzt werden. Mehr dazu im Praxisteil.

Neben GPS, BeiDou und Galileo zur Orientierung verfügt die Mini 3 Pro über eine Hinderniserkennung nach vorne, unten und hinten. Barometer und eine nach unten gerichtete Positionskamera sind ebenfalls wieder an Bord. Die Kamera mit f/1.7 ist wie bei anderen DJI-Drohnen mit einem Dreiachs-Gimbal stabilisiert. Wer mit der kompakten Drohne fliegt, kann sich wie bei den größeren DJI-Drohnen bequem auf die Technik verlassen – Hindernisse erkennt die Mini 3 selbstständig und weicht diesen aus oder bleibt alternativ davor stehen. Auch die von der Mavic Air 2 bekannte automatische Motiv-Tracking 3.0 ist implementiert. Verfolgungsflüge sind so ohne großes Zutun problemlos umsetzbar.

Statt eine WLAN-Verbindung wie die Mavic Mini nutzt die Drohne das von Mavic Air 2 bekannte OcuSync-System von DJI. Die maximale Reichweite, mit der in Deutschland und der EU konformen Einstellung (CE), liegt jetzt bei satten 8 km; in den USA sind sogar bis zu 12 km möglich. Außerhalb der Sichtgrenze muss allerdings eine Höhenbegrenzung von 30 m eingehalten werden.

Die zweite große Neuerung der Mini 3 Pro ist die überarbeitete Kamera. Diese zeichnet wieder in 4K auf, schafft jetzt aber bis zu 60 fps. Statt des 1/2,3-Zoll-Sensors der Mini 2 kommt bei der Mini 3 Pro ein 1/1,3-Zoll-Sensor mit bis zu 48 Megapixel zum Einsatz. Mit dem Vorgängermodell waren maximal 12 Megapixel möglich. Die Fotos landen wieder als JPEG oder zusätzlich im RAW-Format auf der Speicherkarte. Die Auflösung beträgt maximal 8064 [x] 6048 Pixel. Mit der Mini 2 sind maximal 4000 [x] 3000 Bildpunkte möglich.

Mit einer festen Blende von f/1,7 ist die Kamera mit einem Sichtfeld von 82,1 Grad deutlich lichtstärker und so besser für Low-Light- oder Nachtaufnahmen geeignet. Die Bitrate der Aufnahmen beträgt jetzt bis zu 150 MBit/s. Zum Vergleich: Die Mavic Mini nimmt lediglich mit einer Bitrate von 40 MBit/s auf. Videos in 2,7K sind ebenfalls mit 60 fps möglich. Bei Full-HD-Aufnahmen beträgt die Bildwiederholungsfrequenz bis zu 120 fps, was sich auch für Zeitlupenaufnahmen eignet.

Der neue 2-Zellen-Akku ist nicht zu den Akkus der Mavic Mini 2 kompatibel. Statt auf einen Lipo-Akku setzt DJI wieder auf einen Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 2453 mAh. Dies hat aus unserer Sicht großen Vorteil im Vergleich zur Mini 2. Während die Akkus der Mini 3 Pro wochenlang vollgeladen in der Tasche liegen können, entladen sich die der Mini 2 bereits nach wenigen Tagen. Gerade für Wenig-Flieger ist dies deutlich bequemer.

Der Akku wird von hinten in die Drohne eingeschoben und rastet dort zuverlässig ein. Eine Klappe vor dem Akku gibt es nicht mehr. Die maximale Flugdauer liegt laut DJI bei 34 Minuten und somit immerhin 3 Minuten über der Mini 2. Unter Realbedingungen – mit Wind und sportlichen Manövern – erreichen wir etwa 27 Minuten Flugzeit, bevor wir den Hinweis bekommen, zum Startpunkt zurückzukehren. Der Ladestand des Akkus wird während des gesamten Fluges überwacht und mittels App am Smartphone angezeigt. Geladen werden die Akkus entweder direkt in Drohne oder im Dreifach-Ladegerät der Fly-More-Combo, welches umgekehrt auch als Powerbank genutzt werden kann. Zum Laden direkt in der Drohne kommt ein USB-C-Kabel zum Einsatz – ein USB-Netzteil gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.

Das Livebild zur Überwachung auf dem Smartphone mit dem Standard-Handsender hat eine Auflösung von 720p bei 30 fps. Bei den Testflügen (bei einer maximalen Entfernung von etwa 800 Metern) ist die Bildübertragung mit einem Huawei P30 Pro flüssig und stabil.

