Xbox Series S im Test: Günstigere Next-Gen-Konsole | TechStage
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Xbox Series S im Test: Günstigere Next-Gen-Konsole

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Die Xbox Series S kommt ohne Laufwerk und mit schwächerer Hardware. Im TechStage-Test zeigen wir, für wen sich die 300-Euro-Konsole eignet.

Neben der neuen Xbox Series X (Testbericht), die Microsoft als Flaggschiff-Produkt ins Next-Gen-Rennen schickt, bringt der Konzern die günstigere Xbox Series S auf den Markt. In diesem Test gehen wir genauer auf die Unterschiede der Xbox Series S zur Xbox Series X ein. Grundlegende Funktionen, die bei beiden Konsolen gleich sind, streifen wir nur am Rande. Bei den Software-Funktionen verhalten sich die Konsolen größtenteils identisch, sie unterscheiden sich nur bei der Hardware.

Mehr zu den Konsolen finden interessierte Leser in unsere Themenwelt Konsolen. Zudem haben wir bereits einen Beitrag für das beste Zubehör für Xbox Series S/X veröffentlicht und werfen einen Blick auf TVs, die für die Next-Gen-Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X gerüstet sind.

Die Xbox Series S kommt in einem schmalen Paket mit dem allernötigsten Zubehör. Neben der Konsole findet man ein Stromkabel (Eurostecker), einen passend weißen Controller, ein Paar passende AA-Batterien und ein High-Speed-HDMI-Kabel. Obwohl die Xbox Series S einen HDMI 2.1-Anschluss besitzt, spart sich Microsoft den Aufpreis für ein HDMI-2.1-Kabel. Das hat vor allem Auswirkungen beim Ton, denn so kann die Xbox Series S Dolby Atmos nicht unkomprimiert übertragen. Wer aber ein entsprechendes Setup hat, der kann das Kabel gegen ein HDMI Ultra High Speed austauschen.

Das Design der Xbox Series S wirkt ein wenig wie ein Lautsprecher. Die Lüftung an der Oberseite ist schwarz eingefärbt, das Gitter davor wirkt wie der Schutz einer Membran. Uns gefällt die Schlichtheit, die uns angenehm an die Designphilosophie früherer Apple-Geräte erinnert. Die Verarbeitungsqualität befindet sich auf einem ähnlich hohem Niveau. Das Gehäuse ist konsolentypisch aus Plastik, wirkt aber fest und stabil. Beim Transport werden keine beweglichen Teile hörbar, nichts knarzt, nichts biegt sich. Die Xbox Series S wirkt solide und robust gebaut.

Aufstellen kann man die Konsole horizontal oder vertikal. Die Lüftung darf dabei natürlich nicht verdeckt werden, entsprechend kann man nicht einfach andere Geräte darauf stapeln. Im Gegensatz zur Playstation 5 benötigt die Xbox Series X aber keinen Standfuß. Sie ist breit genug, um stabil zu stehen und Gumminoppen an der Unterseite verhindern ein Verrutschen. Die Noppen sind zusätzlich seitlich angebracht, wenn man das Gerät horizontal hinlegen möchte.

Die Xbox Series S.

Obwohl sie kleiner ist als die Series X, hat die Xbox Series S den gleichen Umfang an Anschlüssen wie die Xbox Series X. Vorne befindet sich ein Port für USB 3.1, hinten finden sich zwei weitere davon. Auf der Rückseite befinden sich zudem ein HDMI 2.1-Anschluss, ein Ethernet-Port sowie ein Slot für die proprietäre Speicherkarten-Erweiterung. Dabei können die gleichen Module verwendet werden, die auch bei der Series X zum Einsatz kommen. Verbaut ist außerdem ein Wifi-5-Modul für den drahtlosen Anschluss. Eine Unterstützung für Bluetooth gibt es nicht, auch wenn die Controller über eine Funkverbindung mit der Konsole kommunizieren. Sehr schön finden wir, dass unterhalb der Anschlüsse Punkte und Striche ins Gehäuse gegossen sind, damit man sie mit den Fingern ertasten kann.

