Arlo Ultra 2 im Test: 4K-Überwachungskamera mit Tracking, Spotlight und Akku

Arlo Ultra 2 Spotlight
Pro und Contra
  • 4K-Auflösung bietet viele Details
  • Farbige Nachtsicht
  • Steuerbar über App und Desktop-Web-App
  • Tolle Integration in Amazon Alexa, Google Assistant, Apple Homekit und Samsung Smartthings
  • Track- und Zoom-Funktion
  • Gutes Handbuch und Support-Beiträge
  • Volle Funktionalität nur mit einem 15 Euro pro Monat teurem Cloud-Abo
  • 4.0

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Mit 4K-Auflösung, HDR, Tracking, Akku und einem Spotlight ist die Arlo Ultra 2 sehr gut ausgestattet. Wie stark die Leistungen der Überwachungskamera für außen in der Praxis sind, zeigt unser Testbericht.

Die Überwachungskamera (Themenschwerpunkt) Arlo Ultra 2 sieht der Hersteller für den Außeneinsatz vor. Sie kann aber natürlich auch für Innenräume verwendet werden (siehe auch Ratgeber Überwachungskameras für innen und außen). Sie ist in Weiß und in Schwarz im Bunde mit zwei, drei oder vier Kameras erhältlich. Mit der Unterstützung von 4K-HDR-Video und einem 180° Weitwinkelobjektiv mit automatischer Bildkorrektur zur Reduzierung des Fisheye-Effektes, soll sie Details besonders gut erfassen. Außerdem können Bewegungen mit der Zoom- und Trackingfunktion automatisch vergrößert und von der Linse verfolgt werden. Das integrierte 2-Wege-Audio bietet eine Geräuschreduktion, die Hintergrundgeräusche wie Wind und Rauschen unterdrücken soll. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt unser Testbericht.

Die Arlo Ultra 2 ist wetterfest nach Standard IP65 und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -20° und 45° Celsius einsatzbereit. Sie ist mit einem 4800 mAh starken Lithium-Polymer-Akku (18,48 Wh, 3,85 Volt) ausgestattet, dessen Laufzeit sich mit einem für knapp 70 Euro erhältlichen Solarpaneel verlängert. Die Akkulaufzeit beträgt im Durchschnitt laut Hersteller bis zu sechs Monate, ist aber wie üblich abhängig von verschiedenen Parametern wie Temperatur und Alarmhäufigkeit.

Der Lieferumfang umfasst neben den Kameras und der Basisstation noch magnetische Halterungen, Ethernetkabel, Ladekabel sowie Montagematerial wie Schrauben und Dübel.

Die einzelnen Kameras der Arlo Ultra 2 können nur in Verbindung mit der mitgelieferten Basisstation (Arlo Smarthub) genutzt werden. Dort findet sich auf der Vorderseite eine Status-LED und auf der Rückseite Anschlüsse für Sync, LAN und Power sowie ein Reset-Button. Dank eines microSD-Card-Slots an der Unterseite können Anwender mit einer entsprechenden Speicherkarte Aufnahmen auch lokal abspeichern. Ansonsten wird die Cloud zur Speicherung genutzt.

Für die Inbetriebnahme müssen die Akkus in die Kameras eingesetzt und die Basistation über ein Ethernetkabel mit dem heimischen Router verbunden werden. Anschließend erfolgt die Einrichtung der Kamera über die Arlo-App, wobei der Einrichtungsassistent nahezu sämtliche Funktionen der Kamera erläutert. Im Test gelingt das reibungslos, dauert aber länger als die Einrichtung von Modellen anderer Hersteller. Um sämtliche Funktionen der Kamera nutzen zu können, muss man außerdem ein Arlo-Konto anlegen. Ist die Kamera einmal eingerichtet, können Anwender unter my.arlo.com auch am Desktop die Kameras steuern. Das ist beim Umfang der Möglichkeiten auch deutlich angenehmer als über die App.

Fragen zu Einrichtung und Betrieb der Arlo beantwortet das sehr gute Handbuch (PDF) und zahlreiche Beiträge im Support-Bereich des Herstellers.

Die Einstellungsmöglichkeiten für Alarme und Benachrichtigungen lassen bei aktiviertem Cloud-Abo keine Wünsche offen. Die Kamera unterscheidet dann zwischen Bewegungen von Personen, Fahrzeugen, Tieren und anderen Ereignissen. Zudem lässt sich die Alarmfunktion auf vom Nutzer spezifizierte Aktivitätsbereiche festlegen. Fehlalarme waren im Test keine zu beobachten.

