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Vergleichstest: AirPods & Co – 10 True Wireless Kopfhörer im Test

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In den vergangenen Monaten haben wir diverse True-Wireless-Ohrhörer mit Preisen zwischen 30 und 200 Euro getestet. Was unsere Favoriten sind, welche Vor- und Nachteile die einzelnen In-Ears haben und ob man unbedingt mehr als 100 Euro für komplett kabellose Bluetooth-Kopfhörer ausgeben muss, erfahrt Ihr in unserem Vergleichstest.

War das Angebot an True-Wireless-Ohrhörern Anfang dieses Jahres noch klein, gibt es mittlerweile eine ganze Menge an kabellosen In-Ear-Stöpseln mit Bluetooth-Anbindung. Wir haben in den letzten Wochen einen ganzen Schwung dieser Geräte getestet. Einen Überblick über alle Modelle, die wir intensiv untersucht haben, bietet dieser Vergleich.

Bild: Techstage

Unser Favorit bei den hochpreisigeren True-Wireless-Ohrhörern ist der Sony WF-1000X (Testbericht). Klanglich bietet er High-End vom feinsten inklusive einer gut funktionierenden Rauschunterdrückung und eines Umgebungsgeräusche-Modus. Der ist beispielsweise dafür zuständig, dass der Nutzer die In-Ears nicht herausnehmen muss, um sich mit jemandem zu unterhalten. Tragekomfort und Sitz des Sony WF-1000X sind ebenfalls top, einziger Wehmutstropfen ist die nicht vorhandene Lautstärkeregelung direkt an den In-Ears.

Sony WF-1000X schwarz

Schwarz

Sony WF-1000X gold

Gold

Bild: Techstage

Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns der Jabra Elite Sport (Testbericht). Er ist ähnlich teuer wie der Sony WF-1000X und klingt ebenfalls klasse. Optisch trägt er allerdings dicker auf, er ist klobiger als der Sony-Kopfhörer. Wie der Name schon verspricht, ist der Jabra Elite Sport vor allem für den Einsatzbereich körperliche Ertüchtigung gedacht, so hat er als Besonderheit einen Herzfrequenzmesser und es gibt eine spezielle Fitness-App. Auch hier gibt es guten Sitz und die Möglichkeit, Umgebungsgeräusche zuzuschalten, um mitzubekommen, was um einen herum vor sich geht.

Bild: Techstage

Apples AirPods (Testbericht) punkten mit einem guten Klang trotz halboffener Bauweise, mit einer für True-Wireless-Ohrhörer sehr guten Laufzeit und einer unkomplizierten Verbindung und Bedienung in Verbindung mit iOS-Geräten. Sie funktionieren zwar auch mit Android-Smartphones, sind allerdings für die Nutzung mit iPhones zugeschnitten und spielen nur dort ihre Vorteile aus. Anpassungsmöglichkeiten in Form von Ohrpassstücken gibt es nicht. Sind die In-Ears nicht zum Gehörgang des Käufers kompatibel, hat dieser schlicht Pech gehabt.

Bild: Techstage

Was wir an den Verve Ones ME (Testbericht) zu kritisieren hatten, hat der Hersteller bei den Verve Ones+ ME (Testbericht) besser gemacht. Der Klang hat uns dank deutlich besseren Bassanteils bei dem Headset gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie bei unseren beiden Favoriten. Auch gibt es bei den Verve Ones+ ME nur Ohrpassstücke in drei Größen und somit weniger Anpassungsmöglichkeiten als bei den Sony- und den Jabra-BT-Kopfhörern. Gut gefallen hat uns hingegen der integrierte Equalizer, der es dem Nutzer ermöglicht den Klang nach seinen Vorstellungen anzupassen.

Bild: Techstage

Die Verve Ones ME (Testbericht) von Motorola bekommt man mittlerweile schon für knapp 80 Euro. Kein schlechter Preis für True-Wireless-Ohrhörer, die als Besonderheit mit mehreren EQ-Presets daherkommen. Trotz gutem Sitz und somit guten Voraussetzungen für einen ordentlichen Bassanteil im Gehörgang, sind die tiefen Frequenzen bei den Verve Ones MW jedoch sehr dünn. Auch mit den verschiedenen Equalizereinstellungen gelang es uns im Test nicht, dem ansonsten sehr feinen und detaillierten Sound ein insgesamt ausgewogenes Klangbild mit zufriedenstellendem Bassfundament zu entlocken.

