Die günstigste Funk-Rückfahrkamera im Test: AEG RV 4.3 mit Solar für 89 Euro

AEG Solar Rückfahrkamera-System RV4.3
Pro und Contra
  • einfache Montage 
  • autark dank Akku und Solarpanel
  • fairer Preis 
  • An/Ausschalter schwer zugänglich
  • Akku nicht herausnehmbar zum Laden 
  • wackeliger Monitor fürs Cockpit
  • 3.5

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Die AEG Solar-Rückfahrkamera kommt dank Akku ganz ohne Kabel aus. Damit kann jeder sein älteres Fahrzeug nachrüsten. Wie gut das Produkt ist, zeigt der Test.

Bei neuen Fahrzeugen ist sie meistens Standard – die Rückfahrkamera. Aber auch Besitzer älterer Pkw können für wenig Geld eine nachrüsten. Das Solar-Rückfahrkamera-System RV4.3 von AEG verschont den Fahrzeughalter vor Kabelsalat. Das ist nicht nur praktisch bei der Montage, sondern bietet sich gerade bei einem Wohnmobil an. Die Übertragung von der Rückfahrkamera an einen Monitor im Cockpit erfolgt per Funk mit 2,4 GHz. Für die Stromversorgung nutzt die AEG RV4.3 einen Akku, ein Solarpanel lädt das System zusätzlich auf.

Wie gut sich die Solar-Rückfahrkamera mit Funk von AEG in der Praxis bewährt, klärt unser Test. Weitere Alternativen dieser Art zeigen wir im Ratgeber Funk-Rückfahrkamera einfach nachrüsten ab 90 Euro.

Die Funk-Rückfahrkamera ist eingebettet in ein rundliches Element aus Kunststoff. Die Linse flankieren vier LED-Leuchten, links und rechts davon finden sich jeweils zwei Solarmodule. Der gummierte Kippschalter zum Ein- und Ausschalten liegt auf der Rückseite. An der Kamera befindet sich eine Halterung aus Metall mit zahlreichen Öffnungen für Schrauben. Diese dient dazu, das System hinter dem Kennzeichen am Auto zu montieren. Das Gehäuse der Kamera hinterlässt einen soliden und robusten Eindruck.

Der Monitor selbst ist rechteckig mit abgerundeten Ecken. Das Gehäuse aus Kunststoff wirkt nicht sehr hochwertig. Die Saugnapfhalterung schiebt man hinten in den Bildschirm. An zwei Kunststoffschrauben verstellt man jeweils die Ausrichtung der Kamera. Insgesamt wirkt die Konstruktion etwas wackelig. Eine Befestigung am Armaturenbrett ist nicht möglich, schade.

Zum Lieferumfang gehört des Weiteren ein Ladekabel für USB-A sowie Micro-USB zum Laden der Kamera. Ein Netzteil gibt es nicht. Für die Stromversorgung des Bildschirms dient ein Kabel mit Anschluss für den 12-Volt-Steckplatz im Auto.

Vor dem ersten Einsatz muss man die Kamera vorher aufladen. Der Hersteller empfiehlt eine Ladezeit von 7 Stunden. Anschließend entfernt man das Nummernschild und schraubt Kamera hinten unter der Kennzeichenhalterung fest. Es stehen viele Schraubenöffnungen zur Verfügung, um die Halterung sicher am Heck des Fahrzeugs zu besteigen. Mehr als ein Kreuzschlitzschraubenzieher ist hier nicht nötig. Die Montage ist nach etwa 15 Minuten erledigt.

Die Neigung der Kamera kann man auf bis zu 30 Grad manuell verstellen. Dazu müssen allerdings Schrauben entfernt werden. Unpraktisch ist die Position des An/Ausschalters auf der Rückseite der AEG RV4.3, den man nur schwer erreicht, wenn die Kamera montiert ist. Somit sollte man sie vor der Montage einschalten. Ein Piepsen oder Leuchten gibt es nicht, wenn man die Kamera einschaltet. Das ist etwas verwirrend und nährt Zweifel, ob das Gerät überhaupt geladen ist.

Den Monitor befestigt man per Saugnapfhalterung im Cockpit an der Windschutzscheibe. Für einen sicheren Halt sollte man die gewünschte Stelle vorher von Fett befreien, säubern und anschließend trockenwischen. Zur Stromversorgung dient ein Kabel mit Anschluss für den 12-Volt-Steckplatz im Auto.

Sobald der Monitor hochfährt, beginnt der Koppelvorgang mit der Kamera automatisch. Das klappt tadellos. Anschließend sollte man noch das Bild in den Einstellungen spiegeln, damit es nicht auf dem Kopf steht. Warum das nicht standardmäßig so eingestellt ist, erschließt sich uns nicht.

