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ZTE Blade V9: edle Mittelklasse mit guter Dual-Cam im Test

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Auf Design und Kamera liegt der Fokus beim ZTE Blade V9. Mit beidem kann das knapp 270 Euro teure Smartphone in der Tat punkten, wie unser Test zeigt. Aber auch in anderen Bereichen macht das Handy eine gute Figur.

Das Blade V9 präsentiert sich nach dem Auspacken als schickes und edel wirkendes Smartphone. Das Glas auf Vorder- und Rückseite ist an den Seiten leicht abgerundet. Um das Gerät führt ein Metallrahmen. Wer keine Schutzhülle nutzt, der sollte aber am besten immer ein Reinigungstuch dabei haben. Ansonsten sieht vor allem die Rückseite schnell unansehnlich aus: Das Glas mit durchscheinendem Glitzereffekt zieht Fingerabdrücke an. Die Verarbeitungsqualität des Blade V9 ist top. Man hat nicht das Gefühl ein relativ günstiges Mittelklasse-Handy in den Fingern zu haben – es fühlt sich wie ein Premium-Gerät an. Mit den Abmessungen von 151,4 × 70,6 × 7,6 Millimeter liegt das Telefon angenehm in der Hand.

Bild: Techstage

Power-Button und Lautstärke-Wippe bieten einen guten Druckpunkt. Sie sitzen auf der rechten Seite des Smartphones. Links hat der Hersteller SIM- und MicroSD-Kartenslot untergebracht. Oben besitzt das Gerät einen Kopfhörerausgang. Unten verfügt das Handy über einen Micro-USB-Anschluss, rechts daneben findet sich der Lautsprecher. Die Dual-Kamera sitzt auf der Rückseite in der linken oberen Ecke. Sie steht ein gutes Stück aus dem Gehäuse heraus, wodurch sich das Gerät auf dem Tisch liegend nicht gut bedienen lässt. Steckt es hingegen in der transparenten Gel-Schützhülle funktioniert dies gut; Diese Schutzhülle gehört zum Lieferumfang. Einen Fingerabdrucksensor platziert ZTE gut erreichbar: Mittig in der oberen Hälfte der Rückseite.

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Als Prozessor kommt beim Blade V9 ein Qualcomm-Chip zum Einsatz. Der Snapdragon 450 hat acht Kerne mit einem Maximaltakt von 1,8 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte, der interne Speicher 32 GByte groß. Zur Speichererweiterung steht ein MicroSD-Kartenslot bereit, der bei Bedarf auch eine zweite SIM-Karte aufnimmt.

Der fest verbaute Akku des Handys hat eine Kapazität von 3200 mAh. Über Schnellladetechnologie verfügt der Blade V9 nicht. Einmal komplett aufladen nimmt knapp eindreiviertel Stunden in Anspruch. An WLAN-Standards bietet das Smartphone 802.11 b, g und n. Mobil geht es mit LTE-A ins Internet. Zur weiteren Ausstattung gehören GPS, ein Kompass, NFC und Bluetooth 4.2.

Bild: Techstage

Das 5,7 Zoll große Display im 18:9- respektive 2:1-Format löst 2160 × 1080 Pixel auf. Somit ist die Darstellung von Inhalten ausreichend scharf. Die Blickwinkelstabilität des Handys ist gut und es weiß mit einer im positiven Sinne neutralen Farbwiedergabe zu gefallen. Auch in Sachen Leuchtkraft gefällt uns das Blade V9: auf maximal eingestellt strahlt der Bildschirm verhältnismäßig hell.

Das Dual-Kamera-Setup auf der Rückseite besteht aus einer 16-Megapixel-Kamera mit lichtstarker f/1.8-Blende, Dual-LED-Blitz und Autofokus sowie einer 5-Megapixel-Kamera mit Fixfokus. Letztere sorgt in erster Linie für Tiefenschärfeinformationen. Die Frontcam löst 13 Megapixel auf und hat einen festen Schärfebereich.

Für ein Mittelklasse-Smartphone macht das Blade V9 klasse Bilder. Nicht nur bei guten Lichtverhältnissen gelingen fast durchweg ansehnliche Aufnahmen mit ausrucksstarken Farben, hohem Detailreichtum, gutem Kontrast und hoher Schärfe. Auch in Low-Light-Szenarien macht die Knipse – dank der lichtstarken Blende – einen guten Job.