Zubehör, das bereits mit den Vorgängerkonsolen kompatibel war, soll laut Microsoft auch mit der neuen Konsole funktionieren. Wir konnten natürlich nicht jede Peripherie ausprobieren, aber haben einen Arcade-Stick per USB angeschlossen, der tadellos funktioniert. Ebenso getestet haben wir den Adaptive Controller, der speziell für Personen mit Bewegungseinschränkungen entwickelt wurde (oder Menschen, die gerne mit Eingabegeräten experimentieren). Auch dieser funktioniert wunderbar. Je nachdem, wie viel Zubehör man anschließen möchte, können drei USB-Ports allerdings etwas zu wenig sein. Das gilt vor allem, wenn man seinen Speicher noch mit einer zusätzlichen Festplatte erweitern möchte. Zu diesem Punkt kommen wir später. Eine Ausnahme gibt es: Für die Kinect-Kamera gibt es keinen Anschluss, die funktioniert auch per USB-Adapter nicht mehr.

Einige habe sich am Kopf gekratzt, als sie zum ersten Mal die Produktbezeichnung “Xbox Series” gehört haben. Er mag zwar wenig griffig klingen, ergibt angesichts der Philosophie von Microsoft aber Sinn: Statt einem harten Schnitt zwischen den Konsolen soll der Übergang fließend sein. Einmal gekaufte Xbox-Spiele sollen über mehrere Gerätegenerationen hinweg spielbar sein, sogar am PC oder auf einem Smartphone soll man auf seine Titel zugreifen können.

Im Vergleich zur Xbox Series X ist die Xbox Series S nicht nur eine Variante ohne optisches Laufwerk. Stattdessen unterscheidet sie sich deutlich bei der Hardware, besitzt etwa weniger Arbeitsspeicher und eine nicht so starke Grafikkarte. Das ist mit der Grund, warum sie Microsoft eher im Bereich Full-HD und 1440p positioniert, während 4K-Gaming für die Xbox Series X aufgehoben wird.

Die Xbox Series X (links) und die Series S (rechts).

Die Frage ist nun: Wie sehr bemerkt man das? Bei den Übergangstiteln zum Launch, die auch noch für die vorherige Generation erscheinen, ist der Unterschied nicht besonders groß. Ein Beispiel ist Watch Dogs Legion: Das Open-World-Spiel von Ubisoft hat einen Patch für beide neuen Xboxen erhalten, der Raytracing einführt. Dementsprechend gibt es schöne und realistische Spiegelungen im digitalen London zu sehen, zum Beispiel in Schaufenstern. In Bewegung ist kein großer Unterschied zu sehen. Erst wenn man stillsteht, bemerkt man bei der Version der Xbox Series S eine weniger aufwendige Implementierung von Raytracing. Technikexperten werden sich sicher streiten, ob es sich überhaupt um “echtes” Raytracing handelt, denn dann würde sich sogar die Spiegelung in der Spiegelung spiegeln. Für den durchschnittlichen Spieler dürfte das aber keine allzu große Rolle spielen, denn wenn die Action bei Watch Dogs Legion abgeht, hat man ohnehin nicht viel Zeit darauf zu achten. Gut sieht das Spiel in jedem Fall auch auf der “kleinen” Konsole aus, auch wenn es Einbußen bei Texturen, Schattendetail, Antialiasing und Auflösung gibt.

Das Open World-Spiel gibt bereits einen Indiz darauf, dass es in Zukunft von dem Talent, dem Budget und der Willenskraft des jeweiligen Entwicklers abhängig sein wird, wie gut ein Spiel auf Xbox Series S optimiert ist. Während Forza Horizon 4 nicht in nativem 4K lauffähig war, unterstützt das Indie-Spiel The Touryst diese Auflösung in 60 fps. Abgesehen von 8K gelten also die gleichen Obergrenzen wie bei der Xbox Series X. Wie die Entwickler dort hinzukommen und ob sie die hohen Auflösungen unterstützen wollen, liegt in ihrer Hand.

