Brennenstuhl HT CZ 01 im Test: Smartes Heizkörperthermostat mit Zigbee & Tuya

Brennenstuhl Zigbee Heizkörperthermostat HT CZ 01
Pro und Contra
  • koppelbar mit Sensoren und Produkten aus dem Tuya-Kosmos
  • Kindersicherung
  • schlankes, modernes Design
  • Geofencing (mit Tuya-App)
  • benötigt Zigbee-Hub
  • Temperatur-Offset versteckt
  • LCD seitlich ausgerichtet
  • inkompatibel zu Homekit/Siri
  • 4.0

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Das Heizkörperthermostat HT CZ 01 von Brennenstuhl funkt mit Zigbee und ist kompatibel zur Tuya-Plattform. Damit integriert es sich optimal in ein Smart Home.

Die Tübinger Firma Brennenstuhl liefert mit dem HT CZ 01 ein smartes Heizkörperthermostat, das kompatibel zur Tuya-Plattform ist. Es funkt mit dem für Smart-Home-Umgebungen optimierten Zigbee-Protokoll und benötigt daher wie das Moes BRT-100 (Testbericht) und das Aqara Radiator Thermostat E1 (Testbericht) ein entsprechendes Gateway.

Mit smarten Heizkörperthermostaten können Räume nicht nur effizienter geheizt werden (Ratgeber). Sie steigern auch den Wohnkomfort, da man sich dank individueller Heizpläne das manuelle Einstellen der Temperatur am Thermostat sparen kann. Und wer in Kombination mit Tür-/Fenster- sowie Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Sensoren das Raumklima steuern (Ratgeber) möchte, benötigt ein Heizkörperthermostat, das sich problemlos in ein Smart-Home-System (Ratgeber) integrieren lässt. Genau das bietet das Heizkörperthermostat HT CZ 01 von Brennenstuhl.

Das Brennenstuhl Heizkörperthermostat HT CZ 01 fällt mit 5,5 × 5,5 × 9,5 cm relativ kompakt aus und ähnelt nicht nur hinsichtlich der Abmessungen dem Aqara Radiator Thermostat E1 (Testbericht). Wie dieses bietet es ein farbiges LC-Display und auch der Drehregler zur Temperatureinstellung gleicht dem Aqara-Modell. Ähnlichkeiten finden sich auch im Inneren der Thermostate: Display und Batteriefach sind identisch. Selbst die mitgelieferten Batterien der beiden Modelle stammen vom selben Hersteller.

Das Display ist zur Seite ausgerichtet, sodass man sich bei einer typischen horizontalen Montage des Geräts zum Ablesen leicht bücken muss. Wesentlich ergonomischer hat das Homematic IP bei seinem Heizkörperthermostat Evo (Testbericht) gelöst, dessen Anzeige nach oben ausgerichtet ist. Aber so wichtig ist das nun auch wieder nicht. Schließlich kann man per App Heizpläne für das smarte Thermostat erstellen, sodass man nur selten die Temperatur manuell am Gerät einstellt.

Das Brennenstuhl-Thermostat passt auf Heizkörperventile mit M30-Anschluss mit 1,5 mm Gewindeabstand. Im Lieferumfang befinden sich aber auch Adapter für Danfoss RA, RAV und RAVL.

Für die Inbetriebnahme des Thermostats ist ein Zigbee-Gateway notwendig. Da das Brennenstuhl-Thermostat kompatibel zur Tuya-Plattform ist, kann man es auch mit anderen Tuya-kompatiblen Zigbee-Gateways nutzen. Das hat im Test etwa mit dem Moes-Gateway problemlos funktioniert. Das Gleiche gilt für die App Brennenstuhl Connect. Wer bereits Tuya-kompatible Geräte mit der Original-Tuya- oder der Smartlife-App verwaltet, kann diese auch für die Ansteuerung des Brennenstuhl-Thermostats verwenden. Das hat den Vorteil, dass man dadurch auch Geofencing nutzen kann.

Für welche Tuya-kompatible App man sich für den Betrieb des Thermostats auch entscheidet, das Anlernen von Gateway und Thermostat verläuft identisch (siehe auch Bildergalerie). Zunächst wird das Zigbee-Gateway mit der App gekoppelt. Dazu muss es in den Anlernmodus versetzt werden. Im Normalfall sollten die Geräte bei der ersten Inbetriebnahme automatisch in diesem Modus starten. Falls das nicht der Fall ist, drückt man die Reset-Taste am Gateway für einige Sekunden bis die linke LED rot zu blinken beginnt.

Jetzt kann das Gerät in der App hinzugefügt wird. Hierfür tippt man auf das +-Symbol rechts oben und anschließend auf Gerät hinzufügen und wählt in der Brennenstuhl-App das rote WLAN-Symbol mit der Nummer 1294060 aus. Statt eines Namens verwendet Brennenstuhl zur Bezeichnung der Geräte in der App einfach die Artikelnummer. Wer die Tuya-App verwendet, wählt unter Gateway-Steuerung – Drahtloses Gateway (Zigbee) und für das Thermostat unter Kleines Haushalt ... - Thermostat (Zigbee) aus.

Das Gateway muss anschließend mit dem WLAN-Router gekoppelt werden. Hierfür kommen allerdings nur 2,4 GHz für WLAN-Netzwerke infrage. Bei Routern, die 5 GHz und 2,4 GHz unter einer SSID betreiben, kann es passieren, dass die Koppelung nicht funktioniert. In diesem Fall muss man die Netze auf zwei SSIDs aufteilen oder das 5-GHz-Netz für den Anlernprozess kurz ausschalten. Nachdem das Gateway hinzugefügt wurde, kann man nun das Thermostat anlernen. Befindet es sich nicht im Kopplungsmodus, lässt sich dieser durch dreimaliges Drücken auf das Display auslösen. Das grüne WLAN-Symbol im Display beginnt jetzt zu blinken. Die Assistent-geführte Koppelung bereitet im Test keinerlei Probleme, sodass Gateway und Thermostat nach wenigen Minuten einsatzbereit sind (siehe auch Bildergalerie).

