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Verve Ones ME: True-Wireless-Ohrhörer von Motorola im Test

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Motorolas Verve Ones ME haben den von uns bislang getesteten True-Wireless-In-Ears eine Sache voraus: Sie haben mehrere integrierte Equalizer-Settings. Die nützen aber natürlich nichts, wenn der allgemeine Klang nicht so der Brüller ist. Ob dies der Fall ist, und was es sonst noch über die Ohrstöpsel zu wissen gibt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Die Verve Ones ME kommen in einer zylinderförmigen Transportbox, die auch gleichzeitig eine mobile Ladestation ist. Sowohl In-Ears als auch das Case sehen ganz schick aus, die Verarbeitung ist jeweils gut. An den Ohrhörern befinden sich einige Ladepins, eine Bezeichnung für das korrekte Ohr und ein Druckknopf mit eingestanztem Motorola-Logo. Dieser dient nicht nur zum Einschalten, sondern auch zur Steuerung von Medien, der Lautstärke und zum Aufrufen von Google Assistant oder Siri auf dem verbundenen Handy.

Der Lieferumfang ist nicht besonders groß: Neben Ohrpassstücken in drei Größen gibt es ein microUSB-Kabel zum Aufladen des Transportcase. Die entsprechende Buchse findet sich dort auf der Unterseite nebst einer Status-LED, die über den Ladestand informiert. In die Ladestation setzen sich die Stöpsel mit einem leisen Klacken und sitzen dann fest in den Aussparungen. Zum Schutz der In-Ears respektive zum Herausnehmen wird das Case durch Drehen des unteren Teils verschlossen bzw. geöffnet.

An Details verrät Motorola nicht allzu viel. In Sachen Audio spricht der Hersteller von „HD-Klangqualität“. Was für einen Frequenzbereich diese hat, oder durch welche Speaker sie erzeugt wird, bleibt ein Geheimnis. Insgesamt 8 Stunden Laufzeit in Verbindung mit dem Ladecase sind Motorola zufolge drin. Die Stöpsel an sich laufen zwischen zwei und zwei einhalb Stunden, bis sie wieder an den Strom müssen. Knapp dreimal konnten wir sie im Test per Ladecase mit frischer Energie betanken. Um sich mit Siri und Google Assistant unterhalten zu können und um die In-Ears auch für Anrufe zu nutzen, gibt es ein eingebautes Mikrofon. Nach IP54-Zertifizierung sind die Ohrhörer gegen Staub und Wasser geschützt.

Der erste Eindruck vom Klang der Verve Ones ME konnte uns nicht groß überzeugen. Zwar zeigten sich die Höhen klar und crisp und sorgten für ein sehr detailliertes Klangbild in den oberen Frequenzbändern, allerdings kam untenrum nicht besonders viel an. Allerdings gibt es insgesamt 6 verschiedene Equalizer-Presets, die das Klangbild entsprechend ihrer Voreinstellungen hörbar verändern.

Der Bassbereich bleibt jedoch trotzdem die Schwachstelle des Headsets. Die Einstellung „Bass“ ist beispielsweise kaum zu gebrauchen, da dort vor allem die Höhen abgesenkt werden und der Klang mulmig wird. Am besten und untenrum am vollsten fanden wir noch „Moto Sound“, aber auch dort waren die tiefen Frequenzen noch recht verhalten, wodurch sich kein wirklich räumliches Klangbild einstellen wollte.

Zum Verbinden mit dem Smartphone werden beide In-Ears durch längeres Drücken der Taster eingeschaltet. Bei schon erfolgter Verbindung mit einem Smartphone connecten die Verve Ones ME nach herausnehmen aus der Transportbox nicht automatisch, sie müssen jeweils immer erst durch einen Knopfdruck wieder eingeschaltet werden. Im laufenden Betrieb ist die Mediensteuerung durch die Mehrfachbelegung der beiden Taster möglich.

Während bei beiden Stöpseln ein kurzer Druck die Wiedergabe stoppt oder fortsetzt, wird zum Erhöhen der Lautstärke rechts zweimal kurz und zum Verringern links zweimal kurz auf den Taster gedrückt. Ähnlich beim Durchschalten von Playlists: dreimal links drücken führt einen Song zurück, dreimal rechts schaltet zum nächsten Lied. Um zwischen den verschiedenen EQ-Presets zu wählen, drückt der Nutzer am rechten In-Ear-Stöpsel dreimal kurz.

Die Verve Ones ME unterstützen auch die Nutzung von Siri oder Googles Assistant. Zum Starten drückt der Nutzer bei pausierter Wiedergabe zweimal kurz rechts. Wenn ein Anruf eingeht, wird dieser mit kurz drücken angenommen und mit längerem drücken abgelehnt – beides jeweils am rechten In-Ear-Stöpsel.

Im Lieferumfang befinden sich nur Ohrpassstücke in drei Größen in Kunststoff. Das hat zwar im Test ausgereicht um einen guten Sitz zu erzielen, wirklich bombig halten die Verve Ones ME allerdings nicht. Es ist immer mal wieder nötig, die In-Ears wieder etwas nachzudrücken. Da sind die kürzlich von uns getesteten Jabra Elite Sport (Testbericht) schon ein anderes Kaliber.

Zwar bieten Motorolas Verve Ones ME mit ihren EQ-Presets ein Feature, das die meisten Mitbewerber nicht haben, gerade im Bassbereich konnten uns die In-Ears aber nicht überzeugen. Davon abgesehen ist der Klang zwar fein, klar und sehr detailliert – untenrum fehlt es jedoch einfach an „Bauch“. Wer prinzipiell auf einen Sound steht, bei dem die Bässe weiter im Hintergrund sind, für den ist das Headset eventuell ja genau das richtige. Wir sind hingegen gespannt auf die Verve Ones+, die wir in Kürze ebenfalls testen und hoffen, dass diese im Bassbereich besser punkten. Prinzipiell haben uns die True-Wireless-Ohrhörer nämlich gut gefallen und mit einem Preis von aktuell um die 80 Euro sind sie auch auch nicht allzu teuer.

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