Der stärkste legale E-Scooter: Vmax VX2 ST im Test

Vmax VX2 ST
Pro und Contra
  • Starker Motor
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hohe Akkukapazität
  • Hinteres Schutzblech wenig stabil
  • Spiegelndes Display
  • Keine Federung
  • 4

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Der Vmax VX2 ST kommt mit starkem Heck-Motor, hoher Reichweite und solider Verarbeitung zum fairen Preis. Wir haben den Testbericht zum Schweizer E-Scooter.

Der E-Scooter Vmax VX2 kommt in drei Varianten, die sich in der Akkugröße und dadurch bedingt ebenfalls im Gewicht unterscheiden. Der VX2 LT (Lite) hat eine Akkukapazität von 499 Wattstunden, der Akku des VX2 ST (Sport) bietet 624 Wattstunden und der des VX2 GT (Gran Tourismo) starke 804 Wattstunden. Das qualifiziert gleich zwei Modelle zur Aufnahme in unserer Bestenliste Top-10-E-Scooter mit dem größten Akku.

Weiterer Unterschied unter den Modellen: Der LT hat nur einen Bremsgriff, der die mechanische und die elektrische Bremse kombiniert. Die Modelle ST und GT bieten zwei Bremsgriffe, um die Motorbremse auch einzeln ansteuern zu können. Hier im Testbericht schauen wir uns den Vmax VX2 ST genauer an. Wer einen schnellen Überblick über die besten Elektro-Scooter sucht, der sollte sich unsere große und umfangreiche Bestenliste E-Scooter anschauen.

Vor der ersten Fahrt müssen Käufer zunächst den Lenker mit vier Schrauben befestigen. Danach ist der Vmax VX2 ST einsatzbereit. Optisch präsentiert er sich in dezentem Schwarz. Andere Farbvarianten stehen nicht zu Wahl. An Kabeln sind lediglich zwei zu sehen, die von den beiden Bremshebeln in den oberen Bereich der Lenkstange führen. Die Lenkstange selbst ist etwa 112 Zentimeter hoch und nicht höhenverstellbar. Das Trittbrett ist 15 Zentimeter breit und 46 Zentimeter lang. Beim Fahren fühlt es sich etwas kurz an. Trotzdem ist die Ergonomie auch für größere Fahrer in Ordnung.

Aufpassen sollte man jedoch beim hinteren Schutzblech. Es besteht aus Kunststoff und wirkt nicht sehr stabil. Darauf sollte man etwa mit dem Fuß auf keinen Fall zu viel Gewicht legen. Trotzdem ist der Vmax insgesamt sehr ordentlich verarbeitet. Dafür spricht auch seine hohe maximale Zuladung von 130 Kilogramm und seine Unempfindlichkeit gegen das Eindringen von Wasser, bestätigt die IP-Zertifizierung IP 56.

Aufgeklappt hat er die Maße von 123 x 54 x 112 Zentimeter. Über den Sicherungshebel im unteren Bereich der Lenkstange klappt der E-Scooter auf die Maße 122 x 54 x 49 Zentimeter zusammen. Die Lenkgriffe können nicht eingeklappt werden. Über einen Haken rastet die Lenkstange zusammengeklappt am hinteren Schutzblech ein. So lässt sich der 18,5 Kilogramm schwere E-Scooter an der Lenkstange hochheben und transportieren.

Der Lenker und all seine Komponenten wirken wie aus einem Guss. Die Lenkgriffe sind ergonomisch geformt und bequem. Auf der linken Seite sitzt eine einfache Glocke auf der rechten Seite der Gasgriff für den Daumen. Auf ihm befinden sich auch die einzigen zwei Knöpfe. Diese schalten den E-Scooter und das Licht ein und aus. Außerdem wechselt der Nutzer dort zwischen dem Sport- und dem Standard-Modus.

Das Display in der Mitte ist groß. Es zeigt neben der Geschwindigkeit den Akkustand in fünf Balken und die Kilometer an. Bei direktem Sonnenschein spiegelt es. Das Frontlicht sitzt mittig direkt unterhalb des Lenkers. Es schaltet sich zusammen mit dem Rücklicht ein und aus. Einen Bremsvorgang signalisiert das hintere Licht leider nicht.

Der Vmax VX2 ST kommt mit einer optionalen App. Viel bietet sie jedoch nicht. Jedoch gibt es mit der Option Kick Start die Möglichkeit, dass der E-Scooter aus dem Stand auf den Gasgriff anspricht. Unseres Wissens ist das in Deutschland nicht erlaubt. Hier sollte Vmax über ein Software-Update nachbessern und die Option streichen.

