Carrera GO!!! Build 'n Race
Pro und Contra
  • Fahrgefühl, wie man es von Carrera kennt
  • Anpassungen der Strecke durch Klemmbausteine 
  • modularer Aufbau der Fahrzeuge lässt viele Freiheiten 
  • keine weiteren Klemmbausteine im Lieferumfang
  • auf Dauer etwas monoton
  • simple Verarbeitung 
  • 4.0

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Autorennen kombiniert mit Klemmbausteinen – passt das zusammen? Wir haben das neue Carrera GO!!! Build 'n Race getestet und zeigen, wie individueller Rennspaß gelingt.

Carrera erweitert seine Einsteigerreihe GO!!! um das neue Set Build 'n Race. Dieses verbindet die klassische Carrerabahn mit der Welt der Klemmbausteine. Das erlaubt die individuelle Anpassung der Fahrzeuge und Rennstrecken durch Bauklötze, was kreative Köpfe und Bastler besonders freuen dürfte. Wir haben das neue Build 'n Race in der großen Variante mit 6,2 Meter Länge ausprobiert und zeigen, ob Kreativität und Spaß Hand in Hand gehen.

Weitere Rennbahnen finden sich in der Themenwelt Autorennen. Aus dem Hause Carrera haben wir bereits die große Bahn Carrera 132 (Testbericht) sowie Mario Kart (Testbericht) ausprobiert.

Das von uns getestete Set von Carrera GO!!! Build 'n Race bietet eine Rennstrecke von 6,2 Meter Länge. Zum Lieferumfang gehören Straßenelemente zum Zusammenstecken, ein Netzteil, zwei Controller sowie zwei Fahrzeuge. Das Set komplettieren eine Schanze sowie vier Pfeiler, um einen Teil der Strecke als Brücke hochzulegen und weitere Module zum Anstecken an die Piste, die zu handelsüblichen Klemmbausteinen passen. Eine sehr grobe, einseitige Anleitung schildert die Montage in Bildern. Zusätzliche Klemmbausteine gehören nicht zum Lieferumfang.

Die Rennautos bestehen aus einem Antriebsmodul mit vier Rädern. Dieses können Spieler als Plattform mit Klemmbausteinen individuell anpassen. Wer erst einmal nur fahren will, kann jeweils zwei mitgelieferte Steckelemente nutzen, die aus den beiden Flitzern ein blaues Rennauto und einen roten Lkw machen. Das Gehäuse der Fahrzeuge bietet bereits die Möglichkeit, Klemmbausteine anzubringen. Alternativ entfernt man die Karosserie und gestaltet sein Fahrzeug selbst.

Der Aufbau verläuft so, wie man es von herkömmlichen Carrerabahnen kennt. Die angehenden Rennpiloten stecken zunächst die Streckenelemente zusammen. Einige Bauteile klemmen ein wenig beim erstmaligen Zusammenstecken. Der Aufbau dauert knapp über einer halben Stunde. Im Start-Ziel-Bereich befindet sich ein Steckplatz für das Netzteil sowie die beiden Controller.

Die Rennstrecke verläuft in der Carrera bekannten Schleife. Hier muss man einen Teil der Strecke mit insgesamt vier Pfeilern hochlegen. Auf den ersten Blick ist nicht ganz klar, wie man diese Pfeiler an der Unterseite der Straßenelemente anbringt – die Kurzanleitung schweigt sich dazu aus. Zusätzlich gibt es zwei längliche Elemente mit Steckplätzen für Klemmbausteine, diese montiert man unter das Streckenteil. Weitere Halterungen für Steckbauteile drückt man jeweils in die beiden Löcher seitlich an die Piste zwischen zwei Straßenelementen. Die Bahn mit 6,2 Meter Länge benötigt ausreichend Platz, wir belegten damit im Büro etwa eine Fläche von knapp über 2 Meter auf 1 Meter.

Die Carrerabahn ist gänzlich ohne zusätzliche Klemmbausteine nutzbar. Der Fantasie der Spieler sind dabei lediglich die Grenzen gesetzt, die die vorhandenen Plastikklötze vorgeben. Mit den seitlich ansteckbaren Elemente baut man abseits der Strecke Objekte auf, etwa eine Brücke, um die Strecke hochzulegen. Wir hatten einige Steine aus dem Artikel Lego im Test: Ninjago Brettspiel, Hidden Side & Powered Up übrig, mit denen wir wunderbar weiter ausbauen konnten.

Gut durchdacht sind die Fahrzeuge. Diese bestehen aus einer Plattform mit Antrieb und Stromleiter auf der Unterseite sowie vier Rädern. Die Klemmbausteine steckt man einfach nach Belieben auf der Oberseite an – oder nutzt das mitgelieferte Karosserieteil und ergänzt es zusätzlich auf Wunsch. Was damit alles möglich ist, zeigt Carrera mit einigen anschaulichen Beispielen zur Inspiration.