Bei Dirt 5 haben wir größere Unterschiede festgestellt. Auch hier ist die Grafikqualität sehr gut. Wasser auf den Rallystrecken reflektiert überzeugend die Umgebung und es gibt viele hübsche Effekte. Die Leistung ist in 1080p einwandfrei, wobei es aber in 4K zu kleinen Rucklern kommen kann, etwa, wenn sich viele Fahrzeuge auf dem Schirm bewegen und etliche Partikel durch die Luft wirbeln. Wenn das stört, der kann einen Performance-Modus in den Optionen einstellen, der die Framerate konstant hält, dafür aber Auflösung reduziert. Die Grenzen der Xbox Series S werden aber beim 120Hz-Modus stark sichtbar. Überhaupt ist es zwar löblich, dass die Konsole dazu fähig ist, aber im Falle von Dirt 5 geht das mit einer drastischen Reduzierung bei der Grafik einher. Plötzlich gibt es flimmernde Kanten, die Texturen sind stark verwaschen, viele Grafikeffekte fehlen und die Beleuchtung der Strecken wirkt deutlich flacher. Richtig ekelig sind die klumpigen, unruhigen Schatten, die gar kein Detail mehr haben. Zwar fließt die Darstellung angenehm flüssig über den Schirm, aber grafisch befindet sich Dirt 5 plötzlich auf dem Niveau eines (sehr hübschen) Mobile Games.

Dank des Smart Delivery Features zieht sich die Series S die optimierte Version der Spiele. Das spart den kostbaren Speicherplatz.

Deutlich besser hat uns Ori and the Will of the Wisps im 120Hz-Modus gefallen. Der wunderschöne Plattformer arbeitet mit vielen 2D-Assets und beansprucht trotz seiner umwerfenden Ästhetik die Hardware weniger als ein 3D-Spiel wie Dirt 5. Der kleine Ori springt nun superfluffig über den Schirm und jede Animation wirkt weich wie Butter. Wir bilden uns sogar ein, ein wenig bessere Steuerung über Ori zu haben, aber die war vorher schon einwandfrei.

Wer keinen 120-Hz-Monitor besitzt und für den UHD nicht unbedingt die oberste Priorität ist, der wird die Einschränkungen nicht groß bemerken. Vermutlich wird das in der Übergangszeit der nächsten 1 bis 2 Jahre auch so bleiben.

Schneller wirkt die Xbox Series S alleine schon wegen des verbauten SSD-Speichers, der Ladezeiten deutlich reduziert. Gegenüber Spielen auf der Xbox One X kann sich die Wartezeit auf die Hälfte bis auf ein Viertel verkürzen. Hinzu kommt, dass die Konsole irre schnell hochgefahren ist. Wir konnten nicht einmal bis 10 Zählen und befanden uns schon im Hauptmenü. Das Quick Resume-Feature von der Xbox Series X ist ebenfalls vorhanden. Damit wird beim Wechsel zwischen Spielen ein Snapshot im Speicher abgelegt, so dass man später an der exakt gleiche Stelle weitermachen kann. Zumindest in der Theorie, denn zum Launch fehlte vielen Spielen noch die Fähigkeit dazu. Es liegt an den Entwicklern das per Patch nachzurüsten.

Wie die Xbox Series X ist auch die Xbox Series S abwärtskompatibel mit allen Spielen, die schon auf der Xbox One X und S lauffähig waren. Das optional aktivierbare Auto-HDR erweitert automatisch die Dynamik, während besonders bei 360- und Original Xbox-Spielen Verbesserungen wie höhere Auflösung oder bessere Framerate mitkommen.

Bei der Hochskalierung erreicht die Xbox Series S allerdings nicht 4K, sondern verdoppelt oder verdreifacht die ursprüngliche Auflösung nur. Das mag nach einer Einschränkung klingen, aber so oder so sehen die alten Spiele besser aus und laden schneller. Verbesserungen bei der Framerate fallen nicht so üppig aus wie bei der Series X. Ebenso setzt das eine unbegrenzte Framerate in den Spielen voraus. Sind Spiele auf 30 fps festgelegt, können diese nur begrenzt von der neuen Hardware profitieren. Die Xbox Series S basiert seine Abwärtskompatibilität auf die Versionen für Xbox One S.

Auch die Xbox Series S untersützt Auto HDR für ältere Spiele.

Wie bei der Xbox Series X kommt auch bei der Xbox Series S die Funktion Smart Delivery zum Einsatz. Die kann die jeweils optimierten Spiele für die entsprechende Konsole laden.

Die Xbox Series S kommt ohne optisches Laufwerk, Spiele bekommt man entsprechend nur als Download auf die Konsole. Zudem muss die Konsole beim Start des Spiels mit dem Internet verbunden sein, damit die Lizenz geprüft werden kann. Das nervt.

