TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Wasserkühlungs-Komplettset Alphacool Eisbaer 280 im Test

2
von  // 

Die Wasserkühlung Eisbaer 280 soll mit ihren zwei Lüftern die CPU effizient und leise kühlen. Wir testen, wie sich die Kühlung während einer Hitzewelle schlägt.

Wer den temperaturempfindlichen Prozessor bestmöglich kühlen und gleichzeitig die Lautstärke der Lüfter gering halten möchte, dem reicht der klassische Boxed-Kühler häufig nicht mehr aus – eine Wasserkühlung muss her.

Im Rahmen einer neuen Themenwelt testen wir zunächst das aktuelle Modell von Alphacool: die Eisbaer 280 Wasserkühlung. Alphacool verspricht für diese Hardware eine perfekte Kühlung, die leistungsstark und leise arbeitet sowie Möglichkeiten zur Erweiterung bietet. Weitere Systeme folgen in den nächsten Wochen.

Bei der Eisbaer 280 setzt Alphacool auf ein modulares System aus Radiator, Schläuchen mit Schnellverschlüssen, einer wiederbefüllbaren Pumpe und zwei Lüftern. Die Leistung der Pumpe lässt sich über das Mainboard regeln und zwischen sieben und zwölf Volt einstellen. Der mit Flüssigkeit gefüllte Kühlkörper der Pumpe sitzt auf einem Kühlerboden aus feinen Kühlfinnen. Die Pumpe lässt sich an der Oberseite öffnen und neu befüllen.

Im Betrieb nimmt der flüssigkeitsgefüllte Kühlkörper die vom Prozessor abgegebene Wärme auf und transportiert sie über Schläuche an den Radiator. Der wiederum gibt die Wärme an die Umgebungsluft ab. Die am Radiator befestigen Lüfter sorgen für zusätzliche Kühlung.

In der Packung des Eisbaer 280 liegt alles, was man zum Start braucht:

  • Radiator aus Vollkupfer auf Basis von Alphacools NexXxoS-Serie
  • Pumpe: Alphacool DC-LT 2600 Ultra low noise Ceramic mit 2600 U/min
  • Lüfter: Bequiet Pure Wings 2 mit 1000 U/min und einer Lautstärke von 18,8 dB
  • Halterung für Intel- und AMD-Prozessoren
  • PWM-Adapter und Wärmeleitpaste

Alphacool legt der Eisbaer 280 alle nötigen Bauteile bei, damit Käufer die Wasserkühlung problemlos sowohl auf aktuellen Intel- als auch AMD-Prozessoren verbauen können. Die Eisbaer-Serie unterstützt dabei die folgenden Sockel:

  • Intel: 755, 1156, 1155, 1150, 1151, 1366, 2011, 2011-3, 2066, 604, 771
  • AMD: 754, 939, AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4 [Ryzen], FM1, FM2, FM2+, 940, C32, G34

Weil es sich bei allen Modellen der Eisbaer-Serie um modulare Wasserkühlungen handelt, lässt sich die Hardware mit zusätzlichen Radiatoren (etwa für eine GPU-Kühlung) und Lüftern erweitern. Käufer können außerdem die verbauten Anschlüsse mit G1/4-Zoll-Gewinde austauschen und nach Bedarf andere Schläuche mit der Pumpe verbinden.

In unserem Test gefiel uns diese Flexibilität der Eisbaer 280. Alphacool bietet entsprechende Erweiterungsmodule für die Eisbaer-Serie selbst an, zusätzlich kann man auch Produkte anderer Hersteller mit der Wasserkühlung verbinden – zum Beispiel, wenn man vier statt der mitgelieferten zwei Lüfter für eine Push-Pull-Belüftung des Radiators nutzen möchte.

Ein weiterer Pluspunkt: Alphacool legt der Eisbaer 280 einen Y-Adapter bei, mit dem sich beide Lüfter mit einem Mainboard-Anschluss (3-Pin) verbinden lassen. Das spart Platz und erleichtert die gemeinsame Steuerung der Lüfter.

