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WLAN-Steckdose mit Repeater: TP-Link RE270K im Test

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TP-Links RE270K ist ein Smart-Plug mit Extra. Die Steckdose lässt sich per WLAN schalten, außerdem ist ein WLAN-Repeater integriert. Klingt nach einer spannenden Kombination. Ob sie auch in der Praxis überzeugt, zeigt der Test.

Der integrierte Repeater sorgt dafür, dass die Reichweite kabelloser Funknetzwerke erhöht wird. Das kann selbst in kleinen Wohnungen sinnvoll sein: Kommt in den Wänden beispielsweise viel Stahlbeton zum Einsatz, ist das Router-Signal vielleicht schon zwei Zimmer weiter nicht mehr stark genug. An dieser Stelle kommt der Repeater in Spiel. An der richtigen Stelle in Reichweite des Routers platziert und gekoppelt, sendet er ein eigenes WLAN-Signal aus, das vormals tote Winkel erreicht. Der mit 12,5 x 7,7 x 7 cm recht kompakte RE270K funkt im 2,4- und im 5-GHz-Band. Die tatsächlich nutzbare Geschwindigkeit hängt davon ab, wie gut die Funkverbindung eines Endgeräts zum Repeater ist. Die beiden Antennen des Geräts verfügen über eine Sendeleistung von 20 (2,4 GHz) bzw. 23 (5 GHz) dBm EIRP.

Der Repeater hat zusätzlich eine intelligente Steckdose integriert. Ist einmal alles ordentlich eingebunden, registriert und mit den entsprechenden Konten verbunden, lässt sich der RE270K per Computer, Smartphone oder Sprachbefehle über Amazons Echo ein- und ausschalten, ein offizieller Skill des Herstellers ist in der Alexa-App verfügbar. Die mittels Schuko- oder Eurostecker angeschlossenen Verbraucher dürfen im 230-Volt-Netz 16 Ampere ziehen. Das entspricht dem Maximum, das die meisten Stromkreise bereitstellen können und somit einem Gesamtverbrauch von bis zu 3680 Watt. Im Rahmen der Smartphone-App Kasa werden kleinere Schaltpläne oder Countdown-Timer bis zum Abschalten und viele weitere smarte Funktionen angeboten.

Außerdem gibt es einen LAN-Port. Ist die Steckdose mit dem WLAN verbunden, kann man so kabelgebundene Geräte wie Blu-ray-Player oder Fernseher mit dem Internet verbinden.

Die Einrichtung unter alleiniger Zuhilfenahme der beiliegenden Mittel ist zumindest über PC und Browser erfahrenen Anwendern vorbehalten. Zwar legt TP-Link eine grundlegende Hilfe für die Einrichtung bei, diese fällt jedoch sehr einfach aus und erklärt nur wenig. Außerdem ist die Benutzeroberfläche des Geräts selbst ausschließlich in englischer Sprache verfügbar. Die Einrichtung via Smartphone über die Kasa-App wurde dementgegen vollständig für den hiesigen Markt lokalisiert und wirkt auf den ersten Blick deutlich intuitiver.

Wer einen Blick auf die Hersteller-Homepage wirft, findet hier letztlich doch noch eine sehr gute und ausführliche Bedienungs- und Einrichtungsanleitung. Zwar bietet auch diese keine deutsche Übersetzung, dafür wird aber vor allem die Bedienung und Programmierung über die Kasa-App ausführlich durchgespielt. Die App setzt ein Telefon voraus, das mindestens über Android 4.1.x oder iOS 9 verfügt. Damit soll sich die Steckdose auch aus der Ferne über das Mobilfunknetz steuern lassen. Das uns herstellerseitig zur Verfügung gestellte Testmuster hatte offensichtlich einen Defekt, der die Fernsteuerung verhinderte. Ein Ersatzgerät, das wir bei Amazon besorgt haben, ließ sich wie erwartet auch problemlos aus dem Mobilfunknetz steuern.

