Blitzwolf BW-PG2 im Test: günstiger Solargenerator mit Photovoltaik

Blitzwolf BW-PG2
Pro und Contra
  • kompakt, leicht, günstig
  • keine Lüfter während des Ladens
  • Stabile 300 W Dauerleistung und geringer Verlust
  • 230 V nicht während des Ladens benutzbar
  • vergleichsweise niedrige Leistung
  • vergleichsweise geringe Kapazität
  • 4.0

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Solargeneratoren wie die Blitzwolf BW-PG2 sind praktische Alternativen zu klassischen Benzingeneratoren. Die Powerstations mit starkem Akku laden per Stromnetz oder Photovoltaik. Wir testen die kompakte Powerstation aus dem China-Shop.

Powerstations mit 230 V ermöglichen die Stromversorgung fernab des Stromnetzes. Dank verschiedener Anschlussmöglichkeiten und hoher Dauerleistung bieten sich die Geräte nicht nur für Freizeit, sondern auch für Job oder als Notstromversorgung an. Das Aufladen der Powerstations geschieht wahlweise per Netzteil oder mithilfe eines Solar-Paneels und so bieten die Geräte eine höchstmögliche Flexibilität.

Dieser Test gehört zu den Themenwelten Outdoor und Camping. Hier zeigen wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern, Ferngläser mit Entfernungsmesser oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte.

In diesem Einzeltest geht es um ein günstiges und kompaktes Modell von Blitzwolf, der Eigenmarke des chinesischen Anbieters Banggood. Die Blitzwolf BW-PG2 gibt es aktuell zusammen mit dem 100-W-Solar-Paneel XMund XD-SP2 für 337 Euro mit Lieferung aus einem europäischen Lager. In der Regel kostet die Powerstation schon ohne Photovoltaik-Modul 364 Euro.

Die Blitzwolf BW-PG2 kommt im Bundle zusammen mit dem Solar-Modul XMund XD-SP2 aus einem EU-Lager zum Kunden. Beide Geräte sind einzeln und ausreichend sicher verpackt.

Die Powerstation ist mit den Abmessungen 24 x 14 x 15 cm und einem Gewicht von 3,8 kg deutlich kompakter als die kürzlich getesteten Modelle Bluetti EB70 (Testbericht, Ecoflow Delta (Testbericht) oder Jackery Explorer 1000 (Testbericht), was an der geringeren Kapazität liegt. Diese Größe passt im Zweifel auch in einen Rucksack oder auf den Gepäckträger. Das Design mit klaren Linien und Metallic-Look bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen edel und trotzdem irgendwie nicht richtig hochwertig. Fakt ist, den im Verhältnis günstigen Preis sieht man der BW-PG2 nicht an. Für den bequemen Transport dient ein Handgriff auf der Oberseite der Powerbank. Der ist zwar nicht klappbar wie bei der Bluetti EB70, aber deutlich weniger ausladend als etwa bei der Jackery Explorer 1000.

Das 100-W-Paneel (18 V) XMund XD-SP2 ist ordentlich verarbeitet und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Das klappbare Solar-Modul besteht aus drei einzelnen Paneelen, welche während des Transports durch die rückseitige Textiloberfläche geschützt sind. Zusammengefaltet misst das XD-SP2 54 x 36 cm. Auseinandergeklappt liegen die Ausmaße bei 54 x 153 cm. Der 18-V-Ausgang ist auf der Rückseite in einer praktischen Seitentasche versteckt installiert. Neben diesem Ausgang verfügt das Paneel über zwei USB-A-Ausgänge (3A und QC3.0 mit 3,6 A) und einen USB-C-Ausgang mit Power Delivery 3.0 (3,6 A). Hier können USB-Verbraucher auch ohne angeschlossene Powerbank aufgeladen werden.

Zum Zubehör der Powerstation gehören eine deutschsprachige Anleitung, ein passendes Netzteil (19 V, 3,2 A) und ein USB-C-auf USB-C-Kabel. Da das klappbare Solar-Paneel auch mit anderen Solargeneratoren vertrieben wird, ist hier gleich eine ganze Tüte an Utensilien beigepackt. Neben zwei USB-Mehrfach-Kabeln (USB-C, Micro-USB und Lightning), gehören ein Krokodilklemmenkabel, ein 1,2 m Gleichstromkabel (Rundstecker), ein 3 m langes Verlängerungskabel, 10-Rundstecker-Adapter und sechs Karabiner zum Lieferumfang.

