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Datensicherung für iPhone: SanDisk iXpand Base im Test
Pro und Contra
  • automatische Datensicherung
  • mit mehreren Profilen und Geräten nutzbar
  • einfache Installation
  • keine Komplettsicherung möglich
  • Speicherkarte schwer entnehmbar
  • nicht alle Drittanbieter-Kabel passen
  • 3.0
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Die SanDisk iXpand Base von Western Digital (WD) lädt das iPhone X und sichert seine Daten. Die Verbindung zum iPhone erfolgt per Kabel, zur Verwaltung der Backups gibt es eine kostenfreie iOS-App im App Store. Seit einigen Tagen haben wir die 59 Euro teuere iXpand Base mit dem iPhone X (Testbericht) im Einsatz. Ob und für wen sich der Kauf lohnt, verrät der Testbericht.

Der Lieferumfang ist nicht sonderlich großzügig. In der Verpackung befinden sich lediglich die iXpand Base sowie das dazugehörige Netzladegerät mit einer Kabellänge von rund 1,8 Metern. Das lange Kabel ist erfreulich, vor allem wenn man den Untersatz am Nachtisch platzieren möchte und die Steckdose nicht unbedingt in Reichweite ist. Das Ladegerät der iXpand Base hat eine Leistung von 15 Watt bei einer Stromstärke von 3 Ampere. Damit wird das iPhone X schneller aufgeladen, als mit dem gewöhnlichen Apple-Ladegerät.

Was im Lieferumfang fehlt: Das Lightning-Kabel, das das iPhone und die SanDisk-Datensicherungs-Maschine miteinander verbindet. Western Digital verweist an diesem Punkt auf das vorhandene Kabel, das Apple bereits beim Kauf mitliefert. Im Test hat sich gezeigt, dass die iXpand Base nicht zu allen Drittanbieter-Produkten kompatibel ist: Die USB-Type-A-Seite des Markenkabels Anker PowerLine+ mit Lightning-Anschluss lässt sich beispielsweise nicht einsetzen, da das Gehäuse länger ist, als beim Original von Apple.

Die SanDisk iXpand Base ist klein und schwer. Ihr Fundament besteht aus einem Metallbecken mit gummierten Füßen, die gegen das Wegrutschen sichern. Die obere Seite ist aus weichem Kunststoff und hat eine geriffelte Textur im Hexagon-Muster. Damit das Laden und Sichern von Daten auch noch minimalistisch aussieht, verfügt die iXpand Base über ein integriertes und simples Kabelmanagement: Zwischen dem oben und unteren Gehäusebereich existiert ein Luftspalt, worin das Kabel verschwindet, wenn man es aufwickelt. Auch hier kann es zu Problemen kommen, wenn man ein dickeres Kabel verwendet als das Original von Apple.

Auf der Rückseite der iXpand Base befindet sich der microUSB-Anschluss für das Netzladegerät sowie – wie anders nicht zu erwarten – eine Speicherkarte, die nicht nur den Umfang für die Datensicherung festlegt, sondern auch den Verkaufspreis. Die Speicherkarte im Format microSDHC oder microSDXC kann vom Nutzer selbst ausgetauscht werden. Allerdings ist der grundsätzlich einfache Vorgang unnötig fummelig. Mit normalen Fingerkuppen und leichtem Drücken kommt der Nutzer nicht ans Ziel. Der Spalt ist so tief, dass eine Büroklammer oder etwas ähnlich Spitzes für das Entnehmen und Einsetzen der Speicherkarte benötigt wird.

Die SanDisk iXpand Base kommt in vier Speichervarianten zu unterschiedlichen Preispunkten. Im Test begleitet uns das 109-Euro-Modell mit 128 GByte.

Zu der Hardware der SanDisk iXpand Base gibt es wenig zu sagen. Im Grunde handelt es sich hierbei um ein hochwertig verarbeitetes Lese- und Schreibgerät mit einer Ladefunktion für das iPhone. Viel interessanter ist das Herzstück, die mitgelieferte Speicherkarte. In unserem Fall liegen 128 GByte vor. Ihre Merkmale: Klasse 10, UHS-Geschwindigkeitsklasse 1 (U1) und Lesegeschwindigkeiten von bis zu 80 MByte pro Sekunde. Das Schreiben haben wir mit durchschnittlich 20 MByte pro Sekunde gemessen.

Das Aufladen des Apple iPhone X (Testbericht) mit der SanDisk iXpand Base klappt über Kabel – auch wenn zunächst der Eindruck erweckt wird, es besäße eine drahtlose Ladetechnik. Sicherlich wäre es ein willkommener Komfort, allerdings funktioniert das dann nicht mit der automatischen Datensicherung. Der Vorteil des kabelgebundenen Systems gegenüber einer Docking- oder Wireless-Charging-Station ist die Flexibilität: Der Anwender kann das iPhone noch in die Hand nehmen und es nutzen, noch während es geladen und gesichert wird.

Für die Nutzung der SanDisk iXpand Base ist die Installation der kostenfreien iOS-App notwendig. Die gleichnamige Applikation dient als Schnittstelle zwischen dem extern ausgelagerten Speicher und den Inhalten auf dem iPhone. Etwas enttäuschend ist der Umfang der Datensicherung: Das iXpand Base legt ein Backup an, das lediglich Fotos, Videos und Kontakte aus dem Adressverzeichnis beinhaltet. Daten aus Apps oder Einstellungen werden nicht erfasst. Dass der Nutzen dieser Lösung hinterfragt wird, ist berechtigt, denn eine vollständige und sogar drahtlose Datensicherung über Apple iTunes auf dem Computer – nicht zu verwechseln mit der Apple iCloud im Internet – ist auch möglich. Sogar völlig automatisch, wenn die Software ständig im Hintergrund auf dem PC läuft.

Zurück zu SanDisk: Damit die Daten beim Anschließen automatisch gesichert werden, benötigt die App zwei Berechtigungen und eine Benachrichtigungserlaubnis. Die iXpand Base arbeitet mit mehreren iOS-Geräten genutzt werden: iPod touch, iPhone, iPad.

Negativ an der Sache: Die Daten liegen unverschlüsselt auf der Speicherkarte. Karte entnehmen, im Lesegerät des Computers einsetzen und schon ist der volle Zugriff auf Bilder, Videos und Kontakten möglich. Eine banale Verschlüsselung mit einem Passwort in der App wäre wünschenswert gewesen.

Die SanDisk iXpand Base löst ein großes Problem: Datensicherheit. Und das ziemlich geschickt mit einer Tätigkeit, die ein Smartphone-Nutzer jeden – vielleicht auch jeden zweiten– Tag erledigen muss: das Aufladen des Akkus. Die automatische Datensicherung und das kinderleichte Einspielen von Backups funktioniert erstklassig.

Sinnvoll ist der Kauf für all jene, die ihre Daten ungern in die Cloud verlagern wollen. Wem Bilder, Videos und Kontakte wichtig sind, der wird die 2-in-1-Funktion mögen und die lokale Sicherung auf einer Speicherkarte zu schätzen wissen. Die einzige Option ist das jedoch nicht, vor allem nicht die günstige.

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