Bose Smart Soundbar 900 im Test: Toller Atmos-Sound fürs Heimkino und Streaming

Bose Smart Soundbar 900 Aumacher
Pro und Contra
  • Top-Klang bei Musik
  • Einfache Einrichtung
  • Bass auch ohne Zusatzmodul brauchbar
  • Mikrofon für Klangeinmessung mitgeliefert
  • Teuer
  • Atmos-Musik-Streaming noch nicht breit unterstützt
  • Kein DTS
  • 4.5

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TechStage testet die neue Bose Soundbar 900, die mit Dolby Atmos, eARC, HDMI 2.1 und Musik-Streaming das Wohnzimmer für alle mit dem nötigen Kleingeld erobern möchte.

Bose stellt mit der Smart Soundbar 900 das neue Flaggschiff der hauseigenen Soundbars vor, sie löst die Soundbar 700 ab. Bei einem Preis von 950 Euro schluckt man zunächst, die technischen Daten mit Dolby Atmos, Bluetooth und WLAN klingen aber vielversprechend. TechStage hat die neue Soundbar ausprobiert und zeigt, ob man damit den heimischen Fernseher in ein Heimkino verwandeln kann.

Die Bose Soundbar 900 kleckert nicht, sie klotzt. Die Audio-Decoder unterstützen Dolby Atmos, Dolby Digital allerdings kein DTS. Der HDMI-Anschluss ist im Format 2.1 und versteht eARC. Alternativ verbindet sie sich über einen optischen Eingang mit dem TV oder einem Zuspieler, per Bluetooth mit dem Handy und geht per LAN oder WLAN ins Internet. Sprich, alles, was man von einem aktuellen High-End-Modell erwarten kann. Bei den Sprachassistenten sind Google Assistant und Amazon Alexa integriert. Die Soundbar versteht Spotify Connect und Apple Airplay 2, als Streaming-Clients sind Spotify, Amazon Music; Deezer und TuneIn integriert.

Die Einrichtung der Soundbar 900 ist simpel: Um sie am TV zu betreiben, reicht es, das HDMI-Kabel der Soundbar mit dem (e)ARC-Port am TV zu verbinden und dem Gerät Strom zu geben. Es lohnt sich allerdings, die Soundbar über die Bose Music App weiter zu konfigurieren. Denn dort kann man nicht nur weitere Dienste aktivieren, etwa die Sprachassistenten oder die Streaming-Services, sondern an der Soundbar noch ein paar Konfigurationen vornehmen. Dazu gehört etwa die Einmessung per Adaptiq, ein passendes Mikrofon liegt bei. Vor oder nach der Einmessung kann man Höhen und Tiefen noch manuell anpassen.

Die beiliegende Fernbedienung ist nett, aber tatsächlich benötigen wir sie im Test nicht. Denn dank CEC springt die Soundbar automatisch an, sobald der TV angeschaltet wird. Die Lautstärkensteuerung erfolgt wahlweise über die Fernbedienung des Fernsehers oder über ein Media-Center. Wir haben es mit dem Nvidia Shield (Testbericht) ausprobiert, das funktioniert problemlos.

Ein neues Flaggschiff von Bose, da sind die Erwartungen hoch bis sehr hoch. Und die Soundbar 900 enttäuscht nicht. Obwohl kein externer Subwoofer dabei ist, liefert die Soundbar bei Filmen ein überraschend ausgeglichenes Klangbild. Explosionen dröhnen solide, ohne dass Dialoge oder leisere Passagen absaufen. Serien profitieren vom Dialogmodus, der das gesprochene Wort deutlich hervorhebt. Nochmal besser wird der Klang, nachdem man die Soundbar 900 über Adaptiq für den Raum eingemessen hat. Dazu setzt man das beiliegende Headset mit Mikrofon auf, steckt es hinten an der Soundbar an und aktiviert die Einmessung in der App. Anschließend sitzt oder steht man an mehreren Positionen im Raum, die Soundbar spielt diverse Töne an und passt sich anschließend an. Das haben wir bei der Sonos Beam (Testbericht) einfach vermisst.