Über die App kann man die Motorbremse dauerhaft aktivieren, um einen Diebstahl zu erschweren. Wir empfehlen jedoch, den E-Scooter abzusperren. Dafür legt Vmax ein einfaches Kabelschloss bei. Außerdem im Lieferumfang enthalten ist ein Smartphone-Halter. Dieser ist aus Metall gefertigt und ausreichend stabil. Allerdings ist sein Arm etwas lang, wodurch das Smartphone bei der Fahrt ordentlich durchgeschüttelt wird. Das erschwert das Ablesen. Wer mehr will, sollte sich unserer Ratgeber Must-Have-Zubehör für E-Scooter ab 10 Euro: Schloss, GPS-Tracker, Blinker & Co. durchlesen.

Die 10 Zoll großen Luftreifen haben keinen Schlauch. Das macht sie etwas weniger anfällig gegenüber Pannen. Sie federn leichte Unebenheiten, wie sie im Stadtverkehr üblich sind, ausreichend ab. Für Offroad-Fahrten oder das Heizen über Feldwege ist der Vmax VX2 ST jedoch weniger geeignet. Dafür fehlt ihm eine ordentliche Federung, wie sie etwa der IO Hawk Legend (Testbericht) oder der Eleglide D1 Master (Testbericht) bieten.

Außergewöhnlich stark zeigt sich der 48-Volt-Motor im Hinterrad mit 500 Watt Nennleistung und 1300 Watt in der Spitze. Er beschleunigt uns so schnell unseren Testhügel hinauf wie kein anderer bisher von uns getestete E-Scooter. Auf so viel Power muss man als Fahrer vorbereitet sein und seinen Körper beim Beschleunigen etwas in Fahrtrichtung neigen. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde plus 10 Prozent reizt der Vmax VX2 ST dankenswerterweise voll aus. Wir messen per GPS 22 Kilometer pro Stunde.

Der linke Bremsgriff betätigt die fein dosierbare Motorbremse. Der rechte Bremsgriff kombiniert die Trommelbremse am Vorderrad mit der hinteren Motorbremse. Nach einer schnellen Justierung der Trommelbremse über eine Stellmutter greift diese sehr gut. Im Bremstest kommt der Vmax VX2 ST schnell zum Stehen, ohne dass es für den Fahrer gefährlich wird.

Vmax gibt als maximale Reichweite für den VX2 ST mit seinem 624 Wattstunden großen Akku 45 Kilometer an. Dabei ist die reale Reichweite von vielen Faktoren wie unter anderem Fahrergewicht, Geschwindigkeit, Untergrund, Höhenmeter und Temperatur abhängig, weswegen wir an dieser Stelle keine allgemeingültige maximale Reichweite geben können. Wir gehen davon aus, dass bei gemischter Nutzung und einem Fahrergewicht von gut 80 Kilogramm knapp 30 Kilometer drin sein sollten. Wer mehr will, kann zum Vmax VX2 GT mit seinem 804-Wattstunden-Akku greifen. Wem die Reichweite jedoch weniger wichtig ist, spart mit dem Vmax VX LT (499 Wattstunden) ein paar Euro.

Der Vmax VX2 ST kostet 900 Euro. Die LT-Version mit dem etwas kleinerem Akku ist etwa 100 Euro günstiger. Wer ein Auge auf den Vmax VX2 GT mit seinem wirklich großen Akku geworfen hat, muss aktuell warten. Die GT-Modelle sind derzeit ausverkauft. Sie kosten in der UVP 1150 Euro.

Der Vmax VX2 ST ist ein grundsolider E-Scooter. Sein herausstechendes Merkmal ist der starke Motor, der auch schwere Fahrer so schnell auf Höchstgeschwindigkeit bekommt wie kaum ein anderer legaler E-Scooter. Auch die Akkukapazität ist hoch. Wer will, bekommt von Vmax fast baugleiche E-Scooter mit größerer und geringerer Akkukapazität.

Auch sonst leistet sich der E-Scooter kaum Schwächen: Die Bremsen sind gut, die Verarbeitung robust und der Klappmechanismus einfach. Jedoch spiegelt das Display etwas zu stark. Auch das hintere Schutzblech wirkt etwas zu wackelig. Zudem eignet sich der Vmax VX2 ST hauptsächlich für Stadtfahrten. Denn eine gute Federung, wie sie etwa der IO Hawk Legend (Testbericht) oder der Eleglide D1 Master (Testbericht) bieten, fehlt ihm komplett.

Für einen schnellen Überblick über die besten E-Scooter aus dutzenden Tests empfehlen wir unsere Bestenliste E-Scooter mit Straßenzulassung.

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