AVM Repeater 1200 AX Dachbild
Pro und Contra
  • gute Software
  • einfache Einrichtung
  • schnell in 5 GHz
  • Preis
  • schwach bei 2,4 GHz
  • kurze 5-GHz-Reichweite
  • 4.5

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Der neue AVM Fritz Repeater bietet Wifi-6 mit 600 MBit/s bei 2,4 GHz und sogar 2400 MBit/s bei 5 GHz. TechStage zeigt im Test, wie sich der neue Access Point schlägt.

AVM liefert einen neuen Access Point, mit dem sich ein bestehendes WLAN vergrößern lässt. Neben dem Tri-Band-Repeater Fritz 6000 (Testbericht) kommt nun ein günstigeres Dual-Band-Gerät, der Fritz Repeater 1200 AX. Dieses lockt mit einem Preis um die 90 Euro, bietet Wifi-6 mit bis zu 3 GBit/s auf zwei Funkbändern sowie eine Gigabit-Buchse.

TechStage testet den Repeater im Rahmen der AVM-Themenwelt, wo wir bereits andere Fritzbox-Produkte ausprobiert haben. Dort ist auch unsere große Übersicht zu allen Fritz-Repeatern.

Der Repeater steht etwa 4 Zentimeter aus der Steckdose heraus. Die grauen Lüftungsschlitze laufen über alle vier Seiten hinweg. Unten mittig am Repeater befindet sich die weiße Ethernet-LAN-Buchse für 10, 100 und 1000 Megabit pro Sekunde. Sie hat zwei wichtige Funktionen: Erstens kann man den Repeater damit per Kabel hinter eine Fritzbox und nahezu jeden anderen Router eines fremden Herstellers schalten. Zweitens kann man alternativ ein Gerät per Kabel an den Router verbinden.

Das Setup ist gewohnt einfach. Wer die Mesh-Funktionen nutzt und den Repeater an einer Fritzbox betreibt, der kann die Daten des Netzwerks, also SSID-Name und Passwort, direkt übernehmen. Ansonsten arbeitet der Repeater als eigenständiger Access Point.

Nun wollen wir die WLAN-Leistung des neuen AVM Fritz Repeater 1200 AX testen. Zu diesem Zwecke hängen wir den Repeater (links oben) per LAN-Kabel an einen beliebigen LAN-Port einer Fritzbox 6660 Cable. Die Daten kommen aus einem Gigabit-Anschluss ins Internet und von einer 10-Gig-NAS. Sprich, sie sind so schnell, dass es keine Limitierung beim Zuspielen gibt.

Die Frage ist: Wie schnell kann der neue Fritz Repeater 1200 AX das Internet aus dem Kabel und die Dateien aus dem NAS-Speicher-Server letztendlich an diverse Rechner, Laptops und Handys im Rest der Wohnung weiterfunken?

Zum ersten, stationären Durchsatztest verbinden wir unser schnellstes WLAN-Endgerät mit dem Fritz Repeater 1200 AX. Und zwar eine kleine Dell-Workstation, die aus ihren zwei schwarzen WLAN-Antennen maximal 2400 Megabit funken kann. Insofern passt sie perfekt zum Fritz 1200 AX, der ebenfalls 2x 1200 = 2400 Megabit aus zwei intern verbauten Antennen zustande bringt.

Bei diesem ersten stationären Messtest ziehen wir große Testdateien vom 10-Gigabit-NAS-Server via Fritz Box und Fritz Repeater bis in die Wifi-6-Workstation herunter. Das ist die Strecke an den gelben Pfeilen. Danach senden wir große Dateien wieder vom Rechner bis in die NAS-Station hoch.

Klar, dass die Messwerte unterhalb von 1000 MBit/s liegen müssen, weil der 1-GbE-LAN-Port des Repeaters nicht mehr schafft. Beim zweiten Test messen wir den Durchsatz am 1-GBit/s-Internetanschluss.

Es kommen auf Anhieb knapp 950 Megabit über die 5 GHz-Zelle des Repeaters im Wifi-6-Rechner an. Auch dies kein schlechter Wert. Was will man mehr bei einem Repeater für 89 Euro UVP.

