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Umidigi Z2 Pro Test: ordentliche Hardware für kleines Geld

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Hardwareseitig geht das Umidigi Z2 Pro in Richtung Oberklasse-Smartphone, preislich liegt es in der Mittelklasse. Wir haben das schicke China-Smartphone getestet.

Parallel zum guten Umidigi One (Testbericht) gibt das Umidigi Z2 Pro im Twilight-Look oder mit Carbonfiber-Optik. Wir hatten erstere im Test, die uns optisch gut gefällt. Wie beim Umidigi One glänzt die Glasrückseite je nach Lichteinfall in verschiedenen Facetten mit einem von Grünblau nach Violett gehenden Farbverlauf. Der Rahmen des Handys ist aus Metall und kommt im Grau-Metallic-Look. Das Telefon ist gut verarbeitet, wir konnten keinerlei Mängel entdecken. Für ein noch recht günstiges Smartphone wirkt das Umidigi Z2 Pro hochwertig.

Bild: Techstage Das Z2 Pro sieht mehr wie ein Oberklasse- als Mittelklasse-Smartphone aus.

Mit seinen Abmessungen von 153,4 × 74,4 × 8,3 mm, dem Gewicht von 165 g und seinen abgerundeten Seiten liegt das Handy trotz recht großen Bildschirms gut und angenehm in der Hand. Oberhalb des Displays, innerhalb einer als Notch bekannten Aussparung, sind zwei Linsen für die Frontkamera und Sensoren für die Umgebung untergebracht. Auch auf der Rückseite gibt es eine Dualkamera. Diese hat ihren Platz mittig weit oben, darunter befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Unten am Handy findet sich ein USB-Type-C-Anschluss, auf der rechten Seite Power-Button und Lautstärkewippe. Der Kartenslot ist links untergebracht.

Das Umidigi Z2 Pro ist mit einem Helio-P60-Chip von Mediatek bestückt. Der Octacore-Prozessor hat vier Cortex-A73- und vier Cortex-A53-Kerne. Der Maximaltakt beträgt jeweils 2 GHz. Der Arbeitsspeicher des Smartphones ist 6 GByte groß, an internem Speicher gibt es satte 128 GByte. Zur Erweiterung gibt es außerdem einen Micro-SD-Kartenslot. Wird dieser nicht benötigt, lässt sich dort eine zweite SIM-Karte platzieren.

Bild: Techstage Der USB-Typ-C-Anschluss überträgt Dateien nur nach USB-2.0-Standard.

Das Umidigi Z2 Pro funkt im mobilen Internet mit LTE und unterstützt alle in Deutschland genutzten Frequenzen. Die Verbindung mit einem Router erfolgt per WLAN 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3550 mAh und ist auch drahtlos nach Qi-Standard aufladbar. Die vorhandene Schnellladetechnologie erlaubt das Auffüllen der Batterie mit maximal 18 W per Kabel und 15 W drahtlos. Neben GPS und Glonass gehören noch Bluetooth 4.2 und NFC (mit Unterstützung für Android Pay) zu den technischen Spezifikationen. Der USB-Type-C-Anschluss überträgt Dateien nur nach USB-2.0-Standard und unterstützt USB OTG.

Das 6,2 Zoll große Display des Umidigi Z2 Pro löst 2246 × 1080 Pixel auf. Es bietet ausdrucksstarke Farben und eine gute Blickwinkelstabilität. Die maximale Helligkeit ist zufriedenstellend, für den Einsatz in direktem Sonnenlicht würden wir uns jedoch noch etwas Reserven wünschen. Auf Fingereingaben reagiert das Panel gut. Wie viele aktuellen Smartphones hat auch das Z2 Pro eine Notch, also eine Aussparung am oberen Rand, die in das Display hineinragt. Dort sind unter anderem die Dual-Frontcam und die Hörmuschel untergebracht. Die mittig sitzende Notch ist wie beim Umidigi One verhältnismäßig groß geraten.

Bild: Techstage Das hochauflösende Display des Umidigi Z2 Pro kann sich sehen lassen.

