Blitzwolf BW-PG1 im Test: Kompakte Photovoltaik-Powerstation mit 230-V-Steckdose

Solargenerator Blitzwolf BW-PG1
Pro und Contra
  • 500 W trotz kompakter Größe
  • größtenteils lautloser Betrieb
  • inklusive heller LED und Bluetooth-Speaker
  • ungenaue Kapazitätsanzeige
  • keine Anzeige Leistungseingang
  • keine Anzeige Leistungsausgang
  • 4.0

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Der Solargenerator PG1 hat zwei 230-V-Steckdosen, 462 Wh Kapazität, 500 W Dauerleistung und die Möglichkeit, per Photovoltaik-Modul Strom zu erzeugen. TechStage hat die kompakte und flüsterleise Alternative zum benzinbetriebenen Stromgenerator getestet.

Powerstations mit 230 V ermöglichen die Versorgung von elektrischen Verbrauchern unabhängig vom Stromnetz. Dank verschiedener Anschlussmöglichkeiten inklusive 230-V-Steckdose und einer hohen Dauerleistung bieten sich die Geräte für Freizeit, Beruf und als Notstromversorgung an. Das Aufladen der Powerstation geschieht wahlweise per Netzteil, per 12-V-Steckdose oder mithilfe eines Solar-Paneels. So bieten die Geräte eine höchstmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit.

Dieser Test einer Powerstation gehört zu den Themenwelten Outdoor und Camping. Hier zeigen wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern, Ferngläser mit Entfernungsmesser oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte.

In diesem Einzeltest geht es um die überarbeitete Version der BW-PG1 von Blitzwolf, einem kompakten und trotzdem leistungsstarken Solargenerator mit integriertem Bluetooth-Lautsprecher und heller LED-Lampe. Das Testgerät hat uns der Onlineshop Banggood zur Verfügung gestellt, wo die BW-PG1 aktuell als limitiertes Angebot für 361 Euro aus einem EU-Lager angeboten wird. Der reguläre Preis liegt bei etwa 600 Euro. Die PG1 leistet nun immer 500 W – die ältere Version der Powerstation war auch in einer 300-W-Variante erhältlich.

Die BW-PG1 ist mit Abmessungen von rund 29 x 16 x 19 cm etwa so groß wie ein Schuhkarton. Mit dem oben aufgesetzten Tragegriff lassen sich die rund sieben Kilogramm Gewicht bequem tragen. Die Verarbeitung des schwarzen Metall-Gehäuses hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Vier weiche Gummifüße an der Unterseite sorgen für sicheren Stand. Neben der Powerstation gehören noch ein passendes Netzteil und eine Anleitung zum Lieferumfang. Wer möchte, bekommt die PG1 bei Banggood auch im Bundle mit passendem Solarmodul. Mehr dazu unter Preis und Varianten.

Die Anschlüsse und Bedienelemente der Powerstation sind hier auf Vorder- und Rückseite verteilt. An der Front sitzen der Power-Taster, die Notleuchte samt Ein- und Ausschalter, der Rundsteckeranschluss fürs Netzteil oder Solarpanel und die insgesamt vier USB-Ports. Neben 2x 5 V mit 2,4 A steht ein USB-A-Anschluss mit QC 3.0 und ein USB-C-Port mit PD (60 V) zur Verfügung. Auch die drei Bedientasten für den frontal ausgerichteten Bluetooth-Lautsprecher und dessen alternativer 3,5-mm-Klinke-Eingang sind unter den Anschlüssen angeordnet.

Auf der Rückseite befinden sich ein 12-V-KFZ-Anschluss (Zigarettenanzünder), Öffnungen für den internen Lüfter und drei 12-V-Rundsteckdosen mit je 10 A Leistung. Darunter sind die beiden 230-V-Anschlüsse in Form von EU-Steckdosen samt Power-Schalter installiert.

Im direkten Vergleich zu den in den letzten Monaten getesteten Powerstations fehlt hier ein Statusdisplay mit Ein- und Ausgangsleistung. Ob geladen wird oder ob Ausgänge aktiv sind, zeigen kleine Status-LEDs. Auch die Kapazitätsanzeige in 20-Prozent-Blöcken ist durch LEDs realisiert und entsprechend ungenau. Das klingt wenig spektakulär, stört in der Praxis aber enorm. So weiß man weder, ob das Solarpanel gut ausgerichtet ist, noch die mögliche Leistung, die man noch anhängen darf.

