Bluetti Poweroak AC50S im Test: kompakter Stromspeicher mit 500 Wh und Photovoltaik

Bluetti AC50S
Pro und Contra
  • viele Anschlüsse, inkl. Wireless-Charging
  • 2 x 300 W Sinuswelle
  • kaum Lüftergeräusche
  • Netzteil extern
  • Akkustatus nur in 20-Prozent-Schritten ablesbar
  • ungeschützte Anschlüsse
  • kein LiFePo4
  • 4

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Die Poweroak AC50S ist ein kompakter Solargenerator mit einem integrierten Stromspeicher mit 500 Wh Kapazität und zwei 230-V-Steckdosen mit 300 W Leistung. Wir haben das mobile Solarkraftwerk in der Praxis getestet.

Powerstations mit Solargenerator ermöglichen die Nutzung von elektrischen Geräten fernab des Stromnetzes. In Kombination mit Solarpaneel versprechen die Geräte eine autarke und mobile Stromversorgung nur mithilfe der Sonne und bieten sich so zur Notstromversorgung oder für Hobby und Camping an.

Dieser Test gehört zu den Themenwelten Outdoor und Camping. Hier zeigen wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern, Ferngläser mit Entfernungsmesser oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte.

In diesem Einzeltest hat sich die Redaktion die Powerstation Poweroak AC50S vom Hersteller Bluetti vorgenommen, die uns von Banggood zur Verfügung gestellt wurde, wo das Modell zusammen mit 120-W-Panel für 1041 Euro gelistet ist.

Bei diesem Solargenerator handelt es sich um die kleinere Nachfolgeversion der im März getesteten Bluetti Poweroak EB70 (Testbericht), bzw., das kleinste Schwestermodell der riesigen XL-Powerstation Poweroak AC200 Max (Testbericht). Neben ordentlicher Kapazität und schickem Design lockt das Gerät mit guter Ausstattung wie etwa kabellosem Ladepad.

Die Poweroak AC50S ist mit Abmessungen von 26 x 19 x 20 cm etwas kleiner und mit 6,2 kg auch knapp 4 kg leichter als die Poweroak EB70 (Testbericht), mit der wir damals unsere Themenwelt Solargeneratoren gestartet haben. Das liegt unter anderem an der mit 500 Wh geringeren Kapazität. Bei der EB70 kommt zudem ein moderner und langlebigerer, aber auch schwererer LiFePo4-Akku zum Einsatz.

Das zweifarbige Kunststoffgehäuse ist ordentlich verarbeitet und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Für stabilen Stand sorgen gummierte Standfüße. Während die Seitenteile mit den Lüftungsschlitzen und das eigentliche Bedien- und Anschlussfeld dunkelgrau sind, erstrahlt der Rest der Powerstation in einem knalligen Himmelblau. Diese Gehäuseteile sind zudem gummiert und so zusätzlich geschützt.

Für einen bequemen Transport verfügt die AC50S über einen zweiteiligen Klappgriff auf der Oberseite. Hervorragend! So ist das Gerät möglichst kompakt und kann gestapelt werden. Eine Wireless-Charging-Fläche ist auf der Oberseite ebenfalls integriert. Das Aufladen von entsprechend ausgestatteten Smartphones oder Kopfhörern funktioniert mit bis zu 10 W.

Auf der Rückseite sind Stromeingang und die Notfalllampe samt Power-Taster platziert. Alle anderen Anschlüsse, Funktionstasten und das farbige Status-Display sitzen an der Vorderseite. Oben links befinden sich der Ein-Aus-Taster und die Knöpfe zum Aktivieren der Gleich- und Wechselstromausgänge. Daneben befinden sich das Display und die insgesamt drei 12-V-Ausgänge (2x 12 V 3 A Rundstecker, 1x 12 V Zigarettenanzünder 10 A).

