Acer Swift 3 im Test: 14-Zoll-Laptop mit starker Akkulaufzeit

Acer Swift 3
Pro und Contra
  • Fingerabdrucksensor
  • HDMI und Thunderbolt 4
  • lange Akkulaufzeit
  • Tastaturbeleuchtung stört bei Tageslicht
  • Arbeitsspeicher nicht erweiterbar 
  • 4.5

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Als leichtes Notebook mit Evo-Zertifikat verspricht der Acer Swift 3 eine lange Akkulaufzeit und starke Leistung für 700 Euro. Ob das zutrifft, zeigt der Test.

Der neue Acer Swift 3 tritt als kompakter und leistungsstarker Laptop in die Fußstapfen der „Ultrabooks“. Das Notebook verfügt über die Intel-Zertifizierung „Evo“. Diese verleiht der Chiphersteller an kompakte, aber leistungsstarke Laptops, wenn diese bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Art von PC bietet sich für jeden an, der viel mit dem Gerät unterwegs ist, aber keine Einbußen bei der Performance in Kauf nehmen möchte.

Intel Evo-Laptops müssen eine Akkulaufzeit von mindestens 9 Stunden erfüllen bei permanenter Internetverbindung über Wi-Fi sowie einer mittleren Bildschirmhelligkeit von 250 cd/m². Zudem laufen in den Laptops Prozessoren des Typs Intel Core i5 oder Core i7 der elften Generation. Eine Thunderbolt-4-Schnittstelle sowie Wi-Fi 6 sind Pflicht. Dazu gehören weiterer gemeinsame Standards für Audio-Geräte, die Webcam sowie das Display und ein schlankes und leichtes Gehäuse. Der Rechner soll zudem in wenigen Sekunden aus dem Ruhezustand erwachen.

Der Acer Swift 3 ist mit knapp 700 Euro preislich unterhalb des Acer Swift 5 (Testbericht) eingeordnet, verzichtet aber dafür auf einen Touchscreen. Wie gut sich das kompakte Gerät im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, verrät unser Test aus der Themenwelt Laptop. Weitere Windows-Notebooks dieser Art zeigen wir im Ratgeber Leicht und trotzdem stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

Der klassische Clamshell-Laptop mit 14-Zoll-Display misst 32,3 x 21,9 x 1,6 Zentimeter und wiegt 1,2 Kilogramm. Das ist etwa 2 Zentimeter breiter als ein Blatt DIN A4. Dadurch passt das Swift 3 komfortabel in eine Arbeits- oder Handtasche. Es entspricht bei der Größe in etwa dem Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht), wiegt jedoch knapp 140 Gramm weniger. Noch leichter mit einem Gewicht von knapp 1 Kilogramm waren bei unseren Tests nur das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon (Testbericht) sowie Acer Swift 5 (Testbericht).

Optisch sieht der Laptop durch die Lackierung in Silber hochwertig und schick aus. Das Gehäuse aus Aluminium macht dabei einen robusten Eindruck. Die Verarbeitung ist rundum gelungen. Die Tasten bieten einen festen Druckpunkt, Spaltmaße stören das Erscheinungsbild nicht. Auch die Scharniere sind sehr straff und verharren in gewünschten Position, nichts klappert oder wackelt. Der Rand um das Display fällt schmal aus, bietet aber noch Platz für eine mittig angebrachte Webcam. Auffällig ist ein Lüfterelement auf der rechten Seite des Gehäuses oberhalb der Tastatur nahe der Scharniere des Bildschirms.

Der Ein/Ausschalter ist als gewöhnliche Taste rechts oben innerhalb des Keyboards aufgeführt. Das birgt ein gewisses Restrisiko, beim Tippen an den Knopf zu gelangen. Eine deutlich abgetrennte Lösung für den Power-Knopf wie beim Huawei Matebook 14s (Testbericht) oder den Geräten von Lenovo finden wir daher praktischer.

Als Prozessor kommt ein Intel Core i5-1135G7 der elften Generation („Tiger Lake“) mit vier Kernen und acht Threads zum Einsatz. Die maximal Taktfrequenz der CPU liegt bei 4,2 GHz. Für die Berechnung von Grafiken ist die integrierte GPU Iris Xe Graphics zuständig. Die Kombination sorgt für starke Leistung mit Fokus auf Produktivität und Alltagsaufgaben.

Beim Benchmark von PCmark 10 erreichten wir damit durchschnittlich etwa 4800 Punkte. Damit liegt das Notebook gemeinsam mit dem Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht) und Acer Swift 5 (Testbericht) an der Spitze der Laptops mit Core i5. Noch stärker waren in diesem Leistungstest nur Rechner mit Core i7 der elften Generation, wie das Huawei Matebook 14s (Testbericht), oder Laptops mit AMD-Ryzen-CPU (Ratgeber), etwa Huawei Matebook 16 (Testbericht) sowie Huawei Matebook D16 (Testbericht). Beim Betrieb bleibt der Swift 3 auch bei Auslastung angenehm leise.