Die Bedienung der BW-PG1 ist dank klarer Beschriftung und übersichtlicher Aufteilung der Bedienelemente selbsterklärend, unkompliziert. Zum Ein- und Ausschalten reicht ein mehrsekündiger Druck auf die Power-Taste. Gleiches gilt zum Aktivieren des Bluetooth-Lautsprechers oder der Notfall-LED, die durch einen langen Druck auf den jeweiligen Knopf aktiviert werden.

Der Sound-Check des internen Lautsprechers haut uns zwar nicht vom Hocker, der Klang ist für die spontane Party am Baggersee aber völlig in Ordnung. Zwar fehlt es an Bass, ansonsten ist der Sound aber erfreulich ordentlich. Auch bei hoher Lautstärke kommt es weder zum Scheppern noch zu sich überschlagenden Klängen.

Vor dem ersten Aufladevorgang testen wir die Leistung der Powerstation. Dazu stecken wir verschiedene Verbraucher, wie Werkzeuge, Küchengeräte oder elektronische Gadgets an. Die angegebenen 500 W pro 230-V-Dose leistet die PG1 problemlos, auch wenn sich dann der interne Lüfter hörbar zuschaltet. Bei einer Leistungsabgabe unter 300 W bleibt die aktive Kühlung stumm. Die von Blitzwolf angegebene Spitzenleistung von 800 W gilt nur für etwa zwei, drei Sekunden, dann schaltet sich die Powerstation umgehend ab.

In der Praxis bedeutet das, wir können problemlos unseren Arbeitsplatz mit Macbook Pro, DECT-Telefon, zwei Monitoren und diversen USB-Verbrauchern mit der Powerstation versorgen. Den Laserdrucker müssen wir allerdings von der Mehrfachsteckdose trennen. Dessen Aktivität würde die Gesamtleistung schnell auf über 700 Watt katapultieren. Auch leichtes Werkzeug wie Bohrschrauber, unsere Stichsäge oder die Heißklebepistole lassen sich mit der Powerstation versorgen. Bei stärkeren Verbrauchern wie unserem Bohrhammer, einer elektrischen Handkreissäge oder dem Heißluftföhn fehlt es der PG1 dann allerdings an Leistung. Bei Küchengeräten sieht es ähnlich aus. Eiswürfelbereiter und Mixer lassen sich zwar betreiben, Wasserkocher, Kochplatte oder Elektrogrill sind dann aber zu energiehungrig.

Nach den Leistungstests laden wir die leere PG1 mit dem mitgelieferten Netzteil auf 100 Prozent auf. Der völlig lautlose Ladevorgang dauert zwischen vier und viereinhalb Stunden. Das ist gut, aber bei Weitem nicht so rekordverdächtig, wie die 1,5 Stunden der 1,2-kWh-Powerstation Ecoflow Delta (Testbericht). Nun schließen wir einen 200-W-Verbraucher an einer der beiden 230-V-Dosen an und prüfen, wie viel Strom die PG1 abgibt. In insgesamt vier Durchläufen ziehen wir zwischen 413 und 427 Wh aus der Powerstation. Im besten Fall entspricht das hinsichtlich der Kapazität einem Verlust von gerade einmal 7,5 Prozent. Ein ausgezeichneter Wert! In der Regel beträgt die Differenz hier etwa 15 Prozent.

Wie hoch der Verlust tatsächlich ausfällt, ist allerdings auch immer von den angeschlossenen Verbrauchern abhängig. Die geringsten Verluste gibt es beim Einsatz von 12-V-Geräten an den entsprechenden Gleichstromausgängen. Am meisten verliert man beim Einsatz leistungsschwacher 230-V-Verbraucher.

