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DJI Mavic Pro Platinum im Test: Lohnt sich der Wechsel?
Pro und Contra
  • kompakte Bauweise
  • gute Kamera für Foto und Video
  • überdurchschnittliche Flugzeit
  • hoher Einstiegspreis
  • 4.0

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Zur IFA 2017 hat der chinesische Drohnen-Hersteller DJI die Mavic Pro Platinum vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Produktvariation der ein Jahr alten Mavic Pro. Das neue Modell kostet 100 Euro mehr, dafür fliegt die für Privatnutzer ausgelegte Drohne länger und leiser. Ob sich der Aufpreis für das neuere Modell lohnt, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

Die Mavic Pro Platinum kommt in zwei Versionen in den Handel. Der Unterschied liegt beim Lieferumfang und dem daraus resultierenden Preis: Das sogenannte „Fly More Combo Set“ für 1599 Euro beinhaltet zwei zusätzliche Akkus, mehrere Ladegeräte, eine schicke Umhängetasche aus Leder sowie zusätzliche Ersatzpropeller.

Standardmäßig ist eine Speicherkarte im Format microSDHC mit einer Kapazität von 16 GByte dabei. Im Test war der Speicherträger schon nach 36 Minuten kontinuierlicher Videoaufnahme in der Auflösung 4K UHD voll. Mehr Kapazität für mehr Material kann durchaus sinnvoll sein. Welche Speicherkarte dafür am besten geeignet ist, lest Ihr in unserem großen Vergleich zu microSDHC- und microSDXC-Karten .

Die erste Mavic Pro wurde Ende vergangenen Jahres enthüllt. Wegen des Formfaktors gewann sie schnell an Popularität. Ihre Besonderheit ist, dass sie sich binnen Sekunden zusammenfalten und somit einfacher transportieren lässt. Das ist ideal für den Urlaub oder zum Wandern, sie wirkt fast wie eine fliegende Kamera statt wie Drohne.

Trotz der kompakten Abmessungen kommt die Mavic Pro Platinum auf ein Abfluggewicht von 740 Gramm. Ab Oktober dieses Jahres gilt in Deutschland eine Kennzeichenpflicht für Drohnen ab 250 g. Die vorgeschriebenen, feuerfesten Plaketten gibt es ab 6 Euro. Apropos, neben der Plakette muss der Käufer auch eine spezielle Haftpflichtversicherung für den Betrieb von Drohnen und/oder Flugmodellen haben. Mehr dazu hier: Spielregeln am Himmel: Überblick über die neue Drohnenverordnung

Die angebrachte Kamera mit einer Videoauflösung von 4K Ultra High Definition ist nach wie vor ein großes Highlight der Mavic Pro und Mavic Pro Platinum. Das Kamerasystem hängt an einem 3-Achsen-Gimbal und gleicht unerwünschte Bewegungen in Roll-, Quer- und Vertikalachse aus. Die Videoqualität der Kamera ist gut und eignet sich deshalb auch für den semiprofessionellen Einsatz. Neben einem Automatikmodus kann sich der Nutzer auch für die manuelle Konfiguration sowie einem flachen Bildprofil für spätere Farbkorrektur entscheiden. Flugmodi wie Tripod ermöglichen ein ruhiges Fliegen mit sanften Kameraschwenks. Fotos macht die Mavic Pro Platinum in 12 Megapixel und wahlweise im Rohdatenformat in Adobe DNG.

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Mavic Pro und Mavic Pro Platinum ist die Farbe: das aktuelle Modell ist erkennbar durch sein helles Äußeres. Das ist doch nicht alles, oder? Im Gespräch erklärte DJI, dass sich die Technik geändert habe. Außerdem habe man am Akku gearbeitet. So kommt es zu einer verlängerten Flugzeit von beworbenen 30 Minuten. Diese haben wir im Test nur ganz selten erreicht. Die meiste Zeit flog die Mavic Pro Platinum gute 28 Minuten. Doch also sehr nah an der Marketingangabe.

An der Platinum wurden auch die Propeller verändert. Durch die neue Form fliegt die Drohne leiser – um genau zu sein, es sind 4 Dezibel weniger. Im Alltag macht sich das DJI-Fluggerät weiterhin akustisch bemerkbar, doch bei der Gegenüberstellung mit einer älteren Mavic Pro wirkt das Fliegen in der Tat geräuschärmer. Statt dem typischen Surren einer Drohne hört man die Luftströmungen. Wer die neuen Propeller für seine alte Mavic Pro kauft, wird zwar leiser fliegen, aber nicht so leise. Die überarbeiteten Drehzahlregler tragen auch ihren Teil dazu bei.

Die Mavic Pro Platinum ist eine hervorragende Drohne. Für uns gehört sie zu den besten Modellen für den Hobby- bis semiprofessionellen Einsatz. Der Preis von 1299 beziehungsweise 1599 ist hoch, aber für das Gebotene durchaus noch im Rahmen.

Statt 25 fliegt sie nun 28 Minuten – also 11 bis 12 Prozent länger. Durch die neuen Rotoren macht sie 60 Prozent weniger Krach. Wer schon eine Mavic Pro sein Eigen nennt, braucht die Platinum nicht kaufen; der Mehrwert ist zu gering. Wer aber mit den Gedanken spielt, sich eine Mavic zuzulegen, sollte gleich das bessere Modell für 100 Euro mehr nehmen.

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