Eleglide F1
Pro und Contra
  • Preis-Leistungs-Sieger
  • klappbares Fully-E-MTB
  • 21-Gang-Schaltung
  • Bremsen schleifen
  • günstige Komponenten
  • Federgabel ohne Dämpfung
  • sehr einfache Steuereinheit
  • 4.0

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Das E-Mountainbike Eleglide F1 kostet nur 700 Euro und bietet dennoch dank Vollfederung, Klappmechanismus und 21-Gang-Schaltung mehr als viele deutlich teurere E-MTBs. Wir haben es getestet und zeigen, ob sich ein Kauf lohnt.

E-Bikes und ganz besonders E-Mountainbikes sind aktuell gefragt wie selten zuvor. Das hat zur Folge, dass viele Modelle ausverkauft sind. Online häufig verfügbar sind chinesische E-MTBs aus China. Wenn diese die Anforderungen an ein Pedelec erfüllen, dürfen sie von Käufern gefahren werden. Wenn wie beim Eleglide F1 kein gültiges CE-Kennzeicehen vorhanden ist, haftet der Inverkehrbringer, also der Händler oder der Hersteller. Mehr dazu im Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.

Trotz der fehlenden Straßenzulassung handelt es sich bei dem Eleglide F1 um ein besonders spannendes Modell. Denn es ist für einen Kaufpreis von 700 Euro (Geekmaxi-Kauflink, Gutscheincode WMQQY2C4) sehr gut ausgestattet. Es hat sowohl vorne als auch hinten eine Federung. Außerdem bietet es trotz großer 26-Zoll-Reifen einen Klappmechanismus. Weder das Eskute Voyager (Testbericht), das Eleglide M1 Plus (Testbericht) noch das Ado A26 (Testbericht) kommen trotz höherer Kaufpreise mit diesen Features. Wir haben das Eleglide für diesen Testbericht zusammengebaut und auf einen anspruchsvollen Wald-Trail geschickt.

Wie bei online bestellten E-Bikes üblich, muss auch das Eleglide F1 vor der ersten Fahrt zusammengebaut werden. Wir benötigen dafür etwa 1,5 Stunden. Das Werkzeug liegt bei. Zunächst setzt man das Vorderrad ein und schraubt den Lenker fest. Bei den Pedalen gilt es auf die kleinen Aufkleber zu achten. Denn eines ist für die linke und eines für die rechte Seite vorgesehen. Zu guter Letzt will das Frontlicht sowie ein kleiner Bügel zum Schutz der hinteren Gangschaltung montiert werden.

Etwas knifflig war das richtige Einstellen der vorderen Scheibenbremse, die von Haus aus derart schliff, dass sich das Rad zunächst kaum bewegen ließ. Vielleicht bekommt das ein Profi besser hin, wir Laien benötigten dafür fast 20 Minuten und schafften es dennoch nicht, sie perfekt einzustellen. Fahrbereit war das Eleglide F1 nach dem Festziehen aller Schrauben und dem Aufpumpen der Reifen dennoch.

Das Eleglide F1 sieht fantastisch aus! Das liegt zum einen an dem dicken, klappbaren Querrahmen, der den hinteren und vorderen Teil des Fahrrads verbindet und ohne weitere Hilfsstreben auskommt. Ähnliches kennt man bereits von kleineren Klapprädern wie dem hervorragenden und günstigen Fiido D4S (Testbericht). An einem ausgewachsenen 26-Zoll-E-Bike sieht diese Konstruktion noch mal eindrucksvoller aus. An der Rahmenstange befindet sich das Klappscharnier, welches auch gleich den darin versteckten Akku zum Entnehmen freigibt.

Sehr gut gefällt uns auch die Farbwahl. So hat Eleglide den Rahmen des F1 in einem matten und bläulichen Türkis lackiert, darauf befinden sich in grellem Orange das Logo und weitere Schriftzüge. Der Rest des E-Mountainbikes ist überwiegend in Schwarz gehalten. Optisch gelungen empfinden wir auch die Federung des Hinterrads.