Ein Timer schaltet das Bild automatisch nach einem bestimmten Zeitpunkt ab. Zur Wahl stehen 30, 45 und 60 Sekunden. Oben rechts befindet sich eine Taste, mit der man das Display wieder aktiviert oder in den Schlafmodus versetzt. Darunter liegt ein Knopf für die Anzeige der Einstellungen, gefolgt von jeweils einer Pfeiltaste nach oben und unten sowie dem Power-Button, der auch als Enter-Taste dient bei den Menüs.

Optional zeigt das Kamerabild Hilfslinien auf dem Monitor an, um den Abstand zu Hindernissen einfacher einzuschätzen. Das klappt eher mittelmäßig, denn diese verlaufen einfach nur vertikal über das Bild. Eine Anpassung der Linien in der App ist wie bei der Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera (Testbericht) nicht möglich. Hierfür muss man notgedrungen den Winkel der Kameraeinheit an der Halterung manuell anpassen.

Die Funkübertragung erfolgt mit 2,4 GHz und bietet laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 30 Meter. Damit ist das System nicht nur für einen Pkw geeignet, sondern auch für längere Fahrzeuge wie ein Wohnmobil oder einen kleinen Lkw. Ausprobiert haben wir es allerdings nur bei einem Opel Astra. Zur Anzeige des Bilds im Fahrzeug dient ein TFT-Farbmonitor mit einer Diagonale von 4,3 Zoll.

Die Kamera selbst bietet IR-LEDs, um die Sicht bei Dunkelheit zu erleichtern. Der Akku hat eine Kapazität von 2600 mAh. Zusätzlich gibt es zwei Solarmodule zum Laden der Kamera, wenn das Auto im Freien steht. Wer sein Fahrzeug in der Garage parkt, profitiert weniger von dieser Funktion. Um gegen Regen gewappnet zu sein, bietet das Gehäuse eine Zertifizierung nach IP65 – das bedeutet staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser.

Die Kamera nutzt einen CMOS-Sensor mit 1/4 Zoll und bietet eine Auflösung von maximal 640 × 480 Pixel. Die Bildqualität ist mäßig und alles andere als scharf, reicht aber aus, um Hindernisse im Bereich hinter dem Fahrzeug ausreichend zu erkennen – auch bei Dunkelheit.

Der Blickwinkel deckt maximal 110 Grad ab. Damit ist das Geschehen hinter dem Fahrzeug gut zu erkennen. Lediglich die äußeren Bereiche links und rechts hinter dem Pkw sind weniger gut einzusehen. Hierzu bräuchte es ein größeres Sichtfeld mit Weitwinkel von mehr als 130 Grad, das etwa die Garmin BC 40 (Testbericht) mit 150 Grad bietet.

Die Solar-Rückfahrkamera AEG RV4.3 ist regulär ab 120 Euro zu haben. Aktuell ist das Produkt bei Amazon um 25 Prozent reduziert und kostet nur 89 Euro. Andere Anbieter verlangen etwa 10 Euro mehr. Mit dem AEG-Modell baugleich sind die kabellosen Solar-Funk-Rückfahrkameras von Lescars und Prouser.

Das Solar-Rückfahrkamera-System AEG RV4.3 ist aktuell die preiswerteste Lösung mit Funk und Akku. Das erspart Autofahrern die lästige Verkabelung der Kamera mit den Rückleuchten. Die Montage gelingt einfach, die Funkübertagung klappt auf Anhieb.

Abstriche gibt es beim Monitor, der sehr einfach verarbeitet ist und etwas wackelig in einer Halterung per Saugnapf an der Windschutzscheibe sitzt. Ferner ist der Power-Button schwer zugänglich und der Akku ist zum Laden nicht herausnehmbar. Zwar laden Solar-Module die Kamera auf, wer sein Auto meistens in die Garage stellt, profitiert davon wenig.

Eine etwas besser Bildqualität mit mehr Einstellungsmöglichkeiten für die Hilfslinien bietet die Kabellose Solar-Rückfahrkamera von Lescars (Testbericht). Einen anderen Weg geht die Garmin BC40 (Testbericht). Diese nutzt Batterien und ist aus der Halterung herausnehmbar. Dafür gibt es kein separates Display, stattdessen nutzt man ein Navi-Gerät von Garmin oder das Smartphone.

Weitere Alternativen präsentieren wir im Ratgeber: Funk-Rückfahrkamera einfach nachrüsten ab 90 Euro. Bei der Klärung der Schuldfrage nach einem Unfall ist zudem eine Autokamera hilfreich. Geeignete Produkte zeigen wir in der Top 10: Die besten Dashcams – Beweismittel nach dem Unfall.

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