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Blitzwolf BW-TF1
Pro und Contra

Speicherangabe korrekt

Nicht für 4K-Aufnahmen geeignet

Langsame Schreibgeschwindigkeit

Verhältnismäßig teuer

  • 2.0

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Knapp 30 Euro kostet die Micro-SDXC-Karte Blitzwolf BW-TF1 mit 256 GByte Speicher. Kein Super-Schnäppchen, sondern ähnlich teuer wie die hier bekannten Markenprodukte. Geheimtipp oder China-Schrott? Das zeigt der Test.

Preiswerter Speicher für 4K-Aufnahmen gibt es von vielen namhaften Herstellern. Neben der Adata Premier Pro (Testbericht) und der PNY Pro Elite (Testbericht) konnte vor allem die Samsung Evo Plus (Testbericht) überzeugen. Sie bietet eine äußerst stabile Performance und kostet nur 29 Euro; vergleichbare Konkurrenz will 32 Euro und mehr.

Preislich genau dazwischen reiht sich Anbieter Blitzwolf ein. Der chinesische Hersteller trifft manchmal ins Schwarze (Blitzwolf-Beamer VP5 (Testbericht)) und manchmal komplett daneben (Gaming-Stühle ab 50 Euro). Nun haben wir eine Micro-SDXC-Karte mit 256 GByte Speicher getestet. Sie kostet rund 31 Euro – kein großer Unterschied zur namhaften Konkurrenz.

Dieser Testbericht erscheint in unserer Themenwelt Speicherkarten.

Angaben zur Lese- und Schreibgeschwindigkeit macht Blitzwolf bei seiner Karte nicht. Bei den Standards weist der Hersteller V30, UHS-I und U3 aus – die gleichen Zeichen finden sich auf den bereits von uns getesteten Marken-Karten. Das bedeutet auch, dass die BW- TF1 laut Beschreibung für 4K-Aufnahmen geeignet ist. Für neuere High-End-DSLRs mit 8K-Auflösung, die mitunter 1 GByte pro Minute schreiben, braucht man den Standard UHS-II.

Generell gilt: Wer wissen will, ob die Karte wirklich für die Actioncam, DSLR oder Drohne der Wahl geeignet ist, sollte sich beim Hersteller informieren. Für die aktuelle DJI FPV (Testbericht) empfiehlt der Hersteller beispielsweise UHS-I-Karten.

Zuletzt sollte man für 4K eine Karte wählen, die konstant schnell schreibt. Das wäre bei der Samsung Evo Plus (Testbericht) beispielsweise der Fall. Die von uns getestete PNY Pro Elite (Testbericht) besitzt keine konstante Schreibgeschwindigkeit. Das äußert sich in Aussetzern und Rucklern in der Aufnahme.

In unserer Testumgebung prüfen wir, ob die Angaben von Blitzwolf stimmen. Bei jedem Micro-SD-Kartentest am PC kommt ein Acer Spin 5 (SP514-54N-58JN) sowie ein Anker Powerexpand+ 7-in-1 USB-C-Hub zum Einsatz, der mit UHS-I bis zu 104 MByte/s transportiert. Als Benchmark-Tool nutzen wir den Crystal Disk Mark. Zusätzlich führen wir Kopiertests mit echten Daten durch, um die Konstanz der Schreibgeschwindigkeit festzustellen.

Für unsere Tests am Smartphone nutzen wir ein Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G (Testbericht) mit dem Benchmark-Tool Disk Speed Test. Alle Kopiertests führen wir dreimal durch und ermitteln anschließend den Durchschnittswert.

Im Crystal Disk Mark liest und schreibt die Blitzwolf BW-TF1 1 GByte große Datenpakete. Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit liegt bei ordentlichen 90 MByte/s, die Schreibgeschwindigkeit bei mageren 33 MByte/s. Die von uns bisher bestbewertetste Samsung Evo Plus (Testbericht) schafft beim Lesen 75 MByte/s und beim Schreiben 88 MByte/s.

Im praxisnahen Kopiertest ziehen wir ein 1,37 GByte großes 4K-Video mit 60 fps auf die TF1. Das Video mit einer Länge von 5 Minuten braucht knapp 60 Sekunden, bis es kopiert ist. Die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit liegt nur bei 28,6 MByte/s; konstant ist das Beschreiben zudem auch nicht, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Selbst eine Sandisk Ultra (Testbericht), die eigentlich für Full-HD und nicht 4K ausgelegt ist, ist mit 35 MByte/s deutlich schneller und konstanter und kostet dabei mit aktuell 33 Euro fast genauso viel wie die Blitzwolf-Karte.

In unserem letzten Test, dem Disk Speed Test für Android-Smartphones, prüfen wir, was die Karte als erweiterter Smartphone-Speicher leistet. Wir stellen die Werte der Blitzwolf BW-TF1 mit denen der Samsung Evo Plus und der Sandisk Ultra gegenüber:

Neben der Schreibgeschwindigkeit prüfen wir bei der Blitzwolf BW-TF1 dieses Mal auch, ob die Karte tatsächlich 256 GByte Speicher bietet. Bei diversen Speichermedien aus China kommt es immer wieder vor, dass das Speicherversprechen nicht gehalten wird – man kann die angegebene Datenmenge zwar schreiben, aber nicht mehr lesen. Für diesen Test nutzen wir die Freeware Teracopy, die es als kostenloses Programm bei heise Download gibt. Die gute Nachricht: Ja, die BW-TF1 bietet Speicher in vollem Umfang.

Zusammenfassend fällt das Ergebnis im Geschwindigkeitscheck ernüchternd aus. Die Blitzwolf-Karte ist nicht für das Beschreiben mit hochauflösenden Aufnahmen wie 4K empfehlenswert. Grund dafür ist die niedrige und nicht konstante Schreibgeschwindigkeit. Das kann in der Praxis zu Aussetzern und Rucklern in den Aufnahmen führen, wie es bereits bei der PNY Pro Elite (Testbericht) der Fall war.

Die Blitzwolf BW-TF1 gibt es mit Speichergrößen von 32 bis 256 GByte. Bei Händlern wie Banggood und Aliexpress bekommt man Sie für 7 bis 35 Euro. Bessere Alternativen haben wir in der Themenwelt Speicherkarten zusammengefasst. Eine Übersicht dieser Karten bietet unser Preisvergleich.

Weder Preis noch Performance überzeugen bei der Blitzwolf BW-TF1. Deutlich bessere Alternativen wie die Samsung Evo Plus (Testbericht) oder die Sandisk Ultra (Testbericht) spielen im gleichen Preissegment und können mehr. Somit ist die BW-TF1 kein vermuteter Geheimtipp aus China, sondern einfach nur Mittelmaß in einem großen Markt mit starker Konkurrenz.

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