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Tile Slim (2019): Schlüsselfinder im Scheckkartenformat

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Der Hersteller Tile hat in seiner neuen Serie einen Schlüsselfinder für die Nutzung im Portemonnaie vorgestellt. Wir haben das Modell Tile Slim (2019) getestet.

Welche weiteren Bluetooth-Keyfinder es sonst noch gibt, ist in unserem Vergleichstest von 13 Schlüsselfindern ersichtlich.

Der Hersteller Tile hat 2019 vier Keyfinder aktualisiert. Neben dem Tile Pro (Testbericht) mit einer Reichweite von über 120 Metern ist die Version für Geldbeutel und Portemonnaie besonders interessant. Im Vergleich zum älteren Tile Slim (Testbericht) hat sich das Format geändert. Der neue Slim-Tracker ist zwar immer noch sehr flach, er kommt nun aber im Scheckkartenformat und mit verbesserter Hardware.

Der Tile Slim hat die Abmessungen einer Kreditkarte. Er ist allerdings etwa zweieinhalb Mal so dick.

Der komplett schwarze Keyfinder besteht aus mattem Kunststoff und hat die Abmessungen 86 mm × 54 mm × 2,4 mm. Damit hat er eine Grundfläche wie eine Kreditkarte – er ist nur etwas dicker. Durch die flache Form eignet sich der Schlüsselfinder sowohl für den Einsatz im Geldbeutel als auch für beispielsweise Fernbedienung oder Laptop.

Das Tile-Logo auf der Vorderseite dient als Funktionstaster. Der Schlüsselfinder hinterlässt einen ausreichend stabilen Eindruck. Das Modell Tile Pro ist durch die massivere Bauweise trotzdem deutlich belastbarer.

Hier haben sich im Vergleich zum quadratischen Vorgängermodell nur Details verändert. Zur Benutzung des Trackers sind nach wie vor ein Smartphone mit passender App, eine Online-Registrierung und eine Bluetooth-Verbindung notwendig. Der Schlüsselfinder ist sowohl zu iPhones als auch zu Android-Geräten kompatibel.

Das Tile-Logo ist gleichzeitig der Auslösetaster für die Suche des Smartphones.

Geht ein Gegenstand mit dem Tile-Tracker verloren, löst der Nutzer in der App Alarm aus. Sekunden später beginnt der Tracker laut zu piepsen – zumindest, wenn er sich innerhalb der Reichweite zum Smartphone befindet. Das Wiederfinden klappt also auch, wenn sich der gesuchte Gegenstand in einem benachbarten Zimmer oder tief in einem Rucksack befindet. Wem die voreingestellte Melodie nicht gefällt, der kann sie in der App ändern. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die 2019er Version des Slim deutlich lauter.

Andersherum ist es mithilfe des Transponders möglich, eine Melodie am Smartphone auszulösen, um es leichter wiederzufinden. Das klappt zwar auch mit der Suchfunktion für Handys, der Griff zum Tracker im Geldbeutel ist allerdings verlockend unkompliziert. Ein doppelter Druck auf den Taster des Tile reicht aus und wenige Sekunden später beginnt das Telefon zu klingeln – zumindest in der Theorie.

Selbst bei der Ortung außerhalb der eigenen Bluetooth-Reichweite hilft der kleine Tracker. Auf einer Kartendarstellung in der App ist jederzeit ersichtlich an welchem Ort Smartphone und Tracker zuletzt Kontakt hatten. Wer beispielsweise auf der Karte sieht, dass der Geldbeutel zuletzt im Büro Kontakt zum Telefon hatte, braucht sich zu Hause gar nicht erst auf die Suche danach zu machen.

Der Tracker passt bequem auch in kleine Geldbörsen.

Auch eine gemeinsame Suche, die sogenannte Crowd-Suche, wird unterstützt. Kommt ein Keyfinder mit aktivierter Crowd-Funktion in Reichweite eines beliebigen Smartphones mit der Tile-App, wird dessen Position gespeichert und auf einen Server des Herstellers übertragen. Dabei ist es egal, ob es der eigene Schlüsselfinder ist oder der eines anderen Nutzers. Die gespeicherte Position ist dann für den Besitzer des Trackers in der App abrufbar, obwohl er sich selbst nicht in dessen Reichweite befinden.

Wer möchte, kann den Alarm des Tracker auch bequem per Zuruf aktivieren. Dazu ist lediglich die Aktivierung des entsprechenden Skills für die Alexa-Sprachsteuerung oder den Google-Assistant notwendig.

