Bose Home Speaker 300 im Test: Smarter Lautsprecher zum Ausbau eines Bose-Systems

Bose Home Speaker 300 Teaser
Pro und Contra
  • Solider Klang
  • Kompatibel mit vielen Bose-Komponenten
  • Preis
  • vergleichsweise wenig Streaming-Dienste unterstützt



  • 3.5

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Alexa und Google Assistant in einem kompaktem Multiroom-Lautsprecher – der Bose Home Speaker 300 lockt mit Features. TechStage testen den Lautsprecher und sagt, für wen er sich eignet und wer ihn lieber im Regal stehen lässt.

Bose liefert nicht nur Kopfhörer wie den Bose Quiet Comfort 45 (Testbericht), sondern bietet zudem ein breites Set an HiFi-Produkten. Dazu gehören neben Soundbars wie der Bose Smart Soundbar 900 (Testbericht) auch Lautsprecher. Der Hersteller ist dafür bekannt, etwas anders zu agieren als andere Anbieter. Messtechnische Untersuchungen und -daten von Lautsprechern lehnt man offiziell ab, setzt rein auf Hörtests bzw. das akustische Empfinden. Und baut dabei Geräte, die nicht den üblichen Regeln entsprechen und mitunter überraschen. Begonnen hat alles mit einem ausgesprochen breit und nicht gerichtet strahlenden Lautsprecher, dem seit 1968 hergestellten „901“.

Später kam eine relativ hoch bepreiste Mini-Kompaktanlage im Stil eines etwas groß geratenen Radiowecker hinzu, die durch einen gefalteten Bassreflexlautsprecher zunächst beeindruckende Bässe aus dem kleinen Gehäuse zauberte, die einem aber sehr schnell auf den Wecker gehen konnten. Dann eine Surround-Anlage, deren Satellitenboxen sensationell klein waren, dafür aber auch nur Höhen lieferten, alles andere musste der Subwoofer machen. Doch auch ausgezeichnete Kopfhörer mit aktiver Umgebungsgeräuschunterdrückung und sehr gut klingende Mini-Bluetooth-Lautsprecher.

Man weiß also nie, was einen bei einem Bose-Produkt erwartet, kann nicht von einem auf ein anderes schließen. Früher war ein Bose-Produkt schon mal ein interessantes, aber eher teures „Effektgerät“, inzwischen findet sich unter dieser Marke auch grundsolide und günstige Technik. Der Bose Portabel Smart Speaker (Testbericht) hatte sich im Techstage-Test gut geschlagen. Wie macht sich der Home Speaker 300?

Zum Test lag das Modell in schwarz vor; es gibt den Lautsprecher auch in silber. Bei Bose kann man bei der Installation wählen, ob man lieber mit Alexa oder dem Google-Sprachassistenten reden möchte. Der Lautsprecher im elliptischen Gehäuse misst etwa 161 x 142 x 102 mm und wiegt 0,9 kg. Die Mikrofonempfindlichkeit ist hoch und die Lautstärkeabstufung auch für das Schlafzimmer, wo kleine Lautsprecher auf dem Nachttisch gefragt sind, geeignet.

Der Lautsprecher wird mit einem 24-V-Netzklops versorgt, was lästig ist, aber natürlich den Lautsprecher etwas kleiner hält. Auf seiner Oberseite finden sich neben sechs Programmspeichertasten und einer Aktionstaste die Abschalttaste für das Mikrofon, die Wahl von Bluetooth oder einer Analogquelle (Aux), Musik Start/Stop sowie Lauter/Leiser. Apple-Nutzer können Musik per Airplay 2 übertragen, zudem beherrscht der Lautsprecher Spotify Connect.

Die Einrichtung des Lautsprechers erfolgt über die Bose Music App. Man muss zunächst bei Bose ein eigenes Konto samt Passwort anlegen und in diesem seinen Lautsprecher wählen. Dann wird er auch im WLAN eingerichtet und kann verwendet werden. Nach einer Weile erfolgt dann ein Firmware-Update, das sich nicht unterbrechen lässt. Im Techstage-Test wurde dieses Update ziemlich lästig, weil es in eine Endlosschleife ging – glücklicherweise erst nach dem Hörtest. Beim WLAN ist der Bose Lautsprecher nicht wählerisch, 2,5 GHz oder 5-GHz-WLAN kann genutzt werden.