Der für den Einsatz in Innenräumen konzipierte RE270K arbeitet im Temperaturbereich zwischen 0 und 40 °C und hinterlässt einen angenehm schweren und wertigen Eindruck, das gilt explizit auch für alle beweglichen Teile und Taster. Neben einer sehr knappen, englischsprachigen Anleitung zur Einrichtung liegt ein 1,20 m langes Ethernet-Kabel bei.

Darüber lassen sich Geräte ohne eigenes WLAN-Modul über eine Kabelverbindung mit dem seitlich platzierten Gigabit-LAN-Port des Smart-Plugs verbinden und in das kabellose Netzwerk integrieren. Das ist gerade dann eine gute Option, wenn der Zielrouter viele Meter entfernt steht, schließlich möchte niemand ein 20-Meter-Kabel quer durch die Wohnung legen, nur um die Spielekonsole im Schlafzimmer mit dem Router im Wohnzimmer zu verbinden.

Weitere Anzeige-LEDs und Bedienelemente befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite. Der LED-Schalter bietet die Möglichkeit, alle Status-Anzeigen auszuschalten, was insbesondere beim Einsatz im Schlafzimmer die Nerven schont. Über die grafische Benutzeroberfläche lassen sich sogar Nachtzeiten einrichten, zu denen die Beleuchtung automatisch erlischt. Der Reset-Taster erfüllt eine Doppel-Funktion: Wird er fünf Sekunden lang gedrückt, setzt das lediglich die Netzwerkeinstellungen zurück, nach zehn Sekunden erfolgt ein vollständiger Reset auf den Werkszustand bei Auslieferung. Eine Power- und mehrere Status-LEDs informieren über den Betriebszustand und die Netzwerkverbindung im 2,4- und 5-GHz-Band. Zusätzlich informiert die Status-Leuchtdiode je nach Farbe und Blinkgeschwindigkeit verschiedene Informationen wie beispielsweise zur WLAN-Signalstärke.

An der Vordersete befindet sich ein großer und ebenfalls beleuchteter Power-Taster zum manuellen Ein- und Ausschalten der Steckdose des TP270K.

Eine Besonderheit ist der geschickt integrierte, externe Antennenbügel zur Verbesserung der Signalstärke. Erst durch dessen Hochklappen werden die seitlichen Belüftungsöffnungen freigelegt. TP-Link empfiehlt explizit den Hochkant-Betrieb mit korrekt eingestelltem Bügel.

Nachdem das Gerät ein paar Sekunden lang über die Zielsteckdose mit Strom versorgt wurde, signalisiert es die Betriebsbereitschaft durch den aufleuchtenden Power-Taster an der Vorderseite. Der Repeater kann eingerichtet werden, sobald er über sein eigenes WLAN-Netz erreichbar ist. Man verbindet Smartphone oder Notebook mit diesem neuen WLAN-Netz und öffnet Web-Interface oder die Kasa-App.

Wir spielen zunächst die Einrichtung auf dem Notebook durch. Auf dem Smartphone ist der Einrichtung per App eindeutig der Vorzug zu geben, die per IP-Adresse aufrufbare Bedienoberfläche des RE270K wird hier sehr klein dargestellt und richtet sich ohnehin eher an Anwender mit Netzwerk-Grundkenntnissen.

Die beiden zu Beginn offenen Netzwerke des Dual-Band-Repeaters erscheinen direkt nach der Inbetriebnahme unter den SSIDs „TP-Link_2G_EXT“ und „TP-Link_5G_EXT“. Weitere für den Login benötigte Daten finden sich auf der Rückseite des RE270K. Sinnvollerweise fotografiert man diese Daten vorher mit dem Handy ab, sonst muss man die Steckdose wieder ausstecken, das WLAN ist weg und die Konfiguration beginnt von vorne.

