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Epowerfun EPF-1

Bild:TechStage.de

Pro und Contra
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Beschleunigung, max. Speed, Bremsen
  • Optik & Verarbeitung
  • Frontlicht zu dunkel & nicht perfekt integriert
  • Lenker nicht höhenverstellbar
Rating:
  • 4.5
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Es gibt am Markt richtig viele gute E-Scooter. Doch kaum einer macht alles richtig. Der elektrische Tretroller Epowerfun EPF-1 ist jedoch nah dran, er bietet für seine Preisklasse so viele Features wie kaum ein anderer.

Sowohl optisch als auch funktionell ähneln sich sehr viele E-Scooter. Wirkliche Totalausfälle sind uns in unseren zahlreichen Tests nicht untergekommen. Doch der Teufel steckt im Detail. So wackelt der eine, der andere bremst zu abrupt. Wieder andere beschleunigen schwach, fahren nicht weit, haben schlechtes Licht oder sind insgesamt zu langsam oder zu teuer. Die eierlegende E-Scooter-Wollmilchsau ist uns bisher nicht begegnet, irgendeine Schwäche hatten sie alle. Doch der Epowerfun EPT-1 schickt sich an, unser neuer Liebling zu werden. Für einen vergleichsweise günstigen Einstiegspreis bietet er eine Ausstattungsstufe, von der sich auch teurere Modelle eine Scheibe abschneiden können.

Wer den besten elektrischen Tretroller sucht, sollte sich unsere Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung durchlesen. Dort wird auch der Epowerfun EPF-1 Einzug halten.

Der Epowerfun EPF-1 kommt in fünf Variationen, die sich nur optisch unterscheiden, technisch und preislich sind sie identisch. Urban Jungle, Stealth und City sind eher dezent und Blue ist, wer hätte es gedacht, Blau. Wir haben uns für Der Syltan entschieden, die mit Abstand auffälligste Variante. Er kommt als einziger mit einer weißen Lackierung. Der Bremssattel der Scheibenbremse ist sportlich rot und das Trittbrett ziert ein gelb abstrahiertes Bild eines Strands, bei dem auch dank des schnörkeligen Love & Peace-Schriftzugs sofort Hippie-Feeling aufkommt. Dieser Trittbrettaufkleber erinnert an die Beschichtung, die man häufig bei Skateboards vorfindet und bietet einen fantastischen Halt.

Die Farbwahl ist klasse und sticht fröhlich aus dem sonst eher dunklen E-Scooter-Einheitsbrei hervor. Oberhalb des Klappscharniers an der Lenkstange scheinen sich die Modelle jedoch nicht mehr zu unterscheiden. Dort sind sie alle schlicht schwarz. Das mag bei den dunklen Modellen passen. Dem Syltan hätte auch dort mehr Mut zu hellen Farben gut gestanden.

Die Verarbeitung ist insgesamt auf hohem Niveau. Das fällt etwa beim stabilen hinteren Schutzblech mit Platz für das Versicherungskennzeichen auf. Auch ist das Kabelmanagement gut gelöst. Das helle Rücklicht hängt am Stromkreislauf, schaltet sich also mit den Epowerfun EPF-1 ein- und aus. Es ist fest integriert. Hier braucht man nicht etwa wie beim Trekstor EG6078 (Testbericht) Angst haben, es zu verlieren. Auch das Vorderlicht im oberen Bereich der Lenkstange hängt am Stromkreislauf, hätte aber gerne etwas heller und auch besser integriert sein dürfen.

Epowerfun gibt zwei Jahre Gewährleistung. Außerdem schreibt der Hersteller, dass alle Einzelteile bei einem Defekt nachbestellt werden können.

Der Klappmechanismus ist einfach und effektiv. Wie bei den meisten E-Scootern klappt man einen gesicherten Hebel herunter und legt anschließend die Lenkstange um. Der Haken am oberen Ende der Lenkstange wirkt stabil, die Öse als Gegenstück auch. Einmal zusammengeklappt braucht man keine Bedenken zu haben, dass sich der Epowerfun EPF-1 versehentlich öffnet. Das macht der EPF-1 besser als der technisch ähnliche Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht). Das Gewicht des elektrischen Scooters bewegt sich mit 14,6 Kilogramm im unteren Bereich. Die maximale Zuladung beträgt 120 Kilogramm. Ein guter Wert, viele E-Scooter erlauben nur 100 Kilogramm schwere Fahrer.

Der nicht höhenverstellbare Lenker ist wie bei fast allen E-Scootern recht schmal, das stört aber nicht weiter. Seine Griffe kann man nicht anklappen. Auf der linken Seite sitzt der Hebel für die elektronische Bremse, die erstmals bei allen von uns getesteten E-Scootern dank einer feinen Dosierbarkeit gut nutzbar ist. Auf der rechten Seite sitzt der Gashebel, der ebenfalls sehr feinfühlig reagiert. Ebenfalls auf der rechten Seite betätigt der Fahrer die mechanische Scheibenbremse des Hinterrads. Diese greift gut und führt zu einem ausreichend kurzen Bremsweg. Die Klingel ist schick in den Bremshebel integriert.