Wenn die Soundbar 900 allein nicht reicht, dann kann man sie noch mit weiteren Wireless-Lautsprechern und einem passenden Subwoofer ausstatten. Diese verbinden sich kabellos mit der Soundbar 900, die Einrichtung erfolgt über die App. Das gilt auch für den optionalen Subwoofer. Wie eingangs erwähnt hat die Soundbar 900 bereits einen recht brauchbaren Bass – das haben wir bei Geräten dieser Bauart schon schlechter gesehen. Dennoch kann man auf Wunsch noch weiter aufrüsten, der passende Subwoofer Bose Bass Module kostet allerdings knapp 900 Euro.

Die Soundbar 900 ist viel zu schade, um sie nur fürs Fernsehen zu nutzen. Egal, ob per Spotify, Apple Airplay oder Deezer, der Ton bei Musik ist kraftvoll und Details wie Gitarren gehen nicht unter. Insgesamt liefert die Soundbar 900 ein sehr gutes Klangbild, bei dem die Musik voll zur Geltung kommt. Besonders praktisch: Die Soundbar unterstützt zumindest grundlegende Multiroom-Features. So kann man beispielsweise über die App mehrere kompatible Bose-Lautsprecher zusammenschalten, im Test funktionierte das wunderbar mit der Soundbar und dem Bose Portable Home Speaker (Testbericht). Spotify erkannte die Lautsprecher als eine Gruppe und gab Musik auf beiden Geräten wieder. Ja, das ist etwas komplizierter als Sonos, liefert aber einen praktischen Zusatznutzen.

Etwas schade ist, dass man zum Testzeitpunkt noch nicht klar ist, wie man Atmos-Musik auf die Geräte streamen kann. Deezer oder Spotify bieten es noch nicht an und Apple Music kann Atmos leider nicht über Airplay 2 übertragen. Wir haben bei Bose nachgefragt, leider gibt es noch keine Aussage, ob und wann Dienste wie Apple Music HD oder Tidal direkt auf der Soundbar verfügbar sind. Immerhin müsste man über die Amazon-Integration auf der Soundbar und einem entsprechendem Abo den 3D-Klang auf der Soundbar wiedergeben können. Wir testen das noch ausführlich und reichen die Informationen nach. Der sicherste Weg ist es, ein Apple TV 4K (Testbericht) als Zuspieler zu nutzen und Atmos-Musik über HMDI 2.1 auf die Soundbar zu schicken. Hier könnte Bose noch wenig nacharbeiten und die Unterstützung für Streaming-Dienste verbessern.

Bose ist nicht günstig, das zeigt auch die Soundbar 900. Knapp 950 Euro werden für das Gerät fällig, das es wahlweise in schwarz oder weiß gibt. Das optionale Bose Bass Module 700 kostet rund 900 Euro, zwei zusätzliche kabellose Surround-Speaker liegen bei 600 Euro, jeweils die Preisempfehlung von Bose. Das ist ein teurer Spaß, entsprechend raten wir, auf Preisaktionen zu warten.

Bose ist nie billig, sorgt aber für guten Sound. Das bewahrheitet sich auch hier wieder. Denn was die Soundbar 900 selbst ohne Subwoofer und zusätzliche Surround-Lautsprecher liefert, das ist Heimkinotauglich. Vor allem, wenn man das passende Filmmaterial in Atmos zuspielen kann und den Raum per Adaptiq eingemessen hat, dann kommt echtes Kino-Flair auf.

Und ja, es gibt Alternativen, etwa die kleine LG DQP5W (Testbericht) oder die Sonos Beam (Testbericht). Die sind teilweise deutlich günstiger und bieten ebenfalls Atmos. Die Bose Soundbar würden wir empfehlen, wenn man entweder bereits Bose-Geräte daheim hat oder noch kein Multiroom-System hat. Denn um die Soundbar 900 wirklich auszureizen, sollte man sie nicht nur am Fernseher, sondern auch für Musik verwenden – dann bekommt man auch etwas fürs Geld.

Der Test zur Bose Smart Soundbar 900 erscheint in unserer Themenwelt Soundbars. Dort haben wir bereits mehrere Geräte getestet, etwa die Bose Soundbar 500 (Testbericht), die Anker Soundcore Infini Pro (Testbericht) oder die Sonos Arc (Testbericht). Zudem geben wir im Ratgeber Soundbars: Fetter Klang für flache TVs einen allgemeinen Überblick darüber, wann sich eine Soundbar lohnt.

Anmerkung: In einer früheren Version schrieben wir, dass die Soundbar DTS unterstützt, das ist allerdings nicht der Fall.

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