Die App ist sehr übersichtlich. Im oberen Bereich wird der Name des Thermostats angezeigt, das sich als Radiator-Thermostat ausgibt. Wer den Namen ändern und das Thermostat einem Raum zuweisen möchte, tippt auf das Bearbeiten-Symbol rechts neben dem Namen. In diesem Bereich können Anwender außerdem die Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant aktivieren. Kompatibel zu Homekit mit Siri ist das Thermostat hingegen nicht.

Unterhalb des Namens informiert links oben eine Batterieanzeige über den aktuellen Status der Energieversorgung. Die zwei AA-Batterien sollen etwa ein Jahr halten. Ein Batterieaustausch ist möglich, ohne dass man das Thermostat vom Ventil abschrauben muss. Stattdessen dreht man die Gehäuseabdeckung etwas nach links und zieht sie nach vorn ab. Jetzt können die Batterien getauscht werden.

Unterhalb des Akkustatus gibt es eine halbkreisförmige Temperaturskala, mit der man den Wert für die anvisierte Raumtemperatur zwischen 5 und 30 Grad einstellt. Diese erscheint in Rot, während die gemessene Temperatur darunter in Blau dargestellt wird. Entspricht die vom Thermostat-Sensor ermittelten Temperatur nicht mit der tatsächlichen überein, kann man diese über SmartAusführenTippen Sie hier, um den Betrieb aufzunehmenBetreiben Sie das Gerät – Brennenstuhl-Thermostat – Korrektur der Temperatur in 1er-Schritten von -10 bis +10 Grad korrigieren. Das ist etwas umständlich, doch muss man das in der Regel nur einmal durchführen.

Unterhalb der Temperaturanzeige befinden sich die Schaltflächen für den Automatikmodus (links), den manuellen Modus und für den Frostschutzmodus. Darunter gibt es noch Schaltflächen für bestimmte Funktionen wie einer automatischen Ventilanpassung, einer Kindersicherung sowie für die Fenster-Offen-Erkennung, bei der das Thermostat für 30 Minuten nicht heizt, falls Fenster geöffnet wurde. Die Fenster-Offen-Erkennung reagiert allerdings nur auf einen starken Temperaturabfall, der über den im Heizkörper integrierten Temperatursensor erfasst wird.

Genauer ist natürlich eine Anbindung entsprechender Sensoren direkt am Fenster, die sofort erkennen, ob das Fenster geschlossen oder geöffnet ist. Brennenstuhl hat einen entsprechenden Sensor im Angebot, der aber erst ab Dezember erhältlich ist. Da das Brennenstuhl-Thermostat kompatibel zur Tuya-Plattform ist, kann man aber auch andere Tuya-kompatible Sensoren zur Steuerung für das Heizkörperthermostat nutzen.

Das Erstellen von Heizplänen erfolgt über die Auswahl des Automatikmodus. Dort können Anwender Heizpläne für bestimmte Stunden und Tage erstellen. Dabei kann man diese grundsätzlich für jeden Tag oder für bestimmte Perioden wie Arbeitstage und Wochenende erstellen.

Zusätzliche Regeln und Automatisierungen können Anwender unter Smart definieren. Damit lassen sich etwa fein abgestufte Heizpläne in Abhängigkeit zu externen Temperatursensoren erstellen. Außerdem kann man sich damit zu bestimmten Ereignissen wie einem starken Temperaturabfall benachrichtigen lassen. Wer Heizpläne anhand des Standorts bestimmter Personen definieren möchte (Geofencing), greift zur Tuya-App, da die Brennenstuhl-Lösung dieses Feature nicht unterstützt.

Das Brennenstuhl Heizkörperthermostat HT CZ 01 kostet inklusive Versand etwa 48 Euro. Für das Zigbee-Gateway sind weitere 40 Euro fällig. Wer bereits ein Tuya-kompatibles Zigbee-Gateway im Einsatz hat, kann das Thermostat auch mit diesem betreiben, sodass man sich das Geld für das Gateway sparen kann.

Brennenstuhl liefert mit dem HT CZ 01 ein relativ günstiges smartes Heizkörperthermostat, das nicht nur schick aussieht, sondern auch hinsichtlich der gebotenen Funktionen überzeugen kann. Für den Betrieb wird allerdings ein Zigbee-Gateway benötigt, was allerdings auch für viele andere Modelle wie die nahezu baugleiche Variante Aqara Radiator E1 (Testbericht) oder das Homematic IP Evo (Testbericht) gilt.

Wie das Moes BRT 100 (Testbericht) ist das Brennenstuhl-Modell kompatibel zur Tuya-Plattform (Testbericht). Dadurch können Anwender das Heizkörperthermostat mit anderen Tuya-Komponenten koppeln und ausgefeilte Szenarien mit nur einer App umsetzen, etwa zur Steuerung des Raumklimas (Ratgeber).

Mehr Informationen zu smarten Thermostaten und Energiesparpotentialen mithilfe smarter Technik bietet TechStage in der Themenwelt Smart Home sowie in folgenden Beiträgen:

Mehr Informationen zu Heizkörperthermostaten finden sich auch in unseren Einzel- und Vergleichstests:

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