Das mittig platzierte und hervorragend ins Lenkerdesign integrierte OLED-Display ist auch bei Sonneneinstrahlung ablesbar und zeigt dauerhaft neben der aktuellen Geschwindigkeit den Akkustand in fünf Balken an.

Für mehr Infos verbindet sich das Epowerfun EPF-1 mit einer App. Dort sieht man etwa den genauen Akkustand, die insgesamt seit Installation der App gefahrenen Kilometer, die Eingangsleistung und einiges mehr. Außerdem ist es möglich über die App eine Motorsperre zu aktivieren, sodass der Roller nicht einfach davon geschoben werden kann. Über eine verdeckte Öse mit einem Durchmesser etwa 2,5 Zentimeter im hinteren Bereich des Trittbretts kann der E-Scooter auch mit einem Schloss gesichert werden. Der Epowerfun EPF-1 verbindet sich auch mit Apps anderer Hersteller, dort ist dann unter Umständen noch mehr möglich.

Der Vorderradmotor des EPF-1 hat eine Nennleistung von 350 Watt. Das ist für einen E-Scooter viel. Auch der The Urban #HMBRG (Testbericht) hat einen 350-Watt-Motor und wir lobten den sehr guten E-Scooter wegen seiner starken Beschleunigung. Auch der Epowerfun EPF-1 beschleunigt hervorragend.

Der EPF-1 hat keine Luftreifen. Doch die hier verwendeten 8,5-Zoll-Gummireifen mit Luftkammern sind deutlich besser als wir es von anderen günstigen Varianten gewohnt sind. So kennen wir es etwa vom Trekstor EG3178 (Testbericht), dass die Honigwabenreifen auf feuchtem Untergrund weniger gut greifen, was nicht nur in den Kurven, sondern auch beim Bremsen gefährlich sein kann. Das ist hier nicht der Fall. Scheinbar verwendet Epowerfun ein weicheres Material. Auch scheinen die Räder besser Stöße abzufedern. Trotzdem hat der EPF-1 eine fest eingestellte Hinterradfederung. Vorteil der schlauchlosen Reifen: sie sind pannensicher und müssen nie aufgepumpt werden. Insgesamt bietet der EPF-1 ein gutes Fahrgefühl.

Erwähnenswert ist die maximal Geschwindigkeit des E-Scooters. Denn Epowerfun reizt hier den legalen Rahmen maximal aus. Erlaubt sind 20 Stundenkilometer plus zehn Prozent, also 22 Stundekilometer. Während die meisten anderen E—Scooter-Hersteller kaum über 20 Kilometer pro Stunde fahren, häufig sogar etwas darunter bleiben, regelt der EPF-1 erst bei der Anzeige von 22 Kilometer pro Stunde ab. Wir haben per GPS nachgemessen und kommen etwa auf maximal 21,5 Kilometer pro Stunde. Das dürfte viele Käufer freuen!

Der Akku des Epowerfun EPF-1 hat eine Kapazität von 360 Wattstunden. Das ist ein guter Wert, der in dieser Preisklasse fast nur vom Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) geschlagen wird. Mit seinem Akku sind wir bei etwa 5 Grad, gerader Strecke, gelegentlichen Anfahren und einem Zuladungsgewicht von 85 Kilogramm etwa 23 Kilometer weit gekommen. Ein guter Wert, der sich mit warmem Wetter nochmal deutlich erhöhen sollte.

Geladen wird er über das 2 Ampere starke Netzteil innerhalb von sechs Stunden. Der Ladeport versteckt sich dabei unter einer Gummiabdeckung im oberen Bereich der Lenkstange. Das ist gut, so muss man sich für das Einstecken nicht Bücken.

Der Epowerfun EPF-1 kostet in allen Ausführungen 570 bis 600 Euro. Einmal war er wenige Tage für 540 Euro zu haben. Es kann sich also lohnen einen Preisalarm zu setzen.

Der Epowerfun EPF-1 ist ein E-Scooter mit viele Stärken und kaum Schwächen. Besonders seine Fahreigenschaften sind hervorzuheben. So beschleunigt er flott auf fast 22 Kilometer pro Stunde, bremst akkurat und bietet einen großen Akku. Die Verarbeitung ist hochwertig, der E-Scooter erlaubt eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm, das Display ist gut, die App sinnvoll und der Klappmechanismus durchdacht. Die Optik finden wir herausragend, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Wer es dezenter will, findet auch dafür Varianten.

Zum Meckern gibt es wenig. So dürfte etwa das Frontlicht heller und besser integriert sein. Auch würden sich einige über einen höhenverstellbaren Lenker freuen. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Epowerfun EPF-1 einen sehr guten E-Scooter.

Weitere sehr gute E-Scooter zeigen wir in unsererTop-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung. Einen ausführlichen Vergleich der getesteten Modelle findet sich hier: Vergleich Elf E-Scooter mit Straßenzulassung im Test.

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