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Zenfone Max Plus: Mittelklasse mit guter Kamera und Laufzeit

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Asus will mit dem Zenfone Max Plus mit guten Kameras und großer Ausdauer punkten. Das gelingt dem Smartphone auch – zumindest größtenteils. Wo die Schwächen liegen, darüber klärt unser Test auf.

Das Zenfone Max Plus steckt in einem gut verarbeiteten Metallgehäuse. Das Design des Smartphones ist unauffällig – zumindest bei unserem Testgerät in der Farbe Deepsea Black. Das Telefon ist außerdem in den Farben Sunlight Gold und Azure Silver erhältlich. Die Abmessungen des Max Plus betragen 152,6 × 73 × 8,8 mm bei einem Gewicht von 160 g. Der Metall-Body zeigt sich ein wenig rutschig, ansonsten liegt das Handy jedoch gut und angenehm in der Hand.

Bild: Techstage

Rechts sitzen Lautstärkewippe und Powerbutton. Den Slot für SIM- und MicroSD-Karten hat der Hersteller an der linken Seite untergebracht. Unten bietet das Smartphone einen Micro-USB-Anschluss, rechts daneben den Lautsprecher. Der Kopfhörerausgang befindet sich oben. Auf der Rückseite – im linken oberen Eck – hat Asus eine Dual-Kamera platziert; ein Fingerabdrucksensor findet sich mittig im oberen Teil und ist gut erreichbar.

Im Innern des Smartphone arbeitet ein Mediatek-Prozessor mit vier Kernen für rechenintensive Aufgaben und vier Kerne für weniger rechenintensive Tasks. Der Maximaltakt des MT6750T beträgt 1,5 respektive 1 GHz. Zusätzlich zu 3 GByte RAM bietet das Gerät 32 GByte an internen Speicher mit der Möglichkeit, diesen per MicroSD-Kartenslot zu erweitern. Des weiteren verfügt das Gerät über zwei weiteren Karten-Slots für Dual-SIM-Betrieb.

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Im mobilen Internet unterstützt das Zenfone Max Plus Datenraten von bis zu 150 Mbit/s im Downstream (LTE Cat4). Die Verbindung zu einem Router erfolgt nach WLAN 802.11 b, g und n. Der fest verbaute Akku des Smartphones besitzt eine Kapazität von 4130 mAh und bietet eine Schnelllade-Funktion. Zusätzlich zu GPS gehört Bluetooth in Version 4.0 zur weiteren Ausstattung. NFC unterstützt das Handy nicht.

Das 5,7 Zoll große Display des Zenfone Max Plus besitzt ein 18:9- respektive 2:1-Bildschirmverhältnis mit Screen-to-Body-Ratio von 80 Prozent. Das IPS-Panel löst 2160 × 1080 Pixel auf. Es wirkt aufgrund seiner sehr bunten und satten Farben eher wie ein Amoled-Bildschirm. In Sachen Helligkeit bietet der Bildschirm ausreichend Reserven für die Nutzung bei direkter Sonneneinstrahlung. Was die Blickwinkelstabilität angeht, gibt es nichts zu mäkeln und auch auf Fingereingaben reagiert das Display präzise.

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Die vordere Kamera hat der Hersteller mit 8-Megapixeln und f/2.0-Blende als 85-Grad-Weitwinkelobjektiv ausgestattet. Beim Dual-Kamera-Setup auf der Rückseite handelt es sich um eine 16-Megapixel-Kamera mit f/1.8-Blende, Phasenvergleich-Autofokus und elektronischem Bildstabilisator nebst einer 8-Megapixel-Knipse mit 120-Grad-Weitwinkelobjektiv. Letztere zeigt sich nicht – wie meist bei Dual-Kameras der Fall – für Tiefenschärfe und einen Unschärfe-Effekt verantwortlich: Zwischen beiden Linsen können Nutzer umschalten und sie einzeln nutzen.

Die Idee eines Dual-Kamera-Setups mit zwei voneinander unabhängig arbeitenden Kameras gefällt uns gut. In der Praxis zeigen sich bei der Qualität jedoch deutlich sichtbare Unterschiede. Während die eigentliche Hauptkamera ausrucksstarke Farben, einen hohen Detailgrad und einen guten Kontrast liefert, sind die Aufnahmen mit der 8-Megapixel-Kamera kontrastärmer, blasser und unschärfer. Zwar können Nutzer mit dieser Kamera mehr Bildinhalt aufnehmen, haben jedoch auch eine sichtlich schlechtere Qualität.

Wie schon beim Test des Asus Zenfone 4 (Testbericht) mit identischem Frontcam-Setup können wir auch der Selfie-Kamera des Zenfone Max Plus wenig ansehnliche Ergebnisse zugestehen. Bei schlechten Lichtverhältnissen zeigt sich häufig Bildrauschen. Und auch scharfe Porträts gelingen selten.

Bild: Techstage

Mit dem MT6750T-Prozessor bietet das Zenfone Max Plus eine gute Mittelklasse-Performance, die sich mit beinahe 60.000 Punkten im Antutu auch in messbaren Werten zeigt. Das System läuft flüssig und flott, auch bei gleichzeitig geöffneten Anwendungen und beim Wechseln von Applikationen. Mit einer Akkuladung läuft das Smartphone knapp zwei Tage – auch bei reger Nutzung des Gerätes. Das Aufladen nimmt trotz Schnellladefunktion mit maximal 5 V und 2 A fast drei Stunden in Anspruch.

Der Fingerabdrucksensor zeigte sich im Test als zuverlässig. Allerdings entsperrte das Gerät einmal flott, ein anderes Mal dauerte es etwas länger. Probleme bei der Erkennung der biometrischen Informationen gab es aber nicht.

Als Betriebssystem kommt beim Zenfone Max Plus Android 7 zum Einsatz. Im Testzeitraum war der Stand der Sicherheitsupdates der 5. Februar 2018. Wie von Asus gewohnt, drückt der Hersteller der Software optisch ordentlich seinen Stempel auf. Das ist Geschmackssache. Gleichzeitig gibt es aber auch eine spezielle App, um andere Themes zu nutzen. Was Asus an Programmen vorinstalliert, lässt sich nahezu nicht deinstallieren.

ASUS ZenFone Max Plus (M1) ZB570TL schwarz

Schwarz

ASUS ZenFone Max Plus (M1) ZB570TL gold

Gold

ASUS ZenFone Max Plus (M1) ZB570TL silber

Silber


Beim Zenfone Max Plus gefallen uns Performance, Akkulaufzeit und die Qualität der Hauptkamera – auch wenn die zugehörige Weitwinkel-Knipse weniger ansprechende Ergebnisse liefert. Bei einem Preis von rund 300 Euro sollte ein Smartphone mittlerweile ein USB-Type-C-Anschluss aufweisen, und Android 7 ist auch längst überholt. Solange es keine konkreten Informationen zu einem Update auf Android 8 gibt, erscheint uns das Smartphone nicht besonders attraktiv. Das ZTE Blade V9 (Testbericht) bietet zum geringeren Preis in den meisten Bereichen mehr.

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