Was uns jedoch gar nicht gefällt, ist das Kabelmanagement. Besonders vor dem Lenker ziehen neun Kabel eine große und unaufgeräumt wirkende Schlaufe. Das hat uns schon beim Eleglide M1 Plus (Testbericht) nicht gefallen.

Für diesen Test sind wir das Eleglide F1 etwa 50 Kilometer gefahren. Das reicht, um einen fundierten ersten Eindruck zu erlangen. Allerdings ist es bei Weitem nicht genug, um Aussagen über die Langlebigkeit der Komponenten treffen zu können. Man kann hier allerdings davon ausgehen, dass Eleglide angesichts des günstigen Kaufpreises überwiegend preiswerte und damit potenziell wenig hochwertige Elemente verwendet. Aufgefallen ist uns etwa, dass das Klappscharnier knarzt. Das sollte sich jedoch mit etwas Schmierfett regeln lassen. Ansonsten machen die Komponenten einen vernünftigen ersten Eindruck.

Das Eleglide F1 ist ein ausgewachsenes E-MTB mit Klappmechanismus. Dafür legt der Käufer den Sicherungshebel am Rahmen um. Den Lenker kann man nicht umklappen, die Pedale aus stabilem Metall ebenfalls nicht. Dennoch ist es so möglich, das E-Bike problemlos in einen großen Kofferraum oder ein kleines Kellerabteil zu verstauen. Allerdings ist das Eleglide F1 mit einem Gesamtgewicht von 23 Kilogramm nicht gerade leicht.

Das Frontlicht hängt am Stromkreislauf des E-Bikes und kann über einen Knopf an der Steuereinheit ein- und wieder ausgeschaltet werden. Die einzelne LED ist erstaunlich hell. Über ein Rücklicht verfügt das Eleglide F1 nicht, hier sollte der Käufer für Nachtfahrten eine LED-Leuchte mit Akku oder Batterien nachrüsten. Mehr zum Thema in unserem großen Ratgeber: Helle Fahrradleuchten mit und ohne Akku ab 15 Euro.

Wie schon beim Eleglide M1 Plus (Testbericht) verzichtet der Hersteller auf eine sonst bei chinesischen E-Bikes übliche elektronische Hupe. Das ist gut, ist in Deutschland doch eine helle Glocke für Fahrräder vorgeschrieben. Ebenfalls gut: Eleglide bringt an den Speichen Katzenaugen an. Schutzbleche aus Kunststoff für vorne und hinten liegen bei.

Der 250-Watt-Motor sitzt am Hinterrad und schiebt das Fahrrad auf der höchsten der fünf Stufen ordentlich an. Etwas ärgerlich finden wir, dass das Eleglide F1 beim Neustart stets mit der untersten Stufe beginnt, die der Fahrer dann erst an der Steuereinheit hochregeln muss.

Die Steuereinheit selbst ist sehr simpel gehalten und kommt ohne eine LED-Anzeige aus. Dadurch weiß der Fahrer nie, wie schnell er tatsächlich fährt. Per GPS nachgemessen erreicht das E-Mountainbike jedoch die vom Hersteller angegebenen 25 Kilometer pro Stunde und regelt danach den Motor ab.

Der Motor springt nach etwa einer halben Pedalumdrehung an und läuft genauso lange nach. Das ist bei Heckmotoren fast immer so. Dennoch müssen sich Neulinge zunächst daran gewöhnen. Immerhin stoppt der Motor sofort nach dem Betätigen der Bremse.

Ein Gashebel ist in Deutschland nicht erlaubt und beim Eleglide F1 auch nicht montiert. Allerdings liegt der Verpackung optional einer bei. Dieser funktioniert nach der Montage an Lenker und dem freien Port gut. Allerdings sind die Handgriffe aus hartem Kunststoff weniger bequem als die weichen vormontierten.

