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Vernee V2 Pro im Test: Outdoor-Handy mit vier Kameras

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Das Verne V2 Pro hat vier Kameras, Pulsmesser, 6200-mAh-Akku und Android 8.1. Wir haben das für den Außeneinsatz geeignete Smartphone im Test.

Das Vernee V2 Pro hat einige interessante Features. Neben seiner Outdoortauglichkeit nach IP68-Zertifizierung gibt es zwei Dual-Kameras, einen Fingerabdrucksensor, einen Pulsmesser, einen dicken 6200-mAh-Akku mit Schnellladetechnologie, einen recht potenten Helio-P23-Prozessor, Android in aktueller Version 8.1 und eine Gesichtserkennung zum Entsperren des Handys. Das alles bekommt der Käufer für knapp 300 Euro. Was nach einem top Preis-Leistungs-Verhältnis klingt, musste sich in der Praxis erst einmal beweisen.

Das Design des Vernee Pro 2 erinnert etwas an die Xcover-Geräte von Samsung. Das robuste Äußere – mit verstärkten, gummierten Rändern um das Telefon herum und einer sehr strapazierfähig wirkenden Kunststoffrückseite – erscheint für ein Outdoor-Smartphone optisch noch verhältnismäßig dezent. Im Vergleich wirkt das Samsung Galaxy Xcover 4 (Testbericht) allerdings eher an ein Spielzeug-Handy – das Vernee V2 Pro ist um einiges robuster und stabiler. Das dürfte unter anderem auch mit dem recht hohen Gewicht von knapp 260 g zu tun haben, das dem Vernee V2 Pro jedoch einen widerstandsfähigen Eindruck verleiht. Die Abmessungen des Smartphones betragen 164,2 × 79,4 × 12,1 mm.

Bild: Techstage

Auf der linken Seite des Gerätes befinden sich ein dedizierter Screenshot-Button und ein ohne spezielles Werkzeug ausziehbarer Karten-Slot. Rechts sitzt Power-Button und Lautstärkewippe. Der USB-Type-C-Anschluss am unteren Rand ist hinter einer Kunststoffabdeckung verborgen. Rechts davon sitzt der Lautsprecher, unter dem linken Speaker-Grill dürfte sich das Mikrofon verbergen. Oberhalb des Displays sind zwei Kameras nebst Blitz, dir rückseitige Dual-Kamera sitzt mittig weit oben. Rechts davon befindet sich der Blitz, links davon ein Pulsmesser. Direkt unter der Hauptkamera hat der Hersteller einen Fingerabdrucksensor untergebracht.

Die Rückseite besteht aus gummiertem, mit einer Textur versehenen Kunststoff, der für ein angenehmes Gefühl in der Hand sorgt. Die Verarbeitung des Vernee V2 Pro ist ohne Fehl und Tadel, das Smartphone wirkt, wie man es von einem Outdoor-Gerät erwartet: stabil, massiv und belastungsfähig.

Als Antrieb hat das Vernee V2 Pro einen Octacore-Prozessor des Typs Helio P23 von Mediatek. Dessen Kerne takten mit bis zu 2,3 GHz, als Grafikeinheit kommt eine Mali-G71-MP2-GPU zum Einsatz. Neben satten 6 GByte Arbeitsspeicher hat das Vernee V2 Pro 64 GByte internen Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen Micro-SD-Kartenslot. Dieser kann statt einer Speicherkarte auch eine zweite SIM-Karte aufnehmen. Beide funken dann im LTE-Netz mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream. Ins WLAN geht das Handy nach 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband.

Bild: Techstage

An Sensoren hat das Outdoor-Smartphone einen Beschleunigungssensor, ein Gyroskop, einen Annäherungssensor, einen Lichtsensor, einen Kompass, einen Fingerabdrucksensor und einen Pulsmesser. Neben GPS steht auch Glonass für die Navigation zur Verfügung. Weitere technische Daten sind NFC und Bluetooth in Version 4.1. Zwar hat das Vernee V2 Pro einen USB-Type-C-Anschluss, die Datenübertragung geschieht jedoch nach USB-2.0-Standard.

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 6200 mAh und wird mit Schnellladetechnologie (maximal 18W) aufgeladen. Bezüglich seiner Outdoortauglichkeit ist das Vernee V2 Pro nach IP68 zertifiziert. Somit überlebt das Gerät unter Laborbedingungen 30 Minuten in einer Tiefe bis zu 1,5 m und ist außerdem gegen das Eindringen von Staub geschützt.

Das 5,9 Zoll große Display des Vernee V2 Pro kommt im aktuell angesagten 18:9-Format und löst 2160 × 1080 Pixel auf. Geschützt wird das Panel von Gorilla Glass. Es hat eine gute Blickwinkelstabilität, die Farbwiedergabe ist top und der Bildschirm – wie es sich für ein Outdoor-Smartphone gehört – leuchtet verhältnismäßig hell. Fingereingaben werden präzise erkannt und umgesetzt.