Für Spiele ist das Swift 3 weniger geeignet. Zwar sind die Onboard-Grafikchips von Intel deutlich besser geworden und übertreffen mittlerweile eine AMD Radeon RX Vega 8, können aber nicht mit einer dedizierten Grafikarte vom Typ Nvidia Geforce mithalten. Beim Benchmark „Time Spy“ von 3Dmark erreichten wir 1560 Punkte. Das liegt leicht über dem Niveau des Lenovo Yoga Slim 7. Zum Vergleich: Unser alter Referenz-PC mit nicht ganz taufrischer GeForce GTX 1660 Ti (Testbericht) erreicht in diesem Test fast 6000 Punkte. Für ältere Spieltitel mag die Leistung des Swift 3 reichen, wer aber mit einem Notebook ernsthaft zocken möchte, sollte eher einen Blick auf Gaming-Laptops: Spielspaß für zu Hause und unterwegs ab 666 Euro (Ratgeber) werfen. Eine Alternative für Geräte mit schwächerer Hardware ist hingegen Cloud-Gaming (Ratgeber).

16 GByte RAM sind dem Preis mehr als angemessen, die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse bieten nur 8 GByte RAM. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet und damit nicht erweiterbar, was bei kompakten Rechnern aber üblich ist. Acer liefert das Swift 3 bereits mit Windows 11 aus. Als Datenspeicher nutzt das Acer Swift 3 eine flotte NVMe-SSD mit 512 GByte Speicherkapazität. Beim Benchmark von PCmark erreichten wir damit 2500 Punkte, das ist bisher der beste Wert aus unseren Tests für Massenspeicher in einem Notebook. Die Lesegeschwindigkeit liegt bei 312 MByte/s. Damit liegt es auf dem ähnlich hohen Niveau des Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht). Dank Support von Wi-Fi 6 ist das Notebook schnell im heimischen WLAN unterwegs und nutzt Bluetooth 5.1 für die Verbindung mit externen Geräten.

Lobenswert ist das Angebot an Anschlüssen. Neben dem laut Evo-Zertifikat obligatorischen Thunderbolt-4-Steckplatz nach USB-C finden sich zwei USB-A-Slots (USB 3.0) sowie ein HDMI-Anschluss für externe Monitore. Letzteres ist gerade bei kompakten Laptops selten zu finden. Damit verfüg das Gerät über zwei Videoausgänge. Einen Klinkenausgang für Kopfhörer ist ebenfalls an Bord, ein Speicherkartenleser fehlt allerdings.

Die Chiclet-Tastatur arbeitet angenehm leise und bietet einen soliden Druckpunkt mit kurzem Hub. Dieser könnte noch eine Spur markanter sein, um ein besseres haptisches Feedback zu liefern. Alles in allem tippt es sich mit dem Swift 3 aber gut und schnell, das Touchpad macht zudem einen verlässlichen Job. Die Beleuchtung der Tasten ist praktisch, wenn man bei wenig Licht mit dem Rechner arbeitet. Allerdings erscheint uns das Konzept für den Tag nicht ganz durchdacht. Da die Tasten selbst silbern sind und die Schriftzeichen in Weiß aufleuchten, kann man bei Tageslicht die Beschriftung kaum noch erkennen. Hier sollte man zum Stromsparen die Beleuchtung lieber deaktivieren, wenn es noch hell ist.

Die Webcam bietet 0,9 Megapixel und löst mit maximal 720p auf. Das ist an sich Standard bei solchen Laptops. Warum noch immer solche schwachen Webcams zum Einsatz kommen, verstehen wir aber nicht. Wenigstens Full HD mit 1080p wäre in Zeiten von Homeoffice angemessen, zumal die meisten neuen Smartphone bis 200 Euro (Bestenliste) dazu in der Lage sind. Dieses Problem betrifft allerdings nahezu alle Notebooks – sogar die teuren. Die Bildqualität der Webcam geht für Videochats bei 720p in Ordnung, mäßige Schärfe lässt sich bei der niedrigen Auflösung aber einfach nicht verhindern.

Eine Entsperrung per Gesichtserkennung ist mangels IR-Kamera nicht vorgesehen, dafür gibt es den Fingerabdrucksensor. Dieser liegt rechts unterhalb der Pfeiltasten der Tastatur und arbeitet äußerst zuverlässig. Gerade in Zeiten von Corona erweist sich die Entsperrung per Gesichtserkennung ohnehin problematisch, wenn man etwa bei einer Zugfahrt eine Maske trägt.

