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Bose Frames Tempo im Test: Sportbrille mit Sound
Pro und Contra
  • Guter Klang
  • IPX4
  • Ohren bleiben frei
  • Preis
Rating:
  • 5.0
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Bose nimmt eine weitere Sonnenbrille mit Lautsprechern ins Programm auf, die Frames Tempo. Die sollen vor allem für Sportler interessant sein. TechStage testet die Alternative zu Kopfhörern.

Immer wieder versuchen einzelne Hersteller, andere Ansätze zu klassischen Kopfhörern zu liefern. Ein solcher neuer Ansatz kommt nun von Bose. Die Bose Frames Alto (Testbericht) sind Sonnenbrille, deren Bügel zwei Lautsprechersysteme beherbergen. Im Test von 2019 waren wir besonders von der sehr guten Klangqualität begeistert.

Nun spinnt Bose das Konzept weiter und liefert mit den Frames Tempo eine Sonnenbrille, die speziell Sportler ansprechen soll, wahlweise sogar mit Gläsern in Stärke. Der Sound bleibt gleich, ein paar Kleinigkeiten haben sich aber geändert. Wir prüfen im Test in unserer Themenwelt Sportkopfhörer , ob die Bose Frames Tempo ebenfalls für eine Überraschung gut sind.

Die Bose Frames Tempo sind eindeutig für den Sport entwickelt. Das Design der Gläser ist rechteckiger, die Brille sitzt viel fester auf dem Kopf. Das hilft gegen Bewegungen beim Laufen oder Fahrradfahren, ist aber auf Dauer nicht so angenehm wie bei den anderen Frames. Im Etui liegt ein USB-C-Kabel zum Laden des Akkus sowie mehrere aufsteckbare Nasenflügel.

Ansonsten sind die Lautsprecher der Frames Tempo etwas schmaler und weniger auffällig als die der vorherigen Frames. Ja, es sind immer noch breite Bügel, aber das wirkt nun eher wie eine Designentscheidung als ein Hightech-Spielzeug. Sehr gut gefällt uns, dass Bose eine Lautstärkeregelung eingebaut hat. Auf der rechten Seite der Kopfhörer ist oben ein Touch-Feld, über das man den Lauter oder Leiser machen kann. Dazu wischt man mit einem Finger entweder von hinten nach vorne (Lauter) oder in die andere Richtung (Leiser). Die Wiedergabe erfolgt durch den einzelnen Knopf unten am rechten Bügel. Damit kann man Lieder wiedergeben, überspringen und pausieren, die Bose Tempo Frames ein- und ausschalten oder Anrufe annehmen.

Ein weiterer Kritikpunkt der Vorgänger wurde ebenfalls behoben: Geladen werden die Bose Frames Tempo über USB-C, der proprietäre magnetische Ladeanschluss ist Geschichte. Dennoch, die Sonnenbrille ist gemäß IPX4 gegen Spritzwasser geschützt. Sprich, sie halten auch stärkeren Regen durch.

Neben den mitgelieferten Gläsern gibt es noch drei weitere Optionen, die je nach Auswahl mehr oder weniger Licht durchlassen. Zudem lassen sich Gläser mit Stärke einwechseln.

Der Klang ist erneut überraschend gut. Besonders wenn man bedenkt, dass Bose relativ wenig Platz hat. Wir haben uns durch eine breite Mischung aus Musik gehört und nichts klang schlecht. Thunderstruck von AC/DC etwa. Die Gitarren zu Beginn sind deutlich vernehmbar, dann setzt das Schlagzeug und der Gesang ein – und alles ergibt eine saubere Sound-Kulisse für den Sport, keinen Klangbrei. Der Bass ist deutlich, ohne dass Bose ihn übermäßig betont, wie es andere Hersteller machen. Die Mitten und Höhen sind klar erkennbar. Egal ob es um perfekt abgemischte Lieder wie You need to calm down von Taylor Swift oder punkige Protestsongs wie Los Angeles is Burning von Bad Religion geht, die Sonnenbrille zaubert eine gute Qualität in die Ohren.

Dabei bleibt der eigentliche Gehörgang weiter frei, sprich, man bekommt etwa den Straßenverkehr sehr gut mit. Uns fiel allerdings auf, dass mehr Musik austritt als bei den alten Bose Frames. Wer also in einem Zug oder ähnlichem sitzt, der sollte die Lautstärke etwas reduzieren, um die Mitfahrenden nicht zu nerven.

Ebenfalls sehr gut ist die Wiedergabe von Sprache und Podcasts. Klar, bei lautem Straßenlärm geht es etwas unter, aber hier gefallen uns die Bose Tempo deutlich besser als die Knochenschallkopfhörer von Aftershokz (Testbericht) . Wie auch bei den ersten Bose Frames eignen sie sich sehr gut, um während des Radelns die Ansagen eines Navis eingespielt zu bekommen.

Die Sonnenbrille hat zudem zwei Mikros, über die man entweder einen digitalen Assistenten auf dem Smartphone steuern (Apple Siri oder den Google Assistant) oder telefonieren kann. Die Qualität ist gut, wenn man ruhig steht. Beim Radfahren weht der Wind dann doch zu sehr ins Mikro.

Der Klang lässt sich über die Bose App weiter anpassen. Die App übernimmt auch Firmware-Updates und regelt die Einstellungen für die Brille.

Bose gibt für die Frames Tempo eine Laufzeit von 8,5 Stunden an. In der Praxis erreicht man diese knapp, je nach Lautstärke sind acht Stunden oder mehr drin. Das ist eine guter Wert und deutlich länger als der des Vorgängers. Geladen sind die Kopfhörer in knapp einer Stunde, auch das geht schneller als bei der ersten Generation.

Die Bose Frames Tempo sind mehr als nur eine einfache Modellpflege. Die Kopfhörer eignen sich besser für den Sport, da sie stabiler sitzen und nach IPX4 gegen Wasser geschützt sind. Zum gleichbleibend guten Klang hat Bose mehrere sinnvolle neue Funktionen eingebaut. Dazu gehört die Option für Gläser mit Stärke. Noch besser sind aber die neuen technischen Features, allen voran der Wechsel auf USB-C als Ladesystem und der Lautstärkeregler.

Preislich sind die Bose Tempo Frames weit oben angesiedelt, sie sind deutlich teurer als andere Sportkopfhörer (Themenwelt) . Wenn sie sich aber hier an ihren Vorgängern orientieren, dann sollte der Preis in den nächsten Monaten deutlich fallen.

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