Bild: Techstage

Sowohl vorne als auch hinten hat der Vernee V2 Pro eine Dual-Kamera. Auf der Rückseite sind es eine 16-Megapixel-Linse mit Phasenvergleich-Autofokus und eine 5-Megapixel-Linse für die Tiefenschärfe nebst Dual-LED-Blitz. Auf der Vorderseite gibt es eine 8-Megapixel-Linse und ebenfalls eine 5-Megapixel-Linse für die Tiefenschärfe. Einen Blitz gibt es dort auch. Was die Tiefenschärfe und damit verbunden den beliebten Blur-Effekt angeht, kann das Vernee nicht überzeugen. Wir hatten zwar schon Smartphones im Test, bei denen dieser Unschärfe-Effekt noch gekünstelter aussieht, wirklich ansehnlich kann man die Ergebnisse beim Vernee V2 Pro allerdings nicht bezeichnen.

Den Blur-Effekt mal beiseitegelassen bleibt allerdings eine solide Kamera-Qualität für ein Mittelklasse-Smartphone. Positiv fallen der schnelle Fokus und der ebenfalls flinke Auslöser auf, aber auch die mit beiden Kameras geschossenen Bilder können sich in der Regel sehen lassen. Schärfe, Kontrast und Detailreichtum sind stimmig, die Farbwiedergabe zumindest zufriedenstellend.

Im Antutu Benchmark erreicht das Vernee V2 Pro knapp 75.000 Punkte. Das ist ein passabler Wert für ein Mittelklasse-Handy, allerdings ist die Performance besser, als es das Benchmark-Ergebnis erwarten lässt. Das Smartphone läuft nämlich nicht nur flüssig und ohne Hänger und Denkpausen – das ganze System reagiert viel flinker, als wir es von Smartphones mit ähnlichen Antutu-Wertungen kennen.

Wie erhofft kann das Vernee V2 Pro mit seinem dicken 6200-mAh-Akku punkten: Während des Tests kamen wir bei reger Nutzung auf mindestens zwei, maximal fast drei Tage. Das Aufladen dauert zwar nicht wie vom Hersteller versprochen zweieinhalb, sondern etwas mehr als dreieinhalb Stunden – ein wirklicher Kritikpunkt ist dies in unseren Augen jedoch nicht.

Bild: Techstage

Der Fingerabdrucksensor reagiert präzise und recht zügig, überrascht hat uns aber vor allem die Gesichtserkennung. Trotz Baseball-Cap und Brille funktioniert das Entsperren beim Vernee V2 Pro zuverlässig und präzise. Dass es sich dabei um keine besonders sichere Methode handelt, darauf wird allerdings vom Hersteller selbst hingewiesen. Auch der Pulsmesser des Vernee V2 Pro funktioniert zuverlässig. Wie hoch dessen Genauigkeit ist, lässt sich allerdings nur schwer sagen.

Wir haben beim Vernee V2 Pro unsere üblichen Outdoor-Handy-Belastungstest durchgeführt. Bezüglich Schutz gegen eindringendes Wasser und gegen eindringenden Staub hält das Gerät, was er verspricht. Zu diesem Zweck wurde das Smartphone mehrmals 30 Minuten im Waschbecken versenkt und mehrmals in Erde und Schmutz gewälzt und in etwa 20 Zentimeter Tiefe vergraben. Aber auch bei Falltests (auf Asphalt, Waldboden, Laminat aus einer Höhe von circa 1,50 Meter) entstanden keine größeren Schäden am Vernee V2 Pro.

Vernee nennt das Betriebssystem zwar VOS, es basierend aber auf Android 8.1 – optisch handelt es sich jedoch um ein fast reines Stock Android. Weder gibt es kosmetische Änderungen an Googles Betriebssystem, noch fanden wir in den Systemeinstellungen größere softwareseitige Anpassungen. Stand der Sicherheitsupdates war zum Testzeitraum der 5. April 2018.

Vernee V2 Pro schwarz

Schwarz

Vernee V2 Pro rot

Rot

Wer auf der Suche nach einem robusten Smartphone mit aktuellem Betriebssystem, langlebigem Akku, gutem Display und ausreichend Performance ist, macht mit dem Vernee V2 Pro alles richtig. Größere Kritikpunkte in Relation zum Preis des Outdoor-Smartphones sehen wir nicht, wenn wir uns auch über noch bessere Kameras gefreut hätten. Der Preis von etwa 270 Euro in China-Shops ist unserer Meinung nach dennoch absolut angemessen.

Bild: Techstage

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