Bowflex Max Trainer M9 im Test: Virtuelles Joggen mit smartem Crosstrainer

Bowflex Max Trainer M9
Pro und Contra
  • ausgezeichnete Verarbeitung
  • geführtes Training in virtueller Umgebung
  • Integration von Netflix und Disney+ 
  • Training ohne JRNY-Account nur eingeschränkt
  • Trainingscomputer stürzt gelegentlich ab
  • teuer 
  • 4.0

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Wer schon immer durch virtuelle Welten laufen wollte, sollte sich den Bowflex Max Trainer M9 ansehen. Was der smarte Crosstrainer kann, zeigt der Test.

So schön das Joggen im Wald im Frühjahr oder Sommer auch sein kann – wer an Heuschnupfen leidet, hat dabei meistens wenig Freude. Es regnet in Deutschland zudem durchschnittlich fast jeden dritten Tag, im Winter kann es durchaus kalt werden. Kein Wunder, dass viele lieber aufs Fitnessstudio ausweichen und mit dem Crosstrainer (Ratgeber), Laufband (Ratgeber) oder Fahrrad-Ergometer (Ratgeber) trainieren.

Deutlich komfortabler ist es, zu Hause Sport zu treiben – sofern genügend Platz vorhanden ist. Der Bowflex Max Trainer M9 eignet sich mit seinen kompakten Abmessungen ideal als Fitnessgerät für die eigenen vier Wände. Dank smarter Funktionen und App-Integration macht damit das Training deutlich mehr Spaß. Die Zeiten, in denen man beim Training gelangweilt aus dem Fenster geschaut hat, gehören damit der Vergangenheit an. Was alles im smarten Crosstrainer steckt und wo der Haken ist, verrät unser Test aus der Themenwelt Fitness.

Bowflex liefert den Max Trainer M9 per Spedition in zwei großen Paketen. Zum Aufbau sollte man einigen Platz bereithalten und das am besten zu zweit machen. Alle Bauteile sind gut und sicher verpackt, was aber einigen Aufwand beim Auspacken mit sich bringt. Die Gebrauchsanweisung ist jedoch präzise und verständlich, sämtliches benötigtes Werkzeug liegt dem Crosstrainer bei. Für den Aufbau sollte man etwa 1,5 Stunden einplanen.

Die Verkleidung am Gehäuse ist aus Kunststoff, der Großteil des Trainingsgeräts ist aus Metall. Die Verarbeitung kommt ohne größere Spaltmaße aus und ist rundum gelungen. Das Gerät ist ein Hybrid aus Ellipsentrainer und Stepper. Bowflex hat den Crosstrainer vertikal ausgerichtet. Dieser verfügt dadurch über eine sich nach oben bewegende Ellipse. Durch den hohen Hub wie beim Treppensteigen trainiert das Gerät die Gesäßmuskulatur intensiver, erlaubt aber auch hartes Training bei hohem Tempo.

Anders als bei einem klassischen Crosstrainer befindet sich das Schwungrad nicht hinten, sondern vorne in erhöhter Position, eingebettet in einem torsoförmigen Gehäuse. Unterhalb des Schwungrads befindet sich das Bremssystem. Weiterer Nebeneffekt: Mit einer Länge von 127 cm und Breite von 78 cm noch kompakt genug ist, um ihn in einem Zimmer gut unterzukommen. Das Gerät selbst hat eine Höhe von 170 cm und wiegt 67 kg. Anders als bei einem Laufband ist es nicht nötig, Platz dahinter freizuhalten.

Am oberen Ende befindet sich der Trainingscomputer. Davor gibt es eine gepolsterte Ablage für ein Smartphone samt einer Halterung für eine Trinkflasche sowie der Drehregler zum Einstellen des Widerstands. Rechts und links vom Getränkehalter sind zwei kurze Griffe mit Handpulssensoren. Zusätzlich befinden sich seitlich davon Hebel zum Festhalten beim Training. Die Fußablagen sind sehr groß bemessen und verlaufen vertikal entlang einer Schiene. Diese sind zusätzlich mit dem Schwungrad verbunden. An den Füßen befinden sich zwei Transportrollen. Kippt man den Crosstrainer nach vorn, kann man ich so komfortabel durch die Wohnung rollen.

