Blackview Tab 10 im Test: Tablet mit LTE und Full-HD ab 198 Euro

Blackview Tab 10
Pro und Contra
  • Full-HD-Display
  • Schutzhülle und solide Verarbeitung
  • viel Speicher und LTE 
  • schwache Performance
  • mäßige Akkulaufzeit
  • Android 11 mit veraltetem Sicherheitspatch 
  • nur Widevine Level 3 
  • 3.0

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Mobile Monitore: Zweit- und Dritt-Display für unterwegs ab 100 Euro

Mobile Monitore: Zweit- und Dritt-Display für unterwegs ab 100 Euro

Sat-TV: Alles, was Sie über Satellitenschüsseln, LNBs, Receiver, Sat-IP & Co. wissen müssen

Digitalfernsehen per Satellit: Was man über Satellitenschüsseln, LNBs & Receiver wissen muss

Kaufberatung: Notfallhandys bis 20 Euro

Nokia, Doro & Co.: Handys zum Telefonieren & für den Notfall ab 12 Euro

Monatlich kündbar: Die besten Handytarife von 0 bis 30 Euro

Die besten monatlich kündbaren Tarife im Dezember 2022: Unlimitiertes Datenvolumen für 15 Euro

Das Blackview Tab 10 gehört zu den preiswerten Tablets mit Full-HD und LTE. Wie sich das Tablet schlägt und wo es schwächelt, zeigt der Test.

Tablets für Unterhaltung auf der Couch müssen nicht teuer sein. Wer mit dem Gerät vorwiegend surft und Videoclips ansieht und sich mit einfachen Spielen beschäftigt, muss selten mehr als 200 Euro ausgeben. Ein anschauliches Beispiel für ein preiswertes Modell ist das Blackview Tab 10, das standardmäßig über ein LTE-Modem verfügt, um auch unterwegs mobile Datentarife (Angebote) zu nutzen.

Der chinesische Hersteller hat sich vor allem einen Namen für Outdoor-Smartphones gemacht, bietet aber auch Android-Tablets an. Die Ausstattung mit Full-HD-Display und 4/64 GByte Speicher kann sich neben LTE für den Preis sehen lassen. Wir haben das Tablet getestet und zeigen, wie es sich im Vergleich zur Konkurrenz aus Samsung, Lenovo und Nokia schlägt.

Blackview liefert das Tab 10 in einer Schutzhülle aus Silikon aus. Die Klappe mit dem Displayschutz ist hellgrau, kann nach hinten gefaltet werden und dient dann als Ständer fürs Tablet. Allerdings ist die Neigung etwas zu flach für unseren Geschmack. Ähnlich handhabt es das Unternehmen mit dem Blackview Tab 11 (Testbericht). Das ist schon praktisch, da man keinen Aufsteller für ein Tablet (Ratgeber) selbst kaufen muss. Kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer liegen ebenfalls bei.

Die Rückseite unseres Testgeräts erstrahlt in Silber. Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt und hinterlässt einen edlen und hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung wirkt tadellos und weist keine übermäßigen Spaltmaße oder wackeligen Knöpfe auf. Die Ränder des Gehäuses an der Rückseite sind leicht abgerundet und nicht so kantig ausgelegt wie etwa beim Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht).

Das Kameraelement auf der Rückseite ragt in einem quadratischen Elemente spürbar hervor. Insgesamt wirkt das Tab 10 etwas klobig. Das liegt zum einen hohem Gewicht von 523 g sowie dem dicken Gehäuse. Die Abmessungen betragen 243 mm x 162 mm x 8,4 mm, was in etwa dem Amazon Fire HD 10 2021 (Testbericht) entspricht.

Das Display mit IPS-Panel löst im 16:9-Format mit Full-HD (1920 x 1080 Pixel) auf. Die Diagonale beträgt 10,1 Zoll. Das sorgt für eine Pixeldichte von 224 ppi. Das ist nicht übermäßig viel, da man aber ein Tablet in der Regel nicht so nahe vors Gesicht hält wie ein Smartphone, sollten Pixel kaum störend auffallen. Höhere Auflösungen jenseits von 2K findet man in dieser Preisklasse ohnehin nicht.