Die Übertragung auf die neue DJI RC Fernsteuerung mit integriertem 5,5-Zoll-Touchscreen funktioniert ebenfalls problemlos und flüssig. Die Anzeige mit einer Helligkeit von gut 700 Nits kann zwar nicht ganz mit dem DJI Smart Controller (Testbericht) mithalten, ist aber für den Alltagsgebrauch ausreichend leuchtstark. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist hier alles gut zu erkennen. Der größte Vorteil im Vergleich zur Standard-Fernsteuerung ist schnelle Einsatzbereitschaft.

Zur Überwachung des Fluges kommt auch bei der 3er Mini die kostenlose App DJI Fly zum Einsatz. Hier hat sich im Vergleich zur Mavic Mini nichts verändert und so finden wir uns im Test problemlos zurecht. Im Vergleich zur Mavic-2-App Go 4 sind insgesamt weniger Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. Dies ist für Anfänger deutlich weniger verwirrend und vereinfacht die Bedienung.

Sich nähernde Luftfahrzeuge werden dem Piloten von der App, wie bei der Mavic 3 (Testbericht), angesagt. Flugverbotszonen um Flughäfen oder Gefängnisse erkennt die Mini 3 Pro dank der Koordinaten automatisch und startet gar nicht erst. Auch wenn DJI so gegen Missbrauch vorbeugt, mit der Drohnenverordnug sollten sich als Piloten trotzdem vertraut machen.

Wer bereits Flugerfahrung mit anderen Drohnen hat, fühlt sich mit der Mini 3 Pro sofort vertraut. Die sehr direkte und präzise Steuerung in Kombination mit der automatischen Hinderniserkennung macht die Bedienung sehr einfach und bequem. Ohne eingehende Steuerbefehle steht die Drohne selbst bei stärkerem Wind wie angewurzelt in der Luft. Die von DJI angegebene maximalen Windgeschwindigkeit beträgt ordentliche 38 km/h.

Die Mini 3 Pro reagiert zuverlässig auf jede noch so kleine Richtungsänderung des Piloten und ist dabei ungewöhnlich leise. So wenig Lärm haben wir bisher noch bei keiner anderen Videodrohne erlebt! Die Mini 3 ist bereits aus 15 m Entfernung kaum zu hören. Das ist ideal, da so weder Tiere noch Nachbarn aufgeschreckt werden.

Neben dem Normal-Modus (N) stehen ein Kino-Modus (C) und ein Sport-Modus (S) zur Verfügung. Die Spitzengeschwindigkeit im Sport-Modus liegt unverändert bei knapp 58 km/h. Letztlich haben die Flugmodi aber nicht nur Einfluss auf die Geschwindigkeit der Drohne. Im Sport-Modus ist etwa die Hinderniserkennung nicht aktiv. Piloten sollten das dringend beachten!

Die automatische Rückkehr bei leerem Akku, Funkabriss (oder auf Befehl des Piloten) funktioniert hervorragend. Start- und Landepunkt sind im Test maximal 30 cm voneinander entfernt. Wichtig ist es hierfür eine vernünftige Rückkehrhöhe in der App zu hinterlegen, damit die Drohne auf dem Heimweg nicht in einem Baum hängen bleibt.

Die teil-automatisierten Flugmanöver funktionieren bei den Tests ebenfalls zuverlässig. Folgende Manöver, die sogenannten Quick-Shots, sind verfügbar:

  • Rocket - die Mini 3 Pro fliegt schnell in die Luft, wobei die Kamera nach unten zeigt und ihrem Motiv folgt. 
  • Kreisen - die Drohne umkreist ihr Motiv in konstanter Höhe und Entfernung.
  • Dronie - die Mini 3 Pro fliegt rückwärts und gleichzeitig aufwärts, während die Kamera auf das Motiv ausgerichtet bleibt. Die Entfernung bei diesem Manöver kann der Nutzer in der App einstellen.

Die Hyperlapse-Funktion in 4K-Auflösung und die verschiedenen mehrreihigen Panorama-Aufnahmen funktionieren zuverlässig. Eine Besonderheit, auf die DJI seit der ersten Mavic Pro verzichtet hatte, ist die Möglichkeit, die Kamera auch im Hochformat zu verwenden. Per Druck auf das entsprechende Symbol in der App, dreht sich die Kamera um 90 Grad und nimmt dann im Hochformat auf, was für Social Media wie Facebook oder TikTok sehr praktisch ist.

