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Bose Soundbar 500 im Test: Smarte Bedienung, guter Klang
Pro und Contra
  • Guter Klang
  • Einfaches Setup
  • Clevere Funktionen, gute App
  • Preis
  • 5.0

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Mit der Soundbar 500 liefert Bose eine hochklassige, aber auch vergleichsweise teure Soundbar mit smarten Funktionen. TechStage zeigt im Test, wo sie punkten kann.

Wenn Kinos auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben, müssen eben das heimische Sofa und TV herhalten. Für den echten Sound-Nervenkitzel sorgen die TV-Lautsprecher selten, ein Heimkino schafft hier Abhilfe. Wer keine Lust auf teures Hi-Fi-Equipment oder keinen Platz für ein System mit mehreren Lautsprechern hat, findet in einer Soundbar einen guten Kompromiss aus Klangqualität und Kompaktheit. Genau hier fällt die Bose Soundbar 500 rein, wenn auch für einen vergleichsweise hohen Preis.

TechStage teste die Soundbar 500 im Rahmen unserer Themenwelt Soundbars . Dort haben wir weitere Einzeltests veröffentlicht, etwa zur Anker Soundcore Infini Pro (Testbericht) , der Sonos Arc (Testbericht) oder der Teufel Cinebar One Plus (Testbericht) . Einen größeren Überblick zu den Geräten geben wir im Ratgeber Soundbars: Besserer Klang am TV .

Die Bose 500 kommt in einem kompakten und flachen Design, das optisch einiges hermacht. Mit gerade einmal 4,4 cm Höhe ist sie etwa so hoch wie vier aufeinander gestapelte DVD-Hüllen. Durch die 80 cm Breite und 10 cm Tiefe passt die Bose Soundbar 500 locker unter den Smart-TV – falls der keinen mittleren Standfuß hat. Die Soundbar ist in schlichtem Schwarz gehalten, über die gesamte vordere Front und an den Seiten zieht sich ein Metallgitter.

Alle Anschlussmöglichkeiten befinden sich auf der Rückseite, neben HDMI 2.1 gibt es Buchsen für Ethernet, USB, optisches Kabel, ADAPTiQ (später mehr dazu), Netzteil sowie die optional erhältlichen Subwoofer und Bassbox. Neben der Soundbar stecken in der Verpackung ein HDMI- sowie Netzwerkkabel, ein ADAPTiQ-Headset sowie eine schwarze Fernbedienung inklusive Batterien. Letztere wirkt mit 16 Tasten ziemlich aufgeräumt und auf die nötigsten Funktionen beschränkt. Die Fernbedienung kann Soundbar und TV an- und ausschalten, die Ton-Quelle auswählen, Lautstärke und Titelauswahl anpassen sowie mit sechs Zahlenfeldern zwischen den Presets hin- und herschalten.

Die Einrichtung der Soundbar 500 gestaltete sich ähnlich unkompliziert wie das Auspacken. Für den sofortigen Einsatz am TV braucht es lediglich das Netzteil und das HDMI-Kabel. Damit könnte der Heimkinospaß direkt losgehen, doch die Einstellungsmöglichkeiten halten sich noch in Grenzen. Das eigentliche Setup läuft ausschließlich über die hauseigene App „Bose Music“ (für Android und iOS). Kurz auf dem Smartphone installiert und ein Bose-Account angelegt führt sie einfach und intuitiv durch die wichtigsten Schritte.

Neben WLAN- und Bluetooth-Einrichtung verknüpft die App auch die gängigen Musik-Streaming-Anbieter wie Spotify oder Apple Music. Auf Wunsch lässt sich die Soundbar auch per Amazons Alexa oder dem Google Sprachassistent steuern – beides ist bereits vorinstalliert. Da nach der Basisinstallation ein Update nötig war, zog sich das Setup bis zu einer halben Stunde hin. Etwas Ruhe und Geduld sind anfangs unabdingbar.

Die Tonausgabe der Soundbar ist über HDMI und Bluetooth 4.2 sehr gut. Allerdings erwartet man so eine Qualität auch in diesem Preissegment. Der Sound füllt den Raum und bleibt dabei ausgewogen ohne Ausreißer nach oben oder unten. In actionreichen Filmen wie „The Expendables“ oder „Stirb langsam“ spielt die Bose 500 Dialoge und Special Effects wie etwa Explosionen gleichmäßig aus, ohne die Zuschauer mit plötzlichen lauten Action-Szenen vom Sofa zu fegen. Auch bei Dokumentationen oder Podcasts sind die Dialoge klar verständlich, in der Bose App gibt es zudem die Zusatzfunktion „Dialogmodus“, die die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes verbessern soll.

In puncto Musik kann die Soundbar ebenfalls gut mithalten. Die hauseigene Music App greift auf Spotify und Co. und mimt dabei die Benutzeroberfläche der Original-App nach, bleibt dabei aber minimalistisch und auf wesentliche Funktionen reduziert. Da die Music App nicht einmal Songlänge, Albumname, Warteschlange oder Verlauf anzeigt, ist der Wechsel in die Original-App doch meist zielführender. Dafür bietet die Bose Music App ein paar Equalizer-Optionen, um den Sound nach den eigenen Wünschen zu gestalten. So lassen sich Center-Kanal, Bass sowie Höhen in zehn Stufen regulieren und in bis zu sechs Presets speichern.

Ein hilfreiches Feature ist die ADAPTiQ Technologie: eine intelligente Audiokalibrierung, bei der sich die Soundbar mithilfe des beigelegten Headsets in mehreren Testläufen Raumgröße und -aufteilung analysiert und die Klangeinstellungen anpasst. Die Kalibrierung dauert ein paar Minuten, der Unterschied fällt deutlich auf.

Für die Beschallung eines durchschnittlichen Wohnzimmers reicht die Bose Soundbar 500 vollkommen aus. Schon die halbe maximale Lautstärke reicht für eine Kino- oder Clubatmosphäre. Spätestens hier wird ersichtlich, dass die Soundbar für größere und offenere Räume ausgelegt ist. In einem 17m²-Altbauwohnzimmer kann sie nicht alle Stärken ausspielen – es sei denn, man will es sich mit den Nachbarn verscherzen. Wer mehr Platz hat oder noch mehr Bumms haben will, kann sich die optional erhältlichen Surround Speaker (349 Euro) und Bassmodul (449 Euro) kaufen. Zusammen mit der Soundbar stehen allerdings Kosten um die 1300 Euro an.

Die Bose Soundbar 500 löst das ein, was sie für den hohen Preis und Markennamen verspricht. Der Klang nimmt den ganzen Raum ein und verleiht dem flachen TV-Sound deutlich mehr Klangvolumen und Druck. Die Soundbar spielt Höhen, Tiefen, Bässe sowie Dialoge ausgewogen und gleichzeitig kräftig ab. Ihr volles Potenzial entfaltet die Bose 500 in größeren oder offeneren Wohnzimmern.

Im Test gefiel uns das schicke Design, die Soundbar muss sich keineswegs unter dem Sofa verstecken. Hinzu kommen die smarten Features wie Sprachsteuerung oder Multiroom, sodass die Bose 500 dank der Musikfunktionen auch ohne TV-Nutzung punktet. Wer die optional erhältlichen Surround-Speaker und Bassbox dazu holt, hat einen hochklassigen Ersatz für ein Hi-Fi-Heimkino mit verkabeltem 5.1 oder 7.1-System. Dafür zahlt man aber einen ähnlich hohen Preis – im Vergleich zu anderen Herstellern und Modellen.

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