Bluetooth-Lautsprecher Tronsmart Bang im Test: Preis-Leistungs-Tipp aus China

Tronsmart Bang
Pro und Contra
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Beleuchtung & integrierte Powerbank
  • Pairing von 100 Speakern möglich
  • kein Stoßschutz, nur IPX6-Zertifizierung
  • Klang enttäuscht bei hoher Lautstärke
  • Kunststoffgehäuse wirkt billig
  • 3.5

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Der Tronsmart Bang will mit kraftvollem Stereo-Sound, coolen Lichteffekten und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Wir klären im Test, ob der Bluetooth-Lautsprecher mit JBL, Sony und Xiaomi mithalten kann.

Der Sommer lockt nach draußen vor die Tür. Die passende Musik darf dabei nicht fehlen, weshalb sich der Kauf eines passenden Outdoor-Lautsprechers anbietet. Tronsmart hat mit dem Bang einen portablen Bluetooth-Speaker im Angebot, der den Ansprüchen an eine Nutzung im Freien genügen soll. Wir haben uns den Tronsmart Bang genauer angeschaut und verraten im Test, was die Box mit integrierter Powerbank und LED-Beleuchtung im Vergleich zu Konkurrenten wie dem JBL Flip 5 (Testbericht) oder Sony XB33 (Testbericht) taugt.

Der Tronsmart bietet beim Design vorrangig eins: Er ist groß. Im Vergleich zum JBL Flip 5 oder dem Ultimate Ears Boom 3 (Testbericht) nimmt er das doppelte Volumen ein und übertrifft bei der Größe sogar den Soundcore Motion Boom (Testbericht). Der Speaker macht dadurch einen ziemlich wuchtigen Eindruck, was sich auch bei dem breiten Haltegriff bemerkbar macht.

Der Griff selbst besteht, ebenso wie das Gehäuse, aus Kunststoff. Weil die Ummantelung aber nicht aus einem, sondern aus zwei Teilen gefertigt ist, zieht sich eine Naht an beiden Seiten über das Gehäuse. Dadurch erweckt es einen eher billigen Eindruck. Dafür lässt sich der Speaker gut reinigen, was an dem pflegeleichten Stoff aus Mesh auf der Oberfläche der Box liegt. Einen Stoßschutz gibt es – ähnlich wie beim Sony XB33 (Testbericht) und dem Xiaomi Mi Portable (Testbericht) – leider nicht.

Dafür verfügt der Tronsmart Bang über eine IPX6-Zertifizierung. Ihr könnt den Speaker also kurzzeitig ins Wasser tauchen oder etwa in der Dusche benutzen. Einen längeren Tauchgang im Pool oder in der heimischen Badewanne, geschweige denn in Salzwasser, übersteht der Bang allerdings nicht. Weil Tronsmart den Lautsprecher explizit als Outdoor Party Speaker bewirbt, hätten wir uns etwas mehr Schutz vor äußeren Einflüssen gewünscht. Aber der Hersteller versteht Outdoor wohl eher im Sinne von Strand- als von Pool-Party.

Wer den Tronsmart Bang in Betrieb nehmen möchte, braucht ein Smartphone. Wir laden die zugehörige App herunter und verknüpfen sie mit dem Speaker – einfach den Lautsprecher einschalten und den Anweisungen in der App folgen. Das dauert nur wenige Sekunden und funktioniert ohne Probleme. Der Bang verfügt über einen sogenannten TuneConn-Button, der es uns erlaubt, bis zu 100 baugleiche Bang-Speaker miteinander zu koppeln. Dadurch können wir nicht nur Stereo-Sound erzeugen, sondern auch große Außenbereiche problemlos beschallen.

Bei der Bedienung erleben wir ansonsten keine Überraschungen: Ein gummiertes Bedien-Panel an der Oberseite ermöglicht das Steuern der einzelnen Klangmodi. Außerdem können wir den sogenannten Soundpulse EQ Button aktivieren, der für besonders klaren Klang sorgen soll. Ob das funktioniert, klären wir später. Wie die meisten Bluetooth-Boxen am Markt belegt auch der Tronsmart Bang die Lautstärke-Tasten doppelt, sodass wir für ein Wechseln der Musikstücke auf gesonderte Buttons verzichten müssen. Eine Tastenbeleuchtung suchen wir vergebens. Immerhin gibt es aber eine Ladestandsanzeige, die uns informiert, wie viel Akkulaufzeit noch verbleibt.

Die Tronsmart-App, die für viele Funktionen des Bang-Speakers erforderlich ist, beinhaltet einen eigenen Equalizer mit verschiedenen Klangmodi, einen Regler für den Abspiel-Modus, die Steuerung für den Broadcast-Modus mit bis zu 100 Speakern und eine Beleuchtungssteuerung. Wir haben die App als übersichtlich und funktional empfunden. Die EQ-Modi reichen für den Durchschnittsnutzer absolut aus, auch wenn ein individuell einstellbarer Modus wünschenswert gewesen wäre. Wer möchte, kann Musik auf dem Bang nicht nur per Bluetooth, sondern auch von einer TF-Karte, einem via Klinke-Kabel angeschlossenen Abspielgerät oder einer externen Festplatte (via USB) wiedergeben. Das alles funktionierte in unserem Test problemlos, ebenso wie die Beleuchtung. Letztere stellen wir entweder auf eine feste Farbe ein oder lassen sie zu den Beats der Musik variabel pulsieren.

