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AOC AG273QX: 1440p-Monitor für Gamer im Test
Pro und Contra
  • Tolle Bilddarstellung
  • Gute Helligkeit
  • Satte Farben
  • Teuer
  • 5.0

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165 Hz, 1440p-Auflösung und eine kurze Reaktionszeit. Wir testen den AOC Agon AG273QX, einen 27-Zoll-Monitor für Zocker.

Der AG273QX von AOC lockt mit ziemlich interessanten Details. Der 27-Zöller stellt Inhalte in QHD-Auflösung von bis zu 2560 × 1440 Pixeln dar, unterstützt HDR sowie Freesync 2, bringt eine LED-Beleuchtung und eine Kabelfernbedienung mit. Wir testen den Gaming-Monitor mit VA-Panel und prüfen, wie er sich in der Praxis schlägt. Der Monitor erscheint in unserer Themenwelt Gaming-Monitore. Dort haben wir bereits Full-HD-Displays getestet, etwa den AOC C24G1 (Testbericht ) oder den Asus ROG Strix XG248Q (Testbericht) .

AOC hat beim AG273QX nicht nur Schreibtisch-Gamer, sondern auch LAN-Partygänger mit im Blick. Das zeigt sich prominent an zwei Dingen: Auf der Rückseite des rund 5 kg schweren Monitors ist ein Griff angebrachte, mit dem man ihm bequem tragen kann. Zudem sitz auf der Rückseite ein LED-Ring, den man (fast) beliebig leuchten lassen kann. Der ist allerdings nur in absolut dunklen Räumen hell genug, um den Spieler vor dem Monitor zu beleuchten, eher kann man damit Gegner oder Teamgefährten bestrahlen.

Bei den Anschlüssen gibt es kaum einen Grund zu meckern. Es gibt zweimal HDMI 2.0 und zweimal Display-Port 1.2. Dazu kommt ein USB-Hub mit insgesamt vier Super-Speed-USB-Anschlüssen. Der Monitor hat zwei keine Lautsprecher, einen Klinken-Ausgang für Boxen sowie einen Mikrofon-Eingang. Für den Anschluss an der Grafikkarte liegt je ein Display-Port- und HDMI-Kabel bei. Spannend: Das Display bietet eine Pivot-Funktion, lässt sich also auch hochkant betreiben.

Im AG273QX arbeitet ein VA-Panel. Dieser Paneltyp soll die Vorteile von IPS (guter Blickwinkel, hohe Farb- und Kontrastwerte) mit denen eines TN-Panels (schnelle Reaktionszeit) zusammenbringen, ist aber immer ein leichter Kompromiss. Im aktuellen Fall gefallen uns die Helligkeitswerte. Im Durchschnitt maßen wir bei maximaler Helligkeit um die 364 cd/m², im HDR-Modus sind kurzfristig bis zu 400 cd/m² drin (allerdings nur in kleinen Bildausschnitten). Entsprechend erhält der Monitor die niedrigste HDR-Einstufung, HDR-400. Die Farben gefallen uns sehr gut. Bereits in der Standardeinstellung sieht etwa Doom von 2016 super aus. Die Farben sind nicht überdreht, Blut ist rot, wie es sein soll.

Bleibt die Frage nach der Reaktionszeit. AOC gibt sie mit 1 ms MBRT an, das ist die typische Angabe, um Gamern Geräte zu verkaufen. MBRT steht für Moving Picture Response Time, eine Technik, die durch Aufblitzen der LEDs der Hintergrundbeleuchtung die Bildunschärfe reduzieren und Bilder auch bei Shootern schnell genug aufbauen soll. In der Praxis bekommt man beim AOC-Monitor drei Einstellungen für das sogenannte Overdrive: Weak , Medium und Strong . In den synthetischen Benchmarks, etwa von Testufo.com bekommt man das Ghosting, also die Schattenbilder bei schnellen Bewegungen, sehr gut in den Griff. In Spielen ist der Effekt tatsächlich kaum aufgetreten, selbst schnelle Shooter spielen sich auf dem Gerät sehr gut.

Sehr erfreulich ist, dass AOC den Nachteil des Overdrive-Modus gut im Griff hat. Normalerweise hat eine hohe Overdrive-Einstellung einen deutlichen Einbruch bei der Helligkeit zu Folge. Beim AOC C24G1 etwa halbierte sich die Helligkeit. Das passiert beim AG273QX nicht, hier fiel der Durchschnittswert um gerade einmal fünf cd/m² – das ist quasi zu vernachlässigen.

Wie schon erwähnt liegt dem Monitor ein kleiner Puck bei, mit dem man schnell auf die Einstellungen zugreifen kann. Im Grunde ruft man damit das umfangreiche On-Screen-Menü auf und hat zudem Zugriff auf drei Schnelleinstellungen beim Bild. Dazu gibt es ein paar andere Features, etwa eine FPS-Anzeige im Display oder ein eingeblendetes Fadenkreuz. Nett, braucht man aber nicht wirklich.

Bei der Verarbeitung gibt es keinen Grund zu meckern. Der Monitor steht erhöht auf einem Dreibein, an dem er sich ohne Probleme von der horizontalen Ansicht in die vertikale drehen lässt. Der bereits erwähnte Griff macht es einfach, das Display herumzutragen, auch wenn das im Alltag eher selten vorkommt. Das On-Screen-Display mit den Einstellungen lässt sich sowohl von der USB-Fernbedienung wie auch dem Joystick unterhalb des Bildschirms gut bedienen.

Der AG273QX liegt bei 510 Euro UVP, fällt inzwischen aber etwas im Preis und taucht bei Händlern bereits unter 500 Euro auf. Wer statt dem flachen Panel lieber ein Curved-Display nutzen möchte, kann zum AG273QCX greifen.

Mit dem AG273QX liefert AOC einen exzellenten VA-Monitor für QHD-Gamer ab. Die Reaktionszeit ist super, die Helligkeit ausreichend und mit 165 Hz gibt es ein Schmankerl für alle, deren Grafikkarte die notwendige Power liefert. Die anderen Features wie die LED-Beleuchtung oder die Kabelfernbedienung fallen unter den Bereich nett, aber nicht spielentscheidend.

Der größte Kritikpunkt ist der Preis, immerhin werden mehr als 500 Euro UVP fällig. Wer also 165 Hz oder die QHD-Auflösung nicht braucht, kann getrost zu einem günstigeren Modell wie dem AOC C24G1 greifen.

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