Das Display liefert eine mehr als ordentliche Bildqualität ab. Farben könnten noch einen Hauch kräftiger sein und die Kontraste sind nicht immer ausgeprägt genug. Mit dem Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht) kann das Tab 10 beim Display aber locker mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist aus nahezu allen Perspektiven gegeben.

Die maximale Helligkeit beträgt 325 cd/m². Das ist nicht sonderlich viel, aber auch nicht untypisch für diese Preisklasse. Beim Einsatz im Freien schränkt es die Ablesbarkeit des Displays bei Sonnenlicht ein. Texte sind meistens noch ausreichend ablesbar, Videos erscheinen aber zu dunkel. Das Tab 10 gehört eindeutig ins Wohn- oder Schlafzimmer, weniger in den Park – trotz LTE. Auffallend: Es gibt keine automatische Helligkeitsanpassung, wie sie eigentlich bei Smartphones und Tablets zum Standard gehört. Die Helligkeit muss man stets von Hand selbst anpassen.

Eine Zertifizierung für Widevine Level 1 fehlt. Das Tab 10 bietet nur Widevine Level 3. Das bedeutet, dass Netflix oder Disney Plus seine Inhalte nur in niedriger SD-Qualität mit 480p anzeigt, auch wenn das Display an sich Full-HD kann. Der Nachfolger Blackview Tab 11 (Testbericht) hingegen besitzt schon das fürs Streaming wichtige Zertifikat für Widevine Level 1. Mehr zur Thematik erklären wir im Ratgeber Netflix & Co.: Die besten Tablets und Chromebooks fürs Streaming

Die Hauptlinse mit LED-Blitz hat eine Auflösung von 13 Megapixeln. Die vordere Linse löst mit 8 Megapixeln auf. Was die Megapixelzahl angeht, bietet das Tab 10 mehr als die Mitbewerber von Samsung oder Lenovo in dieser Preisklasse.

Mit der Hauptkamera gelingen ganz ordentliche Bilder bei Tageslicht. Farben, Schärfe und Kontraste könnten noch etwas besser ausgeprägt sein. Aber im Alltag glauben wir ohnehin nicht, dass diese Kamera häufig zum Einsatz kommt bei einem Tablet. Selfies sind zufriedenstellend und ausreichend scharf. Videos sind allerdings mit beiden Linsen nur mit 720p möglich.

Als CPU kommt beim Blackview Tab 10 ein Mediatek MT8768 zum Einsatz. Der Octa-Core-Prozessor ist als einfaches Einsteiger-Modell einzuordnen und schon etwas in die Jahre gekommen. Höchstleistungen darf man von den acht Cortex-A53-Kernen und der PowerVR-GE8320-GPU nicht erwarten. Das belegt auch unser Benchmark Work 3.0 von PCmark, bei dem das Tab 10 im Schnitt auf etwa 4200 Punkte kommt. Das ist wirklich wenig, selbst das preiswerte und ebenfalls gemächliche Amazon Fire HD 10 2021 (Testbericht) schafft hier 5500 Punkte.

Nicht viel besser sieht es mit der Grafikleistung aus. Der Benchmark „Wild Life“ von 3Dmark läuft erst gar nicht bei dem Chipsatz. Alternativ steht der Test „Slingshot Extreme“ zur Verfügung, bei dem das Tab 10 etwa 400 Punkte erreicht. Für einfache Anwendungen und Casual Games ist die Leistung ausreichend – mehr aber auch nicht. Nutzer müssen zudem im Alltag einige Geduld beweisen, denn es kommt schon zu längeren Wartezeiten beim Laden von Anwendungen oder Webseiten. Da hilft auch die sonst für den Preis ordentliche Ausstattung mit 4 GByte RAM nicht viel.