Ähnlich wie die Modularität der Eisbaer 280 fiel uns im Test die Verarbeitung positiv auf: Alle Bestandteile wirken wertig und hervorragend verarbeitet – essentiell, wenn man das eigene PC-Gehäuse nicht durch einen Defekt der Pumpe oder der Schläuche fluten möchte.

Die Wasserkühlung besteht zu einem großen Teil aus Metall. Bei den Schläuchen und der Halterung für Intel-CPUs kommt außerdem Plastik zum Einsatz. Die Schläuche selbst bestehen aus biegsamem PVC und sind mit Knickschutzfedern ausgestattet, um ein Abknicken im Gehäuse zu verhindern. Trotzdem bleiben die Schläuche geschmeidig, sodass sie sich problemlos platzieren lassen.

Wer eine Wasserkühlung in den eigenen PC einbauen möchte, braucht vor allem zwei Dinge: Platz im Gehäuse sowie ein wenig Geschick. Denn während sich Boxed-Kühler oft mit wenigen Handgriffen auf der CPU montieren lassen, muss man bei einer Wasserkühlung allein schon wegen der unterschiedlichen Komponenten etwas mehr Aufwand betreiben. Unser erstes Testgehäuse war zu klein, so dass wir auf einen Midi-Tower, Typ P110 Luce von Antec umgestiegen sind. Dieser bietet oberhalb des Mainboards einen dedizierten Platz für Radiator und Lüfter. Damit ist Antec nicht alleine, zahlreiche Hersteller lassen inzwischen Platz für Wasserkühlungen. Wer also einen Umstieg auf eine Wasserkühlung überlegt, sollte eventuell auch ein neues Gehäuse in Betracht ziehen.

Im Fall der Eisbaer 280 von Alphacool funktioniert der Einbau anschließend problemlos. Man wählt die für den Prozessor passende Befestigung aus (Intel oder AMD) und stecken sie an den Kühlkörper. Anschließend müssen wir den Kühlkörper auf die CPU setzen und auf der Rückseite des Mainboards befestigen.

Beim Einbau müssen Käufer der Eisbaer 280 ein wenig Geduld beweisen, außerdem erfordert die Kühlung ausreichend Platz im Gehäuse.

Weil die Pumpe mit dem Kühlkörper direkt am Radiator hängt, gestaltet sich dieser Teil des Einbaus etwas schwierig, wenn man das Mainboard nicht aus dem Gehäuse ausbauen möchte. Das liegt daran, dass die Schrauben für die Montage an der Halterung des Kühlkörpers durch die entsprechenden Löcher im Mainboard führen und auf der Rückseite mit den zugehörigen Muttern befestigen müssen – das kann in eine ziemliche Fummelei ausarten. Besser ist es, das Mainboard für den Einbau der Wasserkühlung aus dem Gehäuse zu entfernen.

Der restliche Einbau verlief im Test problemlos: Dank der flexiblen und ausreichend langen Schläuche können wir den Radiator der Wasserkühlung flexibel im Gehäuse des PCs befestigen. Je nachdem, wie man die Lüfter am Radiator platzieren willl, verbindet man sie mit dem Radiator und schraubt die gesamte Konstruktion dann mit dem Gehäuse.

Alphacool liefert übrigens ausreichend Schrauben mit, dass man etwaige Verluste derselben beim Zusammenbau nicht weiter ins Gewicht fallen.

