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Alcatel 3T10: Günstiges Tablet für Homeschooling im Test

Pro und Contra

  • Gutes Gesamtpaket
  • LTE-Modem
  • Lange Akkulaufzeit
  • Dunkles und blickwinkelabhängiges Display
  • mittelmäßige Verarbeitung
Rating:
  • 4.0
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Das Alcatel 3T10 bietet für seinen günstigen Einstiegspreis von 170 Euro ein auf den ersten Blick rundes Gesamtpaket. Wir haben getestet, ob es sich für Homeschooling eignet.

Tablet sind aktuell gefragt wie selten. Das liegt vor allem am Lockdown und den teilweise geschlossenen Schulen. Hier verlagert sich der Unterricht häufig nach Hause und in den Videochat. Dafür eignen sich günstige Computer, wie wir unser Ratgeber PCs für Homeschooling ab 150 Euro zeigen. Für den Nachwuchs selbsterklärender und einfacher zu bedienen sind jedoch Tablets. Mehr dazu im Ratgeber Tablets für Homeschooling und Lernportale . Zudem sind Tablet in viele Fällen gar günstiger.

Aber taugen die Tablets der unteren Mittelklasse für Lernportale, Chatprogramme und vor allem Videokonferenzen? Wir haben das 170 Euro teure Alcatel 3T10 2020 im Test. Es bietet neben einem großen 10-Zoll-Display und 32 GByte Speicher auch LTE. Das Alcatel 3T10 gibt es zudem mit unter anderem einem etwas schwächeren Prozessor, weniger Speicher, Akkukapazität und einer abgespeckten Kamera für 130 Euro. Mit dem 1T10 hat Alcatel auch eine Variante im unteren Einstiegssegment für 100 Euro im Portfolio.

Das Alcatel 3T10 wirkt mit seinen Maßen von 24 mal 16 Zentimeter, einer Dicke von über 9 Zentimetern und einem Displayrand von deutlich über 1 Zentimeter recht klobig. Jedoch ist es mit einem Gewicht von etwa 460 Gramm vergleichsweise leicht. Seine Maße haben den Vorteil, dass es auch Kinderhände gut halten können.

Die Seiten und der Rücken bestehen einem Kunststoff. Dieser ist leicht geriffelt und fühlt sich nicht sehr hochwertig an. Auf ihm sind Fingerabdrücke zu sehen. Zumindest vermittelt er jedoch den Eindruck, den ein oder anderen Sturz unbeschadet überstehen zu können. Eine Schutzklasse gegen das Eindringen von Wasser hat es nicht. Der Rand ragt etwa einen halben Millimeter über den Displayrand, was das empfindliche Displayglas schützt. Dennoch empfehlen wir Käufern dringend zu einer Hülle, am besten sogar zu einem Displayschutz.

Die Taster für Laut, Leise und Power steht etwa einen Millimeter heraus. Sie fühlen sich wertig an und geben beim Drücken ein deutliches haptisches Feedback. Oberhalb der Knöpfe baut Alcatel einen 3,5-Millimeter-Klinkenport für den Anschluss von Kopfhörern ein. Wer das Tablet für den Nachwuchs nutzen will und noch entsprechende Kopfhörer sucht, den empfehlen wir unseren Ratgeber Kopfhörer für Kinder: Darauf kommt es beim Kauf an . Ebenfalls auf der Oberseite befindet sich der USB-C-Ladeport sowie der Slot für die SIM-Karte und die optionale Micro-SD-Karte, mit dem der Speicher von 32 GByte erweitert werden kann.

Die meisten dürften viel Wert auf Videochats legen. Dafür verfügt das Alcatel über ein Frontkamera mit 5 Megapixel, die mittig an der oberen Längsseite des Displays sitzt. Die Positionierung ist praktisch, wenn man Videochats im Querformat nutzt. Die Qualität der Kamera ist dafür völlig ausreichend. Sie hat einen fixen Fokus, eine gute Schärfe und bietet auch in schlechteren Lichtverhältnissen für eine Frontkamera ein angemessenes Bild. Die Kamera auf der Rückseite steht etwas aus dem Gehäuse hervor und scheint identisch zur Frontkamera zu sein. Hier fragen wir uns, ob es wirklich nötig war, sie aus dem Gehäuse hervorstehen zu lassen. Schließlich integriert Alcatel sie frontseitig im Rahmen, ohne aufzutragen. Videos nehmen beide Kameras mit 1080P bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Stabilisiert wird digital.

Für die Klangausgabe sitzen an der von der Frontkamera gegenüberliegenden Unterseite des Rahmens zwei Lautsprecher. Alcatel schreibt auf ihrer Webseite ebenfalls von zwei Lautsprechern. Im Test funktioniert jedoch nur einer. Wir gehen von einem Fehler in unserem Gerät aus. Wir haben bei Alcatel angefragt und tragen ihre Antwort an dieser Stelle nach. Der eine Lautsprecher ist laut und klar. Allerdings fehlt es ihm deutlich an Bass. Für Videotelefonie ist der Sound gut geeignet. Auch die zwei Mikrofone leisten einen guten Dienst. Unser Gegenüber versteht und klar und deutlich.