Um das Eleglide F1 auf Herz und Nieren zu testen, schicken wir es unter anderem auf einen anspruchsvollen Wald-Trail. Dort fällt sofort die fehlende Dämpfung der vorderen Federgabel auf. Nach dem Überfahren jeder Wurzel knallt sie laut und unsanft zurück in ihre Ausgangsposition. Die hintere Federung macht dagegen einen guten Job und entschärft Stöße zuverlässig.

In dieser Preiskategorie alles andere als selbstverständlich ist die 21-Gang-Schaltung, die in Teilen von Shimano kommt. Dank ihr ist es möglich, eine sehr geringe Übersetzung zu wählen und so auch wirklich schwierige Passagen zu bewältigen. Gut sind auch die dicken Reifen, die für ordentlichen Grip ausreichend Profil bieten. Die mechanischen Scheibenbremsen verrichten ihren Dienst in unseren Fall nach einer Justierung ausreichend gut. Allerdings schaffen wir es nicht sie so einzustellen, dass sie nicht schleifen und dennoch greifen.

Der im Rahmen versteckte Akku ist mit einem Schlüssel gesichert und funktioniert nur, wenn der Schlüssel auch steckt. Er hat eine Kapazität von 374,4 Wattstunden. Eleglide gibt im Unterstützungsmodus eine Reichweite von 85 Kilometern an. Ohne Display können wir nicht genau sagen, wie weit wir mit einer Akkuladung gekommen sind. Wir schätzen sie mit einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm auf höchster Unterstützungsstufe und überwiegend ebenem Untergrund jedoch auf etwa 45 Kilometer. Geladen wird er über das mitgelieferte Netzteil direkt im E-Bike. Optional kann er auch entnommen werden. Eine volle Ladung dauert etwa sechs Stunden.

Regulär kostet das Eleglide F1 bei Geekmaxi 759 Euro. Das ist für gebotene Ausstattung ohnehin schon ein sehr guter Preis. Mit dem Gutscheincode WMQQY2C4 reduziert er sich bei Geekmaxi (Kauflink) auf 699 Euro. Der Händler verschickt aus einem europäischen Lager. Das beschleunigt gegenüber Direktimporten aus China den Versand. Auch Zollgebühren fallen so nicht an.

Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die günstigsten verfügbaren E-Mountainbikes des Preisvergleichsportals Geizhals:

Wir sind beim Test des Eleglide F1 überrascht, wie viel das E-MTB für seinen schlanken Preis bietet. So funktioniert seine Fully-Federung gut, auch wenn der Federgabel eine Dämpfung fehlt. Die Optik ist grandios und der Klappmechanismus sucht bei einem ausgewachsenen E-Bike seinesgleichen. Allerdings knarzt das Mittelscharnier etwas. Die Steuereinheit ist rudimentär und wir vermissen die Anzeige einer Geschwindigkeit. Der Motor ist mit 250 Watt ausreichend stark und arbeitet sowohl im Unterstützungsmodus als auch im vollelektrischen Modus zuverlässig. Pedale, Klingel, Licht und Schutzbleche verrichten ihren Dienst erwartungsgemäß.

Enttäuscht sind wir von den Scheibenbremsen, da wir es als Laien nicht schaffen, sie perfekt zu justieren. Toll ist die feine 21-Gang-Schaltung. Wer sich für den Kauf des Eleglide F1 interessiert, sollte jedoch unbedingt beachten, dass es trotz der Einhaltung vieler Kriterien keine Zulassung für den deutschen Straßenverkehr hat. Sollte es zu Problemen kommen haftet jedoch der Inverkehrbringer, also der Händler.

Trotz einiger Mängel ist das Eleglide F1 unser Preis-Leistungs-Sieger. Es gibt aktuell wohl kaum ein anderes E-Mountainbike für 700 Euro, welches so viele Features bietet. Damit sehen wir das Eleglide F1 sogar etwas vor dem Eleglide M1 Plus (Testbericht) vom selben Hersteller. Das M1 Plus bietet jedoch eine höhere Reichweite. Für mehr zum Thema empfehlen wir unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.

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