Der Trainingscomputer hat ein LCD mit einer Diagonale von 10 Zoll, unterstützt Touch-Eingaben und löst in HD auf. Dieser funktioniert autark als eigenständiges System, benötigt aber eine WLAN-Verbindung. Das gesamte Trainingsprogramm basiert auf der JRNY-App von Nautilus, dem Unternehmen hinter der Marke Bowflex. Um das volle Programm abzurufen, braucht es eines kostenpflichtigen Accounts. Die Mitgliedschaft ist im ersten Jahr kostenlos. Danach sind 20 Euro im Monat fällig für das Angebot, das Jahresabo liegt bei günstigeren 150 Euro. Ähnlich handhabt es Schwinn – ebenfalls ein Teil von Nautilus – beim Indoor Cycle 800 (Testbericht).

Der Trainingscomputer ist WLAN-fähig und bietet zudem Bluetooth. Zusätzlich befindet sich noch ein USB-A-Anschluss an der Seite. Auf der Rückseite des Monitors sind fünf Knöpfe, etwa der An/Ausschalter, ein Home-Button und Lautstärkeregler. Unterhalb des Monitors liegen zwei Lautsprecher zum Abspielen von Musik, der Anweisungen des Trainers oder von Inhalten aus den Streaming-Diensten Netflix sowie Disney+.

Zum Lieferumfang gehört ein Pulsmesser fürs Handgelenk inklusive magnetischem Ladegerät, das man in den USB-Slot des Monitors steckt. Die Verbindung mit dem Crosstrainer erfolgt über Bluetooth. Alternativ eignen sich die beiden kleinen Griffe neben der Getränkehalterung zur Pulsmessung. Die Stromversorgung erfolgt über 9 Volt mit einem Netzteil. Die Schrittlänge beträgt 40 cm, die Hubhöhe liegt bei 48 cm. Ausgelegt ist der Max Trainer M9 für Personen bis 136 Kg.

Ungewöhnlich ist das Bremssystem: Es kombiniert Luftwiderstand mit einer magnetischen Bremse. Dabei reguliert ein Magnet am Schwungrad den Widerstand. Dafür sorgt ein Magnetfeld, das stärker wird, je näher sich der Magnet am Schwungrad befindet. Ein physischer Kontakt besteht dabei nicht, was faktisch zu keinem nennenswerten Verschleiß führt. Zusätzlich kommt ein Bremssystem mit Luftwiderstand zum Einsatz. Schaufeln am Laufrad erzeugen dabei Luftwiderstand. Das sorgt allerdings dafür, dass beim Treten etwas Lärm entsteht durch die Luftturbine. Dieser hält sich mit unter 70 db noch im Rahmen, was etwas leiser ist als ein Staubsauger. Ein Laufband ist beim Betrieb deutlich lauter.

Der Max Trainer M9 macht einen äußerst soliden und robusten Eindruck beim Training. Egal, wie stark man in die Pedale tritt, das Gerät bleibt stets stabil und man steht sicher. Die Griffe erlauben verschiedene Haltemöglichkeiten, womit sich das Gerät gut für kleine als auch große Personen eignet. Ausprobiert haben wir es mit einer Testperson mit einer Körpergröße von 165 cm sowie 185 cm – für beide war das Gerät äußerst komfortabel. Selbst Sprints meistert das Gerät gut.

Die Ablage fürs Smartphone ist sehr praktisch, der Drehregler erlaubt eine Anpassung des Widerstands – auch wenn er für unseren Geschmack etwas zu verzögert reagiert. Ein spezieller Haken für ein Handtuch fehlt leider, dieses legt man dann am besten über die Ablage fürs Smartphone.