Das Display ist mit 10 Zoll (ca. 25 cm) für Videochat angenehm groß. So sind auch Teilnehmer, die sich auf viele kleine Fenster verteilen, gut zu erkennen. Der Bildschirm bietet lediglich eine Auflösung von 1280 × 800 Pixel. Für Videochat ist selten mehr nötig. Allerdings wünscht man sich beim Lesen von kleinen Schriften etwas mehr Schärfe. Eine Full-HD-Auflösung hätte dem Alcatel 3T10 2020 gutgetan. Die Farben sind verglichen mit hochwertigeren Panels eher blass. Auch die Helligkeit hätten wir uns höher gewünscht. Die Blickwinkel sind nicht optimal. Wer von der Seite darauf blickt, bekommt ein farbärmeres, grauschleierbelegtes Bild. Hier kommt noch hinzu, dass die Displayoberfläche deutlich spiegelt. Das Display ist brauchbar, aber einer der schwächsten Komponenten des Tablets.

Im Inneren des Alcatel 3T10 werkelt der 2020 vorgestellt Einstiegs-SOC Mediatek MT8766B. Der Vierkernprozessor taktet mit 1,8 GHz und wird von 2 GByte RAM und der Grafikeinheit PowerVR GE8300 unterstützt. Seine Power reicht vollkommen für Videochats jeder Art aus. Wir schaffen es im Test nicht, ihn mit Bewegtbildinhalten an seine Grenzen zu bringen. Auch das Surfen im Web gelingt gut und nur bei komplexen Seiten zeigen sich kleine Ruckler. Für einfache Spiele ist er geeignet, für anspruchsvolle eher nicht. Beim schnellen Wechsel zwischen Apps oder dem Öffnen neuer Apps sollte man keine Höchstleistungen erwarten. Hier kann es zu Verzögerungen von bis zu zwei Sekunden kommen.

Der Akku des Alcatel 3T10 misst 5500 mAh. Das ist für ein Tablet mit einem sparsamen Prozessor und einem vergleichsweise dunklen Display ziemlich viel. Entsprechend hält das 3T10 auch lange durch, bevor man es über den USB-C-Port wieder aufladen muss.

Die Besonderheit am Alcatel 3T10 ist seine LTE-Fähigkeit. Wer nach einem Gerät mit SIM-Kartenslot sucht, muss üblicherweise deutlich mehr auf den Tisch legen. Mit eingelegte SIM-Karte greift das Alcatel 3T10 ortsunabhängig auf das Mobilfunknetz zu. So kann man mit ihm auch telefonieren.

Wer das Tablet für seinen minderjährigen Nachwuchs kauft, sollte sich über Kontrollmechanismen Gedanken machen. So bietet etwa Google die Lösung Family Link an. Hier werden je auf dem Eltern- und auf dem Kinder-Android-Gerät korrespondierende Apps installiert. Anschließend erhalten Eltern umfassende Rechte über das Kinder-Tablet/-Smartphone. Dazu gehört das Bestimmen von Zeitplänen und vieles mehr. Etwa können Apps nur nach einer Genehmigung der Eltern auf ihren Geräten installiert werden. Gleiches gilt für den Besuch von Webseiten, die auf Wunsch explizit freigegeben werden müssen.

Das Alcatel 3T10 mit 32 GByte Speicher ist seit Ende Januar 2021 verfügbar und kostet aktuell 170 Euro. Das etwas schwächer ausgestattete Alcatel 3T10 mit 16 GByte Speicher ist seit September 2020 am Markt und kostet 130 Euro. Es bietet ebenfalls ein LTE-Modem. Wer auf das LTE-Modem verzichten kann und nochmal deutlich sparen will, sollte sich das Alcatel 1T10 anschauen. Es ist zwar nochmal etwas abgespeckt, kostet dafür aber auch nur 100 Euro.

Das Alcatel 3T10 ist nicht perfekt. Am meisten stört uns das spiegelnde, zu dunkle und wenig blickwinkelstabile Display. Auch die Performance dürfte gerne höher sein. Dann merkt man an der Kunststoffrückseite und den großen Maßen, dass es sich hier um ein Tablet der unteren Mittelklasse handelt.

Das alles ist jedoch für den Preis von 170 Euro völlig in Ordnung. Es eignet sich fürs Homeschooling. Denn die Frontkamera ist überraschend gut, der Sound laut und das Display mit 10 Zoll angenehm groß. Kommt noch hinzu, dass das Alcatel 3T10 LTE-fähig ist, also mit entsprechender SIM-Karte ortsunabhängig online ist.

Wer sich überlegt, für den Nachwuchs ein Tablet zuzulegen, der kann bedenkenlos zum Alcatel 3T10 greifen. Dass es auch viele weitere günstige Alternativen gibt, zeigt unser Ratgeber: Android-Tablets unter 150 Euro . Worauf man beim Kauf eines Tablets ganz allgemein achten sollte, zeigen wir in der Kaufberatung Tablet: Was darf ein gutes Tablet kosten?

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