Unsere Erwartungen an die Bildqualität sind hoch und werden nicht enttäuscht. Die Aufnahmen der Mini 3 Pro sind schlicht brillant! Sowohl die Videos als auch die Fotos zeigen eine knackige Schärfe, hohen Dynamikumfang und satte Farben. Eine derart hohe Bildqualität bietet aktuell sonst keine Drohne unter 250 g.

Die Videos sind dank toller Stabilisierung absolut ruckelfrei und flüssig. Bei schnellen Flügen lohnt es sich hier auf die 60 fps zu wechseln – bei langsamen Flügen sind wir aber auch schon von den Ergebnissen mit nur 30 fps begeistert. Anbei einige Szenen der ersten Flüge, zwar geschnitten, aber ansonsten unbearbeitet. Leider leidet die Bildqualität auf Youtube, dennoch sieht man das Potenzial der Drohne.

Bei den Fotoaufnahmen nutzen wir sowohl den normalen Aufnahmemodus als auch die 48-Megapixel-Auflösung. Grundsätzlich liefern beide Einstellungen gute Ergebnisse. Insbesondere bei guten Lichtbedingungen lohnt es sich aber, auf die volle Auflösung umzustellen. Die Aufnahmen sind insgesamt schärfer und detailreicher. Erst bei schlechteren Lichtbedingungen empfehlen wir den Standard-Modus, da es hier bei den 48-MP-Aufnahmen zu deutlich stärkeren Bildrauschen kommt.

Im Vergleich zu Mavic Mini und Mini 2 ist die Bildqualität insgesamt deutlich besser – aber das ist Schimpfen auf hohem Niveau, da auch die Vorgängermodelle eine erfreulich hohe Qualität liefern.

Selbst im Vergleich zur Mavic Air 2S mit ihrem 1-Zoll-Bildsensor muss sich die Mini 3 Pro nicht verstecken. Beim Vergrößern der Aufnahmen ist die große Air 2S zwar minimal besser, signifikant sind die Unterschiede aber nicht. In einem Vergleichsvideo, welches die Aufnahmen von Mini 2, Mavic Air 2 S und Mini 3 Pro nebeneinander zeigt, sind die Unterschiede zwar sichtbar, wirklich riesig sind die Unterschiede aber nicht. Die Aufnahmen sind derart hochwertig, dass wir die Mini 3 Pro ebenso für kommerzielle Einsätze empfehlen können – bei den Vorgängerversionen handelte es sich noch klar um Drohnen für den privaten Hobbyeinsatz.

Durch die neue 4K-Auflösung ist es nun möglich, per Software verlustfrei auf bis zu 1080p heranzuzoomen. Zwar steht auch ein digitales Zoom zur Verfügung, dessen Nutzung geht allerdings mit einem sichtbaren Qualitätsverlust einher.

Die Fotoqualität der Mini 3 Pro ist dank des größeren Sensors und der hohen Auflösung wirklich ansehnlich. Wir empfehlen trotzdem die Nutzung des RAW-Formates. Mit den Rohdaten kann der Nutzer per Bildbearbeitungsprogramm noch viel mehr aus den Bildern herauskitzeln.

Die Aufnahmeparameter wie Belichtungszeit oder ISO-Wert können auf Wunsch immer auch manuell eingestellt werden. Im Test haben wir uns allerdings Großteiles auf die gut funktionierende Automatik verlassen.

Der neue Pro-Handsender mit Display hinterlässt zunächst einen ausgezeichneten Eindruck. Der handliche Sender funktioniert zuverlässig und das Handling ohne zusätzliches Smartphone ist äußerst bequem. Nach dem Einschalten vergehen nur Sekunden und wir können starten und den Flug komfortabel am hellen Display beobachten.

Allerdings gibt es im Vergleich zum Smart-Controller noch einige Nachteile. So ist es derzeit etwa nicht möglich, Panorama-Aufnahmen auf den Controller zu überspielen. Auch das Installieren anderer Apps oder Versenden von Aufnahmen ist aktuell nicht möglich. Um die Fotos beispielsweise auf Facebook zu posten, ist so immer noch der Umweg über Smartphone oder PC nötig. Wer plant, seine Aufnahmen direkt per Smartphone zu posten, kann sich den Aufpreis des Pro-Controllers aus unserer Sicht sparen.