Die Steuerung ist recht simpel: Man beschleunigt oder nicht. Die Flitzer bewegen sich dabei ziemlich flott über die Rennbahn und reagieren unmittelbar auf Eingaben. Einige Abschnitte sind besonders herausfordernd. So fliegt man nahezu mit Gewissheit aus der Kurve, wenn man Vollgas gibt. Bis der Fahrer das nötige Gefühl entwickelt, vergehen einige Runden.

Die optionale Sprungschanze ist besonders anspruchsvoll und bedarf einiger Übung. Hier sollte man den Abstand nicht zu hoch wählen – je nach Umfang der Anbauelemente und dem damit erhöhten Gewicht springt das Fahrzeug unterschiedlich weit. Landet das Auto nach dem Sprung nicht exakt in der Schiene, über die es mit Strom versorgt wird, ist das Rennen für den Teilnehmer vorbei. Der Knopf für den Zeigefinger dient als "Turbo-Boost" und beschleunigt zusätzlich bei Vollgas aus. In der Praxis führt das aber nur zum Abflug von der Piste.

Ein Spurwechsel oder Geisterfahrer wie bei der Carrera Bahn 132 (Testbericht) ist bei Carrera GO!!! Build 'n Race nicht möglich. Als besondere Hürde kommt neben der Schanze aber eine Spurverengung kurz vor der Zielgeraden zum Einsatz. Diese sorgt dafür, dass nur ein Fahrzeug passieren kann. Bremst der andere Fahre nicht rechtzeitig ab, droht die Kollision, die in den meisten Fällen beide Autos von der Strecke räumt.

Carrera GO!!! Build 'n Race versetzt einen wieder in die Kindheit und bietet das von Carrerabahnen gewohnte Fahrgefühl. Bis man die Strecke beherrscht – insbesondere die Schanze, bedarf es einiger Runden. Am meisten Spaß macht die Fahrt im Wettstreit mit einem Freund oder einem Familienmitglied. Auf Dauer ist das Renngeschehen mit Build 'n Race etwas monoton. Mangels Weichen gibt es keine spannenden Überholmanöver wie bei Carrera 132, die vielen Unfälle gerade zu Beginn in den Kurven, der Schanze oder dem Engpass kann schnell zu Frust führen.

Die Carrerabahn lässt aber die Herzen von Bastlern höherschlagen. So kann jeder mit den passenden Klemmsteinen sein Rennauto individuell gestalten oder verzierende Elemente neben die Strecke bauen – etwa eine Brücke, Zuschauertribüne und Ähnliches. Speziell das Bauen von Fahrzeugen macht viel Spaß – hier sollte man aber aufpassen, dass man das Rennauto nicht überfrachtet. Die Bauklötze dazu liefert Carrera nicht mit. Wer bereits einige Legosteine zu Hause hat, kann diese nutzen.

Carrera bietet die GO!!! Build 'n Race in drei verschieden Ausführen an mit jeweils einer Länge von 3,6 Meter, 4,9 Meter sowie 6,2 Meter. Preislich liegen diese eng beieinander, so kostet die kleinste Variante knapp unter 50 Euro. Für das Set mit etwa 5 Meter Länge sind 5 bis 8 Euro zusätzlich fällig, die größte Ausführung liegt bei knapp 60 Euro. Ein Ersatzfahrzeug kostet 16 Euro.

Wer zu Hause nicht ausreichend Bauklötze von Lego oder anderer Anbieter hat, kann seinen Fundus für die Carrerabahn erweitern. Amazon bietet entsprechende Klemmbausteine als Kiloware an.

Carrera GO!!! Build 'n Race sorgt für einen schnellen Autorennspaß, der einen an vergangene Zeit erinnert. Das Set ist schnell zusammengebaut. Die Steuerung ist unkompliziert, wenn auch zu Beginn anspruchsvoll. Spannend ist, dass Carrera hier zwei Welten aus unserer Kindheit miteinander verbindet: Autorennen und Klemmbausteine. Besonders das Basteln an individuellen Rennautos macht eine Menge Spaß, erfordert aber passende Bauklötze, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Wer generell keinen Spaß an Klemmbausteinen hat, ist hier falsch.

Auf Dauer ist der Aufbau der Rennstrecke etwas monoton, die Anpassungen mit Bausteinen wirken sich nur optisch aus. Andere Rennstrecken bieten mehr Abwechslung: Carrera 132 (Testbericht) sorgt mit Spurwechsel für zusätzliche Spannung, bei der Carrerabahn zu Mario Kart (Testbericht) gibt es sogar eine Steilkurve und einen Looping. Fans von Fast & Furious sollten zudem einen Blick auf die Rennbahn von Anki Overdrive (Testbericht) werfen.

Noch mehr Action bietet RC-Spielzeug (Themenwelt), das nicht an die natürlichen Grenzen einer Rennbahn gefesselt ist. Zu erwähnen wären hier Auto, Drohnen und Co mit Battle-Funktion (Ratgeber), die das Wohn- oder Kinderzimmer in ein Schlachtfeld verwandeln.

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