Die größte Einschränkung kommt durch den Speicherplatz. Microsoft setzt hier auf eine NVMe-SSD mit 500 GByte Speicher, sprich gerade halb so viel wie bei der Series X. 160 GByte belegt das Betriebssystem. Effektiv bleiben also um die 340 GByte auf dem internen Speicher übrig. Für kleine Indie-Games mag das genug Platz sein, bei AAA-Spielen wird der Platz aber eng. Die Installation von Watch Dogs Legion, Yakuza: Like A Dragon und Dirt 5 rangieren jeweils ungefähr bei 40 GB, obwohl Smart Delivery bereits reduzierte Assets installiert. Manche Spiele, wie Call of Duty: Cold War, schießen allein mit ihrer Single Player-Kampagne über die 100 GB-Marke hinaus. Für Next Gen ist also eindeutig zu wenig interner Speicher verbaut.

Trotz der kleineren Abmessungen bietet die Xbox Series S die gleichen Anschlüsse wie die Xbox Series X.

Diesen Mangel kann man auf zwei Arten angehen. Zum einen gibt es das Erweiterungsmodul, das zu diesem Zeitpunkt nur von Seagate angeboten wird. 1 TByte interner Speicher kosten hier etwa 250 Euro. Plötzlich müsste man mehr Geld investieren als in die Xbox Series X. Immerhin ist diese Erweiterung rasend schnell und erreicht ein ähnliches Level wie die interne SSD.

Günstiger ist der Anschluss einer externen Festplatte über USB. Dann allerdings bremst der USB-Port die maximale Geschwindigkeit aus. Der Nachteil: Nicht alle Spiele starten von der externen Festplatte. Dann muss man die Daten verschieben, was aber schnell geht. 10 GByte waren in etwa einer Minute übertragen. Wie bei der Series X lassen sich mehrere Kopiervorgänge planen. Bei so einer Stapelverarbeitung kommt das Betriebssystems aber schnell ins Straucheln. Als wir die Xbox Series S neu eingerichtet haben, wollten wir's wissen und haben über 50 Downloads aus dem Game Pass und unserer Bibliothek gestartet, sowie dabei Daten umher kopiert. Das funktionierte am Ende, aber manchmal reagierte die Oberfläche deswegen nicht sofort auf alle unsere Eingaben.

Bei der Xbox Series X waren wir vom leisen Laufgeräusch und der geringen Wärmentwicklung begeistert. Das Monolith-artige Gehäuse hat eine ausgezeichnete Wärmeabfuhr. Leider kann man das von der Xbox Series S nicht behaupten. Durch das wesentlich kleinere Gehäuse baut sich Wärme hier schneller auf. Hält man seine Hand über die Belüftung, ist eine deutlich warme Brise zu vernehmen. In einem geschlossenen Schrank sollte man die Konsole also auf keinen Fall unterbringen.

Ebenso ist das Gerät etwas lauter als die Series X und befindet sich vom Geräuschpegel etwa auf dem Niveau der Xbox One X oder der Playstation 5. Das ist nicht so dramatisch, besonders wenn man es mit der Playstation 4 vergleicht, die wie ein Miniatur-Flugzeug klingt. Insgesamt wirkt die Series S leise, wenn auch nicht flüsterleise.

Einen nicht sofort offensichtlichen Vorteil durch die Lautsprecher-artige Bauweise gibt es allerdings: Das Gerät ist im Stillstand wesentlich besser vor Staub geschützt als Xbox Series X oder Playstation 5.

Passend zur weißen Konsole bekommt man einen wirklich schicken weißen Controller. An dem gibt es fast nichts zu meckern, im Wesentlichen basiert er auf dem Design des ohnehin schon tollen Gamepads der Xbox One. Detailverbesserungen sind hier das etwas präzisere Digipad und eine raue Rückseite, mit der sich der Controller griffiger anfühlt.

Das Gamepad der Xbox Series S.

Hinzugekommen ist neben einer 3,5 Klinke für Kopfhörer eine Share-Taste für Screenshots und Videos. Wie sie genau reagieren soll, kann man in den Optionen festlegen. Einmaliges Antippen macht standardmäßig einen Screenshot, den man dann ins One Drive laden oder auf Social Media teilen kann. Verwenden kann man die gewohnten Akku-Packs und AA-Batterien. In unserem Test hielt der Controller ungefähr 40 Stunden durch.