Die DJI Mini 3 Pro gibt es aktuell in drei verschiedenen Bundles. Das Standard-Paket DJI Mini 3 Pro mit der einfachen Fernsteuerung (RC-N1), Kabeln, Ersatzpropellern und einem Flugakku kostet 829 Euro. Das Bundle mit dem Pro-Controller inklusive des Touchscreens kostet 999 Euro. Wer bereits eine Air 2, Air 2S oder Mini 2 besitzt, kann auch zum No-RC-Bundle ohne Handsender greifen. Das ist aktuell für 739 Euro gelistet. Das optional erhältliche Fly-More-Set mit zusätzlichen Ersatzpropellern, praktischer Transporttasche, Dreifach-Ladegerät und zwei weiteren Flug-Akkus ist für 189 Euro erhältlich.

Hinsichtlich der hervorragenden Bildqualität und der üppigen Ausstattung inklusive Hinderniserkennung ist der Preis grundsätzlich gerechtfertigt.

Betrachtet man allerdings den Preisunterschied zur Mini 2, stellt man schnell fest, dass die Mini 3 Pro zumindest einen Punkt nicht mehr erfüllt: günstig zu sein. Das Standard-Bundle der Mini 3 Pro ist um satte 400 Euro teurer als die Mini 2! Waren die ersten beiden DJI-Mini-Drohnen noch ideal für Einsteiger und jene mit begrenztem Budget, eignet sich die neue Mini 3 Pro primär für ambitionierte Hobby-Piloten und als fliegende Kamera für kommerzielle Einsätze.

Ob sich der fast doppelt so hohe Preis im Vergleich zur Mini 2 lohnt, hängt von den eigenen Ansprüchen ab. Wird händisch geflogen und Bildmaterial nur in 1080p aufzeichnet, lohnt sich der Mehrpreis aus unserer Sicht nicht! Dafür sind die Unterschiede beim Flugverhalten und der Bildqualität zu gering.

Wer die bestmögliche Bildqualität und die automatische Hinderniserkennung in Kombination mit dem geringen Gewicht benötigt, sollte die Mehrkosten investieren. Auch wer vorrangig Aufnahmen im Hochformat benutzt und eine hohe Lichtstärke benötigt, ist mit der Mini 3 Pro besser beraten.

Mit der Mini 3 Pro hat DJI viele Wünsche der Community umgesetzt und eine großartige Videodrohne im Miniformat veröffentlicht. Die guten Flugeigenschaften, die lange Flugzeit und Reichweite kennen wir zwar schon vom Vorgängermodell, die brillant stabilisierten Aufnahmen in 4K und RAW-Format sind aber noch sichtbar besser als bei den bisherigen Mini-Versionen. In Kombination mit der automatischen Hinderniserkennung und Verfolgungsfunktion ist die DJI Mini 3 Pro die beste Video-Drohne unter 250 g.

Einzig der signifikant höhere Preis im Vergleich zu den Vorgängervarianten dürfte bei vielen Piloten für lange Gesichter sorgen. Mit über 800 Euro ist die Mini 3 definitiv keine günstige Drohne für Einsteiger. Das Argument einer guten Bildqualität zu einem niedrigen Preis fällt bei der Mini 3 Pro auf jeden Fall weg.

Wer eine bestmöglich ausgestattete Drohne ohne die Beschränkungen der über-250-g-Klasse haben will, ist mit der Mini 3 Pro bestens beraten. Die DJI Mini 2 (Testbericht) und die Xiaomi Fimi X8 Mini (Testbericht) können in Sachen Ausstattung und Bildqualität nicht ganz mithalten. Allerdings sind sie nur halb so teuer, fliegen ebenfalls ordentlich und machen einwandfreie Aufnahmen. Geht es um ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, würden wir deshalb trotzdem zur älteren Mini 2 greifen.

Wer sich zuerst zum Thema Flugrecht und Drohnen einlesen will, sollte unseren Ratgeber Drohnen legal fliegen lesen. Grundsätzliche Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Drohnen und Preisklassen, zeigt unser Ratgeber Drohnen von 10 bis 2000 Euro. Wer lieber sportlich fliegen statt nur filmen möchte, sollte sich den Bericht zur bis zu 140 km/h schnellen DJI FPV ansehen.

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