Wanbo T2 Max
Pro und Contra
  • Scharfes Full-HD-Bild
  • Leise im Betrieb
  • Elegantes Design
  • Bild etwas zu dunkel
  • Veraltete und eingeschränkte Android-Version
  • Sound laut aber flach
  • 4.0

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Der schicke Wanbo T2 Max aus der Xiaomi-Familie bietet eine Full-HD-Auflösung mit Android, ist leise und kostet meist weniger als 140 Euro. TechStage hat ihn getestet.

Als wir uns vor wenigen Monaten den Blitzwolf BW-VP5 (Testbericht) genauer anschauten, waren wir überrascht davon, wie gut ein Beamer für nur 60 Euro sein kann. Auch der 65 Euro teure Blitzwolf BW-VP7 (Testbericht) und der 90 Euro teure Blitzwolf BW-VP8 schnitten jeweils gut ab. Alle drei Projektoren und mehr vergleichen wir hier: Billig vs teuer: Sechs Beamer von 60 bis 700 Euro im Vergleich.

Ihre größte Schwäche: Sie lösen maximal mit 720p auf und sind teilweise viel zu laut. Genau hier setzt der Wanbo T2 Max an. Er bietet eine Auflösung von 1080p und ist einer der leisesten von uns je getesteten Beamer. Dabei ist er mit unter 140 Euro der mit Abstand günstigste native Full-HD-Projektor auf dem Markt. Was er sonst noch kann und wo seine Schwächen liegen zeigt der Testbericht.

Der Wanbo T2 Max ist mit seinen Maßen von 11 x 13 x 15 Zentimeter recht kompakt und wiegt etwa 900 Gramm. Ein externes Netzteil liegt bei. Er kleidet sich in matteweißen Kunststoff, an seiner Front sitzt in schwarzer Klavierlackoptik gefasst die große Glaslinse. Unterhalb der Linse ist der Kunststoff perforiert, dahinter sitzt ein Lüfter. Gleiches gilt für die Rückseite. Dort verfügt der Wanbo T2 Max außerdem über den Anschluss für das Netzteil, einen 3,5-Millimeter-Klinkenport für den Anschluss externer Audiogeräte, einen HDMI-Eingang und einen USB-A-Port.

Links und rechts zeugen runde Aussparungen von den beiden 3-Watt-Stereolautsprechern. Diese sind ausreichend laut, allerdings nicht sehr voluminös. Auf der Unterseite verbirgt sich zwischen vier gummierten Füßchen ein Stativgewinde. Oben sitzt neben dem ausreichend großen und gut nutzbaren Fokusrad der Ein-/Ausschalter. Dies ist der einzige Knopf am Wanbo T2 Max, die restliche Bedienung erfolgt ausschließlich über die mitgelieferte Fernbedienung. Diese ist unspektakulär, aber funktionell. Auf der Kunststofffront in der Optik von gebürstetem Metall sitzen alle für die vollumfängliche Nutzung benötigten Taster. Eine eigene Taste für Start/Pause gibt es nicht.

Insgesamt gefällt uns der Wanbo T2 Max ausgesprochen gut. Sein Design ist minimalistisch und fügt sich in die meisten Einrichtungen gut ein.

Bereits ab einem Abstand von gut einem Meter erzeugt der Wanbo T2 Max ein scharfes Bild mit einer Diagonale von etwa 90 Zentimetern (35 Zoll). Andere Beamer seiner Preisklasse benötigen für ein scharfes Bild meist höhere Abstände. Wer richtig nah ran will, sollte sich einen Kurzdistanzbeamer (Vergleichstest) anschauen. Die Schärfe ist vor allem dank der nativen Auflösung von 1960 x 1080 Pixeln hervorragend und ein deutlicher Fortschritt gegenüber Projektoren mit geringerer Auflösung. Gerade bei Schriften und bei größeren Displaydiagonalen sieht man den Unterschied deutlich.

Die Helligkeitsverteilung ist gut, zu den Rändern wird die Projektion kaum dunkler. Die maximale Gesamthelligkeit des LED-Leuchtmittels des Wanbo T2 Max ist seine vielleicht größte Schwäche. So ist etwa das Bild des Blitzwolf BW-VP5 (Testbericht) deutlich leuchtstärker. Trotzdem ist der T2 Max hell genug, um in abgedunkelten Räumen problemlos Videos mit einem zwei Meter großen Bild anzuschauen. Für Konferenzräume eignet er sich dagegen kaum. Das Weiß hat einen leichten Grünstich. Es gibt in den Optionen keine Möglichkeit, die Farbtemperatur anzupassen. Schade, schließlich bietet das zugrundeliegende Android derartige Optionen, die vom Hersteller jedoch nicht umgesetzt wurden.

Auffällig: Der T2 Max ist angenehm ruhig und wird bei längerem Betrieb nicht viel lauter. Klar, es handelt sich hier immer noch um einen Projektor, dessen LED-Leuchtmittel aktiv mit Lüftern gekühlt werden muss. Ganz ohne Geräusche geht das nicht vonstatten, die Lautstärke ist in etwa mit einem lauten Notebooklüfter unter Volllast vergleichbar. Dennoch ist der Wanbo T2 Max einer der ruhigsten Beamer, die wir je getestet haben.