An der Frontseite sitzen das Status-Display und die Aus- und Eingänge für Gleichstrom (DC). Neben einem 12-V-KFZ-Anschluss (Zigarettenanzünder) stehen zwei 12-V-Rundstecker-Buchsen, ein USB-C-Slot mit Quick Charge 3.0 (maximal 60 W), zwei USB-A-Slots mit QC3.0 (3 A) und ein USB-A-Anschluss mit 2,4 A zur Verfügung. Zum Laden des Akkus der Powerstation dient ein Rundstecker mit 12 bis 32 V (maximal 60 W). Alternativ kann der Solargenerator auch über USB-C mit maximal 60 W geladen werden.

Auf der Rückseite sitzen sowohl die Lüftungsschlitze als auch die Notlampe samt Power-Taster und die 230-V-Steckdose mit einer Dauerlast von maximal 300 W (reine Sinuswelle). Aktiviert werden Gleichstrom und Wechselstrom durch zwei Power-Taster auf der Vorderseite.

Eine wichtige Information, die man vor dem ersten Test mit der BW-PG2 braucht: Der Powerstation von Blitzwolf fehlt eine Pass-Through-Funktion, was die 230-V-Ausgänge betrifft. Gleichzeitiges Laden und Entladen ist also nicht möglich. Das gilt aber nur für die 230-V-Steckdose, nicht für die USB- und 12-V-Ausgänge. Die lassen sich auch während des Ladens verwenden. Angeschlossene 230-V-Verbraucher gehen immer voll zulasten des internen Akkus. In der Praxis muss man das bedenken, schließlich ist es so nicht möglich etwa die Kühlbox anzuschließen und die Akkulaufzeit durch das in der Sonne liegende Paneel zu verlängern. Schade. Die bisherigen Solargeneratoren hatten die Funktion integriert. Die Ecoflow Delta etwa ist sogar als USV einsetzbar.

Ansonsten gestaltet sich die Benutzung der Powerstation dank klarer Beschriftung auch ohne Studium der Anleitung als einfach und unkompliziert. Nach dem Einschalten oder dem Einstecken von Netzkabel oder Solar-Paneel erleuchtet das Display und der Schriftzug Input. Die in 20-Prozent-Schritte unterteilte Kapazitätsanzeige zeigt, dass geladen wird. Einen konkreten Leistungswert für den Strom-Eingang gibt es allerdings nicht. Schade, das optimale Ausrichten des Solar-Paneels wird so zur Glückssache.

Zur Entnahme von Strom werden die jeweiligen Gleich- oder Wechselstrom-Ausgänge mit dem jeweiligen Power-Taster an und anschließen wieder ausgeschaltet. Neben dem Schriftzug Output zeigt das Display, welche Ausgänge gerade aktiv sind. Die aktuelle Ausgangsleistung wird ebenfalls nicht angezeigt. Ansonsten zeigt das Display auch an, falls es zu Fehlern kommt. Dies ist etwa der Fall, wenn der falsche Adapter für das Solar-Paneel gewählt oder ein zu starker Verbraucher angeschlossen wird. Die Fehlercodes sind in der Anleitung aufgeschlüsselt.

Der Hersteller bewirbt die Powerstation mit einer Kapazität von 300 Wh beziehungsweise 83200 mAh bei einer Spannung von 3,7V. Ob es sich um ein Lithium-Polymer Akkus oder Lithium-Ionen-Akkus handelt, verrät Blitzwolf nicht. Hier wären genaue Angaben wünschenswert. Der Ladevorgang dauert knapp 5,5 Stunden, dabei ist es egal, ob man das mitgelieferte Netzteil oder ein 60-W-USB-Netzteil benutzt. Beim Laden per Standard-USB-Netzteil ohne hohe Leistung dauert der Ladevorgang deutlich länger. Das Laden mit dem XMund XD-SP2 funktioniert gut, wenn man erst die richtigen Adapter gefunden hat. Mit dem 100-W-Paneel ist die Powerstation ebenfalls nach fünfeinhalb bis sechs Stunden gefüllt – zumindest bei direktem und kräftigem Sonnenschein. Während des Ladevorgangs schalten sich die internen Lüfter nicht ein.

