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Ulefone Mix im Test: Mi-Mix-Kopie für's kleine Geld

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Das Mix des chinesischen Herstellers Ulefone bietet Dual-Kamera, Octacore-Prozessor und Fingerabdrucksensor. Optisch weist das Handy schmale Ränder an drei Seiten auf, wie sein Vorbild Xiaomi Mi Mix. In den meisten Bereichen gefällt uns das Mix. Über Stärken und Schwächen des 140-Euro-Smartphone berichten wir in unserem Testbericht.

Optisch ist das Ulefone Mix unverkennbar an das erste Mi Mix des chinesischen Herstellers Xiaomi angelehnt: Die Ränder oben, links und rechts sind recht schmal gehalten. Unten weist es allerdings ein knapp 1,5 Zentimeter breites Kinn auf. Dort hat der Hersteller Fingerabdrucksensor, Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED untergebracht. Die Abmessungen des Handys betragen 143 × 75 × 8,7 Millimeter, bei einem Gewicht von 173 Gramm.

Power-Button und Lautstärkewippe bieten guten Druckpunkt und finden sich auf der linken Seite des Smartphones. Oben befindet sich ein Kopfhörerausgang, unten ein Micro-USB-Eingang zum Laden des Akkus. Der Lautsprecher des Gerätes sitzt rechts unten, links das Mikrofon. Der Hersteller hat die beiden Linsen der Dual-Kamera mittig untereinander auf der Kunststoffrückseite angebracht. Daneben nimmtein LED-Blitz seinen Platz ein.

Mit den abgerundeten Kanten auf der Rückseite und der hochglänzenden sowie rutschfesten Kunststoffrückseite liegt das Handy komfortabel in der Hand. In Sachen Verarbeitung vermittelt das Ulefone Mix einen guten Eindruck. Das Smartphone wirkt nicht wie ein Billig-Chinahandy: Sowohl optisch als auch haptisch weiß es zu gefallen.

Für die System-Performance zeigt beim Ulefone Mix ein Octacore-Prozessor von Mediatek verantwortlich. Beim MT6750T takten die vier leistungsstärkeren Kerne mit maximal 1,5 GHz, die vier sparsameren Kerne haben einen Maximaltakt von 1 GHz. Der CPU stehen 4 GByte RAM zur Seite. Der 64 GByte große Speicher lässt sich per MicroSD-Karte erweitern. Dieser Speicherkartenschacht nimmt als Hybridslot entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM- und eine MicroSD-Karte auf.

Das Smartphone bietet LTE-Geschwindigkeit, um ins mobile Internet zu gelangen. Auch das LTE Band 20 unterstützt das Gerät, das bei vielen Chinahandys fehlt. WLAN unterstützt das Telefon nach 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Band. Der fest verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 3300 mAh. Zur weiteren Ausstattung des Gerätes gehören Bluetooth in Version 4.1, GPS und ein Kopfhörerausgang. Der bereits erwähnt Fingerabdrucksensor sitzt beim Ulefone Mix im Homebutton.

Bild: Techstage Das Display des Ulefone Mix hat uns im Test gut gefallen.

Das 5,5 Zoll große Display des Ulefone Mix löst 1280 × 720 Pixel auf. Dieses gefällt uns gut, auch wenn es nicht mehr zeitgemäß ist für ein Smartphone im Preissegment der unteren Mittelklasse. Die Farben werden satt und ansehnlich dargestellt, die Blickwinkelstabilität ist top und das Display leuchtet auf höchster Stufe ungewöhnlich hell. Die Systemeinstellungen bieten bei den Bildschirmeinstellungen diverse Optionen: Nutzern gestattet das System unter anderem Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen.

Bei der Hauptkamera des Ulefone Mix handelt es um eine Dual-Kamera mit mit f/2.2-Blende, Autofokus und Dual-LED-Blitz. Die Auflösungen der beiden Sensoren betragen 5 und 13 Megapixel. Die Frontcam hat ebenfalls eine f/2.2-Blende, die Auflösung beträgt dort 8 Megapixel.

Während die Qualität der Frontkamera nur ausreichend ist, macht die Hauptkamera einen guten Job – allerdings mit Einschränkungen: Im Nahbereich sind Bilder öfter einmal unscharf und wirken verwaschen. Bilder von weiter entfernten Objekten und Landschaften nimmt die Kamera bei guten Lichtverhältnissen sehr ansehnlich auf, und auch unter Low-Light-Bedingungen können sie sich meist sehen lassen. Die zusätzliche Linse auf der Rückseite bewirkt einen Unschärfe-Effekt. Doch dieser sieht sehr gekünstelt aus und lässt sich in einer speziellen Option in der Kamera-App ein- und ausschalten.

Gut gefällt uns das selbsttätige Umschalten zwischen Haupt- und Frontkamera. Da die vordere Kamera unterhalb des Bildschirms sitzt, müssen Nutzer das Handy für Selfies auf den Kopf stellen. Dabei wechselt das Smartphone automatisch zur Frontcam.

Das Ulefone Mix legt mit seinem Octacore-Prozessor von Mediatek und dem 4 GByte großen Arbeitsspeicher eine solide System-Performance an den Tag. Das Gerät läuft verhältnismäßig flott und ohne störende Pausen. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Telefon auf gute 53.650 Punkte und eignet sich somit zum Zocken, wenn auch bedingt: Nutzer müssen mit längeren Ladezeiten und schlechterer Grafikqualität leben, als bei aktuellen Smartphones der oberen Mittelklasse oder aus dem High-End-Bereich üblich.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet zuverlässig und auch die Reaktionszeit ist zufriedenstellend. Die Qualität des Lautsprechers ist in Relation zum Preis des Handys gut. Auch bei voller Lautstärke klingt dieser noch ordentlich. Wie meist bei Smartphones spielt das Gerät tiefe Frequenzen eher mäßig. Die Akkulaufzeit des Ulefone Mix ist ordentlich: Bei starker Nutzung lief das Smartphone im Test ohne Probleme mit einer Akkuladung; bei gemäßigter Nutzung zwei Tage. Das Aufladen dauert mit dem beiliegenden Netzteil knapp zweieinhalb Stunden.

Ulefone installiert auf dem Mix Android in Version OS 7.0 Nougat, ohne dabei größere Anpassungen am System an sich vorzunehmen. Das Smartphone ist nicht mit überflüssiger Software überladen. Vom Hersteller ins System integrierte Features betreffen beispielsweise Einstellungsmöglichkeiten der Navigationsbar, Gesten zum Starten von Apps bei ausgeschaltetem Display und einen Schnellzugriffs-Shortcut in Form eines Floating-Buttons. Einige dieser Optionen zeigten sich als nützlich, andere boten uns keinen Mehrwert.

Ulefone Mix schwarz

Schwarz

Ulefone Mix blau

Blau

Für 140 Euro erhalten Käufer mit dem Ulefone Mix ein brauchbares Smartphone – in einigen Chinashops sogar günstiger. Dabei sei die Kamera mit dem Problem des Scharfstellens im Nahbereich als größte Schwachstelle zu nennen. Allerdings sollten sich Käufer auch darüber im Klaren sein, dass eventuell kein Upgrade auf Android 8 ausgeliefert wird. Ansonsten überzeugt das Telefon mit ansprechender Optik und Haptik, farbintensivem Display, guter Performance und langer Akkulaufzeit in Relation zum günstigen Preis.

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