Bild: Techstage

Der Samsung Gear IconX 2018 (Testbericht) kommt mit integriertem Speicher für MP3-Dateien als Alleinstellungsmerkmal. Preislich liegt er in einem ähnlichen Bereich wie der Sony WF-1000X und der Jabra Elite Sport. Tragekomfort und Sitz haben uns gut gefallen, überzeugen konnte uns der Gear IconX 2018 alles in allem jedoch nicht. Klanglich kommt er nicht an die In-Ears von Sony und Jabra heran und die Akkulaufzeit war im Test beim Bluetooth-Streaming sehr kurz.

Bild: Techstage

Unser Favorit bei den True-Wireless-Ohrhörern in der Preisklasse bis 50 Euro sind die DA144 (Testbericht) von Dodocool. Zwar haben sie keine Transportbox mit Ladefunktion wie sonst üblich bei drahtlosen BT-In-Ears, laufen mit einer Ladung aber auch länger als die ganze Konkurrenz. Auch klanglich konnten sie uns überzeugen, man darf jedoch in dieser Preisklasse keinen Premiumsound wie beispielsweise beim Sony WF-1000X erwarten. Die nach IPx5 gegen Spritzwasser geschützten Ohrstöpsel konnten außerdem mit einer gut funktionierenden Lärmreduzierung punkten.

Bild: Techstage

Auch bei den günstigen Modellen IHS-600 (Testbericht) und IHS-620 (Testbericht) von Auvisio waren wir vom guten Klang in Relation zum kleinen Preis überrascht. Der größte Unterschied zwischen den beiden In-Ear-Headsets ist die Unterstützung für Google Assistant und Siri beim IHS-600, ansonsten sind die Unterschiede nur geringer Natur. Mit Preisen von um die 40 Euro bekommt man mit den beiden Modellen brauchbare True-Wireless-Kopfhörer. Klanglich hat uns der Dodocool DA144 jedoch noch eine Ecke besser gefallen.

Bild: Techstage

Das Schlusslicht, sowohl preislich als auch in Sachen Klangverhalten, bildet das True-Wireless-Headset Hotgo TWS (Testbericht). Mit einem Preis ab 30 Euro ist es nicht viel günstiger als die Modelle von Auvisio und dem Dodocool DA144, schwächelt aber in einigen nicht unwesentlichen Punkten. Während der Sound für solch günstige BT-Kopfhörer sogar noch ordentlich ist, muss der Nutzer mit in stillen Passagen mit hörbaren Störgeräuschen und ab und zu auftretenden Aussetzern leben. Außerdem mussten wir im Test die Stöpsel immer mal wieder neu koppeln. Vom Hotgo TWS sollte man lieber die Finger lassen, da ist man mit den Devices von Dodocool und Auvisio besser beraten, wenn man möglichst wenig Geld ausgeben möchte.

Wer einen True-Wireless-Kopfhörer mit High-End-Sound möchte, der muss schon etwas Geld in die Hand nehmen. Der Sony WF-1000X (Testbericht) beispielsweise bietet ein sehr gutes Gesamtpaket bei einem Preis von um die 190 Euro. Sehr fein tönt auch der Jabra Elite Sport (Testbericht), der außerdem noch mit Specialfeatures fürs Training aufwartet und ähnlich teuer ist.

Aber auch BT-In-Ears bis 50 Euro klingen nicht zwangsläufig schlecht, wie uns der Dodocool DA144 (Testbericht) und die Modelle IHS-600 (Testbericht) und IHS-620 (Testbericht) von Auvisio gezeigt haben. Wenn es für unterwegs nicht der absolute High-End-Sound sein muss, ein solide klingendes Headset ausreicht, dann sind diese True-Wireless-Ohrstöpsel einen Blick wert.

Unsere Kollegen von c't haben außerdem im November einen Vergleichstest von sieben Modellen veröffentlicht, darunter auch einige weitere Modelle wie die Beoplay E8 von B&O oder die Iqbuds von Nuheara.

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