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Zolo Liberty+: True Wireless mit 48 Stunden Laufzeit im Test

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Das True-Wireless-Headset Zolo Liberty (Testbericht) hat bei uns im Test gut abgeschnitten. Nun haben wir uns auch die etwas teurere Plus-Ausführung angesehen, die unter anderem mit noch längerer Akkulaufzeit und noch besserem Sound auftrumpfen will. Ob dem Zolo Liberty+ das gelingt, zeigen wir in unserem Test.

Schon der Zolo Liberty hat uns bezüglich Design und Verarbeitung gut gefallen, der Liberty+ kommt noch hochwertiger daher. Insbesondere fiel die Ladebox auf: Sie ist aus Metall und besitzt rundum laufend eine angefräste Kante, die der Box einen edlen Look verleiht. Der Deckel schließt und hält magnetisch. Am Gehäuse sitzt ein MicroUSB-Anschluss zum Aufladen des Akkus, der sich hinter einer Abdeckklappe befindet. Vorne befinden sich drei LEDs, die den Status anzeigen.

Zolo Liberty+
Bild: Techstage

Bei den In-Ear-Hörern existieren keine sichtbaren Unterschiede zu denen des Zolo Liberty: Sie sind größtenteils mit gummiertem Material überzogen und haben jeweils einen Funktionstaster mit Herstellerlogo an der Seite. Ein Mikrofon zum Telefonieren besitzt nur der rechte Ohrstöpsel.

Wie schon beim Liberty gehören zwei Treiber mit Graphen-Membran dazu, einem Material dass nach Aussagen des Herstellers für „einen herausragenden Klang über den gesamten Frequenzbereich“ sorgen soll. Statt 5,5-Millimeter-Treiber gehören zum Liberty+ 6-Millimeter-Treiber. Der Frequenzbereich des Headsets geht von 20 Hz bis 20 KHz. Statt Bluetooth 4.2 zur Verbindung mit dem Smartphone steht Bluetooth in Version 5.0 bereit. Gegen Schweiß sind die Ohrhörer nach IPX5 geschützt. Im Vergleich um Zolo Liberty verfügt der Liberty+ über die Möglichkeit, Umgebungsgeräusche einzublenden: die so genannte Transparency.

Was die Kapazität der Akkus in den Ohrhörern und der Transportbox angeht, veröffentlicht der Hersteller auch beim Liberty+ keine genaueren Informationen. Da die Laufzeit in Verbindung mit der Transportbox doppelt so lange sein soll wie beim Liberty , dürfte der Akku im Case entsprechend größer sein: Der Hersteller gibt für das Headset eine Betriebsdauer von bis zu 3,5 Stunden mit einer Ladung an; in Verbindung mit Lade-Case soll das nächsten Aufladen erst nach 48 notwendig sein. Und in der Tat hält der Akku des Liberty+ , den wir immer wieder aufluden, wesentlich länger als der schon von uns als Langläufer betitelte Zolo Liberty.

Zolo Liberty+
Bild: Techstage

Im Lieferumfang befinden sich wieder Ohrpassstücke in drei Größen und so genannte Jackets in ebenfalls drei Größen. Diese Überzüge für die In-Ears sollen für noch bessern Halt im Gehörgang sorgen. Und auch beim Liberty+ gibt es wieder ein hochwertiges Ladekabel: mit Stoffbezug.

Wie schon beim Zolo Liberty fanden wir das Überstülpen der sogenannten Jackets etwas fummelig. Allerdings sorgen diese in Verbindung mit den herkömmlichen Ohrpassstücken für einen wirklich sehr guten Halt. Und hat man die für sich passende Größe gefunden, muss man die Jackets ja auch nicht mehr wechseln.

Für das Setup nehmen Nutzer einfach die Ohrhörer aus der Ladeschale und verbindet sie in den Bluetooth-Einstellungen – das ist alles. Mit einer speziellen App – erhältlich für Android und iOS – lassen sich verschiedene EQ-Presets auswählen und die schon erwähnte Transparency aktivieren – die Möglichkeit die Umgebungsgeräusche einzublenden. Die App funktioniert nicht mit dem Zolo Liberty, nur mit dem Liberty+. Die Steuerung hingegen gestaltet sich beim Zolo Liberty+ und beim Zolo Liberty gleich: Um Musik zu pausieren oder fortzusetzen gilt es, einen der beiden Taster kurz zu drücken. Einen Titel vor geht es mit einem Druck am rechten Ohrhörer. Ein Druck links – und es geht einen Titel zurück. Google Assistant – respektive Siri – öffnet sich nach einem Doppelklick rechts auf dem verbundenen Handy. Eingehende Telefonate nehmen Nutzer mit einem kurzen Druck auf einen der Taster an, abgelehnt wird durch circa einsekündiges Drücken eines Tasters.

Klanglich hat uns der Zolo Liberty seinerzeit sehr gut gefallen und auch der Liberty+ klingt toll. Dank der etwas größeren Treiber ist der Bassbereich etwas satter, ansonsten punktet das Headset mit Detailfreude im gesamten Klangspektrum, warmen Mitten und kristallklaren Höhen. Auch beim Telefonieren macht der Bluetooth-Kopfhörer einen guten Job: Die Gesprächsqualität ist gut und es gab im Test keine Abbrüche oder andere Probleme.

Mit bis zu 48 Stunden in Verbindung mit Ladebox zeigt sich der Zolo Liberty+ unseres Wissens unschlagbar bezüglich Laufzeit bei True-Wireless-Kopfhörern. Davon abgesehen klingt das Headset auch toll und legt einen hochwertigen Auftritt hin. Damit ist der Preis von knapp 150 Euro mehr als gerechtfertigt und das Geld gut angelegt. Wem nur 24 Stunden Laufzeit genügen, der sollte sich hingegen den Zolo Liberty (Testbericht) anschauen. Der kostet über 50 Euro weniger und klingt fast genauso gut.

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