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Denon Home 150
Pro und Contra
  • Guter Klang
  • Solide Verarbeitung
  • Gute App
  • Nur zwei Schnellwahltasten für Radio
  • 4.5

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Der Denon Home 150 erweitert das Multiroom-System von Denon für knapp 220 Euro. TechStage testet den Konkurrenten zum Sonos One.

Der Denon Home 150 gehört zum Heos-Multiroom-System, das wir bereits ausprobiert haben. In unserm Test gefiel uns die Alternative zu Sonos besonders deswegen, weil es nicht nur auf neue Lautsprecher setzt, sondern auch bestehende Hifi-Produkte einbinden kann. Mit dem Home 150 gibt es einen Lautsprecher von Denon, der dem Sonos One (Testbericht) beim Design und beim ungefähren Preis Konkurrenz machen möchte.

Wir testen den Denon Home 150 in unserer Themenwelt Multiroom-Lautsprecher. Dort haben wir nicht nur das Heos-System getestet, sondern auch die Konkurrenz von Sonos (Themenwelt) oder den Citation One MK II (Testbericht).

Denon war immer ein dezenter HiFi-Hersteller. Rap-Boomboxen hat man hier eher nicht zu befürchten und auch das Aussehen passt in jede Umgebung: Ein abgerundeter, kompakter Quader von 120 x 120 x 187 mm mit grauem Stoffbezug, 1,7 kg Masse sowie einer schwarz, wahlweise weiß, spiegelnden Oberseite. Auf dieser finden sich zunächst gar keine Bedienelemente, bei eingeschaltetem Lautsprecher werden jedoch Lauter/Leiser, Start/Stop sowie drei “Programmtasten” sichtbar, sobald man die Hand über den Lautsprecher bewegt. Ein Herumraten bei schwacher Beleuchtung wie bei anderen Lautsprechern ist also nicht notwendig. Die bunten Symbole im Foto sind übrigens nur Werbeaufkleber, die abgezogen werden können.

Der Bezug soll Wasser und Schmutz abweisen, der Lautsprecher soll damit für Küche und Bad geeignet sein. Jedoch ist nur der Bezug wasserabweisend, das Gerät selbst aber nicht wasserdicht. Wie der Lautsprecherbezug nach einigen Monaten in der Küche riecht und aussieht, ist ebenso eine andere Frage. Dennoch ist Robustheit an dieser Stelle ein Plus.

Auf der Rückseite präsentieren sich ein Gewinde zur Aufhängung, Anschlüsse für 230 V, Analog in, einen USB-Slot, zwei Taster, um Bluetooth- oder WLAN-Koppelung anzustoßen, sowie ein Ethernet-Anschluss. Damit kann der Lautsprecher auch ohne das eingebaute 2,4- und 5-GHz-WLAN für Streaming und Internet-Radio genutzt werden.

Ein Sprachassistent ist aktuell nicht integriert, allerdings sind Mikrofone hierfür bereits eingebaut und Amazon Alexa soll mit einem Update im Laufe des Jahres 2021 verfügbar werden. Apple Siri und Google Assistant lassen sich jedoch über Smartphone oder Tablet ebenfalls verwenden. Nur Akkubetrieb ist nicht vorgesehen, man kann den Lautsprecher nicht in der Wohnung umhertragen oder in den Garten mitnehmen.

Die meisten Funktionen werden über die Heos-App gesteuert, nur Spotify und Analogeingang sind so zugänglich. Die Einrichtung funktioniert ebenso unkomplizierte über diese, so man am Lautsprecher den richtigen Knopf, nämlich den zur WLAN-Kopplung, gedrückt hat. Will man das drahtgebundene LAN nutzen, so sind sehr detaillierte Einstellungen möglich, damit das auch klappt. Die Schnellstartanleitung hilft hier allerdings nicht weiter und die ausführliche Anleitung, die jedoch auch so manches nicht verrät, ist nur online verfügbar. Auch hier lässt sich das PDF mit der Anleitung wieder einmal nicht öffnen, aber zumindest eine Webvariante ist verfügbar, in der allerdings jeder Punkt einzeln angeklickt werden muss.

Zunächst ist ein langwierigeres Firmware-Update des Lautsprechers fällig, wenn dieser sich erstmals zum Dienst meldet, währenddessen wie üblich Lautsprecher und App unbedienbar sind. Deshalb wird angeboten, dies auf Wunsch auf die Nachtstunden zu verschieben.