Eine in den Kameras integrierte Sirene können Anwender selbst auslösen oder so einstellen, dass sie automatisch Alarm schlägt, wenn eine Bewegung erkannt wird. Und auch Geofencing unterstützt die Kamera, sodass die Kameraüberwachung automatisch aktiviert wird, sobald man sein Zuhause verlässt.

Mit der Unterstützung von Amazon Alexa, Apple Homekit (leider ohne Secure Video), Google Assistant, IFTTT und Samsung Smartthings ist die Arlo Ultra 2 hervorragend für die Integration in ein Smart-Home-System geeignet. Die Einbindung in die verschiedenen Systeme ist dabei besonders gut gelungen. So wird beispielsweise unter Google Home der Videostream der Kameras auch in der mobilen App dargestellt, während bei Überwachungskameras anderer Hersteller die Ausgabe nur auf einem Smart Display wie Nest Hub möglich ist.

Letzteres gelingt der Arlo vorzüglich: Während Anwender bei der Anzeige des Videostreams von Überwachungskameras anderer Hersteller auf Smart Displays wie Nest Hub oder Echo Show teilweise Verzögerungen von über zehn Sekunden in Kauf nehmen müssen, erscheint der Videostream der Arlo-Kameras nahezu in Realzeit.

Die Qualität der Aufnahmen ist tadellos. Dank 4K-Auflösung sind die Bilder sehr detailreich, sodass die integrierte 12-fach-Zoom-Funktion in der Praxis länger gute Bilder liefert als bei Kameras mit einer niedrigeren Auflösung. Auch die Gegensprechfunktion weiß durch einen klaren und geräuscharmen Ton zu überzeugen. Die farbige Nachtsicht funktioniert in Verbindung mit dem Spotlight. Ohne zusätzliche Beleuchtung sind Nachtaufnahmen auch bei der Arlo Ultra 2 lediglich schwarz-weiß.

Hinsichtlich der Auflösung gibt es allerdings einige Einschränkungen. So ist ein Streaming in voller 4K-Auflösung nur im lokalen Netz möglich. Unterwegs kommen die Bilder hingegen nur in FullHD auf dem Handy an, während die aufgenommenen Videos weiterhin in 4K gespeichert werden. 4K sind auch nicht bei Aktivierung der automatischen Tracking- und Zoom-Funktion möglich.

Bis das Video auf dem Handy oder einem Smart Display wie Echo Show 8 oder Google Nest Hub gelangt, vergehen im Test etwa fünf bis sechs Sekunden. Das gelingt etwa der Eufy Cam 2 (Testbericht) mit zwei bis drei Sekunden Verzögerung auf dem Smartphone deutlich schneller. Dafür dauert es mit der Eufy deutlich länger, bis der Kamera-Stream auf einem Smart Display landet.

Der Arlo Ultra 2 ist im Kombipaket mit Basisstation und zwei Kameras ab etwa 540 Euro erhältlich. Mit drei Kameras kostet das Bundle 699 Euro und mit vier Kameras 799 Euro. Zudem müssen sie Kosten für das nötige Cloud-Abo von mindestens 10 Euro monatlich einkalkulieren. Wer auch 4K-Videos in der Cloud abspeichern möchte, zahlt monatlich sogar 15 Euro.

Wer angesichts der sehr guten Ausstattung der Arlo Ultra 2 und des aufgerufenen Preises hohe Erwartungen knüpft, wird in der Praxis nicht enttäuscht. Die 4K-Auflösung sorgt für detailreicher Bilder, die dank HDR auch bei schwierigen Lichtbedingungen einwandfrei gelingen. Mit dem integrierten Spotlight bietet die Ultra 2 zudem eine farbige Nachtsicht. Auch die Zoom- und Trackingfunktion kann überzeugen. Zudem ist die Integration der Arlo in ein Smart-Home-System dank Unterstützung der wichtigsten Standards kein Problem. Und wer nicht sofort mit der Kamera klarkommt, findet in dem Handbuch und in Support-Beiträgen des Herstellers wertvolle Hinweise.

Doch nun kommt ein für viele Anwender starkes "Aber". Die Arlo bietet die volle Funktionalität nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Cloud-Abo (Arlo Secure Plan). Wer also Wert auf einen Cloud-Videospeicher, individuelle Benachrichtigungseinstellungen, Erkennung von Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen, sowie Aktivitätszonen und Notfallkontakte Wert legt, muss bei zwei Kameras monatlich knapp 10 Euro bezahlen. Und für knapp 15 Euro steht der Cloudspeicher auch für 4K-Videos bereit. Immerhin können Käufer 90 Tage lang die Abo-Funktionen kostenlos nutzen.

Wer auf der Suche nach Überwachungskameras ohne kostenpflichtige Abo-Dienste ist, findet in unserem Themenschwerpunkt Überwachungskameras nützliche Informationen. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

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