Das Notebook wird mit einer dieser beiden WLAN-Verbindungen gekoppelt, anschießend steht die Bedienoberfläche unter www.tplinkrepeater.net und der werksseitigen IP-Adresse 192.168.0.254 zur Verfügung, die in die Adresszeile des Browsers getippt werden müssen. Login und Passwort für den Erstzugriff sind wie so oft admin, nach der Eingabe erfolgt eine automatische Weiterleitung zu einer Eingabemaske, auf der ein eigenes, sicheres Passwort festzulegen ist. Im Test erschien diese Maske bei einigen Versuchen aber nicht automatisch.

Für maximalen Komfort probieren wir es mit der Quick-Scan-Funktion. Der RE270K erkennt nacheinander das 2,4- und 5-GHz-WLAN des Routers und verlangt jeweils nach der Eingabe des Netzwerkpassworts. Im nächsten Schritt können die SSIDs der beiden WLAN-Verbindung des TP-Link-Repeaters angepasst werden. Standardmäßig übernimmt er die SSIDs des Hauptrouters und hängt die Endung „_EXT“ an. Da bei der von uns verwendeten Fritz!Box 6490 Cable beide Funkverbindungen über eine identische Bezeichnung verfügen, tragen sie auch beim RE270K den gleichen Namen. Auf Wunsch lassen sie sich aber auch sinnvoll umbenennen oder werden über die Schaltfläche „Copy Router SSID“ eins zu eins und ohne zusätzliche Endung übernommen. Der Funktionsumfang beinhaltet selbstverständlich auch die Möglichkeit, die SSIDs des TP-Link-Geräts zu verstecken. Zumindest für normale Nutzer bleibt der Name des WLAN dann unsichtbar, wenn sie in der Umgebung nach verfügbaren Netzwerken scannen.

Es folgt eine Übersichtsseite, auf der noch einmal auf „Save“ geklickt wird. Pikanterweise werden hier die Passwörter klar ausgeschrieben angezeigt. Nach einem kurzen Funktionstest stellt der TP-Link RE270K die Verbindungen zum Router her. Achtung: Dem Repeater wird nun für beide WLAN-Verbindungen eine eigene IP-Adresse zugeteilt, bei der Verwendung der Standardeinstellungen in Abhängigkeit vom Geräteumfeld ist er danach nicht mehr über seine ursprüngliche IP-Adresse (die, über die wir die Bedienoberfläche im Browser aufgerufen haben) erreichbar. Für die weitere Einrichtung ist also ein Blick in das Web-Interface des WLAN-Routers nötig, um zu überprüfen, über welche Adressen sich der Repeater nun aufrufen lässt. Es können aber durchaus einige Minuten vergehen, bis alles so weit initialisiert ist, dass das Gerät über die neuen IP-Adressen erreichbar ist – selbst dann, wenn die Netzwerkverbindung zwischen Router und RE270K schon besteht.

Dieser Sachverhalt wird von TP-Link nirgendwo erwähnt, auch nicht im Rahmen einer aufpoppenden Fehlermeldung mit Troubleshooting-Vorschlägen. Zudem schlägt uns die Oberfläche die Nutzung der Tether-App als Lösung vor, die aber gar nicht kompatibel zum RE270K ist – gemeint ist an dieser Stelle wohl das neuere Kasa.

Neben der automatischen Einrichtung bietet die grafische Benutzeroberfläche zahlreiche weitere Informationen und Optionen. Zumindest für die Repeater-Funktionen, denn fast der gesamte Teil der Smart-Plug-Einstellungen steht allein im Rahmen der Smartphone-App zur Verfügung.

Hinter dem Menüpunkt Status verbirgt sich genau das, was der Name vermuten lässt – einschließlich zusätzlicher Informationen wie etwa zur MAC-Adresse des jeweiligen WLAN des RE270K.