Ist die im Gehäuse verbaut, kann sie ihre Arbeit aufnehmen. Wie gut die tatsächliche Kühlleistung der Eisbaer 280 in der Praxis ausfällt, haben wir unter verschiedenen Bedingungen getestet:

Temperaturmessung Alphacool Eisbaer 280
CPU-Temperatur, 22 Grad Zimmertemperatur CPU-Temperatur, 30 Grad Zimmertemperatur
Leerlauf Volllast Leerlauf Volllast
50 Prozent Lüfterleistung (1300 RPM) 40 Grad Celsius 52 Grad Celsius 53 Grad Celsius 60 Grad Celsius
75 Prozent Lüfterleistung (1950 RPM) 36 Grad Celsius 49 Grad Celsius 50 Grad Celsius 55 Grad Celsius
100 Prozent Lüfterleistung (2600 RPM) 34 Grad Celsius 47 Grad Celsius 49 Grad Celsius 53 Grad Celsius

Das Gesamtergebnis unserer Messungen ist zufriedenstellend. Die Eisbaer 280 hielt die Temperatur in allen Tests durchgehend unter einem Wert von 70 Grad Celsius, selbst als wir bei hoher Außentemperatur anspruchsvolle Benchmarks auf dem PC laufen ließen. Damit bietet diese Wasserkühlung eine sehr gute Kühlleistung und stellt sicher, dass die CPU stets denjenigen Temperaturwerten fernbleibt, die für den Prozessor problematisch werden könnten (das ist je nach CPU ab 70 bis 100 Grad Celsius der Fall).

Die Geräuschentwicklung der Wasserkühlung hat uns im Fall der Eisbaer 280 positiv überrascht. Selbst unter Volllast war die Kühlung bei voller Lüfterleistung relativ leise. In einem Abstand von etwa einem halben Meter lag die Lautstärke mit 50 Prozent Lüfterleistung bei durchschnittlich 28 Dezibel, in direkter Nähe zu den Lüftern erhöhte sich dieser Wert auf bis zu 30 Dezibel. Bei voller Lüfterleistung stiegen die Werte auf 36 beziehungsweise 40 Dezibel. Damit darf sich die Eisbaer 280 zu Recht als leise bezeichnen.

Alphacool Eisbaer 280 (11287)

Alphacool Eisbaer 280

Alphacool Eisbaer 240 (11285)

Alphacool Eisbaer 240

Alphacool Eisbaer Extreme 280 (11594)

Alphacool Eisbaer Extreme 280

Alphacool Eisbaer Extreme Core 280 (11608)

Alphacool Eisbaer Extreme Core 280

Alphacool hat die Eisbaer 280 als modulare Wasserkühlung konzipiert – die Hardware lässt sich also flexibel erweitern.

Die Eisbaer 280 von Alphacool hat uns als Wasserkühlung in fast jeder Hinsicht überzeugt: Ihre Kühlleistung bewährt sich selbst unter erschwerten Bedingungen, die Verarbeitung überzeugt und die Modularität sorgt für maximale Flexibilität beim Einsatz und Einbau der Kühlungskomponenten.

Allerdings benötigen Käufer ein wenig Geduld und Geschick beim Einbau der Wasserkühlung – auch wenn Alphacool alle notwendigen Bestandteile (vom entsprechenden Schraubenzieher abgesehen) sowie eine ausreichend bebilderte Montageanleitung mitliefert. Darüber hinaus setzt die Eisbaer 280 deutlich mehr Platz im PC-Gehäuse voraus, als normale, rein über Lüfter betriebene CPU-Kühler. Wer ein entsprechend anpassbares Gehäuse besitzt, kann aber die Case-Lüfter ausbauen und mit dem Radiator inklusive der mitgelieferten Lüfter ersetzen, um eine ausreichende Kühlung innerhalb des Gehäuses zu gewährleisten.

Insgesamt bietet Alphacool deshalb mit der Eisbaer 280 ein rundes Gesamtpaket zum fairen Preis, das nicht nur für absolute Hardware-Enthusiasten interessant sein dürfte. Wir können die Eisbaer 280 deshalb jedem Besitzer eines leistungsfähigen PCs empfehlen, der noch dazu Wert auf eine besonders leise Kühlung legt.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige