Brutal günstig: Mobile Powerstation Flashfish A301 für 250 Euro im Test

Powerstation Flashfish A301
Pro und Contra
  • klein
  • leicht
  • günstig
  • USB-C PD mit 100 W
  • 230-V-Ausgang geht nicht während des Solar-Ladens
  • Statusdisplay wenig aussagekräftig
  • kein Kfz-Anschluss(Zigarettenanzünder), keine Schuko-Dose
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Laden mit Photovoltaik, 292 Wh Kapazität, 320 Watt Leistung – die Flashfish-Powerstation ist zumindest auf dem Papier ein No-Brainer. In der Praxis gibt es einen Haken, der aber nicht für alle Nutzgruppen relevant ist. TechStage hat den kompakten Stromspeicher getestet.

Powerstations versorgen elektrische Verbraucher fernab vom Stromnetz. Dank zahlreicher Anschlussmöglichkeiten inklusive 230-V-Steckdose, USB-C und 12-V-Anschluss, bieten sich die mobilen Geräte für Job, Hobby und als Notstromversorgung an. Das Aufladen des internen Akkus geschieht wahlweise per Netzteil an der Steckdose, per 12-V-Dose im Kfz oder mithilfe eines Photovoltaik-Moduls. So bieten die Stromspeicher eine maximale Flexibilität und sind auch autark nutzbar.

In diesem Artikel geht es um eine besonders kompakte und günstige Powerstation vom Hersteller Flashfish, von dem wir bereits die Modelle UA550 (Testbericht) und UA1100 (Testbericht) getestet haben. Der kompakte Solargenerator Flashfish A301 hat eine 230-V-Steckdose, USB-Ports mit bis zu 100 W und die Möglichkeit, per Solarpanel zu laden.

Das Testgerät hat uns der Onlineshop Banggood zur Verfügung gestellt, wo die Flashfish A301 für aktuell als limitiertes Angebot für 285 Euro mit Lieferung aus einem EU-Lager erhältlich ist. Mit dem Code BGb1a66f sinkt der Preis auf unter 244 Euro. Der reguläre Preis, der bei anderen Shops verlangt wird, ist mit 400 bis 500 Euro deutlich höher.

Dieser Test einer Powerstation gehört zu den Themenwelten Outdoor und Camping. Hier zeigen wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern, Ferngläser mit Entfernungsmesser oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte.

Nach einigen XL-Powerstations mit Kapazitäten über 2 kWh und einem Gewicht zwischen 22 und über 40 kg ist die Flashfish A301 mit ihren nur knapp vier kg ein echtes Leichtgewicht. Mit Abmessungen von 28 x 28 x 20 cm ist sie zudem sehr kompakt und passt so sogar in Rucksack oder Fahrradtasche. Ähnlich klein waren bisher nur etwa die Modelle Anker Powerhouse 521 (Testbericht), Blitzwolf BW-PG-2 (Testbericht) und Novoo Omni (Testbericht). Anders als die direkten Konkurrenzmodelle, verfügt die A301 aber über einen klappbaren Tragegriff, was das Gerät noch kompakter macht und zudem erlaubt, Gegenstände darauf abzulegen. Diesen Umstand nutzt der Hersteller und spendiert der kleinen Powerstation noch ein kabelloses Ladepad auf der Gehäuseoberseite. Diese Art zu Laden ist zwar wenig effizient, dafür umso bequemer. Bisher hatten wir erst zwei Powerstations mit der Möglichkeit, kabellos zu laden: die Bluetti EB70 (Testbericht) und die XL-Powerstation Bluetti AC200 Pro (Testbericht).

Die Verarbeitung des schwarz-orangen Kunststoff-Gehäuses ist gut und gibt keinerlei Grund für Beschwerden. Vier kleine Gummifüße an der Unterseite sorgen für sicheren Stand. Neben der A301 gehören noch ein passendes 230-V-Netzteil (18 V, 3 A) und eine knappe, mehrsprachige Anleitung zum Lieferumfang. Das optional erhältliche, ebenfalls sehr kompakte, 100-W-Panel von Flashfish ist derzeit für 171 Euro erhältlich.

Die Anschlüsse und Bedienelemente der A301 sind nicht alle zentral an der Vorderseite platziert. Auf der Vorderseite befinden sich der allgemeine Power-Taster, der Taster zum Aktivieren der 230-V-Steckdose, zwei Dosen für 12-V-Rundstecker (je 10 A), insgesamt vier USB-Ports (2x USB-A 2,4 A, 1x USB-A 18W, 1x USB-C-PD 100 W) und das kleine Status-Display. Auf der linken Gehäuseseite sind die universelle 230-V-Steckdose und die Ladebuchse untergebracht – die 230-V-Dose funktioniert zwar zuverlässig, allerdings wäre uns eine Schuko-Steckdose lieber gewesen. Hier sitzen sie Stecker deutlich fester. Auf der Rückseite befindet sich die Notlampe samt Bedientaster. Die LED verfügt über verschiedene Leuchtmodi und Helligkeiten und ist stark genug, um die Umgebung auszuleuchten. Auf der rechten Seite sind die Öffnungen für den integrierten Lüfter zu erkennen.

Schade, dass auch Flashfish keine Abdeckungen für Anschlussdosen beipackt, das würde insbesondere beim Outdoor-Einsatz vor Staub und Dreck schützen. Die zweite Auffälligkeit ist der geringe Durchmesser des Netzteil-Steckers. Das ist wichtig bei der Wahl eines geeigneten Solarmoduls (Ratgeber) von Fremdherstellern. Hier heißt es dann genau auf die Spezifikationen achten, alle bisher getesteten Powerstations benötigen größere Durchmesser. Hier ist man mit günstigen No-Name-Panels am besten beraten. Diese kommen in der Regel zusammen mit einem ganzen Satz an Adaptern zum Kunden. Die dritte Auffälligkeit ist das Fehlen einer 12-V-Steckdose für Kfz-Zubehör (Zigarettenanzünder).

Die Bedienung der A301 ist dank weniger Bedienelemente und eindeutiger Beschriftung selbsterklärend und unkompliziert. Zum Ein- und Ausschalten der Omni, beziehungsweise der jeweiligen Ausgänge reicht ein mehrsekündiger Druck auf den Power-Taster. Gleiches gilt zum Aktivieren und Durchschalten der Lichtmodi der Notlampe.

Im direkten Vergleich zu den meisten bisher getesteten Powerstations ist das Status-Display der Omni klein und dunkel und obendrein wenig aussagekräftig. Angezeigt wird lediglich, welche Ausgänge aktiv sind oder ob Strom geladen wird. Wie hoch Ein- und Ausgangsleistung sind, wird ebenso nicht angezeigt, wie die Restlaufzeit des Akkus. Immerhin ist die Kapazitätsanzeige in 1-Prozent-Schritten deutlich genauer als bei anderen günstigen Powerstations.

Vor den Leistungstests laden wir die A301 zunächst voll auf. Das funktioniert wahlweise mit dem mitgelieferten Netzteil, per USB-C oder per Photovoltaik. Mit dem Netzteil braucht die kleine Powerstation gut fünf Stunden, bis sie vollgeladen ist. Wem das zu lange dauert, der kann zusätzlich per USB-C Strom in den Akku pumpen und die Ladezeit so auf 3,5 Stunden reduzieren. Dieses Doppellade-Feature kennen wir so bisher nur von der Anker Powerhouse 521 (Testbericht).

Das Laden per Solarpanel klappt ebenfalls, allerdings gibt es hier einen großen Haken! Zwar funktionieren die 12-V-Ausgänge und USB-Slots auch während des Ladens, die 230-V-Dose ist dann allerdings deaktiviert. Schade! Das haben wir so bisher nur bei der Blitzwolf BW-PG2 (Testbericht) erlebt. Für Camper, die tagsüber etwa die Kühlbox mit Strom versorgen wollen, während die Solarpanels für Stromnachschub sorgen, ist das Modell somit völlig ungeeignet. Wer lediglich einen mobilen Stromspeicher sucht, den man auch per Sonnenenergie laden kann, der sollte damit keine Probleme haben. Im Test kam das 100-W-Panel von Flashfish zum Einsatz.

Zur Überprüfung der Leistung stecken wir anschließend verschiedene Verbraucher, wie Werkzeug, Küchengeräte oder elektronische Gadgets an die Anschlüsse der A301. Die angegebenen 320 W der 230-V-Dose können wir bestätigen – mithilfe unseres Strommessgerätes, denn das Statusdisplay zeigt ja keine Werte an. Im Praxistest leistet die Powerstation bis zu 317 W problemlos, bei Überschreiten der 320 W wird der AC-Ausgang sofort deaktiviert. Bei hoher Leistungsabgabe schaltet sich der interne Lüfter dann umgehend und deutlich hörbar zu. Selbst bei einer Abgabe unter 100 W springt der Lüfter immer mal wieder für einige Sekunden an. Das Geräusch mag in Biergarten oder am Baggersee unproblematisch sein – für Camper, die auch neben der aktiven Powerstation schlafen wollen, ist dies ein No-Go.

Doch was bedeuten diese Werte im Alltag? In der Praxis bedeutet das, wir können zwar unseren Arbeitsplatz mit Macbook Pro, DECT-Telefon, zwei Monitoren und diversen USB-Verbrauchern mit der A301 versorgen, den Laserdrucker müssen wir allerdings abstecken. Dessen Leistungshunger ist zwar im Standby-Betrieb niedrig, der Anlaufstrom und der Leistungsbedarf beim Drucken katapultieren die Gesamtleistung aber schnell auf über 700 Watt. Die ohne den Drucker anfallenden 100 bis 120 W Last sind für die Powerstation kein Problem.