Links unten befinden sich die insgesamt fünf USB-Anschlüsse. Neben viermal 5 V mit 3 A steht auch ein USB-C-PD-Port mit 45 W zur Verfügung. Kleinere Notebooks, Tablets und sonstige Gadgets lassen sich so meist ohne zusätzliches Netzteil laden. Sehr angenehm. Rechts unten sind die beiden 230 V Anschlüsse mit je 300 W reiner Sinuswelle platziert. Schade, dass Bluetti bei der kleinen AC50S lediglich dem Zigarettenanzünder eine Schutzkappe spendiert hat. Die restlichen Dosen sind ungeschützt und somit anfällig für Dreck. Gerade bei der Nutzung im Freien würden wir uns das anders wünschen. Dieser Kritikpunkt gilt leider für praktisch alle bisher getesteten Geräte - mit Ausnahme der großen Poweroak AC200 Max.

Anders als etwa Ecoflow oder Jackery setzt Bluetti bedauerlicherweise auch bei der AC50S wieder auf ein externes Netzteil. Dieses ist zwar kein so großer Brocken, wie bei etwa der AC200 Max, Platz braucht das zusätzliche Gerät trotzdem. Neben Anleitung, Powerstation und Netzteil gehören noch ein Solar-Stecker-auf-8-mm-Adapter, ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder und ein USB-C auf USB-C-Kabel bei.

Ein Solarmodul fehlt im Lieferumfang. Uns wurde für den Test das Bluetti Poweroak SP120 mit 120 W zur Verfügung gestellt. Alternativ funktionieren auch die Panels von etwa Jackery oder Ecoflow ohne weiteres Zubehör. Auch die günstigen Panels von etwa Xmund oder Flashfish haben mit entsprechenden Adaptern funktioniert. Kompatibel sind Solarmodule mit 12 bis 40 V. Die maximal nutzbare Leistung liegt bei 120 W.

Die Bedienung der Powerstation ist dank ordentlicher Beschriftung selbsterklärend und klappt problemlos. Wer wissen will, wie viel Watt gerade geladen oder ausgegeben werden, drückt dazu kurz auf einen der Taster von Lampe, 230-V-Steckdosen oder Gleichstromausgängen. Das Display zeigt dann für etwa 20 Sekunden den aktuellen Status der Powerstation. Wer die LED oder die Ausgänge für Gleich- und Wechselstrom ein- und ausschalten will, muss den jeweiligen Schalter für etwa 2 Sekunden gedrückt halten. Ob die Ausgänge aktiv sind, zeigt eine kleine LED im jeweiligen Power-Taster und eine Anzeige im Display.

Gleichzeitiges Laden und Entladen der Powerstation ist zwar möglich, der Hersteller rät allerdings davon ab, um eine längere Lebensdauer des Akkus zu ermöglichen. Zur Erinnerung: Der Hersteller gibt an, dass bei Li-Ion-Akkus nach 1000 Ladezyklen noch etwa 80 Prozent Restkapazität zur Verfügung stehen. Bei den LiFePo4-Akkus der Poweroak EB70 (Testbericht) sind zwischen 2500 und 3500 Ladezyklen möglich.

Zunächst laden wir die Poweroak AC50S per Netzteil auf. Von 0 auf 100 Prozent dauert der Ladevorgang fast exakt 4,5 Stunden. Nach dem Einstecken springt sofort das Display an und zeigt die eingehende Ladeleistung von 75 W. Anders als bei der EB70, bleiben sowohl die Lüfter des Netzteils als auch die der Powerstation während des Ladens an der Steckdose stumm – zumindest die meiste Zeit. Gegen Ende des Ladevorgangs springt der Lüfter dann doch deutlich hörbar an – allerdings nur für einige Minuten. Sehr angenehm, war dies doch einer der größten Kritikpunkte bei der Poweroak EB70.

Nun beginnen wir mit den ersten Belastungstests. Wir stecken zunächst unseren selbst gebauten Arcade-Automaten (Ratgeber) mit 27-Zoll-Monitor, Retro-Emulator, Beleuchtung und Lautsprechern an. Selbst während des Zockens zieht diese Kombination aber maximal 60 W, was die angegebenen 300 W nicht mal annähernd herausfordert. Also schließen wir diverse Werkzeuge, unseren 50-Zoll-TV (LED) und diverse Küchengeräte an. Während TV, Bohrmaschine, Heißklebepistole und Stichsäge problemlos funktionieren, kommt die Powerstation bei Tischkreissäge, Toaster, Fritteuse und Induktionskochplatte mit 900 bis 3000 W schnell an ihre Grenze. Die automatische Abschaltung bei Überlastung funktioniert zuverlässig.