Unter Wireless lassen sich sämtliche netzwerkbezogenen Parameter von Hand einstellen oder aber nach dem automatischen Durchlauf ändern. Uplink WiFi zeigt die Netzwerkverbindungen zum WLAN-Router – und schon wieder die frei einsehbaren Passwörter. An dieser Stelle kann auch der Verschlüsselungsmodus angepasst werden. Alles unterhalb von WPA2 ist allerdings zu unsicher, um es noch ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Extended WiFi zeigt demgegenüber die beiden WLAN-Zugänge des Repeaters, die sich auf Wunsch deaktivieren lassen – beispielsweise, weil das 2,4-GHz-Band in der Umgebung ohnehin hoffnungslos überlaufen ist oder noch keine Endgeräte mit 5-GHz-Kompatibilität verfügbar sind. Nach der Abschaltung beider eigener Netzwerkverbindungen des Repeaters arbeitet er nur noch als klassische WLAN-Bridge.

Für versierte Anwender dürfte vor allem der Punkt Access Control von Interesse sein. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, Whitelists und Blacklists anzulegen, so dass entweder nur die aufgeführten Geräte über den RE270K kommunizieren dürfen (Whitelist) oder selbiger von allen Geräten mit Ausnahme der gelisteten (Blacklist) genutzt werden kann. Das geschieht sinnvollerweise nicht nur über einen Namen oder eine IP-Adresse, sondern über die MAC-Adresse, deren Fälschung tiefgreifende Sachkenntnis erfordert. White- und Blacklisting funktionieren insgesamt sehr einfach und intuitiv.

Der Network-Bereich enthält Einstellungen, die nur in besonderen Szenarien oder für Profis interessant sind, etwa das manuelle Setzen der Netzwerkeinstellungen. In gewissem Maße ist es in diesem Funktionsfenster sogar möglich, einem Netzwerkgerät eins der beiden zur Verfügung stehenden Frequenzbänder exklusiv zuzuteilen. Ein Endgerät, das über den Ethernet-Port mit dem RE270K verbunden ist, lässt sich einem Kommunikationskanal (2,4- oder 5-GHz-Band) zuweisen. Funken gleichzeitig alle anderen über das jeweils andere Band, wird so mit einem kleinen Trick beispielsweise ein exklusiver Funkkanal für eine Spielekonsole eingerichtet.

Abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie Ereignis-Logs, einer Firmware-Update-Option (leider nicht direkt, sondern nur nach manuellem Download einer entsprechenden Datei), dem Sichern und Wiederherstellen aller Einstellungen und der Möglichkeit zum Ändern der Zugangsdaten für den Repeater (Login und Passwort) finden sich hier ein sehr wichtiges und zwei sinnvolle Features: Wichtig ist die Möglichkeit zum Einstellen der korrekten Zeitzone. Nur so kann das Geräte ordnungsgemäß arbeiten und zum gewünschten Zeitpunkt schalten. Zumindest beim von uns selbst erworbenen, zusätzlichen Testmuster wurde ab Werk die korrekte Zeit angezeigt. Ausgesprochen praktisch ist die Möglichkeit zur Deaktivierung der Status-LEDs nach einem Zeitplan: Wird eine tägliche Nachtzeit eingespeichert, gehen sämtliche Beleuchtungselemente für diesen Zeitraum aus.

Abschließend bieten die erweiterten System-Funktionen die Möglichkeit, den RE270K mit einem TP-Link-Cloud-Konto zu verbinden. Das sorgte unsererseits zunächst für ein wenig Verwirrung: Zuerst wurde beim Registrierungsversuch angezeigt, dass die verwendete Email-Adresse schon reserviert sei. Nach einem angeforderten Passwort-Reset zeigte sich die Lösung des Problems: Offenbar entsprechen die Login-Daten für die TP-Link-Cloud denen der Kasa-App. Für die hatten wir uns bereits im Vorfeld angemeldet.

Die Kopplung mit einem Konto sorgt dafür, dass der RE270K auch aus dem Mobilfunknetz per Smartphone programmier- und steuerbar ist. Das uns ursprünglich zugesandte Review-Sample versagte in dieser Disziplin, das über Amazon erworbene Modell funktionierte hingegen vollkommen einwandfrei.