Während mit Bokeh-Effekt aufgenommene Bilder auf dem Smartphone betrachtet etwas hermachen, tritt bei Betrachten auf dem PC dann doch etwas Ernüchterung ein: Zwar wirkt der Effekt nicht so gekünstelt wie bei vielen günstigen Mittelklasse-Handys, so richtig toll sieht er aber auch nicht aus. Wahrscheinlich gelingt der Kamera-App nicht, die fokussierten Bereiche so akkurat abzutrennen, sodass richtig gute Ergebnisse möglich sind. Auch mit Herumspielen der Intensität des Effekts und dem Fokusbereich wurden fokussierte Bereiche und Unschärfe meist etwas vermischt. Beides gestattet die Kamera sowohl vor der Aufnahme als auch nachträglich per Option in der Bildergalerie.

Die Frontkamera macht einen passablen Job was Schärfe und Details angeht. Die Helligkeit gilt es jedoch, manuell etwas anzuheben.

Mit dem Snapdragon-Prozessor und dem 3 GByte großen Arbeitsspeicher zeigt das Blade V9 eine gute und flüssige Performance. Das Öffnen und Wechseln von Apps erfolgt schnell, und das System lief im Test ohne Probleme. Auch aktuelle grafisch anspruchsvollere Games sind auf dem Blade V9 kein Problem und sehen – trotz eventuell etwas heruntergeschraubter Grafikeinstellungen – in der Regel noch gut aus. Im Antutu-Benchmark kommt das Handy auf 72.244 Punkte, was die ordentliche System-Performance noch einmal bestätigt.

Bild: Techstage

Im Testzeitraum kamen wir bei entsprechend reger Nutzung jeweils problemlos mit einer Akkuladung über den Tag, viel mehr aber auch nicht. Power-User können sich also auf tägliches Aufladen einstellen. Wer das Smartphone recht gemäßigt nutzt, der dürfte zwei Tage ohne Steckdose auskommen. Der Fingerabdrucksensor zeigte sich uns im Test gerne einmal als nervend. Meist reagiert er präzise und entsperrte flott, doch manches Mal wurde der Finger erst nach mehreren Anläufen erkannt. Warum die Identifizierung einmal gut und das nächste Mal unzufriedenstellend funktionierte, konnten wir nicht herausfinden.

Der Lautsprecher des Smartphones klingt dünn und blechern. Theoretisch ließe sich der Klang mit der vorinstallierten App DTS-Sound-App verändern – allerdings fanden wir keine Music-App, in der geänderte Sound-Einstellungen hörbare Veränderungen brachte. Keine der verfügbaren Optionen 5-Band-Equalizer, Bassverstärkung, Stimmenverstärkung und Höhenverstärkung veränderte das Klangbild. Hingegen zeigte sich die Gesprächsqualität des Blade V9 im Test gut. Zwar hörten wir den Gegenüber etwas besser als dieser uns, aber dennoch zufriedenstellend. Mit Problemen wie Verbindungsabbrüchen hatten wir nicht zu kämpfen.

Großes Plus des Blade V9: Als Betriebssystem kommt die aktuelle Android Version 8.1 zum Einsatz. Im Testzeitraum war der Stand der Sicherheitsupdates der 5. Februar 2018. ZTE installiert zwar einiges an Bloatware, diese lässt sich aber fast ausnahmslos deinstallieren. Jedoch ist ein Deinstallieren der bereits erwähnten DTS-Sound-App nicht möglich.

Innerhalb der Systemeinstellungen finden sich weiterhin einige von ZTE implementierte Features in der Kategorie Funktionen. Dort können Nutzer beispielsweise die Anordnung der Navigationstasten ändern, und es stehen einige Optionen bezüglich „Gesten und Bewegung“ zur Verfügung. Darunter alte Bekannte wie „Zum Aktivieren doppelt tippen“ oder „Zum Stummschalten umdrehen“. Hinter Mi-Pop verbirgt sich ein Schnellzugriffs-Button im Floating-Style, wie man ihn von Smartphones von Xiaomi und einigen anderen Herstellern kennt.

ZTE Blade V9 gold

Gold

ZTE Blade V9 schwarz

Schwarz

Das ZTE Blade V9 punktet vor allem mit edlem Lock&Feel und guter Kamera zum fairen Preis. Zwar konnte uns der Unschärfe-Effekt nicht überzeugen, ansonsten macht die Kamera für ein Mittelklasse-Gerät einen guten Job. Während sich als Kritikpunkte auch der Lautsprecher und der Fingerabdrucksensor gezeigt haben, gibt es auf Pro-Seite eine gute Performance, ein ansehnliches Display und ein aktuelles Betriebssystem. Alles in allem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Blade V9 in unseren Augen gut.

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