Um neben dem maximalen Durchsatz auch die Funkleistung des Repeaters beurteilen zu können, hängen wir den Repeater hinter die 10-Gig-NAS und gehen fünf Messpunkte ab. Die Bildstrecke zeigt die Ergebnisse in den einzelnen Räumen:

Ein einziger Repeater allein, an einer vorsätzlich ungünstigen Stelle, links oben in der zweigeschossigen Wohnung, schafft es nicht, die ganze Wohnung durchwegs mit 900 bis 1000 Megabit zu versorgen. Bei einem UVP von 89 Euro kann man aber ja überlegen, wie viele AVM 1200 AX es denn gemeinsam schaffen würden: Rechnen wir mal nach: Würden wir jedes Zimmer der Wohnung mit einem gesonderten Fritz Repeater 1200 AX für 89 Euro pro Stück ausrüsten, dann hätten wir fast überall 1000 Megabit Netto Durchsatz. So eine lückenlose Vollversorgung würde dann 5x 89 = 445 Euro kosten. Am besten würden wir zu diesem Zwecke Zimmer 2 und Zimmer 4 mit einem 1200 AX Repeater ausrüsten. Das würde grob gesagt 2x 89, also 178 Euro kosten.

Im 2,4-GHz-Band schafft der Repeater zwar gute Werte, gerade in der Stadt ist das Band aber dermaßen überlagert, dass wir es kaum empfehlen können.

Es fällt auf, dass das Gespann aus Laptop und Wifi-6-Repeater auch noch außerhalb dieser Grafik den Speed sehr lange nicht mehr hochschaltet, obwohl wir schon längst wieder in Zimmer 1 direkt neben dem Repeater stehen. Im Test des AVM Fritz Repeaters 1200 (Testbericht) haben wir das als „Kleben“ in den unteren Gängen bezeichnet. Ende 2021 gibt es diesen unerwünschten Effekt wohl immer noch. Sogar bei brandneuen Wifi-6-Funkern, und das nicht nur bei AVM.

Zu Guter Letzt noch kurz die Stromwerte: Im Stand-by, also WLAN angeschaltet, und ein Laptop über 5 GHz verbunden, hat der Fritz Repeater 1200 AX knapp 3,6 Watt aus der 230-Volt-Dose gezogen.

Bei intensiven Downloads großer Dateien von der NAS-Station auf den Wifi-6-Laptop konnten wir den Repeater auf gut 7 Watt hochtreiben. Laut AVM-Handbuch Seite 84 hat der Repeater 1200 AX eine durchschnittliche Wirkleistung von circa 3,8 Watt. Das passt, wir haben im Stand-by nach wie vor knapp 3,6 Watt gemessen.

Der Wifi-6-Dual-Band-Fritz Repeater1200 AX aus Dezember 2021 verspricht 600 MBit/s bei 2,4 GHz plus 2400 MBit/s bei 5 GHz. Seine 1-GbE-LAN-Buchse bremst den Durchsatz beim Übergang ins kabelgebundene Heimnetz aber auf knapp 1000 MBit/s herunter.

Doch diese knapp 1000 MBit/s kommen auch per 5-GHz-WLAN tatsächlich auf einem guten Wifi-6-Laptop an. Das heißt, der neue Fritz Repeater ist für seine 89 Euro richtig schnell, wenn auch nur auf kurze Distanz. Im 2,4 GHz-Band funkt der 1200 AX zwar ein wenig weiter, aber insgesamt doch ziemlich langsam.

Die Router-Software FRITZ!OS ist ganz typisch für AVM hervorragend und einfach in der Bedienung. Für häufige Firmware-Updates ist AVM schon fast berühmt. Gut für den User, schlecht für den Tester, wenn wenige Tage nach Marktstart und mitten im Test schon das erste Update von OS 07.29 auf OS 07.30 kommt. Die Stromwerte sind mit 3,6 Milliwatt im Stand-by und 7 Watt bei Last okay.

Verwendet man den Wifi-6-Dual-Band-Fritz Repeater1200 AX als LAN-Brücke alias WLAN-AP hinter einem Router, dann wirkt der Preis von 89 Euro schon fast günstig. Ein Business-WLAN-AP mit ähnlichen WLAN-Werten (600 + 2400 MBit/s) kostet eher das Dreifache aufwärts.

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