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Zolo Liberty: True-Wireless-Langläufer mit tollem Klang

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Die True-Wireless-Kopfhörer Anker Zolo Liberty wollen vor allem mit ungewöhnlich langer Laufzeit punkten. In Verbindung mit dem zugehörigen Ladecase sollen die Stöpsel bis zu 24 Stunden durchhalten. Ob das tatsächlich der Fall ist und wie sie klingen erfahrt Ihr in unserem Test.

Der Anker Zolo Liberty kostet um die 100 Euro, präsentiert sich in Sachen Design, Verarbeitung und Haptik jedoch wertiger, als wir zu diesem Preis erwartet haben. Wie üblich bei True-Wireless-Kopfhörern befinden sich an jedem Stöpsel Ladepins für den Kontakt mit dem Akku in der Transportbox, außerdem jeweils ein Bedien-Taster und die Beschriftung für das korrekte Ohr. Zum Telefonieren gibt es nur ein Mikrofon, das sitzt im rechten Ohrhörer.

Die In-Ears sind zum Großteil mit gummiertem Material überzogen; der Taster ist aus stabilem und hochglänzendem Kunststoff gefertigt und trägt das Logo des Herstellers. Die magnetisch schließende Transportbbox hat vorne drei LEDs, die den aktuellen Ladestand anzeigen. Eine LED blinkt: unter 30 Prozent, eine LED leuchtet, eine blinkt: zwischen 30 und 70 Prozent, zwei LEDs leuchten, eine blinkt: über 70 Prozent und drei leuchtende LEDs: komplett aufgeladen.

Die Zolo Liberty haben zwei dynamische 5,5-Millimeter-Treiber mit Graphen-Membran. Es handelt sich dabei um ein aus Kohlenstoff gewonnenes Material, das Anker zufolge für „einen herausragenden Klang über den gesamten Frequenzbereich“ sorgt. Der Frequenzbereich der Ohrhörer reicht von 20 HZ bis 20 KHz, die Impedanz beträgt 16 Ohm. Zur Verbindung zum Smartphone gibt es Bluetooth in Version 4.2. Mit seiner IPX5-Zertifizierung ist das Headset gegen Schweiß und Wasser geschützt.

Zur Kapazität der Akkus von In-Ears und Ladebox veröffentlicht der Hersteller keine Informationen. Bei der versprochenen Laufzeit von bis zu 24 Stunden vermuten wir eine Batterie mit höherer Kapazität als bei allen bislang von uns getesteten True-Wireless-Kopfhörern im Ladecase. Darauf scheint auch zu deuten, dass sich die Transportbox verhältnismäßig schwer anfühlt. Was die versprochene Laufzeit angeht (bis zu 3,5 Stunden mit einer Ladung, in Verbindung mit Ladecase bis zu 24 Stunden) nimmt der Hersteller den Mund nicht zu voll: Wir kamen im Test auf Laufzeiten der In-Ears zwischen drei und vier Stunden und konnten diese knapp sechs mal wieder im Transportcase aufladen. Das entspricht also ungefähr dem, was der Hersteller angibt.

Bild: Techstage In Verbindung mit dem Ladecase bieten die Zolo Liberty eine herausragende Laufzeit.

Neben herkömmlichen Ohrpassstücken in drei Größen liegen dem Zolo Liberty noch „Jackets“ getaufte Passstücke in ebenfalls drei Größen bei. Es handelt sich dabei um Überzüge, die über die kompletten Ohrstöpsel gezogen werden und in Verbindung mit den normalen Aufsätzen für einen noch besseren Halt in der Ohrmuschel sorgen sollen. Zum Lieferumfang gehört außerdem noch ein sich wertig anfühlendes Ladekabel mit Stoffbezug.

Während die normalen Ohrpassstücke wie gewohnt genutzt werden, erfordert das Überstülpen der Jackets ein wenig Geduld. Diese ersetzen nicht die herkömmlichen Ohrpassstücke, sondern sorgen nur für zusätzlichen Halt im Gehörgang. Das hat bei uns sehr gut funktioniert. Saß der Zolo Liberty mit den normalen Passstücken schon recht gut, erzielten wir mit dem am besten passenden Komplettüberzug zusätzlich einen noch sichereren Halt.

Bild: Techstage Die Kombination aus herkömmlichen Ohrpassstücken und den "Jackets" ermöglicht einen guten Sitz.

Das Setup ist simpel: Aus der Ladebox genommen, schaltet sich das Headset automatisch ein und wird über die Bluetooth-Einstellungen des Handys gekoppelt. Nach dem ersten Verbindungsaufbau geschieht das künftig automatisch, im Test klappte das jedes Mal zügig und problemlos. Die Verbindung über Bluetooth 4.2 erwies sich als stabil, es gab keine Aussetzer oder Abbrüche innerhalb der Testphase.

Um Musik zu pausieren oder fortzusetzen, drückt der Nutzer einen der beiden Taster kurz. Um zum nächsten Titel zu springen, ist etwas längeres Drücken am rechten Ohr notwendig, um einen Titel zurück zuspringen am linken Ohr. Ein Doppelklick rechts öffnet Google Assistant respektive Siri auf dem verbundenen Handy und erlaubt Anfragen über das Headset. Eingehende Telefonate nimmt der Nutzer mit einem kurzen Druck auf einen der Taster an, will er den Anruf ablehnen drückt er den Button circa eine Sekunde.

Bild: Techstage Klanglich hat uns das Headset gut gefallen.

Der Zolo Liberty hat uns klanglich überzeugt. Das Headset bietet ein klares und detailliertes Klangbild über das gesamte Spektrum. Auch der Bassanteil ist ordentlich – wer untenherum auf richtig Wumms steht, dem sind die tiefen Frequenzen jedoch eventuell etwas zu wenig gefeatured. Uns gefällt die Abstimmung allerdings gut, sie eignet sich in unseren Ohren sowohl für Pop, Jazz aber auch Rock. Die Sprachqualität beim Telefonieren ist ebenfalls gut, sowohl verstand uns der Gegenüber gut als auch wir den Anrufer. Gesprächsabbrüche hatten wir im Test nicht.

Der Zolo Liberty bietet ein gutes Preisleistungsverhältnis. Klanglich geht er in Richtung hochpreisigerer Kopfhörer im Bereich zwischen 150 und 200 Euro, kostet aber eine gute Ecke weniger. Auch die Ausstattung mit den diversen Ohrpassstücken kann sich sehen lassen – mehr bieten unsere Favoriten Jabra Elite Sport (Testbericht) und Sony WF-1000X (Testbericht) auch nicht, klingen allerdings noch besser als der Zolo Liberty. Wer aber nicht mehr als 100 Euro ausgeben möchte, und/oder ein gut klingendes True-Wireless-Headset mit sehr langer Laufzeit sucht, dem können wir den Zolo Liberty nur empfehlen.

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