Die Kasa-App dient nicht nur zur Steuerung der Funktionen des TP-Link RE270K, sie kann auch als alternative Einrichtungsmöglichkeit genutzt werden. Prinzipiell läuft das Setup wie bereits zuvor beschrieben.

Bei der ersten Registrierung in der Kasa-App wird bei der Anmeldung eine E-Mail mit einem Bestätigungslink verschickt. Eine automatische Verbindung zwischen Smartphone und RE270K war nicht möglich. Wir mussten die manuelle Einrichtung auswählen und uns mit dem Smartphone von Hand mit einem der beiden WLANs des Repeaters verbinden. Im anschließenden Kopplungsprozess konnten wir lediglich die Daten den 2,4-GHz-WLANs eingeben, für das 5-GHz-Frequenzband war es nicht möglich, während des Auto-Setups einen Namen anzugeben. Die Lösung: Das Auto-Setup überspringen und die Daten für beide Netzwerke erneut eintragen, während mit dem Smartphone eine Verbindung zu einem der noch nicht geänderten WLAN-Signale des RE270K besteht. Bei dieser Gelegenheit sollte auch der Schieberegler für die Fernsteuerung scharfgestellt werden. Erst dadurch wird die Bedienung per Smartphone über das Mobilfunknetz möglich. Vorteil der Kasa-App: Ein automatisches Firmware-Update scheint hier ohne Umweg auf Knopfdruck möglich zu sein, im Browserfenster am Notebook muss dazu eine entsprechende Datei von der Herstellerseite heruntergeladen werden. Mangels Update konnten wir das aber nicht genau testen. Die in Deutsch gehaltene App bietet zwar einen großen Hilfe-Bereich, der ist allerdings im Gegensatz zur Software selbst ebenfalls ausschließlich auf Englisch verfügbar.

Da LED- und Steckdosenprogrammierung nur über die App vorgenommen werden können, hat diese natürlich ihren ganz eigenen Reiz, denn der Funktionsumfang bietet weit mehr als das reine Ein- und Ausschalten der Steckdose über einen Touch-Befehl.

Die Programmierungsmöglichkeiten der Steckdosenschaltung sind im Vergleich zum Smart Plug von AVM (Testbericht) zwar nur grundlegend, dürften aber dennoch viele alltäglichen Ansprüche genügen. Über den Zeitplan lassen sich verschiedene und insgesamt bis zu maximal 32 Schaltereignisse erstellen: Der Ein- oder Ausschaltvorgang wird an eine bestimmte Uhrzeit geknüpft und erfolgt dann an beliebigen Tagen der Woche. Neben festen Zeiten stehen auch dynamische Zeitereignisse wie Sonnenauf- und -untergang zur Auswahl. Außerdem gibt es einen einfachen, aber effektiven Timer, der die Steckdose zuverlässig nach einer Zeitspanne zwischen einer Minute bis maximal 24 Stunden in den gegensätzlichen Schaltzustand bringt.

Der zweite große Oberpunkt der Software ist die Netzwerkansicht, die aber nur grundlegende Informationen zu den verwendeten Netzwerken und aktuell verbundene Geräte sowie denen auf der White- und Blacklist anzeigt.

Mehr Funktionsumfang gibt es über das Einstellungen-Symbol rechts oben auf der Hauptseite (drei untereinanderliegenden Schieberegler): Ein Standortassistent analysiert die Signalstärke und teilt mit, ob der Repeater an seinem Einsatzort sinnvoll aufgestellt wurde. Die Icons des Geräts lassen sich (auch durch die Verwendung von Fotos) anpassen und neben ganz grundlegenden Informationen zum RE270K selbst gibt es die üblichen Basis-Settings: Ändern des Admin-Passworts, des Gerätenamens (standardmäßig „My WiFi-Extender+“), Aktivierung und Deaktivierung der Leuchtdioden sowie die Möglichkeit, die Fernsteuerung zu deaktivieren.