Insgesamt ist die Bildqualität des Wanbo T2 Max gerade bezogen auf seinen erschwinglichen Preis von unter 140 Euro hervorragend. Es aktuell keinen anderen Projektor dieser Preisklasse, der eine native Full-HD-Auflösung bietet.

Das Betriebssystem des Wanbo T2 Max basiert auf einem angepassten Android 6. Es ist schon ein paar Jahre her, dass Android eine derart niedrige Versionierungszahl hatte. Der Menüpunkt Über das Telefon verrät, dass die Android-Sicherheitspatch-Ebene vom 1. September 2017 ist. In den Optionen kann die Sprache auf Deutsch gestellt werden, häufig stolpert man jedoch über schlampige Übersetzungen.

Den Google Playstore gibt es nicht, jedoch einen eigenen, angepassten Store zum Download vieler Apps. Darunter Youtube, Netflix und Prime Video. Diese funktionieren gut, sie reagieren auf die entsprechende Eingabe über die Fernbedienung und geben ihre Inhalte flüssig in Full-HD wieder. Auch Social-Media-Apps wie Facebook, Tiktok und Twitter sind mit an Bord. Für Nachrichten stehen unter anderem CNN, DW, Tagesschau, Focus Online und BBC News zur Verfügung. Musik-Fans können Spotify, Shazam, Soundcloud, Deezer und verschiedene Radio-Apps installieren. Die Auswahl scheint groß, allerdings ist sie nicht zu vergleichen mit dem schier endlosen Angebot des Google Playstores, wie man ihn von Smartphones gewohnt ist.

Ist eine App nicht dabei, kann man sie via Sideloading über einen USB-Stick nachinstallieren. Diese funktionieren dann meist nicht über normalen Knöpfe auf der Fernbedienung. Hierfür muss der Nutzer den Maus-Knopf auf der Remote länger drücken und kann dann über Pfeiltasten einen Mauszeiger über das Bild schieben. Einfacher wird das mit einer über Bluetooth oder Kabel angeschlossenen echten Maus. Auch eine Tastatur kann etwa beim Surfen im Browser helfen. Wie schon bei Smartphones, ist es möglich, externe Bluetooth-Speaker zu verbinden.

Über Miracast ist es zudem möglich, kompatible Endgeräte zu spiegeln. Außerdem erlaubt die Software das Auslesen von angeschlossenen Festplatten zur Medienwiedergabe.

Der T2 Max verfügt zwar über keine automatische Trapezkorrektur, allerdings lässt sich das manuell in den Optionen anpassen. Wenn es sich vermeiden lässt, raten wir jedoch davon ab, da hier die Pixel neu berechnet werden müssen und so die Bildqualität leidet.

Insgesamt sind wir mit dem Android-Betriebssystem zufrieden, da es vor allem Dank seiner Apps deutlich mehr bietet als sehr einfache Beamer-Betriebssysteme dieser Preisklasse. Jedoch ist Android 6 hoffnungslos veraltet und wir vermissen Einstellungsmöglichkeiten zur Farbwiedergabe und einiges mehr. Immerhin ist es möglich, externe Apps zu installieren.

Wer sich nicht mit den eingeschränkten Android-Betriebssystem abgeben will, dem empfehlen wir unseren Ratgeber Streaming-Boxen im Vergleich: Die besten TV-Sticks.

Beamer mit einer nativen Auflösung von 1960 x 1080 Pixeln fangen üblicherweise bei 200 Euro an. Ein anschauliches Beispiel ist der hier eingebundenen Preisvergleich, der nach den günstigsten Full-HD-Projektoren sortiert.

Der Wanbo T2 Max kostet bei Banggood (Kauflink) mit dem Gutscheincode BGNDE159 nur etwa 128 Euro. Der Code ist bis 30. April 2021 gültig. Versandkosten fallen keine an, allerdings müssen sich Käufer etwa gedulden, verschickt wird nur aus China.

Der Wanbo T2 Max ist nicht perfekt. Seine Android-Software hakt, der Sound ist laut aber flach und das Bild ist etwas zu dunkel. Trotzdem ist der T2 Max der besten Full-HD-Beamer, den man für unter 140 Euro bekommt. Das liegt nicht nur daran, dass er deutlich günstiger ist als alle anderem Beamer mit 1080p-Auflösung. Er wirkt außerdem elegant und gut verarbeitet. Zudem ist er sehr leise und kommt mit einem zwar veralteten aber flexiblen Android-Betriebssystem, auf dem man Apps nachinstallieren kann.

Wer mit einer geringeren Auflösung leben kann, dem empfehlen wir den Blitzwolf BW-VP5 (Testbericht). Der Beamer kostet nur 60 Euro und bietet sogar eine höhere Gesamthelligkeit. Mehr dazu im Beitrag Billig vs teuer: Sechs Beamer von 60 bis 700 Euro im Vergleich.

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