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DECT-Telefon für die Fritzbox im Test: Gigaset CL660HX
Pro und Contra
  • guter Empfang und Klang
  • einfache Bedienung
  • greift auf Telefonbuch der Fritzbox zurück
  • 2,5 mm Headset-Anschluss
Rating:
  • 5.0
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Neben ordentlicher Sprachqualität und hoher Reichweite brauchen DECT-Telefone ein einfaches Bedienkonzept. Wir testen, ob das Gigaset CL660HX diese Anforderungen zusammen mit der Fritzbox erfüllt.

In unserer Testreihe DECT-Telefonen für die Fritzbox von AVM haben wir erst kürzlich das herstellereigene Modell Fritz Fon C5 (Testbericht) getestet. Passend zum Thema sind auch folgende Artikel:

Das Design des Gigaset CL660HX ist im Vergleich zum Fritz Fon C5 runder und etwas breiter. Die Abmessungen betragen 21 × 52 × 157 mm. Das Gewicht beträgt 120 Gramm – nur etwas mehr als eine Tafel Schokolade. Das anthrazitfarbene Gehäuse des DECT-Telefons ist sehr ordentlich verarbeitet und hinterlässt einen stabilen Eindruck. Selbst bei starkem Druck kommt es zu keinerlei Verformungen. Der verwendete Kunststoff ist angenehm griffig und nicht anfällig für Fingerabdrücke. Uns gefällt das besser als Klavieroptik, die lediglich im unbenutzten Zustand gut aussieht.

Die Tasten haben einen klar definierten Druckpunkt und sind logisch angeordnet. Durch fehlende Abstände sind diese allerdings nur mit Übung blind zu bedienen. Durch die überdurchschnittliche Größe der hintergrundbeleuchteten Tasten ist das Gerät auch für ältere Menschen gut geeignet, ohne dabei wie ein explizites Senioren-Telefon auszusehen.

Das 2,4-Zoll-Farbdisplay ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung ausreichend hell, um es mühelos abzulesen. Die Auflösung von 240 × 320 Bildpunkten kann zwar nicht mit Smartphones mithalten, sie ist für ein DECT-Telefon aber locker ausreichend. Wer will, kann sich so auch ein Foto des Anrufers anzeigen lassen; vorausgesetzt es ist im Telefonbuch des Telefons oder der Fritzbox abgespeichert. Auf eine berührungsempfindliche Oberfläche verzichtet Gigaset.

Die 2,5-mm-Klinkenbuchse auf der linken Gehäusetaste ist aus unserer Sicht nicht ideal platziert. Eine Position an der Oberseite wäre wesentlich praktischer. Wer sein Headset anschließen will, braucht aufgrund der ungewöhnlichen Buchsengröße einen Adapter auf den klassischen 3,5-mm-Anschluss. Für die Headset-Buchse sind insgesamt drei Gummi-Abdeckungen im Lieferumfang enthalten. Gürtelclip und Lautstärkeregler gibt es nicht.

Der Deckel auf der Rückseite ist abnehmbar. Darunter sitzen zwei handelsübliche 1,2-V-AAA-Akkus (Ni-MH) mit einer Kapazität von 750 mAh. Diese ermöglichen laut Gigaset bis zu 14 Stunden Gesprächsdauer und eine Standby-Zeit von fast 12 Tagen. Der Erfahrung nach liegt die tatsächliche Akkulaufzeit leicht darunter, was immer noch mehr als genug ist. Die beiden Ladekontakte sind an der Unterseite erkennbar. Dazwischen befindet sich ein Micro-USB-Anschluss zum Anschluss am PC oder MAC. So können beispielsweise Kontaktdaten oder Kalendereinträge mit der Gigaset Software QuickSync bearbeitet werden.

Das rundliche Design der Ladestation ist reduziert und elegant. Einsetzen und Herausnehmen des Handteils klappt problemlos. Die Verarbeitung ist gut und die Oberfläche ist ebenfalls nicht anfällig für Fingerabdrücke. Das 4-V-Netzteil hat einen proprietären Stecker, welcher auf der Rückseite der Ladestation angeschlossen wird.

Das Einrichten des CL660HX an einer Fritzbox 7590 (Testbericht) ist derart einfach, dass auch Personen ohne jegliches Vorwissen damit zurechtkommen. Nach der Inbetriebnahme des Telefons erscheint ein Hinweis, dass die Basisstation gesucht wird. Ein Druck auf den DECT-Knopf der Fritzbox reicht aus. Wenige Sekunden später ist das Telefon gekoppelt und einsatzbereit. Unkomplizierter geht es nicht.

Die Zuordnung einer Rufnummer oder das Unterdrücken der eigenen Nummer wird in der Fritzbox-Oberfläche eingestellt. Die meisten anderen Einstellungen nimmt man aber am Mobilteil vor.