Das Mikrofon neigt dazu, Sprachübertragung gelegentlich abzuhacken, wenn man zu weit vom Gerät entfernt ist. Für Videokonferenzen raten wir daher zu einem Headset (Ratgeber). Besser sieht das bei den Lautsprechern aus. Diese unterstützen DTS (Digital Theater Systems) und bieten einen ausgewogenen, klaren und räumlichen Klang. Zum Musikhören fehlt es bedingt durch die Bauart an Tiefen und Volumen, was dazu führt, dass die Höhen stark betont sind. Zum Abspielen eines Videoclips oder für eine Videokonferenz am PC reichen die Lautsprecher aber aus.

Das matte IPS-Display im 16:9-Format misst 14 Zoll (35,56 Zentimeter) in der Diagonale und kommt ohne Touch-Eingabe aus. Es löst mit maximal 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) auf. Die Bildqualität überzeugt und liefert einen guten Kontrast und kräftige und naturgetreue Farben. Die Blickwinkelstabilität ist aus allen Lagen gut.

Bei der maximalen Helligkeit messen wir knapp 320 cd/m². Das geht in Ordnung, kann aber nicht ganz mit anderen Notebooks wie dem Acer Swift 5 (Testbericht) mithalten. Je heller ein Display, desto besser bleibt es im Freien ablesbar. Die matte Bildschirmoberfläche reduziert Spiegelungen spürbar, was die Lesbarkeit bei Sonnenlicht zusätzlich erhöht.

Als Energiequelle dient ein Li-Ionen-Akku mit 4 Zellen und 56 Wh. Für das Netzteil mit 65 Watt steht ein Hohlstecker zur Verfügung, das finden wir gut, denn so bleibt der Thunderbolt-4-Anschluss frei für andere Aufgaben. Alternativ kann dieser aber ebenfalls zum Laden genutzt werden.

Das Versprechen von Intel für Evo-Laptops scheint aufzugehen. Das Acer Swift 3 hält beim Battery Test von PCmark bei einer Helligkeit von über 200 cd/m² satte 11,5 Stunden durch. Mit niedrigerer Helligkeit sind sogar 12 Stunden drin. Der Test simuliert eine Reihe von täglichen Aufgaben in Endlosschleife, bis der Rechner aufgrund eines leeren Akkus in den Ruhemodus geht. Damit liegt das Acer Swift 3 gemeinsam mit dem Honor Magicbook 14 (Testbericht) und Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht) an der Spitze der Ausdauerläufer aus unseren Tests. Unter hoher Auslastung im Gaming-Modus hält das Geräte noch gut 2,5 Stunden durch, das ist ebenfalls ein Spitzenwert.

Die UVP für das von uns getestete Modell SF314-511 des Swift 3 in Silber (Pure Silver) mit 16 GByte RAM und 512 GByte NVMe-SSD liegt bei 749 Euro. Die günstigsten Angebote für das Notebook starten bei 697 Euro. Diese Baureihe gibt es zudem in den Farben Blau (Stream Blue) und Rot (Berry Red). Mit stärkerem Intel Core i7 kostet das Modell mindestens 888 Euro. Es gibt die Festplatte auch mit 1 TByte.

Das Acer Swift 3 ist ein hervorragendes und kompaktes 14-Zoll-Gerät für jeden, der häufig seinen Laptop mitnehmen möchte. Die Akkulaufzeit ist mit fast 12 Stunden ausgezeichnet, für genügend Leistung für Arbeit und Unterhaltung (außer Spiele) sorgt der Intel Core i5. Die Verarbeitung ist tadellos, das Gewicht hält sich mit 1,2 Kilogramm in Grenzen. Eine gute Ausstattung, das matte Display und ausreichend Anschlüsse (Thunderbolt 4, HDMI, USB-A, Klinke) runden das Paket ab. Das Display könnte etwas heller und die Tastatur markanter sein, aber ein vergleichbares Laptop mit 16 GByte RAM bekommt man derzeit so gut wie gar nicht für diesen Preis.

Ebenfalls über ein Evo-Zertifikat verfügt das vergleichbar flotte Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht) mit sehr schicker Optik und tollem Sound. Ähnliche Features bietet zudem das Honor Magicbook 14 (Testbericht). Wer ein noch leichteres Gerät mit Touchscreen sucht, sollte einen Blick auf das Acer Swift 5 (Testbericht) für 1000 Euro werfen. 90 Hertz und 2,5 K bietet darüber hinaus das Huawei Matebook 14s (Testbericht). Weitere Alternativen zeigen wir im Ratgeber Leicht und trotzdem stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

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