Danach übernimmt die App nicht nur das Streamen von Radiosendern über Tune-In oder von Musikdiensten wie Tidal, sondern auch die Wiedergabe von Musikserver, USB-Port oder Analogeingang. So ist auch hier Multiroom-Betrieb möglich. Nur Spotify wird zwar über die App bedient, greift dann aber direkt auf den Lautsprecher zu. Qobuz kann auf Android-Geräten ebenso wie Apple Music nicht im Multiroom-Betrieb gestreamt werden, sondern nur einzeln über Bluetooth, weil die App es nicht kennt. Apple Music wird normalerweise eher auf Apple-Geräten genutzt, wo dann auch Apple Airplay zur Verfügung steht. Auch Podcast-Software kann nur über Bluetooth genutzt werden.

Radio kommt per Tune-In, der Dienst nutzt eine eigene Bedienoberfläche. Im Test bei der Suche nach Radio Caroline zeigte diese zuerst einige Fake-Stationen sowie Podcasts über Radio Caroline. Man kann dann aber den Sender, wenn man ihn erfolgreich gefunden hat, in einer Favoritenliste ablegen – und auch auf den Programmtasten am Lautsprecher selbst.

Die Sender sind dann direkt über Programmtasten zugänglich, wie bei einem richtigen Radio. Interessanterweise ist das System dann fast ebenso schnell: Während die meisten Geräte und Apps Internetstationen erst mit deutlicher Verzögerung abspielen, wechselt das Programm hier mit nur geringer Umschaltpause und nur gelegentlicher Werbe-Pre-Roll. Man kann also auch mal schnell umschalten, wenn einem ein Musikstück missfällt. Da ist es richtig schade, dass sich auf diese Weise nur zwei Stationen speichern lassen, wenn man die dritte Taste zum Umschalten auf den Analogeingang behalten will. Wer mehr will, muss ein größeres Denon Home-Modell wählen, diese haben dann sechs Programmtasten.

In der App lassen sich alle Programmquellen ausblenden. Praktisch, wenn es um Musikdienste geht, bei denen man ohnehin keinen Account hat, aber ungeschickt, wenn man aus Versehen das eigene Smartphone, Musikserver, USB-Port oder Analogeingang ausblendet und sich dann wundert, wo die Musikdateien abgeblieben sind.

Verbaut sind ein 89-mm-Tieftöner und ein 26-mm-Hochtöner. Der Sound des Denon Home 150 hat keine aufdringlichen Mätzchen nötig: Die bassreflex-typischen Tiefen sind vorhanden, doch erträglich, zumal in der App eingestellt werden kann, ob der Lautsprecher frei stehend platziert ist (also beim Bass voll reinhauen darf), in einem Regal steht (wo dies schon weniger angebracht ist) oder gar in einer Ecke (wo es fürchterlich dröhnt, wenn die Bässe nicht reduziert werden).

Da das System nicht mit Alexa- und Google-Smart-Speakern konkurrieren will, sondern mit Mehrkanal-AV-Systemen, gibt es auch Subwoofer und Soundbars, falls die Bässe nicht genügen sollten. Dabei sind auch Stereo- und Mehrkanal-Kopplung möglich, sodass tatsächlich alle Kanäle und der Subwoofer einer Mehrkanal-Anlage drahtlos bedient werden können.

Die Mitten sind klar, nur die Höhen sind wie bei den meisten günstigen Systemen nicht ganz klar, sondern leicht beeinträchtigt. Dies gleichmäßig über alle Quellen – bei Bluetooth fehlt für Android-Nutzer auch hier leider wieder einmal der apt-X-Codec. Eine Ausgangsleistung gibt Denon auch auf Nachfrage nicht an, nur die elektrische Eingangsleistung mit maximal 20 W für beide Lautsprechersysteme zusammen. Für brüllende Partylautstärke ist der Denon Home 150 also nicht konstruiert.

Der Denon Home 150 besitzt eine UVP von 250 Euro, ist aber im Web bereits für um die 220 Euro zu bekommen

Mit knapp 250 Euro Listenpreis liegt der Denon Home 150 noch im günstigeren Segment und beleidigt dennoch nicht die Ohren. Die Programmtasten sind eine praktische, aber mit lediglich drei Stück etwas zu sparsame Lösung, um Favoriten abzurufen.

Lediglich auf mobilen Betrieb und Sprachassistenten im Lautsprecher muss man verzichten, wobei Alexa ja noch per Firmware in einigen Monaten nachgeliefert werden soll. Sind nicht nur Multiroom-Partylautsprecher geplant, sondern auch ein Heimkino mit drahtloser 5.1-Beschallung, sind die Denon-Lautsprecher eine gute, ausbaufähige und noch bezahlbare Wahl.

Der Test zum Denon Home 150 erscheint in unserer Themenwelt Multiroom-Lautsprecher. Dort haben wir nicht nur das Heos-System getestet, sondern auch die Konkurrenz von Sonos (Themenwelt) oder den Citation One MK II (Testbericht).

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