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Wireless Gamepad von Gembird im Test: Ideal für Konsolen

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Das extrem günstige USB-Gamepad von Gembird hat in unserem Praxistest im Februar erstaunlich gut abgeschnitten. Ob die 15 Euro teure, jedoch kabellose Version für PC sowie Playstation 2 und 3 da mithalten kann, haben wir jetzt ausprobiert.

Das Gamepad JPD-WDV-01 sieht aus wie sein Vorbild: der Playstation-2-Controller. Wie die Version mit Kabel, erreicht der schwarze Controller in einer einfachen Blisterverpackung seine Käufer. Zusätzlich zum Gamepad gehören Wireless-Adapter sowie das dazu gehörige 35 Zentimeter lange Mini-USB-Kabel zum Lieferumfang. Die zum Betrieb notwendigen zwei AAA-Batterien enthält die Verpackung nicht.
Der Wireless-Adapter wird entweder direkt in die Playstation 2 eingesteckt, oder der Controller per USB-Kabel mit PC, Playstation 3 oder dem Raspberry Pi verbunden.

Das Design des Gamepads ist eine Kopie des beliebten Sony-Controllers.


Das Vier-Wege-Steuerkreuz, die zwei Analog-Sticks und die insgesamt zehn Aktionstasten sind exakt wie beim Original-Controller von Sony angeordnet. Zusätzlich verfügt das Modell von Gembird über einen Mode-Taster, um zwischen dem digitalen und dem analogen Modus zu wechseln: Je nach Einstellung funktioniert das digitale Steuerkreuz dann auch als analoger Richtungsstick. Ein kleiner On-Off-Schalter verlängert bei der kabellosen Version die Batterielaufzeit.


Wie die kabelgebundene Version auch, liegt das Gamepad liegt, sehr gut in den Händen. Aufgrund der eingebauten Vibrationsmotoren und der beiden Batterien ist das Gewicht relativ hoch und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist überraschend gut, deutlich besser als bei der kabelgebundenen Version. Die Beschriftungen der Tasten ist zentriert platziert, und die Buttons stehen nicht weit aus dem Gehäuse.

Das USB-Kabel für den Wireless-Adapter ist mit etwa 35 Zentimetern Länge ausreichend lang. Die Reichweite des Funk-Gamepads ist ausreichend groß und wir hatten während der Tests immer eine stabile Verbindung.

Der Wireless-Adapter wird entweder in die Playstation 2 eingesteckt oder per USB-Kabel mit Rechner, Raspberry oder Playstation 3 verbunden.

Windows 10 erkennt das Wireless-Gamepad auf Anhieb. Zum Testen am Computer nutzen wir zunächst das Jump'n'Run Cuphead. Zunächst folgt auch hier die Konfiguration im Settings-Menü. Zwar können wir die Tasten zuweisen, aber auch nach einem Neustart spricht das Gamepad nicht an. Wir versuchen es zuerst mit dem Mode-Taster und anschließend mit einem Neustart: Das Gamepad funktioniert unter Cuphead trotzdem nicht.

Der Power-Schalter sitzt auf der Vorderseite des Gamepads.

Da wir den Test nicht vorzeitig abbrechen wollen, laden wir uns noch das Steam-Spiel Krunch herunter und probieren es damit. Bei dem sehr einfachen Retro-Game klappt dann alles auf Anhieb. Auch ohne weitere Konfiguration ist der Gamebird-Controller sofort einsatzbereit. Während des Spielens macht das Gamepad einen guten Job und arbeitet zuverlässig ohne Aussetzer.
Auch weitere Versuche mit Cuphead blieben bisher ohne Erfolg. Wir können nicht genau sagen, wieso ausgerechnet unser Standard-Testspiel nicht mit der kabellosen Version des Gamepads funktioniert. Die kabelgebundene Version zeigte dieses Problem nicht.
Die Vibration funktioniert beim Betrieb mit Windows problemlos; allerdings nur bei Spielen, die die Funktion auch unterstützen.

Die LEDs auf der Rückseite informieren über den Betriebszustand des Gamepads.


Ein kurzer Test mit der Playstation 3 zeigt, dass der Gembird-Controller auch damit zuverlässig funktioniert.

Am meisten interessiert uns aber das Ergebnis am Raspberry. Nach Start unserer – auf Retropie basierenden – Retro-Konsole gilt es, den Controller zunächst zu konfigurieren. Das funktioniert problemlos und dauert rund eine Minute. Dann könne wir endlich das Gamepad mit mehreren Klassikern testen. Sowohl die Richtungstasten als auch die Aktionstasten arbeiten präzise und vor allem zuverlässig. Und so macht das Spielen von Mario, Tetris und Co. viel mehr Spaß als mit dem günstigen Noname-SNES-Controller-Klon. Die Vibrationsfunktion arbeiten während des Zockens mit Retropie nicht.

Das Gamepad nutzt zwei AAA-Batterien anstatt eines Akkus.


Ob die sehr lange Batterielaufzeit von 100 Stunden tatsächlich erreicht wird, konnten wir nicht testen. Mehrere Tage Probe-Zocken war jedenfalls problemlos möglich.


Zum Zocken ist es wichtig, dass die Controller präzise und zuverlässig funktionieren – und zwar mit allen Spielen. Das ist beim Gembird leider nur zum Teil der Fall.
Beim Zocken mit der Playstation 3 oder unserer Retro-Konsole hat er gut funktioniert und war stets zuverlässig. Warum es unter Windows teilweise zu Problemen kommt, lässt sich jedoch nicht nachvollziehen.
Wer nicht gerade Cuphead spielen will und plant, das Gamepad an der Retro-Konsole zu betreiben, kann bedenkenlos zuschlagen. Auch wer einen günstigen Ersatz-Controller für seine Playstation 2 oder 3 sucht, macht mit dem 15 Euro Gamepad nichts verkehrt.
Wer einen Controller ausschließlich für den PC sucht, sollte sich entweder für das kabelgebundene Modell oder beispielsweise ein Einsteiger-Gamepad von Logitech entscheiden.

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