Auch leichtes Werkzeug wie Bohrschrauber, Stichsäge oder Heißklebepistole versorgt die A301 zuverlässig. Bei stärkeren Verbrauchern wie unserem Bohrhammer, einer elektrischen Handkreissäge oder dem Heißluftföhn fehlt es dann aber an Leistung. Bei Küchengeräten sieht es ähnlich aus. Eiswürfelbereiter und Kühlbox können betrieben werden, Wasserkocher, Kochplatte oder Elektrogrill sind aber deutlich zu energiehungrig. Die Flashfish A301 ist somit für moderate Verbraucher wie Ladegeräte von Notebook, Kamera oder Drohne geeignet, nicht aber für starke Werkzeuge oder Küchengeräte.

Nach dem erneuten Aufladen schließen wir wieder unseren PC-Arbeitsplatz per Mehrfachsteckdose an und prüfen, wie viel Strom wir dem Akku entnehmen können. In insgesamt fünf Durchläufen ziehen wir in je knapp zwei bis zweieinhalb Stunden zwischen 246 und 266 Wh aus der Powerstation. Das entspricht hinsichtlich der Kapazität einem Verlust von neun bis sechzehn Prozent. Ein guter Wert! In der Regel beträgt die Differenz hier etwa 15 Prozent.

Wie hoch der Umwandlungsverlust tatsächlich ausfällt, kommt immer auf die angeschlossenen Verbraucher an. Die geringsten Verluste gibt es bei der Nutzung von 12-V-Geräten an den entsprechenden Gleichstromausgängen. Am meisten verliert man erfahrungsgemäß beim Einsatz leistungsschwacher 230-V-Verbraucher.

Die Flashfish A301 haben wir für diesen Test von Banggood zur Verfügung gestellt bekommen, wo das Gerät mit Lieferung aus einem EU-Lager derzeit für 285 Euro inklusive Lieferung aus der EU gelistet ist – mit dem Coupon-Code BGb1a66f sinkt der Preis sogar auf 244 Euro. Doch dieses Angebot ist mengenmäßig begrenzt. Selbst die ebenfalls zeitlich begrenzten Angebote von Geekmaxi und Geekbuying liegen hier gleichauf. Der reguläre Preis der Powerstation liegt bei etwa 400 bis 500 Euro, was wir etwas zu teuer empfinden.

Die leichte und kompakte Powerstation Flashfish A301 hinterlässt einen gemischten Eindruck. Punkteabzug gibt es in erster Linie für die fehlende Pass-Through-Funktion. Dass man nicht gleichzeitig Laden und 230 V ausgeben kann, ist zumindest für Camper ein absolutes Ausschlusskriterium. Auch die ungeschützten Anschlüsse, die magere Statusanzeige und die insgesamt vergleichsweise niedrige Dauerleistung und Kapazität führen nicht zu Begeisterungsstürmen.

Auf der Habenseite stehen dann allerdings der aktuell niedrige Preis, das geringe Gewicht und die kompakten Maße. Auch dass die kleine Powerstation bis zu 100 W per USB-C bereitstellt, ist ein großer Pluspunkt für alle mit leistungshungrigen Notebooks. Wer nur moderate Verbraucher nutzt und diese nur bei Bedarf anschließen will, der bekommt mit der Flashfish A301 eine kleine und erschwingliche Powerstation, die sogar in den Rucksack passt und kabellos Smartphone oder Kopfhörer lädt.

Sollen Verbraucher wie eine Kühlbox dauerhaft mit Strom versorgen werden, oder sind mehr als 320 W Leistung nötig, muss man sich nach einer Alternative umsehen. Da aktuell ebenfalls reduziert, wäre unsere Empfehlung die Ecoflow River (Testbericht) für rund 380 Euro. Die ist ebenfalls kompakt und hat eine ähnliche Kapazität, allerdings leistet sie bis zu 1800 W, hat einen optional erweiterbaren Akku und funktioniert auch während des Ladens vollumfänglich.

Sollen die Verbraucher auch über lange Zeiträume versorgt werden, braucht es mehr Kapazität. Da die Auswahl von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Wh reicht, empfehlen wir hier den Blick auf unsere Einzeltests in der Themenwelt Powerstations.

Weitere Artikel zu den Themen Outdoor und Camping zeigen unsere Themenwelten. Hier haben wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern getestet, Ferngläser mit Entfernungsmesser ausprobiert oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte. Mehr zu Powerstations zeigen unsere Ratgeber Gadgets gegen den Blackout und Notstrom ohne Lärm: Powerstations mit Akku und 230-V-Steckdose.

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