Mit seinem Preis von rund 100 Euro muss sich der Tronsmart Bang gegen knallharte Konkurrenz wie dem Sony XB33 (Testbericht), Sonos Roam SL (Testbericht) oder JBL Flip 5 (Testbericht) behaupten. In Bezug auf Ausstattung und Extras auch gegen den Soundcore Motion Boom (Testbericht). Theoretisch sollte der Bang hier eine gute Figur abgeben, denn mit einer Leistung von 60 Watt liegt er deutlich über der Konkurrenz von JBLs Flip 5 (20 Watt) und dem Soundcore Motion Boom (30 Watt). Als Frequenzbereich gibt Tronsmart 20 Hz bis 20.000 Hz an, wodurch der Bang einen größeren Bereich abdeckt als der JBL Flip 5.

Allerdings stellt sich der Klang in der Praxis dann doch eher als enttäuschend heraus. Denn irgendwie kommen trotz der Größe des Speakers weder die Leistung noch der Klangbereich richtig zur Geltung. Adeles Rolling in the Deep bleibt blass, die Gitarren kratzig und bei aktiviertem Bass kommen die tiefen Töne unangenehm dumpf aus der Box. Erhöhen wir die Lautstärke, klirren die hohen Töne in den Ohren.

Auch unser Test mit Brothers in Arms von den Dire Straits gab ein trauriges Bild ab: Der Gesang klang matschig und dumpf, die Gitarren ebenfalls wieder kratzig. Andere Klangmodi wie Hi-Fi brachten hier keine Besserung, weil der Sound insgesamt zu breiig und undifferenziert aus den Speakern kommt. Zwar unterscheiden sich alle Klangmodi des Equalizers deutlich voneinander, aber ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis bekamen wir nicht zustande. Da zeigt Soundcore mit dem Motion Boom (Testbericht), wie es besser geht.

Insgesamt bleibt zum Klang zu sagen: Der Tronsmart Bang ist kein Totalausfall und für den Preis von rund 100 Euro (je nach Angebotslage) ein brauchbarer Outdoor-Lautsprecher für entspannte Partys. Allzu viel sollte man allerdings hier nicht erwarten – und die Soundcore-Konkurrenz hat hier einfach die Nase vorn.

Die Akkulaufzeit des Tronsmart Bang liegt laut Herstellerangaben je nach Klangprofil und Lautstärke bei bis zu 15 Stunden. Damit liegt der Bluetooth-Speaker im Mittelfeld vergleichbarer Lautsprecher und auf einem ähnlichen Niveau wie der Sony XB33 (Testbericht). Wir können die Herstellerangaben zur Laufzeit im Test ebenso bestätigen wie die mit 4,5 Stunden angegebene und verhältnismäßig hohe Ladedauer. Angaben zur Kapazität des Akkus macht Tronsmart nicht.

Der Tronsmart Bang bietet ebenso wie das Konkurrenzmodell eine integrierte Powerbank. Nutzer können also unterwegs auch das eigene Smartphone oder vergleichbare Hardware aufladen, auch wenn das freilich zulasten der Wiedergabedauer geht. Ergänzend dazu unterstützt der Bang die Nutzung von Sprachassistenten wie Siri oder Google Assistent, verfügt ansonsten aber über keine weiteren Extras.

Tronsmart verkauft den Bang Bluetooth Speaker offiziell zum UVP von 119,99 Euro. Geekmaxi (Kauflink) verkauft den Bluetooth-Lautsprecher mit dem Gutscheincode 6PLKV4NN aktuell nur für kurze Zeit für 90 Euro. Damit bewegt sich das Modell in einem ähnlichen Preissegment wie der Soundcore Motion Boom (Testbericht) oder der Ultimate Ears Boom 3. Deutlich günstiger, aber zumindest klanglich nicht viel schlechter, ist der Tronsmart Element Force (Testbericht).

Der Tronsmart Bang ist beileibe kein schlechter Lautsprecher – aber er überrascht auch nicht mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen. Der Klang ist solide und geht für den aufgerufenen Preis in Ordnung. Die Akkulaufzeit liegt ebenso im Mittelfeld, wie der Preis und die Ausstattung.

Aber genau das ist der Haken bei diesem Lautsprecher: Die mittelprächtige IPX6-Zertifizierung, der mittelmäßige Akku und die eher billige Optik lassen echte Highlights vermissen. Der Bang taugt deshalb zwar durchaus als Outdoor-Lautsprecher für Nutzer, die nicht viel mehr als 100 Euro ausgeben möchten. Aber im direkten Vergleich muss er sich dann doch der Konkurrenz, besonders dem deutlich besseren Soundcore Motion Boom (Testbericht) geschlagen geben.

Mehr Informationen zum Tronsmart Bang gibt es auf der offiziellen Homepage.

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