TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Trekstor Primetab: günstiges LTE-Android-Tablet im Test

von  //  Twitter Google+

Das Android-Tablet Trekstor Primetab P10 LTE gibt es mittlerweile ab knapp 190 Euro. Dafür bekommt der Käufer ein Gerät mit mobilem Internetzugang, hochauflösendem Display und schnellem Quad-Core-Prozessor. Unser Test zeigt, ob sich ein Kauf lohnt.

Das Primetab P10 LTE präsentiert sich in seinem Aluminium-Gehäuse optisch ansprechend, gut verarbeitet, und weiß auch haptisch zu gefallen. Es liegt angenehm in der Hand, was – neben dem sich wertig anfühlenden Material und den kompakten Abmessungen von 259 × 154 × 8,3 mm – mit dem geringen Gewicht von knapp 490 g zu tun hat. Power-Button und Lautstärkewippe sind am rechten oberen Rand des Gerätes, ein MicroSD-Kartenslot ist unten rechts untergebracht.

Bild: Techstage

Links und rechts neben dem Display sitzen Stereolautsprecher, die nach vorne abstrahlen, die Frontkamera befindet sich im rechten oberen Eck. Auf der Rückseite hat die Hauptkamera ihren Platz links oben in der Ecke, in der Mitte prangt das Logo des Herstellers. Auf der rechten Seite des Tablets sind ein Kopfhörereingang, ein Mikrofon, der SIM-Karten-Einschub und ein MicroUSB-Anschluss untergebracht.

Beim Prozessor des Primetab P10 fiel die Wahl des Herstellers auf einen Quad-Core-Chip von Mediatek mit einem Maximaltakt von 1,3 GHz (MT8735). Neben 2 GByte RAM gibt es 32 GByte internen Speicher, der sich dank eines MicroSD-Kartenslots erweitern lässt. Neben mobilem Internet in LTE-Geschwindigkeit per SIM-Kartenslot kommt das Primetab per WLAN nach 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband ins World Wide Web. Neben GPS gehört Bluetooth in Version 4.0 zur Ausstattung, Kommunikation mit anderen Geräten per NFC ist mit dem günstigen Tablet nicht möglich. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 6600 mAh. Das Primetab P10 LTE hat neben einem Kopfhörereingang zwei auf der Vorderseite untergebrachte Stereo-Lautsprecher.

Das 10,1 Zoll große Display im 16:9-Format löst 1920 × 1200 Pixel auf. An der Schärfe gibt es nichts zu mäkeln und auch die Farbwiedergabe ist gut. Wie meist bei Geräten mit Mediatek-Prozessor gibt es in den Systemeinstellungen unter Display die Option Miravision, die es dem Besitzer ermöglicht Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur und weitere Optionen individuell einzustellen. Während die Blickwinkelstabilität zufriedenstellend ist, dürfte der Bildschirm mehr Reserven in Sachen Helligkeit haben. Im Freien bei Sonnenschein fällt es teils schwer, etwas zu erkennen.

Bild: Techstage

Die Hauptkamera des Primetab löst 5, die Frontkamera 2 Megapixel auf. Wie üblich bei günstigen Tablets ist die Qualität beider Linsen alles andere als beeindruckend. Bei guten Lichtverhältnissen schießt die Hauptkamera zumindest teils halbwegs ansehnliche Schnappschüsse. Die Frontkamera ist schlicht besser als gar keine Webcam. In Relation zum Preis betrachtet, finden wir die Qualität der beiden Linsen okay.

Bild: Techstage

Dem Primetab P10 LTE merkt man seine nicht sonderlich potente Hardware in Form des MT8735-Prozessors und des nur 2 GByte großen Arbeitsspeicher an: Das System läuft alles in allem etwas zähflüssig. Wir empfanden die Gesamtperformance jedoch trotzdem als zufriedenstellend und ohne größeren Nervfaktor. Dies könnte damit zusammenhängen, dass größere Denkpausen im Test selten auftraten. Der Nutzer muss eben „nur“ damit leben, dass das Gerät in seiner Gesamtperformance nicht das schnellste ist.

Bild: Techstage

Während die Akkulaufzeit für ein Tablet nur zufriedenstellend ist – mit um die acht Stunden beim Surfen per WLAN –, hat uns der geringe Energieverbrauch im Standby-Betrieb gut gefallen. Er ist so niedrig, dass man das Gerät nach mehreren Tagen der Nicht-Nutzung in die Hand nimmt und das Gefühl hat, die Akkuladung hätte kaum abgenommen. Die Stereo-Lautsprecher des Primetab klingen ordentlich. Untenherum lässt sich zumindest etwas Bass erahnen, in den höheren Frequenzbändern klingt das Tablet detailfreudig und auch bei hoher Lautstärke übersteuert der Sound nicht.

Als Betriebssystem kommt beim Primetab P10 LTE Android 7.0 zum Einsatz. Der zum Testzeitraum aktuelle Google-Sicherheitspatch stammte vom 05. September 2017. Softwareseitig hinkt das Gerät seiner Zeit also ein gutes Stück hinterher. Was das User Interface angeht verzichtet Trekstor darauf eine eigene Benutzeroberfläche überzustülpen; den Nutzer erwartet ein fast unberührtes Stock-Android ohne eine größere Menge an Bloatware. Diesbezüglich findet sich nur die Sicherheitssoftware Mcafee Mobile Security, die sich nicht deinstallieren lässt.

Prinzipiell sind knapp 200 Euro für ein Tablet mit LTE-Modem und gutem Display kein schlechter Preis. Der Käufer muss jedoch mit einer geradeso zufriedenstellenden Performance und veraltetem Betriebssystem leben. Bei Letzterem dürfte zumindest der Sicherheitspatch neueren Datums sein. Wer ein 10-Zoll-Gerät mit mobilem Internetzugang sucht und nicht mehr als 200 Euro ausgeben möchte, für den könnte sich ein Blick auf das Primetab P10 LTE trotzdem lohnen: In dieser Preisklasse ist das Gerät aktuell konkurrenzlos.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige