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Verve Ones+ ME: True-Wireless-Headset von Motorola im Test

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Die Verve Ones ME von Motorola konnten uns im Test akustisch nicht überzeugen. Untenherum klingen die Ohrhörer flach, es fehlt an Bass. Ob es die Plusausführung diesbezüglich besser macht, erfahrt Ihr in unserem Testbericht über die Verve Ones+ ME.

Abgesehen von der Farbe gibt es optisch keine Unterschiede zwischen den Verve Ones ME (Testbericht) und den Verve Ones+ ME (Music Edition). Die In-Ear-Stöpsel stecken in einer zylinderförmigen Transportbox, die gleichzeitig auch Ladecase ist. Das Design weiß zu gefallen, die Verarbeitung von In-Ears und Etui ist gut. An jedem Ohrhörer gibt es einen Druckknopf zur Mediensteuerung und zum Aufrufen von Siri oder Google Assistant auf dem dem verbundenen Smartphone. Weiterhin finden sich an den Stöpseln Ladepins und Bezeichnungen für links und rechts, außerdem jeweils eine Status-LED.

Im Lieferumfang befinden sich neben einem Ladekabel nur Ohrpasstücke aus einem Material und in insgesamt drei Größen. Für recht hochpreisige True-Wireless-Ohrhörer ist das etwas mau. Zum Vergleich, bei der ähnlich teuren Konkurrenz gibt es zumindest Ohrpasstücke aus zwei Materialien (Sony WF-1000X im Test), oder gar noch zusätzlich Anpassungsmöglichkeiten für optimalen Sitz in der Ohrmuschel (Jabra Elite Sport im Test).

Im Transportcase, das durch Drehen verschlossen wird, sitzen die In-Ear-Stöpsel fest in ihren Einbuchtungen. Zum Aufladen gibt es einen microUSB-Anschluss an der Unterseite, Status-LEDs informieren über den Ladestand.

Wie schon bei den Verve Ones ME gibt der Hersteller auch bei den Verve Ones+ ME kaum technische Daten bekannt. Die Verbindung zum Abspielgerät erfolgt per Bluetooth 4.1, unterstützte Profile sind A2DP 1.3, Hands Free (HFP) 1.6, AVCRP 1.5 und HSP 1.2. Mit einer Ladung hält das Headset laut Hersteller 3 Stunden durch, in Verbindung mit der Ladebox sollen 8 Stunden drin sein. Diese Zeiten erreichten wir ungefähr auch im Test.

Die Verve Ones+ ME kommen mit IP-57-Zertifizierung, sind also etwas besser gegen eindringende Flüssigkeiten geschützt als die Verve Ones ME mit ihrer IP-54-Zertifizierung. Sie halten somit auch ein halbstündiges Untertauchen bei einer Wassertiefe von bis zu einem Meter aus. Das eingebaute Mikrofon ist nicht nur zum Telefonieren, der Nutzer hat auch die Möglichkeit seinen Personal Assistant Siri oder Google Assistant anzusprechen.

Was den Klang angeht, spricht von Motorola von „Deep, rich HD sound“, wie schon bei den Verve Ones ME. Bei Letzteren war von „deep“ allerdings nicht viel zu hören, wir fanden den unteren Frequenzbereich sehr dünn. Auch die verschiedenen integrierten Equalizereinstellungen halfen da nichts. Bei den Verve Ones+ ME sieht die Sache schon ganz anders aus: Sie klingen nicht nur klar, brillant und sehr differenziert, sie haben auch im Bassbereich was zu bieten. Alles in allem gefällt uns der Sound sehr gut und dank der 6-EQ-Presets, die jeweils den Klang hörbar verändern, dürfte jeder für sich die optimale Abstimmung finden.

Zum Inbetriebnehmen genügt das Einschalten der In-Ears durch längeres Drücken der Multifunktionstaster an jedem Stöpsel und das Auswählen in den Bluetootheinstellungen des Smartphones oder Tablets. Untereinander verbinden sich die Ohrhörer automatisch und nach Ersteinrichtung ist auch das manuelle Einschalten nicht mehr nötig: aus der Ladebox genommen aktivieren sie sich automatisch.

Die Bedienung mit den Tastern geht gut von der Hand. Zum Pausieren und Fortsetzen von Musik genügt ein kurzer Druck – egal ob links oder rechts. Zum Erhöhen der Lautstärke wird rechts zweimal kurz und zum Verringern links zweimal kurz gedrückt. Ähnlich beim Durchschalten von Playlists: Dreimal kurz rechts führt zum nächsten, dreimal kurz links vom vorherigen Lied. Das Durchschalten der verschiedenen Equalizersettings erfordert dreimal kurz rechts drücken, Siri oder Google Assistant wird bei pausierter Wiedergabe durch zweimal kurz rechts drücken aktiviert.

Auch wenn die geringe Auswahl an Ohrpassstücken für uns ein Kritikpunkt ist, hielten die In-Ears mit den am besten passenden Aufsatz bei uns im Test zumindest zufriedenstellend. Allerdings nicht so gut wie beim Jabra Elite Sport oder dem Sony WF-1000X, wo es jeweils mehr Anpassungsmöglichkeiten gibt.

Die Verve Ones+ ME haben uns im Test gefallen. Sie klingen sehr gut und merzen somit unseren größten Kritikpunkt an den Verve Ones ME (Testbericht) aus, sind allerdings auch knapp doppelt so teuer. Der Konkurrenz im Preissegment zwischen 150 und 200 Euro hinkt Motorola trotzdem etwas hinterher, sodass es auch diesmal nur ein „Ausreichend“ gibt.

Der Jabra Elite Sport (Testbericht) beispielsweise punktet nicht nur mit vielen Bedienmöglichkeiten und gutem Klang, sonder auch in Sachen Ausstattung bezüglich Ohrpasstücken und noch zusätzlichen Passstücken für die Ohrmuschel. Aber auch der Sony WF-1000X (Testbericht) bietet dank mehreren Ohrpassstücken und einer speziellen Gummilippe für den Gehörgang einen bessern Halt, klingt auch richtig gut und hat außerdem eine brauchbare Geräuschunterdrückung.

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