Wie auch der Tile Pro, funktioniert der neue Tile Slim erfreulich gut. Die Lautstärke ist ausreichend hoch und so ist das Wiederfinden einfach. Selbst unter einem Stapel Kissen oder in den Tiefen des Notebook-Rucksacks macht er genug Lärm, um ihn auch über höhere Distanzen zu hören.

Die Reichweite des neuen Slim liegt nun bei knapp über 60 Meter. Das ist zwar nur die Hälfte der Distanz, die der Tile Pro schafft, in der Praxis ist das für die meisten Anwender aber locker ausreichend. Die Reichweite vom Hersteller angegebene Reichweite von 61 Metern haben wir im Praxistest auf freier Fläche sogar um einige Meter übertroffen. In Räumen, insbesondere in Stahlbetonbauten, liegt die maximale Distanz natürlich deutlich darunter. Das Auslösen des Alarms über zwei Stockwerke in einem Einfamilienhaus hat im Test problemlos funktioniert.

Bei Geldbörsen mit integriertem RFID-Blocker beträgt die Reichweite nur wenige Meter.

Wer eine Geldbörse mit integriertem RFID-Blocker nutzt, sollte den Tile Slim in eine nicht abgeschirmte Außentasche stecken. Auf kurze Distanzen von unter fünf Metern funktioniert der Tracker zwar auch trotz des RFID-Blockers, der Nutzwert ist dann allerdings stark eingeschränkt.

In der Praxis hat die Rückwärtssuche, das Auslösen des Alarms am Smartphone, manchmal gar nicht und manchmal nur mir mehrminütiger Verzögerung funktioniert – anders als die eigentliche Suche, die absolut zuverlässig arbeitet.

Die Crowd-Suche funktioniert – zumindest, wenn sich andere Personen mit der Tile-App in Reichweite befinden. Wirklich praktisch ist die gemeinsame Suche allerdings nur dann, wenn in der Umgebung eine kritische Masse an Benutzern vorhanden ist. Und genau hier liegt das Problem. Im gesamten Südosten Münchens sind derzeit gerade einmal knapp 190 andere Tile-Tacker aktiv – das ist für eine große Stadt deutlich zu wenig. Auf dem Land dürfte die Abdeckung noch weit schlechter ausfallen. Bis hier mal ein anderer Nutzer am Tracker vorbeikommt, dürfte einiges an Zeit vergehen. Schade, dass sich die verschiedenen Hersteller von Schlüsselfindern nicht auf einen gemeinsamen Standard einigen, dann wäre die Community-Suche von deutlich größerem Nutzwert.

Dank der flachen Bauform kann man den Tracker beispielsweise auf ein Notebook oder eine Fernbedienung kleben.

Die interne Batterie ist fest verbaut und nicht austauschbar. Immerhin hält die Batterie laut Hersteller etwa drei Jahre. Aus Gründen des Umweltschutzes wäre uns eine wechselbare Knopfzelle, wie beim Tile Pro 2019 (Testbericht) trotzdem lieber.

Der Tile Slim ist nur in Schwarz erhältlich. Wer sich gleich mehrere Tracker zulegen möchte, bekommt beispielsweise zwei weiße Tile Mates und zwei Tile Slim als Combopaket. Das ebenfalls erhältliche Essentials-Paket besteht aus zwei Tile Sticker, einem Tile Mate und einem Tile Slim.

Tile Slim (2019) schwarz (RE-23001)

Tile Slim (2019)

Tile Mate + Slim Combo (2019) schwarz/weiß, 4er-Pack (RE-22004)

Combo Paket

Tile Essentials (2019) schwarz/weiß, 4er-Pack (RE-24004)

Tile Essentials

Wer einen gut funktionierenden und ordentlich lauten Tracker für das Portemonnaie sucht, der bekommt mit dem Tile Slim ein gutes und zuverlässiges Gerät mit ausreichender Reichweite. Dank der flachen Bauweise eignet sich der Keyfinder auch zur Markierung von Fernbedienung, Notebook & Co.

Einzig die Rückwärtssuche, bei der man sein Smartphone per Schlüsselfinder sucht, hat im Test nur mäßig gut funktioniert. Bei circa jedem vierten Versuch blieb unser Telefon stumm.

Wer ein Modell ohne jegliche Registrierungspflicht sucht, sollte zum Musegear Finder 2 (Testbericht) greifen. Geht es in erster Linie um eine hohe Reichweite, ist der Tile Pro (2019) die beste Wahl.

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