Der Speicher beträgt 64 GByte, eine Erweiterung mittels Micro-SD-Karte ist zudem möglich. Diese besetzt dann einen der zwei freien Slots für Nano-SIM-Karten. Mobil surft das Tab 10 mit LTE. Zu Hause kann es höchstens auf Wifi-5 zugreifen. Das ist aber nicht ungewöhnlich für die Preiskategorie. Für kabellose, externe Geräte steht Bluetooth 5.0 zur Verfügung. Zur Ortung greift das Tablet auf GPS. Einen Fingerabdrucksensor gibt es hier wenig verwunderlich nicht. Die Frontkamera bietet aber eine Gesichtserkennung mittels 2D-Technologie. Diese ist allerdings weniger sicher gegen Täuschungsversuche, weshalb wir eher die Wahl einer PIN nahelegen.

Die Stereolautsprecher bieten einen klaren Sound. Allerdings sind die Höhen zu stark betont, was zu einem teils blechernen und schrillen Klang bei höherer Lautstärke sorgt. Zum Musikhören sind diese deshalb kaum geeignet, aber ausreichend für Videos oder Spiele. Als Anschlussmöglichkeiten gibt es einen Klinkeneingang mit 3,5 mm sowie einen USB-C-Steckplatz (USB 2.0).

Als Betriebssystem läuft Android 11, das Blackview nahezu unverändert lässt. Abgesehen von einigen Spielen und Tools verschont der Hersteller die Nutzer mit Bloatware. Der Sicherheitspatch ist allerdings maßlos veraltet. Dieser stammt aus August – allerdings 2021. Ein Update auf Android 12 wird es zudem nicht mehr geben. Was mit weiteren Sicherheitspatches ist, lässt sich schwer beantworten. Beim Support dürften Käufer generell vor Herausforderungen stehen, denn für Reparaturen führt kein Weg am Versand nach China vorbei.

Der Akku bietet eine solide Kapazität von 7480 mAh und liegt damit auf Augenhöhe mit Geräten der Konkurrenz. Weniger schön ist aber die Akkulaufzeit. Beim simulierten Betrieb im Battery Test von PCmark erreichen wir nur etwa 6,5 Stunden. Das ist ziemlich bescheiden. Andere Tablets in dieser Preisklasse schaffen Werte zwischen 8 und 10 Stunden.

Das Netzteil bietet 18 Watt. Damit ist das Tablet in knapp unter 4 Stunden vollständig aufgeladen. Kabelloses Laden gibt es nicht.

Das Blackview Tab 10 gibt es ab etwa 198 Euro zu kaufen. Verfügbar sind die Farben Grau, Silber und Gold.

Das Blackview Tab 10 ist für die Ausstattung mit LTE und 64 GByte preiswert, aber kein Schnäppchen. Die Verarbeitung hinterlässt optisch einen soliden Eindruck. Das Full-HD-Display sorgt zudem für gute Bildqualität, lässt aber Widevine Level 1 missen. Zudem fällt es etwas dunkel aus. Die Leistungsfähigkeit der CPU ist äußerst bescheiden. Wer ein günstiges Tablet mit LTE braucht und sich vorwiegend aufs Surfen oder Casual Games beschränkt, kann zum Blackview Tab 10 greifen.

Deutlich mehr Leistung zum ebenfalls günstigen Preis bietet das Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht). Mit 4/64 GByte und LTE kostet das Tab A8 etwa 250 Euro. Schick, schnell und preiswert, aber ohne Widevine Level 1, ist das Nokia T20 (Testbericht). Die LTE-Version mit 4/64 GByte liegt bei 230 Euro. Eine deutlich bessere Wahl ist zudem der Nachfolger Blackview Tab 11 (Testbericht) mit Widevine Level 1, LTE und üppiger Speicherausstattung sowie schnellerer CPU ab 220 Euro.

Günstige Alternativen zeigen wir in der Top 10 Die besten Tablets bis 250 Euro – Lenovo und Samsung vor Blackview. Wer mehr Geld ausgeben kann, wirft einen Blick auf die Top 10: iPad, Samsung oder Xiaomi? Die besten Tablets bis 500 Euro.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.