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Vergleichstest: acht Windows-Laptops bis 500 Euro

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Wir vergleichen acht Windows-Laptops, Convertibles und 2-in-1-Devices in der Preisklasse bis 500 Euro.

In den vergangenen Monaten haben wir insgesamt acht Laptops, Convertibles und 2-in-1-Devices auf Herz und Nieren getestet. Fast alle Geräte zeigen, dass man in der Preisklasse bis 500 Euro ordentliche Technik bekommt, der Käufer aber auch nicht zu viel erwarten darf. Wer auf der Suche nach einem nicht allzu teuren Windows-Laptop ist, der dürfte in unserem Vergleichstest fündig werden.

An herkömmlichen Laptops finden sich in unserem Vergleichstest vier Geräte. Das Lenovo Ideapad 320 (Testbericht) bekommt man schon ab circa 415 Euro, obwohl es als Besonderheit eine dedizierte Grafikkarte an Bord hat. Das Business-Notebook Dell Vostro 15 (Testbericht) kostet in der günstigsten Ausführung knapp 500 Euro, es gibt das Device aber auch in besser ausgestatteten Ausführungen zu Preisen von bis zu 800 Euro. Trekstors Billig-Ultrabook Primebook P14 (Testbericht) geht schon ab 380 Euro über die Ladentheke, der Mac-Book-Air-Clone Chuwi Lapbook Air (Testbericht) ist ab knapp 400 Euro zu haben.

Bild: Techstage
Trekstor Primebook P14

Beim Medion Akoya E3215 (Testbericht) handelt es sich um ein Notebook mit umklappbarem Display, also ein sogenanntes Convertible. Beim Acer Switch 3 (Testbericht) hingegen handelt es sich um ein Tablet mit ansteckbarer Tastatur im Stile des Surface-Tablets von Microsoft. Der aktuell günstigste Straßenpreis liegt bei 385 Euro. Auch das Chuwi Surbook 12.3 (Testbericht) und das Chuwi Surbook Mini (Testbericht) 10.8 (ab 340 Euro erhältlich) sind Geräte im Surface-Formfaktor.

In vielen unserer Testkandidaten arbeitet ein N4200-Prozessor von Intel (Lenovo Ideapad 320, Trekstor Primebook P14, Medion Akoya E3215 und Acer Switch 3), in einigen auch ein etwas schwächerer N3450-Chip von Intel (Chuwi Surbook Mini 10.8, Surbook 12.3 und Chuwi Lapbook Air 14.1). Den stärksten Prozessor in unserem Testfeld hat das Dell Vostro 15, einen Core-i5-Chip. Auch an Arbeitsspeicher gibt es hier mehr als bei den meisten Mitbewerbern: 8 GByte RAM hat das Business-Notebook verbaut. Nur beim Chuwi Lapbook Air finden sich noch 8 GByte RAM, beim Chuwi Surbook 12.3 sind es 6 GByte Arbeitsspeicher. Bei allen anderen Laptops aus unserem Vergleichstest waren 4 GByte RAM verbaut.

Bild: Techstage Acer Switch 3

Wenig verwunderlich sticht das Dell Vostro 15 mit seinem Core-i-Prozessor und der dedizierten Grafikkarte in Sachen Performance etwas hervor. Das Gerät läuft spürbar schneller als die Geräte mit N-4200- und N-3450-Prozessor. Für Office-Aufgaben, Surfen, Videos schauen und alle weiteren die Hardware nicht übermäßig fordernden Aufgaben ist deren Performance jedoch völlig ausreichend und zufriedenstellend. Größere Unterschiede zwischen den verschiedenen Geräten mit N-4200- und N-3450-Prozessor konnten wir bezüglich ihrer Leistung nicht feststellen.

Bild: Techstage Medion Akoya E3215

SSDs gibt es beim Dell Vostro 15 (256 GByte und SD-Kartenleser), beim Lenovo Ideapad 320 (128 GByte und SD-Kartenleser) und beim Medion Akoya E3215 (64 GByte und microSD-Slot). Flash-Speicher haben das Trekstor Primebook P14 (64 GByte plus microSD-Slot und Erweiterungsslot für ein M.2-SSD-Modul), das Chuwi Lapbook Air (128 GByte und microSD-Slot), das Acer Switch 3 (64 GByte und microSD-Slot) und das Chuwi Surbook Mini 10.8 (64 GByte und microSD-Slot). USB-Typ-C-Ports nach USB-3.0-Standard finden sich bei allen Testkandidaten.

Ein wirklicher Langläufer war keiner unserer Testkandidaten. Das Dell Vostro 15 und das Trekstor Primebook P14 hielten immerhin bis zu acht Stunden durch, das Chuwi Lapbook Air 14.1 und das Medion Akoya E3215 bis zu sieben Stunden. Maximal sechs Stunden waren beim Chuwi Surbook Mini 10.8 drin und bis zu fünf bei Lenovo Ideapad 320 und Acer Switch 3.