Die Tests mit verschiedenen Universal-Solarpanels haben ebenfalls gut funktioniert. Die 462 Wh lassen sich bei gutem Wetter mit einem 100-W-Panel an einem Tag per Photovoltaik aufladen. Wer den Akku auch bei weniger idealen Bedingungen laden will, sollte allerdings gleich auf ein Panel mit 130 W und mehr greifen. Mehr dazu in unserem Ratgeber Solarmodule: Worauf es bei mobilen Photovoltaik-Panels ankommt.

Gleichzeitiges Laden und Entladen der Powerstation ist möglich und funktioniert im Test zuverlässig. Das ist auch gut so, denn nur so ist ein dauerhafter Einsatz fernab der Steckdose sinnvoll möglich. Beim Modell Blitzwolf BW-PG2 (Testbericht) fehlt diese Pass-Through-Funktion, was unser größter Kritikpunkt im Test war.

Die Powerstation haben wir für diesen Test von Banggood zur Verfügung gestellt bekommen, wo die BW-PG1 mit Lieferung aus einem EU-Lager derzeit mit Code BG59940b für 324 Euro gelistet ist. Der reguläre Preis der Powerstation liegt bei etwa 600 Euro.

Zusammen mit dem Solar-Paneel Nitecore FSP 100 W kostet die PG1 rund 712 Euro. Das ist wegen des aktuellen Aktionsangebots aber uninteressant. Hier lohnt sich der Einzelkauf! Das vergleichbar starke Xmund XD-SP2 mit 100 W gibt es etwa derzeit reduziert für 166 Euro. Das Bundle käme somit auf 527 Euro.

In Hinsicht auf Leistung und Kapazität ist der derzeitige Preis von unter 400 Euro sehr fair und vergleichsweise günstig.

Der Solargenerator Blitzwolf BW-PG1 hinterlässt einen durchwegs positiven Eindruck und gefällt uns nicht nur preislich, sondern auch wegen seiner kompakten Abmessungen. Neben dem hochwertigen Gehäuse gefallen uns der größtenteils lautlose Betrieb und die Kombination aus Größe, Leistung und Kapazität. Die nutzbaren knapp 420 Wh und die immerhin 500 W Dauerleistung sind für viele Anwendungen ausreichend.

Wer eine schicke Powerstation für Freizeit, Hobby oder Camping sucht, ist mit der PG1 gut beraten. Dank meist lautlosem Betrieb macht die Mini-Powerstation im Zelt oder am Arbeitsplatz eine einwandfreie Figur. Der interne Lautsprecher in Kombination mit angeschlossenem Eiswürfelbereiter dürfte auch am Strand eine gute Figur abgeben. Wer das Gerät unabhängig vom Stromnetz betreiben will, sollte sich ein passendes Solarpanel derzeit besser einzeln kaufen, als zum teureren Set zu greifen.

Hauptkritikpunkt bei der PG1 ist das Fehlen eines Statusdisplays in Kombination mit der sehr groben Kapazitätsanzeige. Für den Gebrauch im Freien hätten wir uns zudem Abdeckungen für die Anschlüsse gewünscht.

Wer Verbraucher über 600 W über längere Zeiträume nutzen will, muss sich nach einer Alternative umsehen. Hier kommt neben dem größeren Schwestermodell etwa Ecoflow Delta (Testbericht) mit bis zu 1800 W oder die mit 1000 W Dauerleistung ausgestatteten Solargeneratoren Bluetti EB70 (Testbericht) und Jackery Explorer 1000 (Testbericht) infrage. Die Ecoflow Delta ist auch für alle interessant, die es eilig haben. Dank Schnellladefunktion sind diese mit über 1200 Wh in nur 1,5 Stunden geladen. Solche Kapazitäten bedeuten allerdings auch höhere Kosten, größere Abmessungen und mehr Gewicht.

Weitere Artikel zu den Themen Outdoor und Camping zeigen unsere Themenwelten. Hier haben wir etwa Hightech-Gadgets zum Wandern getestet, Ferngläser mit Entfernungsmesser ausprobiert oder erklären, worauf man beim Kauf einer Taschenlampe achten sollte. Mehr zum Thema Powerstation zeigen unsere Ratgeber Gadgets gegen den Blackout und Notstrom ohne Lärm: Powerstations mit Akku und 230-V-Steckdose.

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