So ausgezeichnet die Hardware auch ist, die Software konnte uns nicht restlos überzeugen. So kam es zweimal zum Absturz des Systems bei der Nutzung von interaktiver Videos. Hier ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass der Max Trainer über eine stabile WLAN-Verbindung verfügt. Nachdem wir einen anderen Standort gewählt haben, bei dem das WLAN besser erreichbar war, kam es bisher zu keinem Absturz mehr. Wir stehen zudem regelmäßig im Kontakt mit dem Hersteller, um der Ursache des Problems nachzugehen.

Das Angebot von verschiedenen virtuellen Laufstrecken ist sehr vielfältig und schön umgesetzt. Es handelt sich dabei um original abgefilmte Schauplätze aus der ganzen Welt – von Peking über Bahrain bis hin zum Schwarzwald oder Heidelberg. Diese stehen allerdings nur mit JRNY-Account zur Verfügung. Nautilus baut die Plattform kontinuierlich aus. So macht das Training Spaß. Wer will, kann direkt über das Gerät Netflix oder Disney+ nutzen – das ist ein starkes Feature, das wir bisher nur von Fitnessstudios her kannten.

Die einzelnen Trainings dauern fünf Minuten bis weit über eine Stunde und sind in verschiedene Intervalle unterteilt. Ein Coach macht Ansagen, wann welche Intensität benötigt wird. Auf einer Anzeige auf dem Monitor wird der Intensitätsbereich angezeigt, in welchem man sich jeweils aufhalten sollte. Alternativ gibt es auch klassische Programme ohne Videobegleitung, die man ohne Account nutzen kann. Der Widerstand passt sich hier je nach Programm automatisch in bestimmten Zeitabständen an. Allerdings ist es hier nicht immer leicht gleich zu erkennen, mit welcher Trittintensität das Intervall absolviert werden soll. Ärgerlich: Uns ist es nicht gelungen, den Bluetooth-Kopfhörer Soundcore Life Q30 (Testbericht) mit dem Bowflex Max Trainer M9 zu verbinden.

Der Bowflex Max Trainer M9 ist alles andere als ein Schnäppchen und kostet stolze 2700 Euro. Bei Akw-Fitness gibt es eine Kettlebell gratis dazu. Etwas günstiger sind die Vorgängermodelle Max Trainer M8 und M6i.

Beim Bowflex Max Trainer M9 handelt es sich um einen tollen Crosstrainer, der die Vorteile eines Ellipsentrainers mit einem Stepper kombiniert und besonders intensives Intervall-Training ermöglicht. Dank Multimedia-System mit virtuellen Laufstrecken, einem Coach sowie der Anbindung an Netflix und Disney+ ist für Entertainment beim Sport gesorgt. Da kommt keine Langweile auf.

Leider wirkt die Software auf uns nicht ganz ausgereift. Ohne einen JRNY-Account ist das Angebot eingeschränkt. Im ersten Jahr ist der Zugang allerdings kostenlos. Der Preis des Max Trainer M9 ist sehr hoch und entspricht einer zweijährigen Mitgliedschaft in einem gehobenen Fitnessstudio.

Preiswertere Geräte finden sich in unserem Ratgeber Crosstrainer statt Fitnessstudio: Gesünder joggen für Allergiker. Wer auf klassisches Joggen zu Hause nicht verzichten möchte, kann als Alternative über ein Laufband nachdenken. Mehr zum Thema erklären wir im Ratgeber Laufen im Winter: Klappbare Laufbänder und Sport-Zubehör für die kalte Jahreszeit. Für Radsportfans haben wir zudem das Schwinn 800IC (Testbericht) ausprobiert, weitere Hometrainer zeigen wir im Ratgeber Smarte Ergometer zum Abnehmen: Günstige Alternativen zu Peloton ab 500 Euro.

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