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Wiko View 2 Pro im Test: mit Notch und guten Kameras

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Beim View 2 Pro haben uns vor allem die Kameras imponiert. Auch in anderen Bereichen hat das 300-Euro-Handy einiges zu bieten. Stärken und Schwächen zeigt unser Test.

Das View 2 Pro steckt in einem Gehäuse mit beidseitig schräg angefrästem Metallrahmen und Glas auf Vorder- und Rückseite. Power-Button und Lautstärkewippe finden sich auf der rechten Seite des Handys, unten sind ein Micro-USB-Anschluss und der Lautsprecher untergebracht. Oben ist ein Kopfhöreranschluss, links sitzt der Kartenschacht. Die Dual-Hauptkamera hat ihren Platz auf der Rückseite links oben, mittig im oberen Drittel sitzt gut erreichbar ein Fingerabdrucksensor. Die Front-Cam ist in einer Aussparung oben innerhalb des Bildschirms untergebracht, einer „Notch“ wie man sie seit Erscheinen des iPhone X bei immer mehr Smartphones findet. Die Verarbeitung des View 2 Pro ist top, Optik und Haptik gefallen uns gut.

Bild: Techstage

Für die Performance des View 2 Pro zeigt sich ein Snapdragon-450-Prozessor von Qualcomm verantwortlich. Dem Chip mit seinen maximal 1,8 GHz taktenden acht Kernen stehen 4 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Für die Grafikleistung ist eine Adreno-506-GPU verantwortlich. Der 64 GByte große interne Speicher des Smartphones lässt sich dank eines microSD-Karten-Slots um bis zu 256 GByte erweitern. Wer auf eine Speichererweiterung verzichtet, der kann zwei SIM-Karten in den Hybrid-Karten-Slot einsetzen.

Bild: Techstage

Im mobilen Internet beträgt die maximale Geschwindigkeit beim Surfen 300 Mbit/s im Downstream dank LTE der Kategorie 6. Ins WLAN geht das Gerät nach 802.11 b, g und n. Der fest verbaute Akku des View 2 Pro hat eine Kapazität von ordentlichen 3000 mAh. Neben GPS und NFC gehört noch Bluetooth in Version 4.2 zu den technischen Spezifikationen. Neben dem Ladegerät nebst USB-Kabel befindet sich im Lieferumfang ein Headset. Klanglich konnte uns dies nicht überzeugen. Von den beiden speziell vom Hersteller für das Handy produzierten Schutzhüllen befindet sich leider keine in der Verpackung.

Das von Gorilla Glas geschützte IPS-Display im schlanken 19:9-Format hat eine Displaydiagonale von 6 Zoll. Die Auflösung beträgt nur HD+, das sind im Falle des View 2 Pro 1528 × 720 Pixel. Dementsprechend dürfte die Darstellung von Inhalten schärfer sein, die Pixeldichte beträgt nur 282 ppi. Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität hingegen sind gut. Wie einige andere aktuelle Smartphones hat auch das View 2 Pro eine Notch, eine Aussparung im Display, wo die Frontkamera sitzt. Dadurch reicht der Bildschirm bis recht weit oben, nur unten gibt es noch einen größeren Rand. An den vier Ecken ist das Display abgerundet.

Bild: Techstage

Das View 2 Pro hat eine Dual-Kamera mit zwei 16-Megapixel-Sensoren, Phasenvergleich-Autofokus, Dual-LED-Blitz und f/1.75-Blende. Eine der beiden Linsen verfügt über ein 120-Grad-Weitwinkel-Objektiv, der Nutzer kann manuell zwischen den beiden Kameras umschalten. Vorne gibt es eine einzelne 16-Megapixel-Knipse mit f/2.0-Blende und Big-Pixel-Technologie. Laut Hersteller wird dabei aus jeweils vier Pixeln das Beste verwendet, wodurch eine 4-fache Lichtempfindlichkeit entsteht und somit auch bei schlechteren Lichtverhältnissen gute Bilder gelingen sollen.

Die Bildqualität beider Kameras gefällt uns gut. Die Hauptkamera liefert auch unter Low-Light-Bedingungen noch brauchbare Ergebnisse und auch der mit den beiden Linsen realisierte Unschärfeeffekt sieht meist ansehnlich und nicht gekünstelt aus. Gut gefallen hat uns auch die Möglichkeit, bei Bedarf zwischen Weitwinkel und normaler Kamera umschalten zu können.

Bild: Techstage

Mit dem Snapdragon-450-Chip und dem 4 GByte großen Arbeitsspeicher legt das View 2 Pro eine gute Mittelklasse-Performance an den Tag. Das System läuft flüssig und flott, im AnTuTu-Benchmark kommt das Telefon auf gute 68.496 Punkte. Hänger und Denkpausen traten im Test keine auf. Was das Thema Gaming angeht, laufen auch aktuelle, grafisch anspruchsvollere Spiele meist flüssig. Abstriche muss der Nutzer bei der Grafikqualität machen, die teils etwas heruntergeschraubt werden muss. Das allerdings ohne, dass man dabei von unansehnlicher Optik sprechen kann.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet meist zuverlässig, allerdings kam es im Testzeitraum auch ab und an mal vor, dass der Abdruck erst nach zwei, drei Versuchen erkannt wurde. Dies war allerdings nur recht selten der Fall. Was die Akkulaufzeit angeht, kamen wir auf knapp zwei Tage bei intensiver Nutzung des Smartphones.

Als Betriebssystem kommt beim View 2 Pro Android in Version 8.0 Oreo zum Einsatz. Wiko verzichtet darauf, Hand an die Software anzulegen – weder optisch noch innerhalb des Systems gibt es Modifikationen von Herstellerseite. Dementsprechend stehen die Chancen gut, dass das Smartphone Updates von Google schnell und zeitnah erhält. In der Tat erhielten wir im Testzeitraum ein knapp 450 MByte großes Bugfix-Update, das auch den aktuellen Google-Sicherheitspatch vom 05. Mai mit sich brachte.

Wiko View 2 Pro schwarz

Schwarz

Wiko View 2 Pro gold

Gold

Das Wiko View 2 Pro ist in den meisten Bereichen ein schönes Smartphone, der Preis von knapp 300 Euro UVP scheint uns jedoch etwas zu hoch angesetzt. Die Konkurrenz in dieser Preislage bietet meist noch ein Full-HD-Display und einen USB-Typ-C-Anschluss. Bezüglich der Kamera-Qualität steckt das View 2 Pro hingegen einige Konkurrenten in die Tasche.

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