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Das Lenovo Ideapad kommt mit der geringsten Display-Auflösung in unserem Vergleichstest, nur 1366 × 768 Pixel sind es auf 15,6 Zoll. Abgesehen vom Chuwi Surbook 12.3 mit 2736 × 1824 Pixel auf 12,3 Zoll kommen alle anderen Geräte mit Full-HD-Auflösung. An Display-Diagonale gibt es beim Dell Vostro 15 15,6 Zoll, beim Trekstor Primebook P14 14,1 Zoll, beim Chuwi Lapbook Air 14.1 ebenfalls 14,1 Zoll, beim Medion Akoya E3215 13,3 Zoll, beim Acer Switch 3 12,2 Zoll und beim Chuwi Surbook Mini 10.8 10,8 Zoll.

Bild: Techstage Chuwi Lapbook Air

Wirklich vom Hocker gehauen hat uns keines der Displays, in dieser Preisklasse fanden wir das gebotene jedoch im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Am schlechtesten schnitt das Dell Vostro 15 ab, das sowohl, was Farbwiedergabe als auch Blickwinkelstabilität angeht, nicht überzeugen konnte. Auch beim Lenovo Ideapad gibt es einen größeren Kritikpunkt: Die geringe Auflösung macht sich in Sachen Schärfe negative bemerkbar. Bei den restlichen Laptops waren Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität gut und die maximale Helligkeit meist ausreichend um das Gerät auch im freien nutzen zu können.

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Zwei Geräte stachen ob eines Features aus der Testreihe heraus: Sowohl das Dell Vostro 15 als auch das Chuwi Lapbook Air 14.1 haben eine jeweils gut funktionierende Tastaturbeleuchtung. Beim Lapbook Air 14.1 gibt es allerdings einen kleinen Haken: Das China-Gerät gibt es nur mit QWERTY-Layout. Was prinzipiell die Tastaturen angeht, kamen wir mit allen Geräten gut zurecht. Natürlich gibt es natürlich Unterschiede im Detail und auch ist das Tippgefühl eine sehr individuelle Sache. Hier lohnt es sich, vor dem Kauf das entsprechende Gerät vorher einmal anzutesten. Beim Vostro 15 und beim Ideapad 320 gibt es jeweils einen eigenen Ziffernblock rechts neben der Tastatur.

Bild: Techstage Dell Vostro 15

Während alle Tastaturen bei uns im Test gut abgeschnitten haben, sieht es bei den Touchpads etwas anders aus. Ob ihres schwammigen Verhaltens beim Lenovo Idapad 320, dem Chuwi Lapbook Air 14.1 und dem Acer Switch 3 konnten wir bei diesen Geräten nur gut mit verbundener Maus arbeiten. Sehr gut haben uns die Touchpads beim Medion Akoya E3215 und beim Dell Vostro 15 gefallen, während der Mausersatz beim Trekstor Primebook P14 zufriedenstellend funktionierte. Außer Konkurrenz, was Tastatur und Touchpad angeht, sind in unserem Vergleichstest das Chuwi Surbook Mini 10.8 und Surbook 12.3. Leider stand uns für den Test die ansteckbare Tastatur mit Touchpad nicht zur Verfügung.

Dell Vostro 15 5568 silber, Core i3-6006U, 8GB RAM, 128GB SSD (CM5RV)

Dell Vostro 15

Lenovo Ideapad 320-15IAP grau, Pentium N4200, 4GB RAM, 128GB SSD (80XR0094GE)

Lenovo Ideapad 320

TrekStor Primebook P14 silber (34950)

Trekstor Primebook P14

Chuwi LapBook Air 14.1\

Chuwi Lapbook Air

Medion Akoya E3215, Pentium N4200,  4GB RAM, 64GB SSD (MD 60794)

Medion Akoya E3215

Acer Switch 3 SW312-31-P7SF (NT.LDREG.007)

Acer Switch 3

Chuwi SurBook mini

Chuwi Surbook Mini

Gemessen am Preis ist bei uns keiner der Laptops in der Preisklasse bis 500 Euro wirklich durchgefallen, auch wenn nur drei Geräte mit „gut“ (Trekstor Primebook P14, Chuwi Lapbook Air und Medion Akoya E3215), der Rest mit „befriedigend“ (Acer Switch 3, Chuwi Surbook Mini 10.8, Chuwi Surbook 12.3 und Dell Vostro 15) und „ausreichend“ (Lenovo Ideapad 320) abgeschnitten haben.

Letztendlich spielt die größte Rolle, welche Anforderungen der Nutzer an einen Windows-Laptop stellt. Alle Devices in unserem Testfeld haben ausreichend Performance und brauchbare Tastaturen. Weiterhin zählt dann natürlich, welcher Formfaktor gewünscht ist und wie wichtig die Punkte Touchpad, Display, Speicher und Akkulaufzeit sind. Wirklich verkehrt macht man in Anbetracht des verhältnismäßig niedrigen Preises mit keinem der von uns getesteten Laptops etwas.

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