Auch Szenen lassen sich in der App einrichten, das macht aber erst bei der Kombination mehrerer kompatibler Smart-Home-Geräte Sinn und wird an dieser Stelle nicht weiter berücksichtigt.

TP-Link bietet bereits einen offiziellen Kasa-Skill für Amazons Echo an, mit dem sich der RE270K problemlos bedienen lässt. Zunächst wird der Skill im persönlichen Account bei Amazon installiert, dann erscheint direkt eine Eingabemaske als automatisches Pop-Up, in die die Kasa-Zugangsdaten eingetragen werden. Unser Gerät wurde anschließend umgehend erkannt. Auf Amazons Eigenheiten in Bezug auf das Thema Smart Home und die Notwendigkeit zum Anlegen von Gruppen sind wir bereits im Rahmen des Tests der Kakiyi S20 (Testbericht) eingegangen.

TP-Links RE270K reagiert anstandslos auf „Alexa, schalte den Strom im Wohnzimmer ein/aus“, bestätigt aber selbst die erfolgreiche Spracheingabe durch den Hinweis „TP-Link reagiert nicht“. Nervig, aus funktioneller Sicht ist das allerdings egal.

Laut Herstellerangabe liegt der maximale Stromverbrauch bei 6,5 Watt. Dieser Wert wird allerdings nur dann erreicht, wenn auf allen Funkkanälen reger Betrieb herrscht. Unsere eigenen Messwerte fielen deutlich genügsamer aus. Ist der Smart Plug über den Taster an der Front ausgeschaltet, genehmigt er sich 2,28 bis 2,43 Watt – ist aber weiterhin im WLAN aktiv, um zumindest ansprechbar zu sein. Eingeschaltet liegt der Verbrauch bei 2,87 bis 2,95 Watt, wird zusätzlich über ein Notebook über das WLAN des Repeaters im Internet gesurft, messen wir bis zu 3,02 Watt. Die Unterschiede sind also insgesamt so gering, dass die Differenzen eher in den Bereich der üblichen Messwerttoleranz fallen.

Die gefühlte Wärmeentwicklung ist im Rahmen eines kurzen Hands-on-Tests zumindest punktuell (auf der zur Wand zeigenden Rückseite) nicht unerheblich, die Belüftungslöcher am RE270K haben also durchaus ihre Daseinsberechtigung. Eine Wärmeentwicklung wie im hier vorliegenden Fall ist jedoch bei Netzwerkkomponenten alles andere als ungewöhnlich und geht in Ordnung.

TP-Links RE270K ist an sich ein gelungener Hybrid aus WLAN-Repeater und Smart Plug. Die Möglichkeiten zum Programmieren der Steckdose fallen zwar nur rudimentär aus, dennoch reichen sie für den alltäglichen Einsatz, und die Programmierung geht über die Kasa-Smartphone-App leicht von der Hand. Durch einen offiziellen Skill für Amazons Echo ist TP-Link bereit für Spracheingaben über das aktuell vergleichsweise stark verbreitete System; auch der Preis geht für das Gesamtpaket in Ordnung. Wenn also ohnehin ein WLAN-Repeater zum Einsatz kommen soll – warum nicht gleich ein Modell nehmen, das zusätzlich auch als smarte Steckdose arbeitet?

Nicht optimal ist hingegen der teilweise etwas wirre Ablauf der Einrichtung. Hier erwarten wir einen intuitiveren und reibungsloseren Vorgang. Außerdem sind Anleitungen und die grafische Bedienoberfläche im Browser ausschließlich auf Englisch, die Kasa-App für Smartphones ist hingegen auf Deutsch verfügbar. Da es beim zweiten Testmuster aus dem freien Handel keine Probleme mehr mit der Fernsteuerung per Smartphone gab, gehen wir auch von einer problemlosen Steuerung über das Mobilfunknetz aus. Für einen Preis von etwa 30 Euro fällt es allerdings nicht schwer, ein paar Unwegsamkeiten bei der Einrichtung in Kauf zu nehmen.

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