Das Telefonieren mit dem CL660HX klappt auf Anhieb gut und zuverlässig. Die Klangqualität ist sowohl für uns als auch für unsere Gesprächspartner gut bis sehr gut. Nur bei der höchsten Lautstärkeneinstellung kommt es zu einem minimalen Hintergrundrauschen. Die Tonwiedergabe ist ansonsten klar und störungsfrei. Selbst bei nachlassender Verbindungsqualität kommt es zu keinen spürbaren Qualitätseinbußen. Im Test hat das CL660HX in einem Einfamilienhaus mit der Fritzbox sehr gut zusammengearbeitet. Auf dem kompletten Grundstückist der Empfang ordentlich und ausreichend. Selbst im Keller haben wir keine Empfangsprobleme. Die Klangqualität der Freisprechfunktion ist ausreichend gut.

Das Anlegen neuer Telefonbucheinträge am Telefon klappt intuitiv und problemlos. Wer seine Kontakte an der Fritzbox hinterlegt hat, kann diese auch direkt mit dem CL660HX abrufen, ohne das am Gerät einstellen zu müssen. Das ist angenehm und erspart nerviges Getippe auf der Telefontastatur. Das Synchronisieren mit Google-Kontakten funktioniert ebenfalls zuverlässig, vom Hersteller gibt es ein passendes Tool.

Die Menüstruktur des Telefons ist logisch und intuitiv aufgebaut. Das Ändern von Hintergrundbild, Oberflächen-Design und Klingelton ist unkompliziert und schnell erledigt. Auch die Nutzung von eigenen Kontaktbildern und Klingeltönen im mp3-Format klappt problemlos – hierzu kommt, wie auch zum Abgleich der Kontakte, die Software QuickSync zum Einsatz.

Das Gigaset CL660HX verfügt beispielsweise über einen Kalender und einen integrierten Timer. Insbesondere den Timer finden wir praktisch und haben ihn tatsächlich eingesetzt. Wer möchte, kann auch Zeiten zur Stummschaltung des Klingeltons hinterlegen oder eine Sperrliste für unerwünschte Anrufer einstellen.

Für Eltern ist die Babyfon-Funktion sehr interessant. Hierzu wird die entsprechende Funktion gestartet und eine Telefonnummer hinterlegt. In unserem Fall nutzen wir ein weiteres DECT-Telefon und die interne Rufnummer. Es klappt aber auch mit Anrufen auf Mobilfunknummern oder externe Anschlüsse. Nimmt das CL660HX-Mikrofon Geräusche wahr, startet es nach einigen Sekunden einen Anruf zum hinterlegten Anschluss. Mit dem zweiten Telefon können die Eltern dann hören, was gerade im Kinderzimmer los ist.

Radiohören, RSS-Feeds lesen oder E-Mails schreiben, wie mit dem AVM C5, ist beim Gerät von Gigaset nicht möglich – aber ehrlich gesagt wohl auch nicht nötig.

Das Gigaset CL660HX ist zwar nicht mehr ganz neu, gehört aber zu den DECT-Telefonen mit der komfortabelsten Bedienung. Dank guter Abstimmung auf die Fritzbox ist das Handling äußerst bequem und die Einrichtung denkbar einfach. Besonders das einfache Synchronisieren von Kontakten ist ein großer Pluspunkt. Was uns ebenfalls sehr gut gefällt, ist die unempfindliche Oberfläche des Telefons.

In Sachen Sprachqualität, Reichweite und Akkulaufzeit hinterlässt das CL660HX einen guten bis sehr guten Eindruck. Die Zusatzfunktionen wie Timer oder Babyfon sind durchaus praktisch und zudem unkompliziert einzurichten. Andere Zusatzfunktionen wie der Kalender sind nett, werden in der Praxis auf dem DECT-Telefon mit dem im Vergleich zum Smartphone winzigen Display wohl kaum zum Einsatz kommen.

Wer ein DECT-Telefon sucht, welches einfach einzurichten, schick und zuverlässig ist, bekommt mit dem CL660HX ein zuverlässiges und einfach zu bedienendes Gerät. Durch die großen und gut leserlichen Tasten ist das Telefon auch perfekt für ältere Nutzer, die nicht mehr gut sehen, gut geeignet.

Wer sein CL660HX zusammen mit einem herkömmlichen Headset betreiben will, braucht wegen des 2,5-mm-Anschlusses einen passenden Klinkenadapter. Soll das DECT-Telefon komplett am PC eingerichtet und verwaltet werden, ist das Fritz Fon C5 (Testbericht) besser geeignet. Dafür steht beim Gigaset-Gerät der komplette Funktionsumfang auch bei Verwendung eines Telekom-Speedport-Routers zur Verfügung.

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