Multiroom-Betrieb ist bei Bose nicht nur mit weiteren Smart Speakern möglich, sondern auch mit Bose Soundlink Bluetooth-Lautsprechern, Soundbars wie der Bose Smart Soundbar 900 und bestimmten drahtlosen Bose Kopfhörern. Auf der Rückseite des Lautsprechers ist neben dem 24-V-Anschluss noch die 3,5-mm-Klinkenbuchse für den AUX-Eingang zu finden. Weitere Anschlüsse oder Bedienelemente gibt es nicht – alles andere läuft über die App.

Das Abspielen von Musik aus dem Internet per Streaming ist unkompliziert möglich, wobei über Google Assistant allerdings laut Anleitung nur Tune-In für Internetradio sowie Spotify und Pandora zur Verfügung stehen, auch wenn die App Amazon Music und Deezer anbietet. Qobuz ist leider definitiv nicht im Angebot. Hat man sich für Alexa entschieden, ist die Auswahl noch geringer, Amazon Music ist hier dann aber dabei. Die Signalquelle kann über die Bose App ebenfalls gewechselt werden. Zudem bietet sie die Möglichkeit, Bässe und Höhen einzustellen.

Das von vielen Smart Speakern und dem Bose Wave Radio bekannte Dröhnen in Zimmerecken bleibt einem hier erspart, die Bässe sind deutlich und die Höhen sehr intensiv. Bose ist wie schon erwähnt für breit gestreuten, nicht gerichteten Klang bekannt, also das genaue Gegenstück zum Revox Studioart A100 (Testbericht) und eher mit dem Teufel Holisten (Testbericht) vergleichbar, die aber deutlich größer sind.

Man muss also nicht vor dem Lautsprecher sitzen, um einen guten Klang zu haben. Vorausgesetzt, man nutzt Streaming oder den Analog-Eingang – über Bluetooth fehlt an Android-Geräten einmal wieder apt-X, womit die zuvor so guten Höhen schlagartig abfallen.

Über die Größe der Lautsprecher und die Leistung der Endstufen schweigt sich Bose aus, man lehnt solche Daten ja ab. Die vom Netzteil bereitgestellte Eingangsleistung liegt bei 21 W, der Bose Home Speaker 300 ist also sicher kein Party-Lautsprecher, doch im Normalfall laut genug und er verzerrt und übersteuert nicht, wenn man mal mehr aufdreht.

Mit knapp 350 Euro Listenpreis ist der Bose Home Speaker 300 teurer als andere seiner Klasse, doch vielseitig und sein Geld wert. Der Straßenpreis liegt mit 200 bis 250 Euro deutlich tiefer.

Der Bose Home Speaker 300 ist eher Kür als Pflicht. Er eignet sich in erster Linie dazu, das bestehende Bose-System weiter auszubauen und einzelne Räume gezielt zu beschallen oder als Gruppe in größeren Räumen für mehr Musik zu sorgen. Er ist damit eine stationäre – und günstigere – Alternative zum Bose Smart Home Portable Speaker (Testbericht). Will man Stereo, sollte man allerdings über seinen nur wenig teureren Bruder Bose Smart Speaker 500 nachdenken, der auch noch ein Farbdisplay bieten kann.

Dennoch ist der Preis zu stramm, um ihn als Einstieg in Multiroom zu empfehlen. Denn der Bose-Lautsprecher liegt deutlich über dem Sonos-kompatiblen Ikea Symfonisk (Testbericht) oder einem Sonos One SL (Testbericht). Beide bieten ebenfalls einen guten Klang und kommen mit deutlich mehr Streaming-Diensten klar.

Mehr zu dem Thema zeigen wir in unserer Themenwelt Multiroom. Dort haben wir neben zahlreichen Einzeltests, etwa zum Harman Kardon Citation 200 (Testbericht), dem Denon Home 150 (Testbericht) oder dem Braun LE03 (Testbericht) auch den Ratgeber Multiroom: Musik in jedem Zimmer veröffentlicht.

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