Bei den Belastungstests starten die Lüfter ab etwa 90 W. Mit knapp 46 dB ist der Solargenerator zwar nicht lauter als die Modelle von etwa Bluetti oder Jackery, direkt daneben sitzen, möchte man aber eigentlich nicht. Die versprochene Dauerleistung von 300 W scheinen korrekt zu sein, zumindest bis 297 W gab es im Test keinerlei Probleme. Der Anlaufstrom unseres Eiswürfelbereiters liegt leider knapp über 300 W und so erscheint hier nur der Fehlercode auf dem Display und die Powerstation schaltet ab. Mit unserem Office-Arbeitsplatz samt Notebook, Telefon, mehreren USB-Verbrauchern und zwei 24-Zoll-Monitoren mit einer Gesamtlast von 90 bis 140 W versorgt die mobile Steckdose problemlos über einen Zeitraum von knapp zweieinhalb Stunden. Je nach Stärke der Wechselstrom-Verbraucher entnehmen wir während der Tests zwischen 243 und 268 Wh, was einem Durchschnitt von 255 Wh entspricht. Mit USB- und 12-V-Verbrauchern sind die Verluste etwas niedriger. Hier konnten wir im Mittel um die 272 Wh entnehmen. Im Schnitt kann die BW-PG2 264 Wh ausgeben, was einem Verlust von gerade einmal 12 Prozent entspricht, was ein hervorragender Wert ist. Zum Vergleich, die Ecoflow Delta hat im Test einen Verlust von bestenfalls 15 Prozent.

Die Blitzwolf BW-PG2 kostet bei Banggood mit Lieferung aus einem EU-Lager zum Recherchezeitpunkt 365 Euro. Das 100-W-Solar-Modul XMund XD-SP2 kostet einzeln 273 Euro. Wer beide Geräte im Set kauft, kann ordentlich sparen. Aktuell ist das Bundle aus BW-PG2 und XD-SP2 für 337 Euro erhältlich. Dieser Flash-Deal (Lieferung aus CZ) ist aber nur bis Ende März 2022 gültig. Zusammen mit einem anderen 100-W-Paneel, welches kompakter faltbar ist, kostet die BW-PG2 583 Euro.

Zum Vergleich zeigen wir die Preise beliebter Solargeneratoren bei deutschen Händlern:

Das Set aus Blitzwolf BW-PG2 Solargenerator und XMund XD-SP2 Solar-Modul gefällt im Test. Zwar hatten wir in den letzten Wochen deutlich stärkere Powerstations mit bis zu der vierfachen Kapazität in der Redaktion, diese sind aber nicht nur weit teurer, sie sind auch viel größer und schwerer.

Wer eine handliche Akku-Lösung für etwa Fahrrad- oder Motorradtour sucht, der bekommt hier eine mit 300 W ausreichend starke Powerstation zu einem optimalen Preis. In Kombination mit dem ebenfalls erfreulich kompakten Photovoltaik-Modul ist diese Powerstation eine ordentliche Budget-Lösung, um etwa beim Zelten 230-V-Verbraucher zu nutzen. Einzige Einschränkung: Während des Ladens funktionieren nur die Gleichstromausgänge.

Wegen der limitierten Leistung und der mit 300 Wh überschaubaren Kapazität ist die BW-PG2 aber nicht für Jeden geeignet. Wer starke Verbraucher wie Werkzeug betreiben will, der ist etwa mit der Ecoflow Delta (Testbericht) mit bis zu 1800 W besser beraten. Aber selbst die 1000 W Dauerleistung von Bluetti EB70 (Testbericht) oder Jackery Explorer 1000 (Testbericht) bieten mehr Möglichkeiten. Außerdem können diese Modelle gleichzeitig laden und 230 V ausgeben. Kapazitäten jenseits der 700 Wh bedeuten allerdings auch höhere Kosten, größere Abmessungen und mehr Gewicht.

Weitere Artikel zu den Themen Outdoor und Camping zeigen unsere Themenwelten. Hier haben wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern getestet, Ferngläser mit Entfernungsmesser ausprobiert oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte. Mehr zu Powerstations zeigen unsere Ratgeber Gadgets gegen den Blackout und Notstrom ohne Lärm: Powerstations mit Akku und 230-V-Steckdose.

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