Kurzzeitige Spitzen bis 450 W sind zwar möglich, länger als einige Sekunden hält die Powerstation das aber nicht aus. Verbraucher wie Laptop, Ladegeräte für RC-Spielzeug, Kamera und Drohnen stellen für die Poweroak AC50S kein Problem dar. Wie lange die verschiedenen Gerätschaften versorgt werden können, hängt vom jeweiligen Verbrauch ab. 12-V-Anschlüsse, USB-Ports und kabellose Ladefunktion haben im Test ebenfalls gut funktioniert. Bei hoher Abgabeleistung über 100 W schaltet sich auch hier wieder der Lüfter der Powerstation zu – allerdings nicht dauerhaft und leiser als bei Poweroak EB150 (Testbericht) oder EB70 (Testbericht).

Aus der vollgeladenen Powerstation ziehen wir in den Tests zwischen 421 und 442 Wh – hinsichtlich der angegebenen 500 Wh entspricht das einem Verlust von 12 bis 16 Prozent. Ein Umwandlungsverlust von 15 Prozent ist Standard. Die in den verschiedenen Durchgängen erreichten Werte sind somit ein ordentlicher Wert. Unseren Heimarbeitsplatz mit Macbook Pro, mehreren Monitoren, Telefon und Drucker versorgt die Powerstation für knapp viereinhalb Stunden am Stück.

Das Laden per Photovoltaik testen wir ebenfalls. Das 120-W-Panel von Bluetti liefert am Testtag zwischen 65 W und 100 W und so dauert es knapp über sechseinhalb Stunden, bis die Powerstation per Solar voll aufgeladen ist. Bei besserer Platzierung und einer höheren Ausbeute, sollte der Akku in knapp 4,5 Stunden voll sein. Der Lüfter bleibt während des Ladens trotz hoher Außentemperatur den größten Teil der Zeit stumm.

Die Poweroak AC50S ist in Orange-Schwarz und in Blau-Schwarz erhältlich. Bei deutschen Händlern ist Powerstation ab 499 Euro erhältlich, was wir für angemessen halten. Das Bundle zusammen mit dem Solarpanel SP120 (120 W) gibt es ab 899 Euro. Das Panel allein ist ab 339 Euro im Preisvergleich gelistet. Das Bundle ist bei Banggood für aktuell 1050 Euro gelistet. Wir hoffen, dass es hier zeitnah einen Rabattcode für einen vernünftigen Preis gibt.

Zum Vergleich, die Poweroak EB70 dem 716 Wh fassenden LiFePo4 und einer Leistung von bis zu 1000 W kostet 699 Euro.

Die Bluetti Poweroak AC50S ist eine kompakte und zuverlässige Powerstation mit vielen Anschlussmöglichkeiten. Die Kombination aus robuster Bauweise und meist lautlosem Betrieb gefällt uns gut. Wer beim nächsten Besuch am Baggersee, Campingplatz oder Modellflugplatz nicht auf Eiswürfelmaschine und Ventilator verzichten will, bekommt mit der AC50S einen kleinen und ausreichend ausdauernden Stromspeicher für unterwegs.

Schade nur, dass Bluetti wieder auf ein externes Netzteil setzt und auch auf Abdeckungen bei den Anschlüssen verzichtet. Die Verwendung der Li-Ion-Akkus ermöglicht zwar eine besonders kompakte Bauweise, die deutlich länger haltbaren LiFePo4s der Poweroak EB70 wären uns trotzdem lieber. Wer deutlich mehr Leistung und ein Stück mehr an Kapazität möchte, sollte sich die Bluetti Poweroak EB70 (Testbericht) ansehen.

In einer ähnlichen Leistungsklasse spielen auch die Modelle XD-PS10 von Xmund (Testbericht) mit 500 W und 500 Wh für 578 Euro, die Flashfish UA550 (Testbericht) mit 600 W und 550 Wh für 600 Euro oder die Anker Powerhouse 535 (Testbericht) mit 500 W und 523 Wh für 700 Euro.

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