Die Dual-Hauptkamera des Umidigi Z2 Pro mit f/1.7-Blende, Phasenvergleich-Autofokus und Dual-LED-Blitz hat eine 16- und eine 8-Megapixel-Linse. Vorne gibt es ebenfalls eine Dual-Kamera, dort mit f/2.0-Blende und ebenfalls einer 16- und einer 8-Megapixel-Linse. Beide Kameras sind in der Lage sehr ansehnliche Bilder zu schießen, allerdings müssen dazu die Lichtverhältnisse stimmen. In Low-Light-Szenarien lässt die Bildqualität schnell nach. Fokus und Auslöser reagieren jeweils fix.

Was mit der jeweils zweiten Linse realisierte Tiefenschärfe-Effekte angeht, enttäuscht das Z2 Pro. Wie bei vielen günstigeren Smartphones sieht der Blur-Effekt künstlich aus und trennt fokussierte Objekte und Hintergrund nur unzufriedenstellend.

139.102 Zähler im Antutu-Benchmark ist eine ordentliche Hausnummer, zumindest auf dem Papier. Aber auch in der Praxis ist die Performance des Umidigi Z2 Pro auf hohem Niveau. Hier zuckelt und hakelt nichts, das ganze System läuft flink und flüssig. Auch anspruchsvollere Games sind auf dem Z2 Pro kein Problem.

Bild: Techstage Die Notch ist beim Z2 Pro recht ausladend.

Die Akkulaufzeit des Z2 Pro ist zufriedenstellend. Trotz reger Nutzung im Testzeitraum kamen wir problemlos über den Tag, dann wurde es aber auch langsam Zeit für die Steckdose. Das Aufladen des Z2 Pro nimmt mit dem beiliegenden Netzteil knapp zwei Stunden in Anspruch. Das Gerät drahtlos aufzuladen funktionierte im Test mit einem entsprechenden Ladepad und Ikeas Qi-Lampe Hektar problemlos.

Das Umidigi Z2 kommt in Sachen Sicherheit mit Fingerabdrucksensor und Gesichtsentsperrung. Beides funktioniert im Test nicht besonders zuverlässig. Beim Entsperren mit dem Finger benötigte es öfter mal zwei, drei Anläufe, ebenso bei der Entsperrung via Gesicht. Der Lautsprecher des Smartphones überzeugt uns klanglich nicht. Der Sound ist recht blechern und der Bassanteil ist quasi gar nicht vorhanden.

Wie auch das Umidigi One läuft das Umidigi Z2 Pro mit einem nahezu unberührten Android 8.1 Oreo. Der Sicherheits-Patch von Google war zum Testzeitraum vom 5. Juli 2018. An Bloatware gibt es nur eine Taschenlampen-App und einen Dateimanager, beide Apps kann der Nutzer nicht deinstallieren. Wirklich erwähnenswerte vom Hersteller implementierte Zusatzfeatures finden sich auf dem Smartphone nicht. Es fehlt auch das bei vielen Smartphones mit Mediatek-CPU vorhandene Miravision-Optionsmenü, das dem Nutzer die manuelle Anpassung des Displays bezüglich Kontrast, Farbtemperatur & Co. ermöglicht.

Bild: Techstage Die Kamera des Smartphones schießt recht ordentliche Bilder.

Top Performance, tolles Display, Optik und Haptik eines Oberklasse-Smartphones, sehr großer Speicher und ein recht aktuelles Betriebssystem, das sind die Highlights des Umidigi Z2 Pro. Die Akkulaufzeit ist zufriedenstellend, die Kameras dazu in der Lage brauchbarer Ergebnisse abzuliefern. Somit bietet das Smartphone ein ordentliches Preisleistungsverhältnis, man bekommt es bei Amazon mit Versand aus Deutschland aktuell für knapp 335 Euro. Wer sich etwas gedulden kann, findet es dort sogar schon für 230 Euro, allerdings anscheinend mit Versand aus China und dementsprechend längerer Lieferzeit. Noch günstiger ist das Umidigi Z2 Pro eventuell in China-Shops.

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