Kritik haben wir bloß an den Vibrationsmotoren. Die fühlen sich toll an und besonders in den Schultertasten kann man viele Feinheiten spüren, etwa wenn man in einem Rennspiel über Unebenheiten fährt. Wir empfanden sie aber als ziemlich laut, wenn sie voll ausgereizt werden. In unserem Testkandidaten Dirt 5 haben wir als Extremtest die Vibration auf volle Stärke gestellt. Bei dem Aufprall nach einem Sprung ist die Vibration zwar schön befriedigend und wuchtig, aber man hört das Plastikgehäuse des Pads gehörig klappern. Vermutlich ist das unvermeidbar, aber wer manchmal mit reduzierter Lautstärke spielt, wird die Vibration akustisch als störend wahrnehmen. Helfen tut hier nur die Reduzierung der Stärke, sofern das Spiel eine solche Option anbietet.

Die Xbox Series S besitzt einen UVP von 299 Euro. Neben der Einzelkonsole wird es immer wieder Bundles geben.

Die Xbox Series S ist ein Wagnis für Microsoft: Sie ist eine Konsole, die kostengünstiger und weniger leistungsfähig ist als das Flagschiff Xbox Series X (Testbericht), aber trotzdem einen Einstieg in die neue Konsolengeneration bieten soll. In gewisser Weise gelingt das auch, denn besonders der schnelle Speicher und die vielen Verbesserungen bei abwärtskompatiblen Spielen fühlen sich nach einem Fortschritt an. Zudem sind auch hier technische Verbesserungen und Features vorhanden, die auf älteren Xboxen fehlen. Auch wenn das hier “nur” eine kleinere Geräteversion ist, kauft man rein vom Gefühl her trotzdem eine Next Gen-Konsole. Watch Dogs Legion ist hier ein gutes Beispiel, denn auch wenn nicht die Höhen der PC- oder Series X-Variante erreicht werden, sieht das Spiel auf der Series S klasse aus.

Für wen ist die Konsole also geeignet? Durch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass man den Speicher irgendwann erweitern möchte, sehen wir trotz der 299 Euro im Endeffekt keinen großen Preisvorteil für Vielspieler. Diese werden noch in eine externe Speicherlösung investieren müssen, wenn sie nicht ständig Spiele löschen und verwalten möchten.

Die Gamepads für Xbox Series S (links) und Series X (rechts) unterscheiden sich nur farblich).

Dieser Kritikpunkt fällt aber weg, wenn man ohnehin nicht mehr als zwei oder drei Spiele gleichzeitig spielt. Oder wenn man nur an einigen wenigen Releases im Jahr interessiert ist, wie zum Beispiel dem Evergreen FIFA. Als günstiger Einstieg, um in das Xbox-Universum hineinzuschnuppern, eignet sich die Xbox Series S ebenso. Völlig aus dem Raster fallen Sammler, die auch gerne Spiel auf Disk erwerben oder diese nach Benutzung auch gerne weiterverkaufen würden. Die haben einfach nichts von einer Konsole, die kein Disk-Laufwerk hat. Ärgerlich für sie ist auch, dass die Konsole immer online sein muss, um Spiele zu starten, da sonst der Lizenzschlüssel nicht überprüft werden kann

Empfehlen können wir das schicke Teil als Zweitgerät neben einem PC oder einer Xbox Series X. Durch die kleine Form kann man die Konsole wunderbar in einen anderen Raum stellen und hat trotzdem durch den Microsoft-Account Zugriff auf die identische Bibliothek.

Denkbar ist auch, dass man dann im gleichen Haushalt Multiplayer-Sessions durchführt. Dazu muss man eine Konsole als Hauptgerät definieren, so dass alle Accounts darauf auf alle Spiele zugreifen können, die der Hauptuser gekauft und installiert hat. So muss man die Spiele nicht doppelt kaufen. Wir haben Tetris Effect Connected damit getestet und konnten über die gleiche Internetleitung des gleichen Haushalts eine Online-Partie spielen. Dazu braucht nur der Hauptuser eine Gold-Mitgliedschaft, da sich alle seine gebuchten Account-Vorteile auf die anderen Familien-Accounts überträgt (also auch Gamepass). Zwar kann man sich mit dem primären Account auf mehreren Xboxen anmelden, aber ein Spiel darf in diesem Geflecht nur einmal aktiv sein.

Die Nutzung von Netflix oder einem anderen Medienprogramm auf einer Konsole, während auf der anderen unter dem gleichen Live-Account gespielt wurde, war allerdings kein Problem. Als Mediencenter eignet sich die Xbox Series S also in jedem Fall.

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